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Das Esel-Möhren Prinzip – Oder warum finanzielle Ziele ohne Motivation nicht funktionieren

Kennen Sie schon das Esel-Möhren Prinzip oder können Sie sich vorstellen, warum finanzielle Ziele ohne Motivation nicht (gut)  funktionieren?

Egal wie Sie diese Frage jetzt beantworten, es lohnt sich dieses Thema  genauer unter die Lupe zu nehmen.

Deshalb geht es im heutigen Blog nicht nur um Ihre finanzielle Ziele, sondern um das, was Sie wirklich motiviert und Ihre Ziele beeinflusst.

Reichen finanzielle Ziele als Motivation?

Viele erfolgreiche Menschen hatten ein großes Ziel vor Augen. Das elektrische Licht oder die Mobilität durch Eisenbahn und Auto sind Beispiele dafür.  Oft waren die  finanziellen Beweggründe dabei sogar nebensächlich. Der finanzielle Erfolg war quasi ein Nebeneffekt.

Andererseits ist es ganz ohne finanzielle Motivation auch unmöglich, finanziell erfolgreich zu sein. Viele Künstler waren erst nach ihrem Tod erfolgreich. Davon profitierten dann die Erben.

In der Praxis habe ich häufig erlebt, dass Menschen auf der Suche nach finanziellem Erfolg, immer wieder finanzielle Ziele formulierten. Doch fehlt Ihnen dabei die Motivation, war es schwierig, am Ball zu bleiben . Oft wurden die Ziele dann auch nicht umgesetzt.

Warum innere Konflikte Ihre finanziellen Ziele gefährden

Nicht alle Menschen sind gleichermaßen durch finanzielle Anreize zu motivieren. Wenn Ihre finanziellen Ziele gegen Ihre Motive oder gegen andere persönliche Ziele verstoßen, löst das auf Dauer sogar innere Konflikte aus. Solche inneren Konflikte können dazu führen, dass Sie sich trotz Erreichen Ihrer finanziellen Ziele, irgendwann unzufrieden oder sogar erschöpft und ausgebrannt fühlen.

Eine besondere Rolle dabei spielt die Wirkung, die Geld auf das menschliche Gehirn ausübt. Bevor wir uns also Ihren Motiven zuwenden, schauen wir uns erst einmal diesen Wirkungsmechanismus und seine Gefahren an.

Was Geld in Ihrem Gehirn auslösen kann

Je nachdem, welche Funktion Geld im Rahmen Ihrer Motive spielt, kann es durchaus eine stimulierende Wirkung auf Ihr Belohnungszentrum im Gehirn haben. Zumindest haben Hirnscans das bewiesen.

Das Gehirn reagiert beim Erhalt von Geld ähnlich, wie bei der Einnahme von Drogen. Klick um zu Tweeten

Die Konsequenzen sind verheerend, denn Geld beeinträchtigt das Urteilsvermögen ganz gravierend. Entscheidungen werden weniger rational getroffen und die Risikobereitschaft wächst.

Wie Geld zur Droge wird und Sucht erzeugt

Das Fatale dabei ist außerdem, dass der Belohnungseffekt sehr schnell wieder verpufft. Mit der Zeit gewöhnt sich das Gehirn an den mit dem Geldeingang verbundenen Belohnungseffekt. Es schreit nach mehr. Für den nächsten Rausch braucht es dann noch mehr “Stoff”. Nach und nach entsteht eine regelrechte Sucht.

Solche Erfahrungen werden immer wieder in Vertriebsstrukturen und Organisationsformen gemacht, in denen umsatzabhängige Vergütungsmodelle praktiziert werden. Deshalb können finanzielle Anreize alleine kaum dauerhaft motivieren, da sie sich immer wieder in kürzester Zeit abnutzen. Die Wirkung verpufft immer schneller. Es entstehen ein Gewöhnungseffekt und das Bedürfnis nach einer höheren Dosis.

Warum ohne Motivation die Esel-Möhren Falle droht

Dieses Phänomen für die künstlich geschaffene Motivation mit quasi unerreichbaren Belohnungen wird auch Möhren-Prinzip genannt. Es steht für die Metapher vom faulen und dummen Esel, dem zur Motivation eine Möhre deutlich sichtbar, aber für ihn auch unerreichbar, vor die Nase gebunden wird. Das Ziel dabei ist, dass der Esel immer schön hinter der Möhre herläuft und in Bewegung bleibt. Schlussendlich wird er irgendwann vor Erschöpfung zusammen brechen.

Genau das, soll Ihnen natürlich erspart bleiben!

Sein Sie keine Eselin und lassen Sie Geld nicht zu Ihrer Möhre werden! Klick um zu Tweeten

Genau dieses Esel-Möhren Prinzip passiert nämlich, wenn Sie sich ganz bewusst finanzielle Ziele setzen, ohne sich über Ihre Motive bewusst zu sein. Oder wenn Sie sogar ganz bewusst gegen Ihre Motive verstoßen und Zielkonflikte in Kauf nehmen.

Fazit:

Vermeiden Sie das Möhren-Prinzip bei der Formulierung Ihrer finanziellen Zielen. Klick um zu Tweeten

Welche Grundmotive Sie kennen sollten, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen

  1. Wenn Sie also nicht irgendwann in der Esel-Möhren Falle landen wollen, wäre eine Tätigkeit, die Ihrer  intrinsischen Motivation entspricht, der Idealzustand. Das ist diese natürlich Motivation, die von innen kommt. Vielleicht kennen Sie das von Tätigkeiten, bei denen Sie wirklich alles um sich herum vergessen.

Sie arbeiten dann in höchster Konzentration und sind im Flow. Äußere Motivation brauchen Sie gar nicht mehr. Denn diese Tätigkeit ist für Sie selbstbelohnend. 

Sicherlich ist dieser Idealzustand nicht immer umsetzbar. Doch es ist wichtig, nicht völlig gegen die eigenen Motive zu handeln. Deshalb empfiehlt es sich, diese Motive anzuschauen.

Zu den grundlegenden menschlichen Motiven zählen in der Motivationspsychologie nach Maslow die folgenden drei

  Grundmotive:

I. Anschluss

II. Macht

III. Leistung

Anschluss ist das Streben nach sozialer Nähe, Geborgenheit, Freundschaft und Zuneigung. Das Macht-Motiv ist gekennzeichnet durch Eigenschaften, wie Status, Einfluss, Kontrolle und Dominanz. Beim Motiv Leistung geht es um persönliche Erfolge, um Wettbewerb und um hohen Ehrgeiz bei der Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen. Auch die Steigerung von Status und Bekanntheit können eine Rolle spielen.

