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Magerzinsen und Sicherheitsillusion

Die Lage ist dramatisch. Die Zinsen sind im Keller. Der Weltuntergang steht kurz bevor.

rettung der ErsparnisseIn Anbetracht der aktuellen Zinslage gibt es offensichtlich  bei Sparerinnen und Sparern inzwischen ähnliche Panikreaktionen  wie nach dem letzten Börsencrash (oder dem vorletzten oder dem vorvorletzten….).

Trotzdem hält der deutsche Sparer und auch die Sparerin dem Tagesgeld und sogar bisweilen noch dem Sparbuch eisern die Treue. Das erscheint auf den ersten Blick verwunderlich. Obwohl bei realistischer Betrachtung absehbar ist, dass dabei langfristig reale Verluste gemacht werden, scheint dies die meisten wenig zu beeindrucken.

Das hat verschiedene Gründe:

„Alles was zählt, sind die Zahlen auf dem Konto!“

Diesen schlichten Satz habe ich von einem mir  bekannten Herrn früher häufig zu hören bekommen und ich denke, dass er sehr repräsentativ für das Denken vieler Anleger steht. Während sich Kursschwankungen direkt auf den Depot- und Kontoauszügen niederschlagen, werden Verluste durch die schleichende Geldentwertung – auch „Inflation“ genannt – kaum oder gar nicht wahrgenommen.

Was erschwerend hinzukommt, ist die Tatsache, dass „Inflation“ oder „alles wird teurer“ von unterschiedlichen Menschen auch ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Da ist zum einen die  „Inflationsrate“, die wir aus den Medien erfahren. Kaum jemand ohne ökonomische Vorkenntnisse oder großes politisches Interesse weiß so ganz genau, was dahinter steckt und wie sich diese Größe auch (politisch) beeinflussen lässt.

Wer hingegen gerade auf der Suche nach einer Mietwohnung ist oder aktuell eine Nebenkostenabrechnung mit Nachzahlung erhalten hat, spürt deutlich die Preissteigerungen im Energiesektor und bei den Mieten, bringt dies aber auch nicht zwangsläufig mit dem Thema Inflation in Verbindung und schon gar nicht mit seinen oder ihren Ersparnissen.

Das führt dazu, dass das Inflationsrisiko bei den meisten Menschen weitgehend ausgeblendet ist bzw. gar nicht als Risiko wahrgenommen wird.  Demgegenüber wird das Risiko, Verluste zu erleiden, die sich dann auch direkt als Zahlen auf dem Depot oder Konto „materialisieren“,  sehr viel stärker wahrgenommen wird.

Es ist also eine Frage der Wahrnehmung – wie so oft.

Verlustaversion

Hinzu kommt außerdem der Umstand, dass die Möglichkeit Verluste zu erleiden, emotional sehr viel stärker wirkt, als die Aussicht auf Gewinne. Über dieses Phänomen, das als „Verlustaversion“ bezeichnt wird,  und sehr weitreichend unser menschliches Handeln bestimmt, lesen Sie in meinem nächsten Blog-Beitrag.

Wie sie typische Anleger/innen-Fehler vermeiden und bewusster mit Geldthemen, Verlustaversion, finanziellen Existenzängsten umgehen oder selbst andere finanzielle Ergebnisse erzielen können, erfahren Sie im Finanzcoaching, in der Anlageberatung oder in meinem nächsten Geldseminar.

Ein gute Gelegenheit zum Reinschnuppern bieten die Infoabende und Schnuppervorträge.

Ich freue mich auf Sie!

2. Schritt – Planung

In meinem Beitrag „Altersvorsorge – Planung schützt vor bösen Überraschungen“ habe ich Ihnen drei wichtige Schritte für Ihre Planung angekündigt. Hier kommt nun der zweite Schritt.

Finanzcoaching small 72Ein wichtige Voraussetzung für die Planung sind realistische Ziele dafür, wie Sie Ihren Ruhestand verbringen möchten, inwieweit Sie bereit sind, sich einzuschränken oder inwieweit Sie noch bereit und in der Lage sind,  für den Ruhestand Rücklagen zu bilden. Es ist fast immer eine Kompromisslösung, denn die wenigsten Frauen können auf eine Erwerbsbiografie zurück blicken, die Ihnen große Sprünge im Alter ermöglichen wird. Auch kann die Planung immer nur auf dem heutigen Stand der gesetzlichen Rahmenbedingungen erfolgen. Und dennoch ist eine realistische Planung immer noch besser als ein Leben in Hoffnung und Unsicherheit.

