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Finanzielle Ziele für Ihren finanziellen Erfolg – Die 5-Schritte-Strategie

Befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren finanziellen Zielen? Oder finden Sie das überflüssig und viel zu anstrengend?

Erfahrungen zeigen, dass Menschen erfolgreicher sind, wenn Sie klare finanzielle Ziele vor Augen haben.

Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
Johann Wolfgang von Goethe

Warum sind finanzielle Ziele so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Städtereise in die Stadt Ihrer Träume machen. Würden Sie sich ohne Vorbereitung ins Auto oder in den Flieger setzen?

Würden Sie in der Stadt Ihrer Träume ohne Reiseführer, Stadtplan oder App und vor allem ohne konkrete Ziele so einfach losmarschieren?

Genau das passiert bei finanziellen Angelegenheiten leider häufig. Bei vielen Menschen reicht der finanzielle Planungshorizont gerade noch für die nächste Urlaubsreise. Bei der Ruhestandsplanung und beim langfristigen Vermögensaufbau versagt dann aber das System. Das liegt daran, dass Ihr Autopilot namens Mr.  Unterbewusstsein schlichtweg überfordert ist. Denn darauf hat die Evolution ihn nicht vorbereitet.

Bei der Ruhestandsplanung ist Ihr Autopilot Mr. Unterbewusstsein leider völlig überfordert. Klick um zu Tweeten

Leider gilt das für Frauen sehr viel stärker als für Männer. Die Gender Investment Gap die weibliche Investment-Lücke – und die Gender-Retirement-Gap – die weibliche Rentenlücke – sind vor allem deshalb Frauen-Themen, weil Frauen sich nicht genug kümmern. 

Warum für Frauen der finanzielle Weg ohne Ziel  in die Altersarmut führt

Sich nicht zu kümmern, rächt sich dann im Alter. Noch nie seit 1949 waren so viele Frauen von Altersarmut betroffen wie heute. Viele Frauen erkennen erst zu spät, dass die Ehe längst kein Versorgungskonzept mehr ist. Nach der Scheidung offenbart sich dann, wie sehr sie ihre eigene Selbstvorsorge vernachlässigt haben.

Auch wenn Sie heute noch glücklich verheiratet sind, ist es sinnvoll den Plan B in der Tasche zu haben und seine Zahlen zu kennen. Auch dazu werden wir in den nächsten Wochen noch kommen.

Deshalb lade ich Sie herzlich ein, mich in den kommenden Wochen bei der finanziellen Zielplanung zu begleiten.

Die folgende 5-Schritte-Strategie wird Ihnen dabei als Leitfaden den Weg aufzeigen, wie Sie sinnvoll strategisch das Thema angehen können.

Ich freue mich über Ihre Anregungen und Kommentare, um diese Strategie zukünftig noch weiter verbessern zu können.

Laden Sie doch einfach Ihre beste Freundin oder Ihre Kollegin auch noch ein. Dann haben Sie in den nächsten Wochen eine Gesprächs- und Motivationspartnerin.

Los geht’s!

 

1. Schritt: Machen Sie sich Ihre Motive bewusst, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie bei der Planung  Ihrer finanziellen Ziele Ihre Grundmotive nicht mit im Boot haben, kann die Umsetzung später ziemlich anstrengend werden.

„Geld motiviert mich nicht.“ Diesen Satz habe ich von Frauen schon so häufig gehört. Meistens kam dann schon bald im nächsten Satz. „Ach wenn ich doch nur ein bisschen mehr Geld hätte …“

Solche Sätze decken innere Widersprüche auf. Für Ihren  finanziellen Erfolg bleibt da leider nicht viel  Raum. Sicherlich ist finanzieller Erfolg nicht für alle Menschen gleichermaßen motivierend. Dann muss geschaut werden, wie beides irgendwie miteinander vereinbart werden kann.

Deshalb  sollten Sie wissen, was Sie wirklich motiviert. Dann können Sie Ihre finanziellen Ziele und Motive aufeinander abstimmen. Sonst wird die Umsetzung Ihrer finanziellen Ziel leicht zum inneren Kampf ausarten.

Holen Sie für die finanzielle Ziel-Planung Ihre Motive mit ins Boot! Klick um zu Tweeten

Da Motive bei der finanziellen Zielplanung eine so wichtige Rolle spielen, werden wir uns noch intensiv damit befassen.  Wir schauen, wie Sie Klarheit über Ihre Motive finden und wie Sie diese nutzen können.

2. Schritt: Identifizieren Sie Ihre Geldsaboteure und Zielkonflikte

Auch wenn wir es oft nicht wahr haben wollen: Nicht alle tollen Ziele sind wirklich so toll, wenn wir sie erstmal erreicht haben. Vieles, was auf den ersten Blick erstrebenswert wirkt, ist es dann unter Umständen doch nicht. Wenn Sie sich aus einem rein finanziellen Antrieb für einen Beruf entschieden haben, der Ihnen wenig Freude bereitet, kann das auf Dauer sehr anstrengend sein.

Gute Ziele, schlechte Ziele - Untersuchen Sie zuerst Ihre inneren Zielkonflikte. Klick um zu Tweeten

Das gilt besonders, wenn Ihre finanziellen und sonstigen Ziele gar nicht Ihre eigenen sind. Oftmals handelt es sich um fremdbestimmte Ziele. Diese wurden von dritter Seite, also von den Eltern der Familie oder dem sozialen Umfeld geprägt.

Oftmals existieren solche fremdbestimmten Ziele in Ihrem Unterbewusstsein, ohne dass Sie dies merken. Es ist oft erschreckend, wie solche fremdbestimmten Ziele bei manchen Menschen bis ins Hohe Alter unbewusst verankert sind. Der Neurowissenschaftler Allen Snyder hat einmal den Satz geprägt:

Das Bewusstsein ist nur eine PR-Aktion Ihres Gehirns, damit Sie glauben, Sie hätten auch noch was zu sagen.

Allan Snyder

Bevor Sie also in die Ziel-Planungsphase starten, empfehle ich Ihnen deshalb, erst eine kleine Ziel-Expedition zu unternehmen.  Dazu bekommen Sie von mir Tipps, wie Sie mit hilfreichen Fragen wertvolle Erkenntnisse erzielen und Ihren Sabotage-Zielen auf die Schliche kommen können.

3. Schritt: Stellen Sie sicher, dass Ihre finanziellen Ziele mit Ihren Werten vereinbar sind

Manche Werte sind mit finanziellem Erfolg scheinbar nicht vereinbar. Zumindest schlussfolgert das Unterbewusstsein dies möglicherweise. Oft sind wir uns darüber nicht im Klaren. Wir merken nicht, wie wichtig uns bestimmte Werte sind und wie wir unseren finanziellen Erfolg damit verhindern.

Was hat Ihr Gerechtigkeitssinn womöglich mit Ihrer Geldbeziehung zu tun?

An dieser Stelle könnten Sie bereits auf die ersten Unstimmigkeiten treffen. Ist Gerechtigkeit ein hoher Wert für Sie? Was sagt es dann über Sie aus, wenn Sie mehr Einkommen erzielen als Ihre beste Freundin oder Ihre eigenen Eltern? Ließe sich das mit Ihrer Moralvorstellung noch vereinbaren?

Gerechtigkeit ist ein wichtiges aber auch schwieriges Thema. Es hat viele verschiedene Facetten. Deshalb ist es notwendig, die Vielfältigkeit dieser Idee von Gerechtigkeit im Blick zu haben . Vor allem ist wichtig, welche Konsequenzen Ihr Gerechtigkeitssinn für Ihre Geldbeziehung hat. Könnten Sie mit einer Stiftung oder regelmäßigen Spenden für mehr Gerechtigkeit sorgen? Wie sieht es mit anderen Werten aus? Sind Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft ebenfalls hohe Werte für Sie? Was könnten Sie tun, um eine Vereinbarkeit herzustellen, ohne gegen Ihre Werte zu verstoßen?

Warum es für Frauen schwierig ist,  finanzielle Ziele mit den eigenen Werten zu vereinbaren

Gerade Frauen fällt es im Hinblick auf ihre Werte immer noch schwer, finanzielle Ziele zu formulieren. Die weiblichen Tugenden waren traditionell Bescheidenheit, Sittsamkeit, Fleiß und Tugendhaftigkeit. Frauen hatten vorrangig für die Werte und Ziele Ihrer Männer zu sorgen, aber nicht für ihre eigenen – schon gar nicht finanziell. Das steckt noch immer in den Hinterköpfen. Deshalb gehört auch eine gewisse soziale Risikobereitschaft dazu, eigene finanzielle Ziele zu realisieren.

4. Schritt: Überprüfen Sie Ihre Visionen und Lebensziele bevor Sie finanzielle Ziele formulieren

WENN DAS LEBEN KEINE VISION HAT, NACH DER MAN STREBT, NACH DER MAN SICH SEHNT, DIE MAN VERWIRKLICHEN MÖCHTE, DANN GIBT ES AUCH KEIN MOTIV, SICH ANZUSTRENGEN.

(Erich Fromm)

Um wirklich nachhaltig an seinen Zielen arbeiten zu können und motiviert zu bleiben, ist es wichtig, das große Ganze im Leben zu sehen.

Wer keine Träume hat und sein Big Picture nicht kennt, wird wahrscheinlich auch nicht sehr motiviert sein, die selbst gesetzten finanziellen Ziele zu verwirklichen. Dabei geht es absolut nicht nur um Geld. Ich meine „Erfolg“ im ganzheitlichen Sinne. Arbeit und Geld sind dabei nur ein Bestandteile.

Gerade für Frauen ist es schwierig, solche Visionen zu entwickeln. Das stelle ich immer wieder in meinen Workshops fest. Traditionell waren Frauen in die passive Rolle als Hausfrau und Mutter gedrängt. Die Realität hat sich jedoch gravierend verändert. Nur das Unterbewusst hat dies noch längst nicht verinnerlicht.

Also warten Sie nicht auf Ihr Unterbewusstsein und nehmen Sie die Sache selber in die Hand. Dafür gibt es in diesem Blog noch einige Anregungen zur Entwicklung Ihrer Lebensvisionen.