Um Ihre finanziellen Ziele erfolgreich umsetzen zu können, ist es also wichtig, dass Sie Ihr Grundmotiv kennen. Nur dann können Sie vermeiden, dass die Tätigkeit Ihnen eigentlich widerstrebt und die Erfolgschancen gering sind.

Zur Erforschung der eigenen Grundmotive finden Sie  hilfreiche Informationen und einen  Selbsttest im Blog von  Businness-Coach Jürgen Zirbik.

Warum Ihre finanziellen Ziele und Motive zusammen passen sollten

Hirnforscher und Psychologen unterscheiden zwischen unbewussten und bewussten Motiven. Die unbewussten Motive entwickeln sich meist in der frühen Kindheit und sind deshalb nicht erinnerungsfähig.

Bewusste Motive dagegen sind von Ihnen ganz klar gewählte oder von außen gesetzte Ziele. Wenn diese unbewussten und bewussten Ziele nicht vereinbar sind, sprechen Wissenschaftler von Inkongruenz. Dann kann es passieren, dass Sie auf Dauer vielleicht Ihre– ganz bewusst gesetzten –finanziellen Ziele zwar erreichen. Sie werden aber damit nicht glücklich.

Die finanziellen Belohnungen können die Unzufriedenheit nicht ausgleichen. Sie werden womöglich depressiv und krank dabei. Deshalb ist die Vereinbarkeit von Zielen und Motiven für dauerhaften finanziellen Erfolg eine wichtige Voraussetzung.

Viele Menschen leiden unter genau diesem Problem. Vor allem wenn die finanziellen Zielen von „oben“ diktiert werden, wird das als Druck empfunden. Das kann die Bonus-Zahlung im Dezember dann auch nicht kompensieren. Denn im Januar schon fängt der Druck von vorne an.

Die Vereinbarkeit oder Kongruenz Ihrer finanziellen Ziele und Motive ist auch noch aus einem anderen Grund bedeutsam. Sie ist nach Albert Banduras Konzept der Selbstwirksamkeit die Voraussetzung für Ihren Erfolg.

Selbstwirksamkeit und Realitätsorientierung als Erfolgsfaktoren

Selbstwirksame Menschen zeichnen sich durch ihre sogenannte Persistenz aus. Das ist die Hartnäckigkeit, mit der sie Ziele verfolgen, deren Erreichung eine hohe Belohnung versprechen. Dabei ist die Belohnung aber nicht unbedingt im Erreichen des gesetzten finanziellen Ziels zu sehen. Menschen die eine hohe Leistungsorientierung haben, empfinden die Belohnung vielmehr dadurch, dass sie eine große Herausforderung gemeistert haben.

Im Gegensatz zu selbstwirksamen Menschen sehen sogenannte Vermeider in den Herausforderungen eher eine Bedrohung oder Gefahr, die sie lieber vermeiden. Vermeider gehen vermeintlichen Gefahren lieber aus dem Weg.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Selbstwirksamkeit ist die Realitätsorientierung. Sie können nämlich sehr hartnäckig Ihre finanziellen oder andere Ziele verfolgen. Sie merken dabei aber gar nicht, dass diese Ziele quasi unerreichbar sind oder dass die Ziele gar nicht lohnenswert sind.

Die Esel-Möhren Vermeidungsstrategie

Wenn Sie in Zukunft also  finanziell erfolgreich sein und trotzdem nicht in der Esel-Möhren-Falle enden wollen, brauchen Sie die richtige Strategie. Wichtig ist, dass Sie Ziele und Tätigkeiten finden, die Ihren Grundmotiven wenigstens nicht völlig entgegenstehen.

Optimal ist natürlich eine Arbeit, die Sie mit Leidenschaft und Motivation ausüben. Das wird nicht immer hundertprozentig umsetzbar sein. Doch wenn es völlig in die falsche Richtung läuft, wird Sie das irgendwann krank machen.

Umgekehrt funktioniert es allerdings auch nicht. Wenn Ihre Leidenschaft wenig Chancen zum Geld verdienen bietet, dann wird es mit den finanziellen Ziele wiederum nicht klappen.

Deshalb gilt es die richtige Balance zu finden und womöglich einen Kompromiss zu schließen. Diese 3 Schritte können dabei helfen:

Wie Sie mit diesen 3 Schritten  die Esel-Möhren-Falle vermeiden

  1. Schritt:

    Machen Sie sich Ihre Grundmotive bewusst und schauen Sie, was Sie antreibt und motiviert.

  2. Schritt:

    Suchen Sie nach Zielen und Tätigkeiten, mit denen Sie sowohl Ihre Grundmotive befriedigen und finanziell erfolgreich sein können.

  3. Schritt:

    Definieren Sie Ihre persönlichen und finanziellen Ziele.

Wie Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen formulieren und diese auch erfolgreich umsetzen können, lesen Sie im nächsten Blog. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Motiv-Forschung und kreative Momente für Ihre Zielplanung.

 

Haben Sie konkrete Fragen zur finanziellen Zielplanung?
Welche Schwierigkeiten und Hürden gibt es für Sie?
Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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Finanzielle Ziele für Ihren finanziellen Erfolg – Die 5-Schritte-Strategie

Befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren finanziellen Zielen? Oder finden Sie das überflüssig und viel zu anstrengend?

Erfahrungen zeigen, dass Menschen erfolgreicher sind, wenn Sie klare finanzielle Ziele vor Augen haben.

Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
Johann Wolfgang von Goethe

Warum sind finanzielle Ziele so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Städtereise in die Stadt Ihrer Träume machen. Würden Sie sich ohne Vorbereitung ins Auto oder in den Flieger setzen?

Würden Sie in der Stadt Ihrer Träume ohne Reiseführer, Stadtplan oder App und vor allem ohne konkrete Ziele so einfach losmarschieren?