Der erste Schritt für die Ruhestandsplanung ist deshalb die Frage: Was sind meine Ziele? Wie will ich später leben? Wo will ich leben? Mit wem will ich leben und welche finanziellen Ressourcen benötige ich dafür? Will ich allein in meinem Haus oder meiner Wohnung leben, in einer Seniorenresidenz oder gemeinsam mit anderen Menschen? Es ist viel einfacher und inspirierender ein konkretes Ziel vor Augen zu haben als nur für das Alter und die (Vor-) Sorge zu sparen.

Ein weiterer Schritt bei der Planung besteht dann natürlich darin, sich mit den Zahlen zu befassen. Davor schrecken viele zurück. Doch leider hilft das nicht weiter. Wenn die Ziele hoch gesteckt und die finanziellen Mittel nicht hoch genug sind, hilft es nicht weiter, in Hoffnung zu leben. Gerade dann ist es wichtig, abzuwägen und die Ziele und Maßnahmen zu überdenken und notfalls zu korrigieren. Dabei hilft eine solide Finanzplanung und Beratung.

Haben Sie hierzu Fragen? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Herzlichst,
Ihre Kornelia Rendigs

1. Schritt: Renten-Check

In meinem Beitrag „Altersvorsorge – Planung schützt vor bösen Überraschungen“ habe ich Ihnen drei wichtige Schritte für Ihre Planung angekündigt. Hier kommt nun der erste Schritt.

Als Grundlage für Ihre Altersvorsorgeplanung und aller daraus resultierenden Maßnahmen sollten Sie sich einen Überblick schaffen, wie der aktuelle Stand Ihrer gesetzlichen, betrieblichen und privaten Versorgungsansprüche aussieht.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob in Ihrem Rentenverlauf auch alle Anrechnungs- und Berücksichtigungzeiten erfasst wurden, dann empfehle ich Ihnen gleich morgen einen Termin bei der Deutschen Rentenversicherung zu vereinbaren, um diese wichtige Frage zu klären und gegebenenfalls eine Kontenklärung durchführen zu lassen.

Anschließend können Sie die aktuellen Mitteilungen Ihrer betrieblichen und oder privaten Vorsorgeverträge zusammen  stellen. Die Lebensversicherungsgesellschaften sind inzwischen vom Gesetzgeber verpflichtet worden, Ihnen regelmäßige Mitteilungen zukommen zulassen. Wenn diese nicht auffindbar sind, können Sie natürlich jederzeit auch neu angefordert werden. Oder Sie erteilen Ihrer Finanzberaterin einfach eine Vollmacht und sie holt dann die Informationen ein.

Für den Renten-Check und die weitere Planung empfiehlt es sich dann, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die steuerlichen Regelungen der AlVermögensaufbau für Frauentersvorsorge sind heutzutage so komplex, dass es nicht mehr möglich ist, die Hochrechnung zum 65. oder 67. Lebensjahr mit Berücksichtungung aller Abzüge für die steuerlichen Belastungen, die Krankenversicherungsbeiträge und und eine Inflationsbereinigung per Hand auszurechnen.

Sicherlich sind die Angaben auch dann noch unter Vorbehalt zu sehen, denn es liegt die heutige Steuergesetzgebung zugrunde. Wenn diese sich mal wieder ändert, sollte die Finanzplanung spätestens aktualisiert werden. Ich empfehle sowieso alle drei bis fünf Jahre die Planung auf den Prüfstand zu stellen. Bei meinen Kundinnen und Kunden gehört das natürlich zum Service. Professionelle Finanzberaterinnen arbeiten dafür mit speziellen Finanzplanungsprogrammen. Sie können Ihnen damit den Stand Ihrer Altersvorsorge ermitteln und unterschiedliche Planungsszenarien erstellen.

Haben Sie hierzu Fragen? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Herzlichst,
Ihre Kornelia Rendigs

Eine Übersicht professioneller Finanzberaterinnen bundesweit finden Sie unter www.finanzfachfrauen.de