 

5. Schritt: Formulieren Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen

Damit auch die Umsetzung Ihrer Ziele eine realistische Chance hat, gibt es auch dabei einige Aspekt zu beachten. Wie schon erwähnt können Ihre finanziellen Ziele mit anderen Lebenszielen konkurrieren. Das können sowohl Ziele sein, die Ihnen bisher nicht bewusst waren. Das können aber durchaus auch Ziele sein, die Ihnen sehr wohl bewusst sind.

Wenn Sie sich ein hohes Umsatzziel setzen, das nur mit mehr Arbeit und größerem Zeitaufwand zu realisieren ist, kann das unweigerlich mit anderen Zielen im Lebensbereich Familie und Partnerschaft oder sogar im Bereich Vitalität und Gesundheit kollidieren. Deshalb ist es unerlässlich die finanziellen Ziele im Gesamtkontext zu sehen.

Ein anderer Aspekt ist die Verbindlichkeit oder das Commitment, das Sie Ihren Zielen entgegenbringen. Beschränken Sie sich nicht auf vage Formulierungen ohne Zahlen oder Zeitvorgaben. Dann kann sich Ihr Unterbewusstsein sehr bequem ein kleines Hintertürchen offen halten. Damit das Formulieren Ihrer finanziellen Ziel auch von Erfolg gekrönt wird, gibt es auch dazu noch einen Extra-Beitrag im Blog.

Haben Sie konkrete Fragen zur finanziellen Zielplanung?
Welche Schwierigkeiten und Hürden gibt es für Sie?
Wäre eine geschlossene Facebook-Gruppe als geschützter Ort für einen intensiven Austausch für Sie interessant?
Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft?

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Die 5-Schritte-Strategie für Ihre Finanzielle Verantwortung

Finanzielle Verantwortung ist für Frauen ein heikles Thema. Dabei ist sie so wichtig, denn die Risiken für Frauen sind groß, wenn Sie finanzielle Verantwortung meiden.

Heute geht es im Blog darum, wie Sie es schaffen können, mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Wir Frauen tun uns nämlich immer noch sehr schwer damit. Wir haben die finanzielle Verantwortung  auch nicht gelernt. Von wem auch? Unsere Mütter und Großmütter hatten in finanzieller Hinsicht noch nicht viel zu sagen. Die älteren von ihnen wurden im Dritten Reich geboren. Sie haben damals gelernt, dass die Aufgabe einer Frau darin besteht, Kinder zu gebären, um kleine Soldaten zu produzieren. Leider blieb einiges davon nach 1945 sowohl in den Köpfen als auch im Gesetzbuch haften.

Warum es für Frauen so schwierig ist, finanzielle Verantwortung zu übernehmen

So durften bis 1977 verheiratete Frauen ohne Zustimmung ihres Ehemanns nicht mal einen Arbeitsvertrag abschließen. Bis 1958 hätte dieser den Arbeitsvertrag seiner Ehefrau sogar ohne ihre Zustimmung fristlos kündigen können. Hätte dieser Ehemann seiner Ehefrau gestattet, berufstätig zu sein, dann hätte er ihren Lohn verwaltet. Sie hätte nicht mal ein eigenes Konto eröffnen dürfen. Erst 1962 wurde dies geändert.

Das alles ist heute unvorstellbar. Doch im Unterbewusstsein ist es immer noch präsent. Kein Wunder also, dass da in uns Frauen immer noch die Tendenz schlummert, finanzielle Verantwortung lieber zu meiden. Diese Tendenz wird gespeist aus der Angst vor Ablehnung, vor Fehlern, vor Inkompetenz oder Unweiblichkeit. Auch die Angst vor Mathematik und Zahlen spielt eine große Rolle. Die Liste lässt sich wohl unendlich fortsetzen.

Doch wenn Sie keine Verantwortung übernehmen, können Sie auch nicht steuern. So wie ein Schiff mit ausgefallener Ruderanlage im Sturm den Wellen hilflos ausgeliefert ist, sind auch Sie dann ausgeliefert. Deshalb ist es auch in Krisenphasen ganz wichtig, den Zustand der finanziellen Selbstverantwortung schnellst möglich wieder herzustellen.

Aus eigener Erfahrung und aus zwanzig Jahren Beratungspraxis habe ich die 5-Schritte-Strategie zusammengestellt, die ich als hilfreich und nützlich empfinde. Ob das auch für Sie die richtige Strategie ist, ist letztendlich immer eine Einzelfall-Entscheidung. Sie kann in dem einen Fall richtig und in dem anderen Fall vielleicht gerade nicht die optimale Lösung sein. Solche Empfehlungen sind letztendlich immer nur Denkanstöße und Möglichkeiten. Was Sie jetzt gerade brauchen und Ihnen am besten hilft, kann dann im Zweifelsfall nur in einem Einzelgespräch geklärt werden. Dafür stehe ich Ihnen dann gerne telefonisch, persönlich oder über Skype zur Verfügung.

Die 5-Schritte-Strategie für Ihre finanzielle Verantwortung

1. Schritt: Standortanalyse

Mit der Standortanalyse meine ich in erster Hinsicht eine Bedarfsanalyse. Leider erlebe ich im Finanz Coaching immer wieder, dass Klientinnen sich primär mit Ihren Fehlern und scheinbaren Inkompetenzen, mit unangenehmen Erfahrungen und den vermeintlich unlösbaren Problemen befassen. Das ist durchaus nachvollziehbar und auch verständlich. So wurden wir Frauen in aller Regel noch erzogen. Es ist folglich eine absolut normale Reaktion. Doch leider ist sie absolut nicht hilfreich!

Wenn Sie sich primär mit Ihren Problemen, mit der Vergangenheit und Ihren eigenen Fehlern befassen, geraten Sie leicht in eine Art Problem-Trance. Das ist ein bisschen vergleichbar mit dem Versinken im Treibsand. Sie strampeln und rudern. Doch statt sich zu befreien, wühlen Sie sich immer tiefer ein.

Deshalb geht es bei der Standortanalyse immer darum, nach vorne zu blicken. Beim Blick nach vorne geht es dann um die Frage, was oder wer würde Ihnen weiterhelfen? Wie könnte die Lösung Ihres Problems aussehen? Welche Ziele inspirieren Sie, um mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen?

Hilfreiche Fragen:

  • Welchen Nutzen kann ich aus mehr finanzieller Verantwortung ziehen?
  • Wer würde außer mir noch davon profitieren?
  • Wie könnte die Situation aussehen oder sich anfühlen, wenn ich erfolgreich finanzielle Verantwortung übernehme?
  • Wann habe ich schon einmal finanzielle Verantwortung wahrgenommen in meinem Leben und wie habe ich das damals gemacht?

Standpunkt wechseln …

Sehr hilfreich bei Ihrer Standortanalyse kann auch ein Standpunktwechsel sein. Manchmal reicht es, einen Schritt zur Seite zu treten, dreimal tief durchzuatmen und dann die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching bitte ich meine Klientinnen manchmal, mit mir den Platz zu tauschen. Ich ermutige Sie dazu, sich in meine Position zu versetzen und nun aus der Coach-Position die eigenen Probleme zu betrachten. Erstaunlicherweise fällt es dann viel leichter, Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Anschub-Unterstützung oder selber machen?

Zur Standortanalyse gehört natürlich auch eine finanzielle Analyse. Wie hoch sind Ihre Einnahmen und Ausgaben? Wie sieht es mit der Vorsorge und Ruhestandsplanung aus? Wo finden Sie Antworten oder wer kann Ihnen helfen?

Wenn Sie mit finanzieller Verantwortung ohnehin gerade ein Problem haben, ist es fraglich, ob Sie diese Dinge alle selbst und alleine regeln sollten. Vielleicht könnte eine „Anschub-Unterstützung“ in Form von Finanz Coaching oder Ruhestands- und Finanzplanung hilfreich sein. Zum Thema Ruhestandsplanung gibt es demnächst im neuen Vermögen & Zukunft Blog auch noch weitere Informationen.

2. Schritt: Ziele formulieren

Die eigenen Ziele sind sehr maßgeblich und entscheidend für das, was Menschen im Leben erreichen. Das Verrückte an der Sache ist, dass gewisse Ziele nicht bewusst sind. Manchmal sind die wahren Ziele im Unterbewusstsein vergraben . Das kann mit einer verstrickten Geld-Beziehung oder negativen Erfahrungen zusammen hängen. Manchmal sind es negative Glaubenssätze , die unsere wahren Ziele definieren.

Unbewusste Ziele aufdecken

In einem meiner Vorträge meinte mal eine Zuhörerin, Geld sei „ … das Grundübel des Kapitalismus“. Es war nur ein Vortrag und kein Coaching. Deshalb verkniff ich mir die Frage, „Wenn Geld das Grundübel des Kapitalismus ist, wer bist du dann, wenn du Geld hast?“

Sehen Sie das Problem?

Diese Frau hätte als Coach durchaus gerne mehr Geld verdient, aber dann wäre sie sehr schnell in die Nähe des „Grundübels“ gerückt. Davor wollte ihr Verstand sie natürlich schützen. Deshalb ist es wichtig, auch die unterbewussten Ziele aufzudecken.

Viel problematischer finde ich jedoch, dass viele Frauen keine finanziellen Ziele haben. Das höre ich jedenfalls in der Beratung sogar des öfteren. Darin sehe ich eine große Gefahr. Ohne konkrete Ziele können Sie nicht vernünftig für die Zukunft planen. Sie sind viel leichter manipulierbar und damit ein potenzielles Opfer von Finanzbetrügern, wenn Sie nicht wissen, was Sie wollen. Deshalb ist es wirklich wichtig, dass Sie sich mit Ihren Zielen befassen und planen.

Mein 1. Tipp für finanzielle Verantwortung: Schreiben Sie 100 finanzielle Ziele auf. Klick um zu Tweeten

Ich finde das ist eine sehr interessante Übung.  Vor allem ist sie nicht ganz einfach. Ich bin inzwischen bei Ziel Nr. 79 angekommen. Ich will mich aber auch nicht unter Zeitdruck setzen.  🙂 Viel Erfolg dabei!

3.Schritt: Eine Strategie entwickeln

Eine Strategie zu haben, ist immer sinnvoll. Zum einen haben Sie dann einen roten Faden, an dem Sie sich entlang hangeln können. Zum anderen lassen Sie sich nicht so leicht verunsichern.