Genau das passiert bei finanziellen Angelegenheiten leider häufig. Bei vielen Menschen reicht der finanzielle Planungshorizont gerade noch für die nächste Urlaubsreise. Bei der Ruhestandsplanung und beim langfristigen Vermögensaufbau versagt dann aber das System. Das liegt daran, dass Ihr Autopilot namens Mr.  Unterbewusstsein schlichtweg überfordert ist. Denn darauf hat die Evolution ihn nicht vorbereitet.

Bei der Ruhestandsplanung ist Ihr Autopilot Mr. Unterbewusstsein leider völlig überfordert. Klick um zu Tweeten

Leider gilt das für Frauen sehr viel stärker als für Männer. Die Gender Investment Gap die weibliche Investment-Lücke – und die Gender-Retirement-Gap – die weibliche Rentenlücke – sind vor allem deshalb Frauen-Themen, weil Frauen sich nicht genug kümmern. 

Warum für Frauen der finanzielle Weg ohne Ziel  in die Altersarmut führt

Sich nicht zu kümmern, rächt sich dann im Alter. Noch nie seit 1949 waren so viele Frauen von Altersarmut betroffen wie heute. Viele Frauen erkennen erst zu spät, dass die Ehe längst kein Versorgungskonzept mehr ist. Nach der Scheidung offenbart sich dann, wie sehr sie ihre eigene Selbstvorsorge vernachlässigt haben.

Auch wenn Sie heute noch glücklich verheiratet sind, ist es sinnvoll den Plan B in der Tasche zu haben und seine Zahlen zu kennen. Auch dazu werden wir in den nächsten Wochen noch kommen.

Deshalb lade ich Sie herzlich ein, mich in den kommenden Wochen bei der finanziellen Zielplanung zu begleiten.

Die folgende 5-Schritte-Strategie wird Ihnen dabei als Leitfaden den Weg aufzeigen, wie Sie sinnvoll strategisch das Thema angehen können.

Ich freue mich über Ihre Anregungen und Kommentare, um diese Strategie zukünftig noch weiter verbessern zu können.

Laden Sie doch einfach Ihre beste Freundin oder Ihre Kollegin auch noch ein. Dann haben Sie in den nächsten Wochen eine Gesprächs- und Motivationspartnerin.

Los geht’s!

 

1. Schritt: Machen Sie sich Ihre Motive bewusst, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie bei der Planung  Ihrer finanziellen Ziele Ihre Grundmotive nicht mit im Boot haben, kann die Umsetzung später ziemlich anstrengend werden.

„Geld motiviert mich nicht.“ Diesen Satz habe ich von Frauen schon so häufig gehört. Meistens kam dann schon bald im nächsten Satz. „Ach wenn ich doch nur ein bisschen mehr Geld hätte …“

Solche Sätze decken innere Widersprüche auf. Für Ihren  finanziellen Erfolg bleibt da leider nicht viel  Raum. Sicherlich ist finanzieller Erfolg nicht für alle Menschen gleichermaßen motivierend. Dann muss geschaut werden, wie beides irgendwie miteinander vereinbart werden kann.

Deshalb  sollten Sie wissen, was Sie wirklich motiviert. Dann können Sie Ihre finanziellen Ziele und Motive aufeinander abstimmen. Sonst wird die Umsetzung Ihrer finanziellen Ziel leicht zum inneren Kampf ausarten.

Holen Sie für die finanzielle Ziel-Planung Ihre Motive mit ins Boot! Klick um zu Tweeten

Da Motive bei der finanziellen Zielplanung eine so wichtige Rolle spielen, werden wir uns noch intensiv damit befassen.  Wir schauen, wie Sie Klarheit über Ihre Motive finden und wie Sie diese nutzen können.

2. Schritt: Identifizieren Sie Ihre Geldsaboteure und Zielkonflikte

Auch wenn wir es oft nicht wahr haben wollen: Nicht alle tollen Ziele sind wirklich so toll, wenn wir sie erstmal erreicht haben. Vieles, was auf den ersten Blick erstrebenswert wirkt, ist es dann unter Umständen doch nicht. Wenn Sie sich aus einem rein finanziellen Antrieb für einen Beruf entschieden haben, der Ihnen wenig Freude bereitet, kann das auf Dauer sehr anstrengend sein.

Gute Ziele, schlechte Ziele - Untersuchen Sie zuerst Ihre inneren Zielkonflikte. Klick um zu Tweeten

Das gilt besonders, wenn Ihre finanziellen und sonstigen Ziele gar nicht Ihre eigenen sind. Oftmals handelt es sich um fremdbestimmte Ziele. Diese wurden von dritter Seite, also von den Eltern der Familie oder dem sozialen Umfeld geprägt.

Oftmals existieren solche fremdbestimmten Ziele in Ihrem Unterbewusstsein, ohne dass Sie dies merken. Es ist oft erschreckend, wie solche fremdbestimmten Ziele bei manchen Menschen bis ins Hohe Alter unbewusst verankert sind. Der Neurowissenschaftler Allen Snyder hat einmal den Satz geprägt:

Das Bewusstsein ist nur eine PR-Aktion Ihres Gehirns, damit Sie glauben, Sie hätten auch noch was zu sagen.

Allan Snyder

Bevor Sie also in die Ziel-Planungsphase starten, empfehle ich Ihnen deshalb, erst eine kleine Ziel-Expedition zu unternehmen.  Dazu bekommen Sie von mir Tipps, wie Sie mit hilfreichen Fragen wertvolle Erkenntnisse erzielen und Ihren Sabotage-Zielen auf die Schliche kommen können.

3. Schritt: Stellen Sie sicher, dass Ihre finanziellen Ziele mit Ihren Werten vereinbar sind

Manche Werte sind mit finanziellem Erfolg scheinbar nicht vereinbar. Zumindest schlussfolgert das Unterbewusstsein dies möglicherweise. Oft sind wir uns darüber nicht im Klaren. Wir merken nicht, wie wichtig uns bestimmte Werte sind und wie wir unseren finanziellen Erfolg damit verhindern.

Was hat Ihr Gerechtigkeitssinn womöglich mit Ihrer Geldbeziehung zu tun?

An dieser Stelle könnten Sie bereits auf die ersten Unstimmigkeiten treffen. Ist Gerechtigkeit ein hoher Wert für Sie? Was sagt es dann über Sie aus, wenn Sie mehr Einkommen erzielen als Ihre beste Freundin oder Ihre eigenen Eltern? Ließe sich das mit Ihrer Moralvorstellung noch vereinbaren?

Gerechtigkeit ist ein wichtiges aber auch schwieriges Thema. Es hat viele verschiedene Facetten. Deshalb ist es notwendig, die Vielfältigkeit dieser Idee von Gerechtigkeit im Blick zu haben . Vor allem ist wichtig, welche Konsequenzen Ihr Gerechtigkeitssinn für Ihre Geldbeziehung hat. Könnten Sie mit einer Stiftung oder regelmäßigen Spenden für mehr Gerechtigkeit sorgen? Wie sieht es mit anderen Werten aus? Sind Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft ebenfalls hohe Werte für Sie? Was könnten Sie tun, um eine Vereinbarkeit herzustellen, ohne gegen Ihre Werte zu verstoßen?

Warum es für Frauen schwierig ist,  finanzielle Ziele mit den eigenen Werten zu vereinbaren

Gerade Frauen fällt es im Hinblick auf ihre Werte immer noch schwer, finanzielle Ziele zu formulieren. Die weiblichen Tugenden waren traditionell Bescheidenheit, Sittsamkeit, Fleiß und Tugendhaftigkeit. Frauen hatten vorrangig für die Werte und Ziele Ihrer Männer zu sorgen, aber nicht für ihre eigenen – schon gar nicht finanziell. Das steckt noch immer in den Hinterköpfen. Deshalb gehört auch eine gewisse soziale Risikobereitschaft dazu, eigene finanzielle Ziele zu realisieren.

4. Schritt: Überprüfen Sie Ihre Visionen und Lebensziele bevor Sie finanzielle Ziele formulieren

WENN DAS LEBEN KEINE VISION HAT, NACH DER MAN STREBT, NACH DER MAN SICH SEHNT, DIE MAN VERWIRKLICHEN MÖCHTE, DANN GIBT ES AUCH KEIN MOTIV, SICH ANZUSTRENGEN.

(Erich Fromm)

Um wirklich nachhaltig an seinen Zielen arbeiten zu können und motiviert zu bleiben, ist es wichtig, das große Ganze im Leben zu sehen.

Wer keine Träume hat und sein Big Picture nicht kennt, wird wahrscheinlich auch nicht sehr motiviert sein, die selbst gesetzten finanziellen Ziele zu verwirklichen. Dabei geht es absolut nicht nur um Geld. Ich meine „Erfolg“ im ganzheitlichen Sinne. Arbeit und Geld sind dabei nur ein Bestandteile.

Gerade für Frauen ist es schwierig, solche Visionen zu entwickeln. Das stelle ich immer wieder in meinen Workshops fest. Traditionell waren Frauen in die passive Rolle als Hausfrau und Mutter gedrängt. Die Realität hat sich jedoch gravierend verändert. Nur das Unterbewusst hat dies noch längst nicht verinnerlicht.

Also warten Sie nicht auf Ihr Unterbewusstsein und nehmen Sie die Sache selber in die Hand. Dafür gibt es in diesem Blog noch einige Anregungen zur Entwicklung Ihrer Lebensvisionen.

 

5. Schritt: Formulieren Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen

Damit auch die Umsetzung Ihrer Ziele eine realistische Chance hat, gibt es auch dabei einige Aspekt zu beachten. Wie schon erwähnt können Ihre finanziellen Ziele mit anderen Lebenszielen konkurrieren. Das können sowohl Ziele sein, die Ihnen bisher nicht bewusst waren. Das können aber durchaus auch Ziele sein, die Ihnen sehr wohl bewusst sind.

Wenn Sie sich ein hohes Umsatzziel setzen, das nur mit mehr Arbeit und größerem Zeitaufwand zu realisieren ist, kann das unweigerlich mit anderen Zielen im Lebensbereich Familie und Partnerschaft oder sogar im Bereich Vitalität und Gesundheit kollidieren. Deshalb ist es unerlässlich die finanziellen Ziele im Gesamtkontext zu sehen.

Ein anderer Aspekt ist die Verbindlichkeit oder das Commitment, das Sie Ihren Zielen entgegenbringen. Beschränken Sie sich nicht auf vage Formulierungen ohne Zahlen oder Zeitvorgaben. Dann kann sich Ihr Unterbewusstsein sehr bequem ein kleines Hintertürchen offen halten. Damit das Formulieren Ihrer finanziellen Ziel auch von Erfolg gekrönt wird, gibt es auch dazu noch einen Extra-Beitrag im Blog.

Haben Sie konkrete Fragen zur finanziellen Zielplanung?
Welche Schwierigkeiten und Hürden gibt es für Sie?
Wäre eine geschlossene Facebook-Gruppe als geschützter Ort für einen intensiven Austausch für Sie interessant?
Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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Die 5-Schritte-Strategie für Ihre Finanzielle Verantwortung

Finanzielle Verantwortung ist für Frauen ein heikles Thema. Dabei ist sie so wichtig, denn die Risiken für Frauen sind groß, wenn Sie finanzielle Verantwortung meiden.

Heute geht es im Blog darum, wie Sie es schaffen können, mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Wir Frauen tun uns nämlich immer noch sehr schwer damit. Wir haben die finanzielle Verantwortung  auch nicht gelernt. Von wem auch? Unsere Mütter und Großmütter hatten in finanzieller Hinsicht noch nicht viel zu sagen. Die älteren von ihnen wurden im Dritten Reich geboren. Sie haben damals gelernt, dass die Aufgabe einer Frau darin besteht, Kinder zu gebären, um kleine Soldaten zu produzieren. Leider blieb einiges davon nach 1945 sowohl in den Köpfen als auch im Gesetzbuch haften.

Warum es für Frauen so schwierig ist, finanzielle Verantwortung zu übernehmen

So durften bis 1977 verheiratete Frauen ohne Zustimmung ihres Ehemanns nicht mal einen Arbeitsvertrag abschließen. Bis 1958 hätte dieser den Arbeitsvertrag seiner Ehefrau sogar ohne ihre Zustimmung fristlos kündigen können. Hätte dieser Ehemann seiner Ehefrau gestattet, berufstätig zu sein, dann hätte er ihren Lohn verwaltet. Sie hätte nicht mal ein eigenes Konto eröffnen dürfen. Erst 1962 wurde dies geändert.