Mit Gegenwind kalkulieren

Gerade das ist unter Umständen ein wichtiger Aspekt. Es könnte nämlich sein, dass nicht alle Menschen jubeln und „Hurra“ schreien, wenn Sie nun plötzlich Verantwortung übernehmen wollen. Vielleicht war es in der Vergangenheit für andere ganz bequem, dass Sie keine finanzielle Verantwortung übernommen haben. Sie hatten ja in finanzieller Hinsicht keine Ahnung, keine Meinung und vor allem keine Widerworte. Das hat Sie höchst wahrscheinlich zu einer angenehmen und bequemen Zeitgenossin gemacht. Dies würde sich nun ändern. Es könnte also passieren, dass Sie Gegenwind bekommen. Dafür brauchen Sie eine Strategie.

Familien-Finanz-Strategie entwickeln

Andererseits gibt es womöglich auch Menschen, die es sehr begrüßen, wenn Sie nun zukünftig mehr finanzielle Verantwortung übernehmen. Vielleicht ist Ihr Partner oder Ihre Partnerin dankbar, wenn Sie sich endlich ein bisschen mehr interessieren und ein bisschen mehr kümmern. Dann können Sie die Strategie am besten gleich gemeinsam entwickeln. Vereinbaren Sie einen gemeinsamen Termin und lassen Sie sich die Familienbuchhaltung erklären.

2. Tipp für finanzielle Verantwortung: Fragen stellen! Klick um zu Tweeten

Manchmal kann es auch hilfreich sein, mit einer neutralen Person zu reden. Aufschreiben ist ebenfalls hilfreich. Sie können ein Mindmap oder eine To do Liste erstellen. Egal was auch immer Sie tun, Sie sind dann im Prozess. Das ist schon mal ein erster Schritt und vielleicht sogar ein Meilenstein. Weiter so!

4. Schritt: Umsetzung mit der Salami-Technik

Wenn es dann an die Umsetzung geht, kommt die nächste Herausforderung. Ich erlebe oft, dass Klientinnen gerne finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Sie wissen aber einfach nicht, wo sie anfangen sollen. Finanzielle Verantwortung ist ein komplexes Thema, vor allem wenn es neu ist. Dann erscheint der Berg riesengroß und unüberwindbar.

Genau hier kommt nun die Salami-Technik ins Spiel. Versuchen Sie, den großen Haufen an Aufgaben und Herausforderungen in möglichst kleine Teilaufgaben-Scheibchen zu zerkleinern. Je kleiner Ihre Teilaufgaben sind, desto schneller werden Sie bei der Umsetzung Erfolge erzielen.

Mein 3. Tipp für finanzielle Verantwortung: Die Salami-Technik nutzen. Klick um zu Tweeten

Aus meiner Sicht ist es auch immer wieder lohnenswert, ein bisschen herum zu probieren. Sind Sie beispielsweise eher der Haushaltsbuch-Typ und schreiben alles in ein schönes Büchlein oder sind Sie eher der Tabellen-Typ und arbeiten lieber am PC. Ich selbst arbeite seit Jahren mit STARMONEY und habe da viele Regeln und Automatismen installiert, die mir genau diese ungeliebte Arbeit erleichtern. Allerdings erfordert das erst einmal einen relativ hohen Aufwand an Zeit und Arbeit. Doch das lohnt sich aus meiner Sicht.

Ruhestandsplanung und Salami-Technik

Wenn Sie das Thema Ruhestandsplanung allein angehen wollen, müssen Sie Ihre Salami in ziemlich viele Scheiben schneiden. Ich habe im Frühjahr anlässlich eines Finanzworkshops zum Internationalen Frauentag versucht, die Ruhestandsplanung anhand frei verfügbarer Rechentools im Internet zu erstellen. Das habe ich dann den Teilnehmerinnen im Workshop präsentiert. Leider hatte ich die meisten Teilnehmerinnen dann auch nach fünfzehn Minuten verloren.

Schade, aber nachvollziehbar. Es hat mich schließlich Jahre meines Lebens gekostet, mein Wissen zusammen zu tragen. Trotzdem muss ich ständig am Ball bleiben in Sachen Weiterbildung. Kein Fall ist wie der andere und ständig ändern sich die Gesetze. Deshalb empfehle ich Ihnen, gerade beim ersten Mal die Ruhestandsplanung in Auftrag zu geben.

Zusammenfassend würde ich in Sachen Salami-Taktik sagen: Wenn Sie wirklich dauerhaft finanzielle Verantwortung übernehmen wollen, ist es ungemein wichtig, dass Sie sich selber kennen lernen und herausfinden, was Ihnen liegt und Ihrem Typ am meisten entgegenkommt. Dann stehen Ihre Chancen gut, dass es funktioniert und Sie auch durchhalten.

5.Schritt: Controlling

Auch ein funktionierendes Controlling-System gehört zwingend dazu, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Zum einen ist es wichtig, regelmäßig einen Selbst-Check vorzunehmen, um zu schauen was gut und was weniger gut funktioniert. Zum anderen brauchen Sie ein Controlling-System für Ihre Finanzen.

Natürlich ist das regelmäßige Pflegen der Zahlen bereits die halbe Miete. Dann haben Sie meistens schon einen guten Überblick. Doch häufig reicht es nicht, wenn Sie Ihre Zahlen fein säuberlich in Tabellen eintragen, ohne diese zu hinterfragen oder auszuwerten. Außerdem besteht die Gefahr, in eine Art Betriebsblindheit zu geraten. Auch hier heißt es deshalb: Wachsam sein!

Delegieren oder selber machen?

Um die Ruhestandsplanung im Blick zu behalten, müssen Sie in Sachen Controlling einen ziemlich hohen Aufwand betreiben. Durch die ständigen Gesetzesänderungen kann sich ganz schnell eine Lücke in Ihrer Planung ergeben. So wie die Einführung der Rentenbesteuerung oder die Einführung der Krankenkassen-Beitragspflicht für Betriebsrenten für viele Menschen ein tiefer Einschnitt für die Ruhestandsplanung war.

Die Erfahrungen mit meinem Finanz-Workshop haben mir außerdem gezeigt, dass viele Frauen damit schlichtweg überfordert sind. Es ist schwierig, den Bedarf im Ruhestand einzuschätzen. Dazu kommt, dass von der Rente auch noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Das alles einzeln zu berechnen, ist äußerst mühsam.

An die Inflation gewöhnen

Was unser menschliches Gehirn jedoch völlig überfordert, ist die Sache mit der Inflation. Die Vorstellung, was Inflation für Auswirkungen hat und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, ist für das Gehirn eine absolute Überforderung. Wissenschaftler bezeichnen dieses Phänomen auch als „Geldillusion“. Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder und vor allem früh genug, mit den Zahlen auseinander zu setzen. Sie müssen ja nicht selber rechnen. Ich denke, dass das Delegieren in diesem Fall der bessere Weg ist Geben Sie die Finanzmathematik in die Hände einer Expertin.

Damit Sie nun auch richtig durchstarten können, geht es nächste Woche weiter mit der Standort-Analyse. Welche Fragen dabei wichtig sind  und worauf Sie achten sollten, verrate ich im nächste  Blog.

In diesem Sinne viel Erfolg! Bis nächsten Donnerstag 🙂

 

 

Herzlichst
Ihre

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Ich will oder ich muss – die bessere Einstellung für Ihr Vermögen

Ich will oder ich muss sind zwei sehr unterschiedliche und sehr entscheidende Herangehensweisen, die Ihren finanziellen Erfolg sehr beeinflussen können. Kennen Sie auch diese inneren Antreiber „ich muss“ oder sogar „ich muss unbedingt noch …“ aus Ihrem inneren Sprachgebrauch? Wir versuchen oftmals, uns mit solchen Formulierungen selber anzutreiben. Leider ist der Erfolg jedoch sehr begrenzt.

Ich muss – der große Motivationskiller

Gerade beim Thema Finanzen, das offensichtlich wenigen Menschen und vor allem Frauen wenig Spaß bereitet, scheint dieser innere Antreiber selten erfolgreich zu sein. Diese Erfolglosigkeit ist kein Wunder und absolut erklärlich. Unser Gehirn ist auf Belohnung programmiert. Allein schon das Wörtchen „muss“ produziert sofort eine innere Abwehrhaltung. Es ist nämlich absolut demotivierend und erzeugt Druck, dem wir uns lieber widersetzen.

Ich will – der erste Schritt

Vielleicht könnte es schon ein wenig helfen, wenn Sie sich in Zukunft sagen: „Ich will mich um meine Finanzen kümmern.“ Das nimmt schon mal den Leidensdruck und entlässt Sie aus der Opferrolle.

Als die Teilnehmerinnen meines Workshops „Erfolg mit Geld“ sich letzten Samstag bei den unterschiedlichen Geldtypen einsortierten, gab es eine totale Übereinstimmung:

Sie wollten niemals der Geldtyp „Opfer“ sein.

Ihr Fazit und ihr Motto lautete:

Kümmere dich um deine Finanzen und du musst kein Opfer sein. Klick um zu Tweeten

Die „ich will oder ich muss“ – Motivationsfalle

Problematisch nur, dass wahrscheinlich immer noch die Motivation fehlt. Zugegeben gibt es in jungen Jahren Dinge, die Sie stärker motivieren, als sich um Ihre Altersvorsorge zu kümmern. Damit sind Sie absolut kein Einzelfall. Bei vielen Menschen dauert diese Phase bis Mitte 40. Dann ist es ziemlich spät, um sich um seine Altersvorsorge zu kümmern, denn dann bleibt nur noch wenig Zeit. Die Sparbeiträge müssen dann schon um ein Vielfaches höher ausfallen. Also sinkt die Motivation noch weiter und irgendwann ist es dann wirklich zu spät.

Inspirierende Ziele setzen

Ziele haben eine starke motivierende Wirkung. Ein Satz wie, „Ich will mich um meine Finanzen kümmern, weil ich im Ruhestand kein Opfer meiner Untätigkeit sein will“, könnte vielleicht schon etwas in Bewegung setzen. Das Problem dabei: Dieses Ziel ist nicht konkret und ob es als Belohnungsfaktor ausreicht, möchte ich mal dahin gestellt sein lassen.