Das alles ist heute unvorstellbar. Doch im Unterbewusstsein ist es immer noch präsent. Kein Wunder also, dass da in uns Frauen immer noch die Tendenz schlummert, finanzielle Verantwortung lieber zu meiden. Diese Tendenz wird gespeist aus der Angst vor Ablehnung, vor Fehlern, vor Inkompetenz oder Unweiblichkeit. Auch die Angst vor Mathematik und Zahlen spielt eine große Rolle. Die Liste lässt sich wohl unendlich fortsetzen.

Doch wenn Sie keine Verantwortung übernehmen, können Sie auch nicht steuern. So wie ein Schiff mit ausgefallener Ruderanlage im Sturm den Wellen hilflos ausgeliefert ist, sind auch Sie dann ausgeliefert. Deshalb ist es auch in Krisenphasen ganz wichtig, den Zustand der finanziellen Selbstverantwortung schnellst möglich wieder herzustellen.

Aus eigener Erfahrung und aus zwanzig Jahren Beratungspraxis habe ich die 5-Schritte-Strategie zusammengestellt, die ich als hilfreich und nützlich empfinde. Ob das auch für Sie die richtige Strategie ist, ist letztendlich immer eine Einzelfall-Entscheidung. Sie kann in dem einen Fall richtig und in dem anderen Fall vielleicht gerade nicht die optimale Lösung sein. Solche Empfehlungen sind letztendlich immer nur Denkanstöße und Möglichkeiten. Was Sie jetzt gerade brauchen und Ihnen am besten hilft, kann dann im Zweifelsfall nur in einem Einzelgespräch geklärt werden. Dafür stehe ich Ihnen dann gerne telefonisch, persönlich oder über Skype zur Verfügung.

Die 5-Schritte-Strategie für Ihre finanzielle Verantwortung

1. Schritt: Standortanalyse

Mit der Standortanalyse meine ich in erster Hinsicht eine Bedarfsanalyse. Leider erlebe ich im Finanz Coaching immer wieder, dass Klientinnen sich primär mit Ihren Fehlern und scheinbaren Inkompetenzen, mit unangenehmen Erfahrungen und den vermeintlich unlösbaren Problemen befassen. Das ist durchaus nachvollziehbar und auch verständlich. So wurden wir Frauen in aller Regel noch erzogen. Es ist folglich eine absolut normale Reaktion. Doch leider ist sie absolut nicht hilfreich!

Wenn Sie sich primär mit Ihren Problemen, mit der Vergangenheit und Ihren eigenen Fehlern befassen, geraten Sie leicht in eine Art Problem-Trance. Das ist ein bisschen vergleichbar mit dem Versinken im Treibsand. Sie strampeln und rudern. Doch statt sich zu befreien, wühlen Sie sich immer tiefer ein.

Deshalb geht es bei der Standortanalyse immer darum, nach vorne zu blicken. Beim Blick nach vorne geht es dann um die Frage, was oder wer würde Ihnen weiterhelfen? Wie könnte die Lösung Ihres Problems aussehen? Welche Ziele inspirieren Sie, um mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen?

Hilfreiche Fragen:

  • Welchen Nutzen kann ich aus mehr finanzieller Verantwortung ziehen?
  • Wer würde außer mir noch davon profitieren?
  • Wie könnte die Situation aussehen oder sich anfühlen, wenn ich erfolgreich finanzielle Verantwortung übernehme?
  • Wann habe ich schon einmal finanzielle Verantwortung wahrgenommen in meinem Leben und wie habe ich das damals gemacht?

Standpunkt wechseln …

Sehr hilfreich bei Ihrer Standortanalyse kann auch ein Standpunktwechsel sein. Manchmal reicht es, einen Schritt zur Seite zu treten, dreimal tief durchzuatmen und dann die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching bitte ich meine Klientinnen manchmal, mit mir den Platz zu tauschen. Ich ermutige Sie dazu, sich in meine Position zu versetzen und nun aus der Coach-Position die eigenen Probleme zu betrachten. Erstaunlicherweise fällt es dann viel leichter, Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Anschub-Unterstützung oder selber machen?

Zur Standortanalyse gehört natürlich auch eine finanzielle Analyse. Wie hoch sind Ihre Einnahmen und Ausgaben? Wie sieht es mit der Vorsorge und Ruhestandsplanung aus? Wo finden Sie Antworten oder wer kann Ihnen helfen?

Wenn Sie mit finanzieller Verantwortung ohnehin gerade ein Problem haben, ist es fraglich, ob Sie diese Dinge alle selbst und alleine regeln sollten. Vielleicht könnte eine „Anschub-Unterstützung“ in Form von Finanz Coaching oder Ruhestands- und Finanzplanung hilfreich sein. Zum Thema Ruhestandsplanung gibt es demnächst im neuen Vermögen & Zukunft Blog auch noch weitere Informationen.

2. Schritt: Ziele formulieren

Die eigenen Ziele sind sehr maßgeblich und entscheidend für das, was Menschen im Leben erreichen. Das Verrückte an der Sache ist, dass gewisse Ziele nicht bewusst sind. Manchmal sind die wahren Ziele im Unterbewusstsein vergraben . Das kann mit einer verstrickten Geld-Beziehung oder negativen Erfahrungen zusammen hängen. Manchmal sind es negative Glaubenssätze , die unsere wahren Ziele definieren.

Unbewusste Ziele aufdecken

In einem meiner Vorträge meinte mal eine Zuhörerin, Geld sei „ … das Grundübel des Kapitalismus“. Es war nur ein Vortrag und kein Coaching. Deshalb verkniff ich mir die Frage, „Wenn Geld das Grundübel des Kapitalismus ist, wer bist du dann, wenn du Geld hast?“

Sehen Sie das Problem?

Diese Frau hätte als Coach durchaus gerne mehr Geld verdient, aber dann wäre sie sehr schnell in die Nähe des „Grundübels“ gerückt. Davor wollte ihr Verstand sie natürlich schützen. Deshalb ist es wichtig, auch die unterbewussten Ziele aufzudecken.

Viel problematischer finde ich jedoch, dass viele Frauen keine finanziellen Ziele haben. Das höre ich jedenfalls in der Beratung sogar des öfteren. Darin sehe ich eine große Gefahr. Ohne konkrete Ziele können Sie nicht vernünftig für die Zukunft planen. Sie sind viel leichter manipulierbar und damit ein potenzielles Opfer von Finanzbetrügern, wenn Sie nicht wissen, was Sie wollen. Deshalb ist es wirklich wichtig, dass Sie sich mit Ihren Zielen befassen und planen.

Mein 1. Tipp für finanzielle Verantwortung: Schreiben Sie 100 finanzielle Ziele auf. Klick um zu Tweeten

Ich finde das ist eine sehr interessante Übung.  Vor allem ist sie nicht ganz einfach. Ich bin inzwischen bei Ziel Nr. 79 angekommen. Ich will mich aber auch nicht unter Zeitdruck setzen.  🙂 Viel Erfolg dabei!

3.Schritt: Eine Strategie entwickeln

Eine Strategie zu haben, ist immer sinnvoll. Zum einen haben Sie dann einen roten Faden, an dem Sie sich entlang hangeln können. Zum anderen lassen Sie sich nicht so leicht verunsichern.

Mit Gegenwind kalkulieren

Gerade das ist unter Umständen ein wichtiger Aspekt. Es könnte nämlich sein, dass nicht alle Menschen jubeln und „Hurra“ schreien, wenn Sie nun plötzlich Verantwortung übernehmen wollen. Vielleicht war es in der Vergangenheit für andere ganz bequem, dass Sie keine finanzielle Verantwortung übernommen haben. Sie hatten ja in finanzieller Hinsicht keine Ahnung, keine Meinung und vor allem keine Widerworte. Das hat Sie höchst wahrscheinlich zu einer angenehmen und bequemen Zeitgenossin gemacht. Dies würde sich nun ändern. Es könnte also passieren, dass Sie Gegenwind bekommen. Dafür brauchen Sie eine Strategie.

Familien-Finanz-Strategie entwickeln

Andererseits gibt es womöglich auch Menschen, die es sehr begrüßen, wenn Sie nun zukünftig mehr finanzielle Verantwortung übernehmen. Vielleicht ist Ihr Partner oder Ihre Partnerin dankbar, wenn Sie sich endlich ein bisschen mehr interessieren und ein bisschen mehr kümmern. Dann können Sie die Strategie am besten gleich gemeinsam entwickeln. Vereinbaren Sie einen gemeinsamen Termin und lassen Sie sich die Familienbuchhaltung erklären.

2. Tipp für finanzielle Verantwortung: Fragen stellen! Klick um zu Tweeten

Manchmal kann es auch hilfreich sein, mit einer neutralen Person zu reden. Aufschreiben ist ebenfalls hilfreich. Sie können ein Mindmap oder eine To do Liste erstellen. Egal was auch immer Sie tun, Sie sind dann im Prozess. Das ist schon mal ein erster Schritt und vielleicht sogar ein Meilenstein. Weiter so!

4. Schritt: Umsetzung mit der Salami-Technik

Wenn es dann an die Umsetzung geht, kommt die nächste Herausforderung. Ich erlebe oft, dass Klientinnen gerne finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Sie wissen aber einfach nicht, wo sie anfangen sollen. Finanzielle Verantwortung ist ein komplexes Thema, vor allem wenn es neu ist. Dann erscheint der Berg riesengroß und unüberwindbar.

Genau hier kommt nun die Salami-Technik ins Spiel. Versuchen Sie, den großen Haufen an Aufgaben und Herausforderungen in möglichst kleine Teilaufgaben-Scheibchen zu zerkleinern. Je kleiner Ihre Teilaufgaben sind, desto schneller werden Sie bei der Umsetzung Erfolge erzielen.

Mein 3. Tipp für finanzielle Verantwortung: Die Salami-Technik nutzen. Klick um zu Tweeten

Aus meiner Sicht ist es auch immer wieder lohnenswert, ein bisschen herum zu probieren. Sind Sie beispielsweise eher der Haushaltsbuch-Typ und schreiben alles in ein schönes Büchlein oder sind Sie eher der Tabellen-Typ und arbeiten lieber am PC. Ich selbst arbeite seit Jahren mit STARMONEY und habe da viele Regeln und Automatismen installiert, die mir genau diese ungeliebte Arbeit erleichtern. Allerdings erfordert das erst einmal einen relativ hohen Aufwand an Zeit und Arbeit. Doch das lohnt sich aus meiner Sicht.

Ruhestandsplanung und Salami-Technik

Wenn Sie das Thema Ruhestandsplanung allein angehen wollen, müssen Sie Ihre Salami in ziemlich viele Scheiben schneiden. Ich habe im Frühjahr anlässlich eines Finanzworkshops zum Internationalen Frauentag versucht, die Ruhestandsplanung anhand frei verfügbarer Rechentools im Internet zu erstellen. Das habe ich dann den Teilnehmerinnen im Workshop präsentiert. Leider hatte ich die meisten Teilnehmerinnen dann auch nach fünfzehn Minuten verloren.

Schade, aber nachvollziehbar. Es hat mich schließlich Jahre meines Lebens gekostet, mein Wissen zusammen zu tragen. Trotzdem muss ich ständig am Ball bleiben in Sachen Weiterbildung. Kein Fall ist wie der andere und ständig ändern sich die Gesetze. Deshalb empfehle ich Ihnen, gerade beim ersten Mal die Ruhestandsplanung in Auftrag zu geben.

Zusammenfassend würde ich in Sachen Salami-Taktik sagen: Wenn Sie wirklich dauerhaft finanzielle Verantwortung übernehmen wollen, ist es ungemein wichtig, dass Sie sich selber kennen lernen und herausfinden, was Ihnen liegt und Ihrem Typ am meisten entgegenkommt. Dann stehen Ihre Chancen gut, dass es funktioniert und Sie auch durchhalten.

5.Schritt: Controlling

Auch ein funktionierendes Controlling-System gehört zwingend dazu, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Zum einen ist es wichtig, regelmäßig einen Selbst-Check vorzunehmen, um zu schauen was gut und was weniger gut funktioniert. Zum anderen brauchen Sie ein Controlling-System für Ihre Finanzen.

Natürlich ist das regelmäßige Pflegen der Zahlen bereits die halbe Miete. Dann haben Sie meistens schon einen guten Überblick. Doch häufig reicht es nicht, wenn Sie Ihre Zahlen fein säuberlich in Tabellen eintragen, ohne diese zu hinterfragen oder auszuwerten. Außerdem besteht die Gefahr, in eine Art Betriebsblindheit zu geraten. Auch hier heißt es deshalb: Wachsam sein!