Doch was hilft es dann als motivierendes Ziel? Viele Wünsche bleiben immer Träume, weil Ihrer Realisierbarkeit keinerlei Beachtung oder Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Ruhestandsphase beispielsweise umfasst mittlerweile fast ein Drittel unserer gesamten Lebenszeit. Kein Wunder, wenn viele Menschen zum Rentenbeginn in ein tiefes Loch fallen, weil sie keine Ziele für diese mittlerweile lange Zeitphase haben.

Dabei gibt es tolle Möglichkeiten, wie Sie im Ruhestand Ihre Zeit verbringen können. Egal ob mit einem Hobby oder Ehrenamt, es gibt tolle Gelegenheiten, die Zeit zu verbringen und dabei auch noch etwas Gutes zu tun. Leider scheitert das bei vielen Ruheständlern schon jetzt daran, dass diese auf Ihre Nebenjobs angewiesen sind, um die karge Rente aufzubessern. Viele von Ihnen hatten nicht die Möglichkeit, Rücklagen zu bilden, um die Rente aufzubessern. Doch einige hätten sie gehabt und haben Sie nicht genutzt.

Die richtige Strategie

Wenn Sie heute die Entscheidung treffen, sich um Ihre Finanzen und Ihren Vermögensaufbau zu kümmern und wirklich motivierende Ziele haben, fehlt Ihnen nur noch die richtige Strategie. Das scheitert dann häufig daran, dass es Nebenziele gibt, die eher schaden als nützen. Solche Nebenziele können so aussehen:

  • Ich muss erst meine Kontoauszüge sortieren

  • Ich muss erstmal sechs Monate Haushaltsbuch führen und sehen, was übrig bleibt

  • Ich muss im nächsten Jahr erstmal ein paar Anschaffungen tätigen

  • usw. usw.

Das sind die häufigsten Argumente, die ich von Anruferinnen höre, wenn diese sich mal ganz unverbindlich informieren wollen. Da schließt sich dann wieder der Kreis. Manchmal ist es die Perfektionismusfalle. Manchmal ist es schlicht ein Vorwand für die Aufschieberitis. Manchmal ist es die Sparsamkeit, für eine Beratung kein Geld ausgeben zu wollen. Gründe finden sich immer. Doch gerade dieser Perfektionismus und die übertriebene Sparsamkeit führen häufig in die Verharrung und Untätigkeit. Zeit ist Geld und Nichtstun ist teuer. Leider!

Also versuchen Sie doch einfach mal die Nebenziele und Nebenbedingungen, den Perfektionismus und die Aufschieberitis zu ignorieren. Achten Sie vor allem auf Ihre Wortwahl und treffen Sie möglichst immer bei der Entscheidung „ich will oder ich muss“ für Ihr Vermögen die bessere Entscheidung „ich will“.

„Ich will, das Wort ist mächtig“, stand übrigens schon in meinem Poesiealbum. Leider weiß ich nicht mehr, wie es weiter ging … 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen oder euch eine große Motivation und ein starkes „ich will“ für ein wachsendes finanzielles Vermögen und einen gesicherten Ruhestand.

Am 30. März findet der nächste Geldgeflüster-Workshop statt. Das könnte schon mal ein Anfang sein. 😉

Herzlichst
Ihre

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Equal Pay Day – 5 Gründe warum Finanzplanung für Frauen so wichtig ist

 

Am 18. März ist wieder Equal Pay Day.  Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren und ich kann Sie nur herzlich ermutigen, an einer der zahlreichen Veranstaltungen teilzunehmen.

Noch immer werden Frauen schlechter bezahlt als Männer. Das ist schlimm. Ungerecht ist es auch.

Doch Rechte allein genügen oft nicht, um Unterschiede auszugleichen. Es gehört auch Verantwortung dazu, um die eigenen Rechte wahrzunehmen. Frauen kümmern sich nicht gerne um ihre Finanzen. Das weiß ich aus 25 Jahren Finanzberatungserfahrung. Doch gerade das hat fatale Folgen und führt unweigerlich in die Altersarmut.

Dies sind die Gründe, warum gerade Frauen eine Finanzplanung brauchen:

Die wichtigsten 5 Gründe, warum Sie als Frau eine Finanzplanung brauchen:

1. Gender Pay Gap – Die ungleiche Bezahlung

Geringere Bezahlung führt auch zu geringeren Rentenansprüchen. Beim Tod des Ehepartners oder im Fall einer Scheidung hat dies verheerende Folgen. Dann bleiben nur noch die sehr viel geringere Witwenrente oder ein paar Rentenpunkte durch den Versorgungsausgleich. Deshalb ist es gerade für Frauen so wichtig, in die eigene Vorsorge zu investieren und dies auch in der Familien-Finanzplanung zu berücksichtigen.

2. Sorge und Betreuung für die Familie

Vermögensaufbau für FrauenFrauen stellen noch immer viel häufiger die eigene Berufstätigkeit zurück, um Kinder oder pflegebedürftige Eltern zu betreuen. Dies beeinflusst nicht nur das verfügbare Familieneinkommen sondern auch die Altersvorsorge.

Wenn Frauen in der Kindererziehungsphase die eigene Berufstätigkeit einschränken oder sogar vorübergehend aufgeben, dann schränken sie häufig ihre Sparverträge und Rentenverträge für die Ruhestandsplanung ein. Ihre Partner arbeiten in aller Regel weiterhin Vollzeit. Sie zahlen volle Beiträge in die Rentenversicherung ein und bedienen auch die Verträge zur privaten Absicherung weiter.

3. Trennung und Scheidung

Trotz der hohen und immer noch steigenden Scheidungsraten, wird dieses Risiko in der Lebens- und Finanzplanung von Frauen kaum berücksichtigt? Gerade aber Frauen sind von Scheidungen viel härter betroffen, wenn sie Ihre Karriere zugunsten der Kinder zurück gestellt haben und wenn dann die minderjährigen Kinder nach der Scheidung bei Ihnen leben. Im Scheidungsrecht ist ein finanzieller Ausgleich für solche Probleme nicht mehr vorgesehen. Frauen haben keinen Anspruch mehr für Unterhalt nach der Scheidung, wenn ihre Kinder schon älter als drei Jahre sind. Ihnen kann dann zugemutet werden, den Lebensunterhalt für sich und teilweise auch für die Kinder zu erwirtschaften.

Der „Was-wäre-Wenn-Fall“ wird selten zu Beginn einer Familien- und Finanzplanung berücksichtigt. Gerade hier ist ein Umdenken erforderlich und gute Beratung nötig. Die Finanzplanung einer Familie sollte auch dieses Risiko berücksichtigen und bestenfalls schriftlich festgelegt werden.

4. Höhere Lebenshaltungskosten

Untersuchungen in den USA haben aufgezeigt, dass Frauen nicht nur höhere Kosten für Kosmetik, Kleidung und anderen persönlichen Lebensbedarf haben. Sie zahlen auch häufig beim Immobilien- oder Autokauf höhere Preise als Männer. Frauen lieben das Feilschen und Verhandeln nicht besonders und sind häufig auch schlechter informiert als Männer.

Sicherlich ist es leider nicht möglich,  diese höheren Kosten generell zu vermeiden oder die Unterschiede zu beseitigen. Welche von uns hat schon den Mut und die passende Kopfform für einen Herrenhaarschnitt? Doch viele Kaufentscheidungen können im Rahmen einer soliden Finanzplanung, die auch langfristige Ziele wie den Ruhestand berücksichtigt, anders getroffen werden.

Die Einstellung, „ich lebe doch heute und nicht später“, ist eben auch eine sehr kurzfristige Haltung, die dann später zur Ruhestandsarmut führen kann.

5. Gender Investment Gap – schlechtere Finanzanlagen und Renditen

Untersuchungen in den USA zeigen, dass Frauen häufig viel mehr sparen als Männer. Jedoch kommt weit weniger dabei für sie heraus. Auch wenn es in Deutschland keine wirklich zuverlässigen Studien dazu gibt, sieht es aus meiner Erfahrung als Finanzberaterin hier keineswegs besser aus. Noch immer sparen Frauen viel mehr auf schlecht verzinsten Tagesgeldkonten und Bausparverträgen oder sogar Sparbüchern. Auch wenn die Zinsen dort allmählich gegen Null gehen und die Inflation bereits die Substanz aufzehrt, verändert sich nur wenig und vor allem langsam. Frauen investieren viel seltener in langfristig profitablere Investmentfonds und wenn dann nur mit sehr geringem Aktienanteil.

Da Frauen sich im Hinblick auf die eigene Risikobereitschaft, das Wissen über Finanzanlagen und auch den Bedarf im Ruhestand sehr unsicher sind, fällt es ihnen auch sehr viel schwerer als Männer, daran etwas zu ändern.

Umso dringender benötigen Frauen eine Finanzplanung, die Ihnen vor Augen führt, wie hoch der Kapitalbedarf im Ruhestand ist, wie hoch die erforderlichen Rücklagen sein müssen und welchen Einfluss die Höhe der Rendite dabei hat.

So könnten Ihre ersten Schritte in Sachen Finanzplanung aussehen Klick um zu Tweeten

1. Lassen Sie sich eine Ruhestands- und Finanzplanung erstellen, die Ihre bisherige Vorsorge analysiert und den Bedarf errechnet, um die Lücke zu schließen.
2.  Informieren Sie sich über Risiken und deren  finanzielle Auswirkungen, wie Krankheit, Berufsunfähigkeit, Tod des Partners oder Trennung und Scheidung und lassen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner beraten
3. Legen Sie für ihr persönliches Risikobudget fest.
4. Erstellen Sie Ihre persönliche Finanzstrategie für den Ruhestand und für alle anderen Ziele. Ihre Finanzberaterin wird Sie gerne bei der Planung und Umsetzung unterstützen.
5. Befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren Ausgaben und Einnahmen und streichen Sie entbehrliche Ausgaben. Gerade dieser Punkt ist extrem wichtig, denn immer wieder sammeln sich Ausgaben an, die durchaus verzichtbar sind. Kostenüberprüfung und -reduzierung ist und bleibt ein Thema. Zwischen Geiz und Verschwendung ist eine Menge Interpretationsspielraum. 😉

Sicherlich gibt es interessantere Themen als die Finanzen. Doch wenn Sie Ihre Finanzen dauerhaft vernachlässigen, werden sich Ihre Finanzen so entwickeln, wie auch Ihr Kind, Ihr Hund oder Ehemann sich entwickeln würde, wenn Sie es oder ihn vernachlässigen würden.