Delegieren oder selber machen?

Um die Ruhestandsplanung im Blick zu behalten, müssen Sie in Sachen Controlling einen ziemlich hohen Aufwand betreiben. Durch die ständigen Gesetzesänderungen kann sich ganz schnell eine Lücke in Ihrer Planung ergeben. So wie die Einführung der Rentenbesteuerung oder die Einführung der Krankenkassen-Beitragspflicht für Betriebsrenten für viele Menschen ein tiefer Einschnitt für die Ruhestandsplanung war.

Die Erfahrungen mit meinem Finanz-Workshop haben mir außerdem gezeigt, dass viele Frauen damit schlichtweg überfordert sind. Es ist schwierig, den Bedarf im Ruhestand einzuschätzen. Dazu kommt, dass von der Rente auch noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Das alles einzeln zu berechnen, ist äußerst mühsam.

An die Inflation gewöhnen

Was unser menschliches Gehirn jedoch völlig überfordert, ist die Sache mit der Inflation. Die Vorstellung, was Inflation für Auswirkungen hat und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, ist für das Gehirn eine absolute Überforderung. Wissenschaftler bezeichnen dieses Phänomen auch als „Geldillusion“. Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder und vor allem früh genug, mit den Zahlen auseinander zu setzen. Sie müssen ja nicht selber rechnen. Ich denke, dass das Delegieren in diesem Fall der bessere Weg ist Geben Sie die Finanzmathematik in die Hände einer Expertin.

Damit Sie nun auch richtig durchstarten können, geht es nächste Woche weiter mit der Standort-Analyse. Welche Fragen dabei wichtig sind  und worauf Sie achten sollten, verrate ich im nächste  Blog.

In diesem Sinne viel Erfolg! Bis nächsten Donnerstag 🙂

 

 

Herzlichst
Ihre

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3 strategische Tipps für kluge Finanzentscheidungen

Kluge Finanzentscheidungen zu treffen, ist eine große Kunst. Wir alle treffen tagtäglich und ständig Finanzentscheidungen. Viele von diesen Entscheidungen werden oft sehr schnell getroffen. Bei manchen Finanzentscheidungen lassen wir uns länger Zeit.

Zu den schnellen Finanzentscheidungen gehören häufig Konsumentscheidungen wie  neue Schuhe, Kleidung  oder Fast Food im Supermarkt.

Kennen Sie dieses Gefühl von Reue oder Schuldgefühlen nach einer schnellen und vielleicht falschen Kaufentscheidung?

Bei kleineren Summen ist es noch zu verschmerzen, aber bei größeren kann es richtig weh tun. Bei einer Geldanlage, die zu großen Verlusten oder sogar einem Totalverlust geführt hat, tut es dann richtig weh.

Wie kommen solche Entscheidungen zustande?

Schnelles und langsames Denken – das Dilemma

Der Nobelpreisträger Daniel Kahneman hat bei seinen Forschungen die These vom schnellen und langsamen Denken entwickelt. Das schnelle Denken erfolgt intuitiv, automatisch, emotional und unbewusst. Das langsame Denken dagegen erfolgt anstrengend, logisch, berechnend und bewusst.

Die Gefahr von übereilten Kaufentscheidungen und schlechten Gefühlen, kann deutlich verringert werden, wenn Sie vom schnellen in den langsamen Modus wechseln. Aber das funktioniert nicht wirklich gut, wenn Sie gerade unter Stress stehen und Zeitdruck haben.

Gerade wenn Sie bei Frustkäufen in Stressphasen Wiederholungstäterin sind, kann langsames Denken in solchen Situationen sehr schwierig umsetzbar sein. Es hilft, wenn Sie sich mit den Ursachen befassen und erforschen, wie es immer wieder dazu kommt.

Ist langsames Denken immer der bessere Weg?

Auch langsames Denken ist nicht immer der Königsweg. Die Finanzkrise 2008 war ein drastisches Beispiel dafür. Auch langsam gedachte finanzmathematische Modelle können ins Leere laufen, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Die Welt und insbesondere die Welt der Finanzmärkte ist viel zu komplex, um alle möglichen Entwicklungen vorausberechnen zu können. Ähnlich wie bei der Wettervorhersage, lässt sich eine Entwicklung an den Aktienmärkten oder sogar an den Immobilienmärkten kaum mehr als ein paar Tage vorhersagen.

Wie lösen Sie das Dilemma, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen?

Das Dilemma aufzulösen, ist nicht ganz einfach. Auch Rückfälle sind wahrscheinlich vorprogrammiert. Gerade wenn es um emotionale Entscheidungen und automatisierte Verhaltensmuster geht, wird es ohne langsames Denken und ein bisschen Arbeit auch nicht funktionieren. Wollen Sie sich in Zukunft mit Ihren Finanzentscheidungen behaglicher fühlen und bessere Ergebnisse erzielen? Dann wird sich das langsame Denken nicht vermeiden lassen.

Dazu habe ich ein drei Tipps für Sie:

Tipp 1: Selbstreflexion als Basis für kluge Finanzentscheidungen

Bevor Sie sich mit vielen Informationen und Ratschlägen zum Thema Geld und Finanzen befassen, beschäftigen Sie sich erst einmal mit sich selbst.

  • Was ist   I H N E N   wirklich wichtig in Ihrem Leben und welche Rolle spielt Geld dabei?
  • Was denken Sie über sich – ganz allgemein und speziell in bezug auf Geld?
  • Welche Bedürfnisse befriedigt Geld kurzfristig und welche Funktion erfüllt es bei typischen Verhaltensweisen?
  • Welche Werte sind Ihnen wichtig im Leben und wie stehen diese mit Ihren Finanzen und mit Geld im Einklang?
  • Wie sahen Ihre Erfahrungen mit Geld aus? Wie waren dann Ihre Schlussfolgerungen? Welche positiven oder negativen Vorbilder haben Sie, wenn es um das Thema Finanzen und Geld geht?
  • Wie sehen andere Sie, wenn es um das Thema Geld geht?

Solche Überlegen können sehr hilfreich sein, um sich selbst auf die Schliche zu kommen. Decken Sie Ihre typischen Verhaltensmuster auf und forschen Sie nach den Ursachen.