Kümmern Sie sich um Ihre Finanzen

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Finanzplanung und einen erfolgreichen Equal Pay Day.

Hat Geld Sie schon einmal glücklich gemacht? – Wie mir diese Frage die Augen geöffnet hat

„Geld macht nicht glücklich“

oder

„Geld allein macht nicht glücklich“,

das sind nicht nur geläufige Redewendungen. Bei vielen Menschen sind es auch tief verwurzelte Glaubenssätze. Ich kann das gut nachvollziehen, denn es gibt Situationen oder Phasen im Leben, da drängen sich diese Glaubenssätze gerade zu auf.

Nach der Finanzkrise 2008, hatte auch ich so meine Zweifel.

Wie konnte es soweit kommen, dass Menschen nur für Geld und noch mehr Geld, das Schicksal anderer Menschen aufs Spiel setzten?

In den USA hatten viele Menschen ihren Job und ihr Zuhause verloren. Die Krise schlug weltweit große Wellen und auch Europa geriet schnell mit in den Sog. Wem konnte ich noch trauen und womit konnte ich selbst noch einen Beitrag leisten? Aus der Finanzkrise wurde eine Sinnkrise und dann eine lange Suche. Heute bin ich angekommen und habe die Antwort gefunden. Doch davon später.

Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?

Ich bin ein großer Fan von Fragen.

Fragen helfen, das Leben und die Menschen besser zu verstehen. Klick um zu Tweeten

Deshalb poste ich auch regelmäßig Fragen zu Geld auf meiner Facebook Fanpage. Letzte Woche kam mir dann diese Frage in den Sinn:


Hat Geld  m i c h  schon mal glücklich gemacht? Ist das nicht eine interessante Frage? Wir wissen doch immer ganz genau, wann und wie Geld uns unglücklich gemacht hat. Und natürlich war dann das böse Geld schuld. 😉 Na ja, oder die anderen.

Aber anders herum gefragt …? Die Frage wird selten gestellt finde ich. Fast so, als ob es unanständig wäre, mit Geld oder wegen Geld glücklich zu sein. Oder sehen wir das Glück nicht so wie das Unglück? Vergessen wir es schneller wieder? Wie geht es Ihnen damit?

Mir fiel jedenfalls sofort die Antwort ein: Ja!

Ich habe während meines Studiums jahrelang mein Kindergeld in einen Investmentfonds eingespart. Da ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnte und mein Studium mit BaföG und Nebenjobs finanzierte, bekam ich von Ihnen das Kindergeld überwiesen. Ich ließ es direkt per Bankeinzug in einen Fonds einfließen. Mein großes Ziel war, irgendwann im Studium ein Auslandspraktikum „ganz weit weg“ zu machen.

Am 4. Oktober 1992 war es soweit. Ich lieferte meine Diplomarbeit ab und sprang in den Zug nach München. Damit begann das größte Abenteuer meines Lebens. Ich untersuchte und recherchierte eine Woche lang, wie deutsche Autos, bis in die kleinste Schraube zerlegt, in riesige Kisten und Container verpackt wurden. Dann verfolgte ich Ihre Reise bis nach Südafrika in die Nähe von Johannesburg. Dort untersuchte und recherchierte ich sechs Monate lang, die Wege von Schrauben, Kotflügeln, Windschutzscheiben, Scheibenwischern, Rädern und Radios. Ich befragte an die 100 Menschen und recherchierte auf dem Werksgelände auf der Suche nach Fehlerquellen, Schwächen und Mängeln.

Glücklich mit Geld – ein großes Abenteuer

Es war eine unglaublich spannende Zeit, denn ein Jahr später wurde Nelson Mandela zum Präsident gewählt. Wir deutschen Praktikantinnen und Praktikanten führten heiße Diskussion mit unseren farbigen und weißen Kollegen über die Zukunft Südafrikas. Einige der farbigen Kollegen waren politisch aktive ANC Mitglieder und wir diskutierten über die Vor-und Nachteile föderalistisch oder zentralistisch organisierter Staaten. Ich lernte viele Menschen und viele Meinungen kennen und erfuhr wie die Jahrzehnte lange Trennung und Unterdrückung der Apartheit ihre Wahrnehmung und ihr Denken geprägt hatte.

Auch wenn dieses Abenteuer letztendlich für meine Karriere nicht entscheidend war, möchte ich die Zeit nie missen. Sie hat meinen Horizont deutlich erweitert und vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Dies alles zu erleben, war für mich wie ein kleines Wunder. Es war allein dem Umstand zu verdanken, dass ich die benötigte Summe Geld für den Flug und die Reise zusammen gespart hatte und dass ich ein klares Ziel vor Augen hatte.

Dieses Geld hat mich sehr glücklich gemacht.

Es gab sicherlich auch noch andere Momente in meinem Leben, in denen Geld mich glücklich gemacht hat. Doch dieser war wohl mit Abstand der herausragendste.

Was hat mich wirklich glücklich gemacht?

Letztendlich war es aber nicht das Geld, das mich glücklich gemacht hat. Es war vielmehr das, was ich mit Geld erreicht hatte. Geld war letztendlich nur das Werkzeug und es war mir sehr dienlich.

Bei negativen Erfahrungen mit Geld sieht die Sache meist anders aus. Wenn wir negative Erfahrungen mit Geld machen, beurteilen wir diese meist auch negativ. Geht es Ihnen nicht auch so? Dann ist es eher unangenehm oder peinlich, darüber zu reden. Dann meldet sich prompt die innere Stimme und sagt: „Wie konntest du nur?“ Meist melden sich danach auch unverzüglich die Stimmen im Außen und fragen: „Wie konntest du nur?“

Wenn wir uns mit Schuld- und Schamgefühlen belasten oder belastet werden, ist es äußerst schwierig die Urheberrolle der finanziellen Ergebnisse zu vertreten. Es ist einfacher, die eigenen Schuld- und Schamgefühle und die Ursachen auf Geld zu projizieren.

Schuld- und Schamgefühle sind finanzielle Erfolgskiller Klick um zu Tweeten

Auch die Familie, der Partner oder die Gesellschaft sind beliebte Projektionsflächen. Es einfacher anderen die Schuld und die Verantwortung zu geben, als bei sich selbst nach Erkenntnissen zu suchen. Das hängt sehr stark mit unserer negativen Fehlerkultur zusammen.

Dabei lernen wir Menschen noch immer am meisten aus unseren Fehlern. Auch die negativen Erfahrungen haben meistens einen Sinn oder eine Aufgabe im Leben. Doch diese erkennen wir Menschen häufig erst viel später und auch nur, wenn wir denn bereit dazu sind.

Der Wert unserer Entscheidungen und unserer Fragen

In meinem Fall hat mir Geld unendlich wertvolle Erfahrungen beschert, die ich nie in meinem Leben missen möchte.

Das Leben ist eine lange Suche. Dazu gehören auch (negative) Erfahrungen mit Geld. Klick um zu Tweeten

Wenn wir diese Suche aufgeben, aus Angst Fehler zu machen oder uns auf etwas Neues einzulassen, dann sind wir vom Leben abgetrennt. Wir sind abgetrennt von der Möglichkeit Erfahrungen zu machen und zu lernen. Es sind die Fragen, die wir uns selbst und anderen stellen, die uns Lebendkeit schenken. Die scheinbaren Antworten, die Überzeugungen, Glaubenssätze und Ideologien dagegen lassen uns abgetrennt erstarren. Es sind vielmehr die Fragen, die uns weiterbringen.

„ Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?“, hat mir wichtige Erkenntnisse beschert. Klick um zu Tweeten

Diese Frage hat mich hinter den Spiegel schauen lassen und meine Erfolge, Erfahrungen und glücklichen Momente wieder zum Leben erweckt. „Was war es wirklich, was mich im Zusammenhang mit Geld glücklich gemacht?“, war dann die nächste logisch konsequente Frage. Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Wann waren Sie schon einmal glücklich mit Geld? Wie kam es dazu? Was konnten Sie daraus lernen?

Das Ende einer Suche

Auch das Ende meiner Sinnkrise und Suche nach der Finanzkrise 2008 war letztendlich eine Frage. Es ist die Frage, die mich heute bewegt, wenn ich Entscheidungen finanzieller und jedweder Art treffe. Es ist auch die Frage, wenn ich meinen Kunden Empfehlungen bezüglich einer Geldanlage oder einer Vorsorge gebe. Es ist außerdem auch die Frage, die mich immer weiter suchen lässt, ähnlich wie ein Wissenschaftlicher ständig auf der Suche ist nach Antworten und Fragen ist.

Für mich lautet die Frage:

Investition oder Spekulation?

Für mich war die Reise nach Südafrika eine Investition in mich und mein Leben. Hätte ich diesen Traum aufgegeben, um schneller, besser oder überhaupt Karriere zu machen, wäre das nur eine Spekulation gewesen. Ich hätte darauf gehofft, einen finanziellen Vorteil aus dem Verzicht auf meinen Traum zu ziehen. So war es eine Investition, für die ich noch heute dankbar bin.

Häufig werden Investitionen getätigt, die eigentlich Spekulationen sind.

Wenn ich von anderen höre, wozu Sie eine Ausbildung oder Fortbildung machen, geht es oft darum, einen Schein zu haben. Wir brauchen Scheine, Abschlüsse und Zertifikate, um bessere Karrierechancen zu haben oder bessere Umsätze zu machen.

Selten geht es dabei um die eigene Weiterentwicklung oder die Suche nach einer Antwort. Als ich meine ersten Coachings, Trainings und die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® machte, ging es mir vor allem um meine Fragen. Nur so konnte ich herausfinden, was mir wirklich für meine Kundinnen und Kunden wichtig erscheint und was mir vor allem für meine Dienstleistung wichtig erscheint. Dazu gehört vor allem die Unterscheidung zwischen Investition und Spekulation.

Wozu Investition?

Investitionen sind für mich Anlagen und Engagements jeglicher Art, die langfristig einen Nutzen haben werden und langfristig eine gute Rendite einbringen. Dazu gehören Produkte, die ich verstehe und meinen Kundinnen erklären kann. Die Empfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die unabhängig von Stories und Verkaufsgeschichten gewonnen wurden und auf langfristigen Untersuchungen basieren. Bei Investitionen gehört immer auch eine gewisse Portion Geduld, Risikobereitschaft und Zuversicht dazu.

So wie Sie eine Ausbildung, Weiterbildung oder ein Coaching als Investition in Ihre Zukunft und ich sich selbst sehen sollten, sollten Sie auch eine Finanzentscheidung als Investition betrachten. Ein guter Anfang dabei wäre, dass Sie sich Fragen überlegen:

Welches Ziel will ich verfolgen? Wozu soll die Entscheidung mir dienen? Welchen Traum will ich mir erfüllen oder welche Werte will ich dabei verfolgen?

Es ist schwierig gute Finanzentscheidungen treffen, wenn Sie nur eine spekulative Absicht dabei verfolgen. Auch wenn Geld Ihre Bedürfnisse befriedigen soll, wie Ihr Bedürfnis nach Sicherheit, Anerkennung oder Unabhängigkeit verfolgen Sie spekulative Absichten.

Sie spekulieren darauf, dass Sie sich irgendwann sicher fühlen, wenn Sie genug Geld haben oder wenn Sie kein Geld verlieren. Dabei kann Geld Ihnen die Entscheidungen nicht abnehmen, ob oder wann Sie sich sicher fühlen. Diese Entscheidungen können Sie nur selber treffen. Geld ist dabei nur das Werkzeug.

Deshalb denke ich heute, dass Geld sehr wohl glücklich machen kann, wenn wir es sinnvoll einsetzen und dabei unsere Werte und Bedürfnisse im Blick haben und natürlich auch ein Ziel. Vielleicht ist dieses Ziel am Anfang nur ein Traum. Manchmal verfolgen wir Menschen unterbewusst aber auch andere Ziele, die nicht darauf abzielen, uns glücklich zu machen. Dann ist es zuerst wichtig, diese unterbewussten Ziele zu ergründen, um neue Ziele zu definieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine sehr erfolgreiche Suche, damit Geld Sie glücklich macht, so wie Sie es nutzen und wie es Ihnen dienlich ist.

Was eine Investion von einer Spekulation unterscheidet und was dies für Ihre Geldanlagen und Finanzentscheidungen bedeutet lesen Sie im nächsten Blog.

Und gegen die lästigen Glaubenssätze und negativen Überzeugungen empfehle ich den nächsten

Geldgeflüster-Workshop – Die inneren Geld-Saboteure überlisten

 

Herzlichst
Ihre

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Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

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Altersvorsorge und Unsicherheit – Vorsicht vor Schlagzeilen

Beim Thema Altersvorsorge gibt es momentan offenkundig eine große Unsicherheit in Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklung. Vor allem der BREXIT und der neue US Präsident Donald Trump spielen dabei eine Rolle. Wenn die Medien dieses Thema aufgreifen, würde ich jedenfalls davon ausgehen.

„Ist die Verunsicherung aufgrund der politischen Entwicklungen berechtigt?“

Dies war vor zwei Woche die erste Frage einer Journalistin, die zu den Themen Altersvorsorge, Geldanlage und Vermögensaufbau schreibt. Sie bat mich als Expertin um meine Meinung und hatte dazu einen kleinen Fragenkatalog vorbereitet.

Eine interessante Frage dachte ich.

Wie kommt es zu einer solchen Frage?

Eine solche Frage impliziert bereits, dass es eine Verunsicherung gibt. Doch wer ist hier verunsichert? Stellen Medien solche Fragen wirklich nur deshalb, weil sich mit negativen Schlagzeilen gutes Geld verdienen lässt? Gibt es bereits repräsentative Umfragen dazu? Oder liegt hier vielleicht eine Projektion seitens der Berichterstatterin vor?

Die eigene Verunsicherung und die allgemeine Verunsicherung – schwierig zu trennen

Es ist sicherlich schwierig das eine vom anderen zu trennen, die eigene Verunsicherung und die der anderen. Wer über Verunsicherung in Anbetracht der aktuellen Entwicklung schreibt, geht dabei unter Umständen von der eigenen Verunsicherung aus. Mit verallgemeinernden Fragen wird dann die eigene Unsicherheit auf andere Menschen projiziert und selbstverständlich angenommen, dass es nun allen anderen genauso geht.

Menschen neigen häufig zu solchen unbewussten Projektionen. Das gilt selbstverständlich auch für Finanzberaterinnen. Doch daran liegt auch eine große Gefahr, denn die eigene Überzeugung muss nicht zwangsläufig auch die der anderen sein.

Gefährliche Schlagzeilen – Vorsicht Ansteckungsgefahr

Wenn solche Projektionen im Rahmen der Berichterstattung erfolgen, können sie in der Tat eine große Verunsicherung auslösen. Ein Phänomen, das wir inzwischen tagtäglich erleben. Wenn plötzlich das Thema Verunsicherung verstärkt in den Schlagzeilen auftaucht, kann das eine gewisse Ansteckungsgefahr mit sich bringen. Wer bisher noch nicht verunsichert war, wird es nun sicherlich bald sein. Denn wenn plötzlich die Verunsicherung in allen Schlagzeilen auftaucht, dann muss wohl etwas dran sein. Das ist die Macht der Worte und natürlich die Macht der Medien.

Doch ist das hilfreich? Ich denke eher nicht, denn diese Verunsicherung führt vielfach dazu, dass einige Menschen nun gar nichts mehr für Ihre Altersvorsorge tun. Andere reagieren mit Kurzschluss- und Panikreaktionen. Verunsicherung ist leider keine gute Basis für vernünftige Finanzentscheidungen. Es ist wichtig, mit den veränderten Bedingungen umgehen zu lernen und wieder zu akzeptieren, dass diese Welt nicht berechenbar ist. Nicht jede Entwicklung ist vorhersehbar.

Börsenprognosen und andere gefährliche Schlagzeilen

Wir wissen nicht, wie sich die Präsidentenwahl oder der BREXIT auf unsere Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau auswirken werden. Jede Prognose ist nichts weiter als Spekulation. Auch wenn sich Wirtschafts- und Kapitalmarkt-Experten nun vielleicht auf den Schlips getreten fühlen, sind ihre „Börsenprognosen“ letztendlich nicht viel mehr wert als ein Blick in die Glaskugel. Die Wettervorhersagen für die kommenden drei Tage sind inzwischen sehr viel zuverlässiger als die Börsen-Prognosen. Trotzdem würde niemand einen Wetterbericht für die kommenden 365 Tage erwarten.

Bei Aktienkursen sieht das anders aus. Obwohl die wenigsten Prognosen letztendlich zutreffen, werden Finanzexperten immer noch wie Götter gehandelt. Das ist ziemlich absurd. Es ist viel wichtiger, dass Menschen lernen, Börsenbewegungen zu akzeptieren und eine gewisse Robustheit gegenüber den Auf- und Ab-Bewegungen zu entwickeln. Wer seinen Sommerurlaub an der Nordsee verbringt, erwartet auch nicht jeden Tag schönes Wetter. Viel wichtiger ist doch, dass die richtige wetterfeste Kleidung im Koffer ist, damit der Strandspaziergang auch bei Regen und Wind stattfinden kann.

Das Universum der Möglichkeiten erschließen

Wir wissen heute auch noch gar nicht wie sich die Präsidentenwahl in den USA auswirken wird. Vielleicht ist da jemand angetreten um die Grundwerte der größten Wirtschaftsnation der Welt auf den Prüfstand zu stellen. Unter Umständen könnte aber irgendwann eine in ihren Grundwerten gestärkte Nation daraus hervorgehen, die sich auch nicht scheut der Finanzindustrie Grenzen zu setzen. Das könnte dann auch für uns in Deutschland oder für die ganze Welt eine neue demokratisch tolerante Basis ermöglichen. Wer weiß? All das ist im Moment nicht vorhersehbar. Ebenso wenig ist die Entwicklung der Aktienmärkte absehbar. Wichtig ist vor allem, dass wir alle unseren Anteil dazu beitragen, damit es in eine gute Richtung geht, die für alle Menschen von Vorteil ist.

Verunsicherung, Risiko und Chance

Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen verunsichert sind. Allerdings erlebe ich diese Verunsicherung schon seit einigen Jahren. Da kommen viele Gründe zusammen, wie Sorgen um den Arbeitsplatz oder vor der Altersarmut. Der expandierende Niedriglohnsektor oder das ständig sinkende Rentenniveau fördern natürlich die Verunsicherung.

Vor allem Frauen sind betroffen. Da meine Kundinnen überwiegend weiblich sind, kenne ich diese Sorgen und Ängste. Viele Frauen mussten in der Familienphase die Berufstätigkeit zurückstellen, weil Kinderbetreuungsmöglichkeiten fehlten. Seitens der Kommunen und Gemeinden wurde die Notwendigkeit einer Frauen-Erwerbstätigkeit nicht gesehen und nicht befürwortet. Nach der Änderung des Unterhaltsrechts 2008 hatte das für viele Frauen schlimme Auswirkungen. Das Thema Altersarmut wird nun immer präsenter. Die vielen Niedriglohnjobs und Teilzeitstellen geben Menschen zudem gar nicht mehr die Möglichkeit, Rücklagen für das Alter zu bilden und für den Ruhestand vorzusorgen. Die Lebensbedingungen haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert und die meisten Menschen vor allem auch die Politiker haben noch nicht gelernt, damit umzugehen.

Neue Chancen für neue und alte Werte

Die allein auf den Werten der Freiheit des Individuums und vor allem der wirtschaftlichen Freiheit der Unternehmen beruhenden politischen Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte zeigt uns nun deutlich die Grenzen auf. Wenn durch Technik und Digitalisierung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, ist nicht mehr jedes einzelne Individuum finanziell in der Lage, mit Arbeit seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Selbstverständlich sorgen dann solche Vorkommnisse wie aktuell in den USA oder wie der BREXIT zusätzlich für Verunsicherung und Besorgnis. Vor allem die immer stärker werdenden rechtpopulistischen und nationalistischen politischen Tendenzen sind ein berechtigter Anlass zur Sorgen.

Doch gerade dies ist vielleicht auch eine große Chance. Nur dadurch dass die Sorgen und die Verunsicherung deutlich spürbar sind, merken auch Politiker, dass es allerhöchste Zeit wird, einen Richtungswechsel vorzunehmen. Auch Menschen, die sich schon lange Zeit nicht mehr für Politik interessiert hatten, werden plötzlich wieder wachgerüttelt und merken, wie wichtig Ihnen demokratische Rechte und die unantastbare Menschenwürde sind. Vielleicht kann das die oft beklagte Demokratiemüdigkeit wiederbelegen und ungeahnte Kräfte freilegen zum Wohl aller und dann vielleicht sogar zum Wohl unserer Altersvorsorge. Es liegt an uns!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Kraft für eine gute Entwicklung

 

Herzlichst
Ihre

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Wie einfache Regeln helfen, wenn Ihr innerer Macher die Altersvorsorge sabotiert

Kennen Sie diese Frage auch? Ganz ehrlich: Es ist nicht vernünftig und doch unglaublich menschlich. Außerdem möchte ich behaupten, dass diese Frage in uns allen schlummert.

Renten BerechnungDie Rentenkassen leer sind und es haben bereits einige Nullrunden in Sachen Rentenerhöhung stattgefunden. Trotzdem fällt es immer noch vielen Menschen schwer,  für das Alter Vorsorge zu treffen. In meinen Beratungsgesprächen fällt mir immer wieder auf, dass gerade jüngere Frauen unter 40 das Thema Altersvorsorge noch gar nicht auf dem Schirm haben. Deshalb machen sich Ökonomen und Verhaltenswissenschaftler seit längerem Gedanken über die Ursachen und forschen nach Lösungen.

Die Theorie vom Homo-Oeconomicus

Die Ökonomen gingen lange Zeit davon aus, dass Menschen rational denkende und handelnde Wesen sind. Sie prägten dann das Bild vom „Homo Oeconomicus“. Das wurde in mathematischen Modellen wie dem Lebenszyklus-Modell der Konsum- und Sparentscheidungen zum Ausdruck gebracht. Dafür erhielt Franco Modigliani 1954 den Nobelpreis . Man ging davon aus, dass Menschen ihre Konsum- und Sparentscheidungen langfristig treffen und dass sie während ihres Arbeitslebens entsprechend Vermögen aufbauen. Um später im Alter den Konsum wie gewohnt beibehalten zu können, wird das Vermögen dann entsprechend abgebaut. Ökonomen lieben mathematische Modelle. Doch offensichtlich passte diese Theorie nicht so ganz.

Theorie und Realität: Arme Rentner in der US-Wirklichkeit

Mann hlt sich Mund und Augen zuEmpirische Ergebnisse zeigen, dass Menschen sich längst nicht so ökonomisch und im mathematischen Sinn optimal verhalten, wie es erforderlich wäre. In den USA sind die Menschen für Ihre Rente selbstverantwortlich. Die Realität zeigt, dass viele Rentner ihren Konsum ganz drastisch einschränken müssen, weil sie nicht genug gespart haben als Arbeitnehmer. Viele Rentner müssen sogar bis ins hohe Alter arbeiten. Deshalb setzen sich die Verhaltenswissenschaftler inzwischen, verstärkt mit der Frage auseinander, wie es dazu kommt.

Die Wissenschaftler Shefrin und Thaler haben nun das verhaltenswissenschaftliche Lebenszyklusmodell entwickelt. Dabei wird angenommen, dass Menschen grundsätzlich der Versuchung widerstehen müssen, dass sie ihr heutiges und zukünftiges Einkommen nicht sofort verkonsumieren.

Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust….

…wusste schon Goethe den inneren Zwiespalt zu beschreiben, der bei Entscheidungskonflikten auftritt, wenn die vernünftige und die leichtsinnige innere Stimme im Konflikt miteinander streiten. Genauso wird in dem neuen Modell von Shefrin und Thaler die Entscheidung über den heutigen und den zukünftigen Konsum auch als ein „intrapersonales Entscheidungsproblem“ definiert. Dabei wird nun die Annahme getroffen, dass jeder Mensch quasi zwei unterschiedliche Egos in sich hat.

Wie der innere Planer und der innere Macher Ihre Entscheidungen beeinflussen

Innerer Planer und innerer Macher im KonfliktDas gute Ich ist der „Planer„. Er denkt planvoll, zukunftsorientiert und vorsorgend. Seine Stimme flüstert Ihnen leise ein: „Solltest du nicht lieber…..später tut es dir leid.“ oder „Denk lieber an deine Rente, bevor du das jetzt wieder kaufst“.

Das schlechte Ich ist der „Macher„. Er flüstert Sätze wie „Ich will aber heute leben“ oder „Wer weiß, was später ist und ob ich dann noch lebe.“ Manchmal sagt er sogar Sätze wie „Ich werde nicht alt. In meiner Familie ist keiner alt geworden.“

Kennen Sie diese Stimmen? 

Das ist alles völlig menschlich. Doch was tun, damit im Ruhestand die Rente reicht?

Drei Regeln die Ihnen helfen, Ihre Finanzplanung zu verwirklichen

Wenn Sie im Alter also nicht unter einer Brücke schlafen oder zumindest Ihren Konsum massiv einschränken möchten, müssen Sie den Planer unterstützen. Dazu gibt es ein paar Tricks.

Aus der Psychologie ist bekannt, dass einfache interne Regeln die Selbstdisziplin unterstützen. Diese Regeln müssen neben Einfachheit auch noch die Eigenschaften dynamische Stabilität und wohl definierte Ausnahmen aufweisen.

Regel 1: Überprüfen Sie Ihr mentales Kontensystem

Mentales Kontensystem prüfenMenschen tendieren dazu, für bestimmte Ausgaben und Einnahmen im Kopf mentale Konten zu bilden. Deshalb werden unterschiedliche Einnahmen auch unterschiedlich bewertet. Das gleiche gilt für Ausgaben. Es macht beispielsweise einen großen Unterschied, ob Sie eine bestimmte Summe im Kasino oder im Lotto gewonnen haben oder ob Sie das Geld als Steuerrückerstattung erhalten. Dementsprechend variiert dann auch die Neigung, dieses Geld zu konsumieren oder zu sparen.

Bei den Ausgaben führt das dazu, dass Menschen bei Konsumausgaben eher auf das laufende Einkommen auf dem Girokonto zugreifen, als auf die langfristigen Ersparnisse auf dem Investmentdepot oder gar auf die Altersvorsorgeverträge.

In der Praxis erlebe ich sogar, dass Kundinnen selbst dann nicht auf die Ersparnisse auf dem Investmentdepot zugreifen, wenn das Girokonto massiv überzogen ist. Das macht natürlich keinen Sinn, denn die Überziehungszinsen sind noch immer hoch.

Wichtig also:

Bilden Sie so früh es irgendwie geht, verschiedene Konten für verschiedene Ziele und Zweck. Dazu kann ein Urlaubs- und/ oder Konsum-Konto, ein Eigenheim-Ansparkonto und eine Ruhestandskonto gehören. Gerade das letzte muss sehr früh eingerichtet werden, damit es im mentalen Kontensystem verankert wird. Sonst wird es später schwierig, Veränderungen vorzunehmen. Das zeigt sich gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase. Viele Menschen, die immer nur auf kurzfristige Verfügbarkeit und Sicherheit im Sinne der Vorhersagbarkeit Ihrer Zinserträge orientiert waren, haben große Schwierigkeiten, sich umzustellen.

Behalten Sie aber trotzdem Ihr Gesamtvermögen im Blick. Es macht ökonomisch keinen Sinn, wenn Sie auf fünf verschiedenen Tagesgeldkonten den größten Teil Ihres Vermögens für diverse Eventualitäten horten. Die Verzinsung liegt momentan durchschnittlich bei 0,1 %. Wenn die Inflation bei ca. 2 % liegt wird ihr Geld real immer weniger. Deshalb empfehle ich dazu unbedingt eine solide Finanzplanung.

Regel 2: Die Ausnahme und die Regel: Definieren Sie klare Ausnahmen

finanzen

Kennen Sie Ihre kleinen und Ihre etwas größeren Schwächen? Der größte Unsicherheitsfaktor bei der Finanzstrategie ist leider der Faktor Mensch. Deshalb sollten Sie unbedingt klare Ausnahmeregeln für Notfälle oder andere Ereignisse definieren und diese auch strikt einhalten.

Gerade bei den Selbstständigen ist das wirklich manchmal schwer umzusetzen. Wenn gerade die Umsätze einbrechen oder etwas Unvorhergesehenes passiert, wird gerne mal die Altersvorsorge geplündert. Deshalb schätze ich persönlich die Basisrente. Da ist die Altersvorsorge auch vor mir selber sicher. Unter Kostenaspekten ist ein Direktbank-Online-Depot vielleicht günstiger, aber unter verhaltenswissenschaftlichen Aspekten hat eine Basisrente deutliche Vorteile für die Selbstdisziplin.  Außerdem ist das Thema keine Entweder-oder-Betrachtung, denn schließlich sollte man niemals alle Eier in einen Korb legen.

Regel 3: Dynamische Stabilität: Bauen Sie Kontroll-Routinen ein

Kontroll-Routine

In meiner Beratung erlebe ich häufig, dass Kundinnen und Kunden sich oft seit Jahren nicht mit Ihren Finanzen befasst haben. Vieles hat sich seitdem verändert. Doch Sie haben es nicht mitbekommen. Vielleicht wollten Sie es auch gar nicht wissen. Die Welt ist ständig im Wandel und die Dynamik wird immer stärker. Vor allem in der Finanzwelt ist das ganz stark spürbar.

Häufig sind die vor Jahren getroffenen Entscheidungen nicht mehr angemessen für die aktuelle Lebenssituation. Deshalb befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren Finanzen. Vereinbaren Sie Termine mit Ihrer Finanz- und Steuerberaterin oder ganz einfach mit sich selbst. Lassen Sie sich ausrechnen, was von Ihrer Rente nach Steuern, Krankenversicherung und Inflation übrig bleibt und setzen Sie sich mit der Thematik auseinander. Es ist wesentlich einfacher, wenn Sie für diese Fragen Routinen entwickeln und im Thema bleiben, um sich damit sicher zu fühlen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Finanzstrategie!

Herzlichst
Ihre

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Magerzinsen und Sicherheitsillusion

Die Lage ist dramatisch. Die Zinsen sind im Keller. Der Weltuntergang steht kurz bevor.

rettung der ErsparnisseIn Anbetracht der aktuellen Zinslage gibt es offensichtlich  bei Sparerinnen und Sparern inzwischen ähnliche Panikreaktionen  wie nach dem letzten Börsencrash (oder dem vorletzten oder dem vorvorletzten….).

Trotzdem hält der deutsche Sparer und auch die Sparerin dem Tagesgeld und sogar bisweilen noch dem Sparbuch eisern die Treue. Das erscheint auf den ersten Blick verwunderlich. Obwohl bei realistischer Betrachtung absehbar ist, dass dabei langfristig reale Verluste gemacht werden, scheint dies die meisten wenig zu beeindrucken.

Das hat verschiedene Gründe:

„Alles was zählt, sind die Zahlen auf dem Konto!“

Diesen schlichten Satz habe ich von einem mir  bekannten Herrn früher häufig zu hören bekommen und ich denke, dass er sehr repräsentativ für das Denken vieler Anleger steht. Während sich Kursschwankungen direkt auf den Depot- und Kontoauszügen niederschlagen, werden Verluste durch die schleichende Geldentwertung – auch „Inflation“ genannt – kaum oder gar nicht wahrgenommen.

Was erschwerend hinzukommt, ist die Tatsache, dass „Inflation“ oder „alles wird teurer“ von unterschiedlichen Menschen auch ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Da ist zum einen die  „Inflationsrate“, die wir aus den Medien erfahren. Kaum jemand ohne ökonomische Vorkenntnisse oder großes politisches Interesse weiß so ganz genau, was dahinter steckt und wie sich diese Größe auch (politisch) beeinflussen lässt.

Wer hingegen gerade auf der Suche nach einer Mietwohnung ist oder aktuell eine Nebenkostenabrechnung mit Nachzahlung erhalten hat, spürt deutlich die Preissteigerungen im Energiesektor und bei den Mieten, bringt dies aber auch nicht zwangsläufig mit dem Thema Inflation in Verbindung und schon gar nicht mit seinen oder ihren Ersparnissen.

Das führt dazu, dass das Inflationsrisiko bei den meisten Menschen weitgehend ausgeblendet ist bzw. gar nicht als Risiko wahrgenommen wird.  Demgegenüber wird das Risiko, Verluste zu erleiden, die sich dann auch direkt als Zahlen auf dem Depot oder Konto „materialisieren“,  sehr viel stärker wahrgenommen wird.

Es ist also eine Frage der Wahrnehmung – wie so oft.

Verlustaversion

Hinzu kommt außerdem der Umstand, dass die Möglichkeit Verluste zu erleiden, emotional sehr viel stärker wirkt, als die Aussicht auf Gewinne. Über dieses Phänomen, das als „Verlustaversion“ bezeichnt wird,  und sehr weitreichend unser menschliches Handeln bestimmt, lesen Sie in meinem nächsten Blog-Beitrag.

Wie sie typische Anleger/innen-Fehler vermeiden und bewusster mit Geldthemen, Verlustaversion, finanziellen Existenzängsten umgehen oder selbst andere finanzielle Ergebnisse erzielen können, erfahren Sie im Finanzcoaching, in der Anlageberatung oder in meinem nächsten Geldseminar.

Ein gute Gelegenheit zum Reinschnuppern bieten die Infoabende und Schnuppervorträge.

Ich freue mich auf Sie!

Wenn Hirsche oder Menschen an Grenzen stoßen

Der „Eisene Vorhang“  –   Monetäre Grenzen im Kopf

Unser Verhalten im Umgang mit Geld, unsere häufig unbewussten Einstellungen, Glaubenssätze, Ängste oder Blockaden sind sehr Deer close-upstark beeinflusst von den Erfahrungen, die wir in unserer Kindheit, Jugend und auch im späteren Leben mit Geld gemacht haben. Diese Erfahrungen wirken häufig wie unsichtbare Grenzen im Kopf, an die wir immer wieder stoßen und mit denen wir zwangsläufig auch immer wieder ähnliche Erfahrungen produzieren. Gerade habe ich einen sehr spannenden Bericht  von SpiegelOnline über das Grenz-Verhalten der Hirsche im Böhmerwald gelesen.

Hirsche kehren am früheren Eisernen Vorhang um

Wie Forscher im Nationalpark Böhmerwald herausgefunden haben , stoppen die Hirsche noch immer an der ehemaligen Stacheldrahtgrenze – dem früheren „Eisernen Vorhang“ –  zwischen Portrait of majestic red deer stag in Autumn FallOst und West und verlassen nicht ihr tschechisches Territorium  in Richtung Bayerischer Wald . Die Jungtiere haben diese Grenze nie selbst kennen gelernt und kennen sie nur aus „Überlieferungen“.  Die Forscher vermuten, dass dieses Verhalten über Generationen hinweg weitergeben wird. *

Was das Reisen betrifft, sind wir Menschen in jedem Fall schon weiter, aber was die finanziellen Grenzen im Kopf betrifft, habe ich da so meine Zweifel. Es gibt zu diesem Thema zwar einige Literatur aber kaum empirische Untersuchungen. Doch wenn wir uns die Vermögensverteilung auf unserer Erde genauer betrachten, sind da schon  Muster erkennbar. Die Mittelschicht dünnt aus, die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher.

Und wenn wir uns das Geschehen an den Börsen genauer betrachten, müssen wir auch da feststellen, dass die um den Nachwuchs besorgten Weibchen lieber zu Hause bleiben, während sich die jungen männlichen Hirsche gern mal als Grenzgänger profilieren. Wenn dann – wie im Böhmerwald – mal wieder auf der anderen Seite gejagt wird, kann das böse nach hinten losgehen. Allerdings scheint es, dass bei den jungen männlichen Hirschen der Jagdinstikt doch stärker wirkt als das Gedächtnis. Die letzte Finanzkrise liegt ja nun schon wieder sechs Jahre zurück……

Bei anderen – meist älteren –  Hirschen führen die Erfahrungen dazu, dass sie das Revier verlassen und sich andere Gebiete suchen.  Das alte Jagdrevier wird dann den Junghirschen überlassen, die sich nun ebenso das Geweih abstoßen wie ihre Vorfahren. Was bei den Hirschen ein ganz normaler und natürlicher Vorgang ist, hat bei uns Menschen allerdings mittlerweile ziemlich ungesunde Züge angenommen. Die „Boom and Bust-Zyklen“ sind erwiesenermaßen unförderlich für unsere ökonomischen, sozialen und ökologischen Systeme.

Das Problem an allen Reichtums-, Erfolgs- und Motivationsstragien besteht darin, dass sie uns die Wege in die vermeintliche Freiheit zeigen, aber nicht wir wir die Grenzen im Kopf überwinden. Doch wirkliche Veränderungen können wir nur dann bewirken, wenn wir uns mit unseren eigenen inneren Grenzen befassen . Dazu gehören vor allem auch unsere Projektionen auf Geld. “Geld ist schlecht, Geld ist Macht, Geld ist Sicherheit.“ In einem meiner Workshops hörte ich kürzlich die Projektion: „Geld ist das Grundübel des Kapitalismus!“

Die Frage, die ich daraus ableiten kann, lautet dann: Wenn Geld für mich das Gründübel des Kapitalsmus ist, wer bin ich dann, wenn ich Geld verdiene? Wieviel Geld darf ich noch verdienen, um nicht selbst das Grundübel des Kapitalismus zu sein und wo ist meine Grenze? Und es gibt sie diese Grenze – garantiert! Und sie wird mich mehr oder weniger in finanzieller Knappheit leben lassen. Denn es ist – zumindest moralisch – besser ein Opfer des Kapitalismus zu sein als ein Grundübel.

Wer also andere Erfahrungen mit Geld machen und bessere Ergebnisse mit Geld erzielen will, muss sich zwangsläufig mit seinen inneren Grenzen befassen und seine Projektionen auf Geld auflösen. Dazu gehört auch eine gewisse Risikobereitschaft gebenüber dem Unbekannten und Neuen, ebenso wie die Bereitschaft einen alten liebgewonnenen Standpunkt aufzugeben und tiefe Überzeugungen in Frage zu stellen.

Dazu bietet unser Geldworkshop verschiedenste Möglichkeiten und Gelegenheiten im Austausch mit anderen Menschen, deren Erfahrungen und Grenzen.

Wenn Sie an weiteren Informationen  zum Geldworkshop und zum FinanzCoaching interessiert, klicken Sie einfach einen der beiden Begriffe an.

Hier geht es zum Artikel über die Hirsche.

Altersvorsorge – Planung schützt vor bösen Überraschungen

Altersvorsorge beginnt mit „Alter“ und endet mit „Sorge“

und ist damit – gerade und insbesondere für viele Frauen –  ein äußerst unbeliebtes Thema. Je größer die  Befürchtung ist, dass die Rente nicht reicht, um so stärker wird das Thema  verdrängt oder einfach aufgeschoben. Prokrastination nennen Psychologen die krankhafte Aufschieberitis von unangenehmen oder vermeintlich langweiligen Aufgaben, die gerade bei Studenten sehr verbreitet ist. Finanzcoaching small 72Beim Thema Altersvorsorge betrifft das alle Altersgruppen. Finanz- und Geldanlagethemen sind trocken, langweilig und unerfreulich. Umfragen ergeben immer wieder, dass viele Deutsche sich schlecht informiert fühlen beim Thema Geldanlagen. Und wenn es dann noch um’s Thema Alter geht………

Das Problem mit der Altersvorsorge ist, dass sie sich nicht so einfach aufschieben lässt, denn das Datum für den Rentenbeginn ist mehr oder weniger fix und kann höchstens von den Freiberuflerinnen und Selbstständigen weitestgehend selbst bestimmt werden.  Da ist die Vogelstraußpolitik eine sehr dysfunktionale Strategie. Hilfreicher kann es dagegen sein, das Problem in Teilschritte zu zerlegen und dann einfach mal den ersten Schritt zu tun.

Teilschritte auf dem Weg zur planvollen Altersvorsorge…..
finden Sie deshalb ab morgen in meinem Blog – so quasi als Einstieg.
Es gibt nichts Gutes außer Frau tut es!

Haben Sie hierzu Fragen? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Herzlichst,
Ihre Kornelia Rendigs