Auch wenn es manchmal weh tut, kann eine schmerzhafte Erkenntnis oft eine sehr wertvolle Information sein. Fast jeder Mensch hat den ein oder anderen Fleck. Wichtig ist aber, dass Sie sich nicht dafür geißeln oder rechtfertigen, sondern das Optimierungspotential darin sehen. Nur so können Sie alte Verhaltensmuster ändern und kluge Finanzentscheidungen treffen.

Tipp 2: Ziele formulieren und visualisieren

Wie ich in meinem Beitrag über die guten Vorsätze zum Neuen Jahr berichtet habe, sind Ziele sehr wichtig. Sie sollten positiv formuliert, realistisch und vor allem motivierend sein. Je nachdem, was Sie wirklich motiviert und was dann am Ende als Ergebnis stehen kann, stellen Sie Ihrem Gehirn eine Belohnung in Aussicht.

Nach Meinung der Gehirnforscher streben Menschen nach Belohnungen, in dem Sie Ereignisse herbeiführen, die mit positiven Gefühlszuständen verbunden sind. Lösen positive Zahlen auf Ihrem Kontoauszug auch positive Gefühle aus? Wenn nicht, ist es wichtig, Ihre Motive und Bedürfnisse zu erforschen. Was motiviert Sie wirklich? Was macht Sie glücklich und zufrieden?

Sonst besteht die große Gefahr, dass Sie aufgrund des emotionalen „schnellen“ Denkens immer wieder Belohnungskäufe tätigen oder andere emotionale Finanzentscheidungen treffen. Danach ärgern Sie sich und brauchen quasi zum Trost die nächste Belohnung.

Was auch immer Sie als Zielsetzung formulieren, überfordern Sie sich nicht. Planen sie realistische Ziele und planen Sie Teilziele auf dem Weg dorthin, um gegebenenfalls nachjustieren zu können. Bei allem, was Ihr Verstand per se für unerreichbar hält, wird er sonst wahrscheinlich die Vermeidungshaltung einnehmen oder Sie verschwenden viel Zeit für hoffnungslose Unterfangen.

Tipp 3 : Die richtige Strategie

Eine gute Strategie ist eine sehr wertvolle Basis, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen. Ihre Strategie sollte aus möglichst einfachen Regeln bestehen, die einfach, logisch und nachvollziehbar sind. Nur wenn Sie selbst von Ihren Regeln und Ihrer Strategie überzeugt sind, wird es Ihnen auch gelingen, diese umzusetzen.

Zu dieser Strategie kann auch ein passender äußerer Rahmen gehören. Wenn Sie sich nicht gerne um Ihre Finanzen kümmern, kann eine angenehme Atmosphäre hilfreich sein, um das Belohnungszentrum zu aktivieren. Zünden Sie sich doch einfach mal eine Kerze an und kochen Sie sich einen leckeren Tee, bevor Sie den Rechner einschalten oder sich vor die Kontoauszüge und Unterlagen setzen. Das kann manchmal schon Wunder bewirken.

Überlegen Sie sich Alternativen, bevor Sie der nächste Frustkauf befällt. Was könnte sonst noch Ihre Stimmungslage bessern? Was ist realistisch umsetzbar?

Auch bei Ihren Geldanlagen sollten Sie kluge Finanzentscheidungen treffen und sich eine passende Strategie überlegen. Wie sehen Ihre finanziellen Ziele aus und mit welcher Strategie lassen diese sich umsetzen? Mit welcher Verteilung zwischen sicheren und risikoreicheren Anlagen fühlen Sie sich gut? Was schützt Sie für spekulativen Transaktionen oder Panikverkäufen?

Schreiben Sie Ihre Strategie auf und setzen Sie Ihre Unterschrift darunter. Eine Unterschrift steht für Verbindlichkeit und Commitment. Ziel ist es, dass Sie sich selbst und Ihrer Strategie  treu bleiben, auch wenn der Wind mal aus einer anderen Richtung weht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Strategie und kluge Finanzentscheidungen.

Herzlichst
Ihre

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Investition oder Spekulation? – Meine 5 Kriterien für diese wichtige Unterscheidung

Investition oder Spekulation ? – Diese Frage hat sich für mich als ungemein wichtige Entscheidungsgrundlage und Hilfe heraus gestellt.

Warum ist das so wichtig und mit welchen 5 Kriterien entscheide ich das?

Die Mehrzahl der Entscheidungen, die Sie tagtäglich treffen, sind gleichzeitig auch finanzielle Entscheidungen. Oft sind diese Entscheidungen mit einem scheinbaren Nutzen verbunden, der im ersten Moment gar nicht bewusst ist. Manchmal geht es darum, geliebt oder  gemocht zu werden oder um Anerkennung oder einfach nur um Aufmerksamkeit zu bekommen. Das ist finanziell meistens nicht sehr vorteilhaft. Danach kommen häufig Ärger und Frust.

Deshalb ist es wichtig, einen Unterschied zu machen. Dann kann Geld  sogar richtig glücklich machen.

Dazu hatte ich ja im letzten Blog  „Hat Geld Sie schon einmal glücklich gemacht?“ schon geschrieben.

Das wacklige Fundament der Spekulationen

Ich denke, dass Spekulationen sehr verbreitet sind. Gerade Frauen investieren häufig viel Zeit, Arbeit und Energie in Dinge, von denen Sie hoffen, dass andere Menschen Sie zu schätzen wissen.  Häufig sind diese Spekulationen oder Hoffnungen nicht mal bewusst.

Der teure Friseurbesuch in der Hoffnung, ein Kompliment zu erhaschen oder das neue Kleid, das „er“ dann leider nicht einmal bemerkt. Davon lebt die gesamte Kosmetikindustrie.

Auch Fortbildungen werden häufig unter spekulativen Erwägungen gemacht. Es wird darauf spekuliert, dass der Abschluss die Karriere-Chancen verbessert. Doch was passiert, wenn sich die Erwartungen nicht erfüllen? Oft geht die Arbeit nach einer Ausbildung weiter oder dann erst richtig los. Wie geht es Ihnen damit? Sind Sie dann enttäuscht oder ärgerlich? Geben Sie den anderen die Verantwortung oder gar die Schuld dafür? Werfen Sie dann die Flinte ins Korn, weil Sie eine vermeintliche Fehlinvestition getätigt haben?

Genau hier liegt das Problem. Spekulationen werden meist nicht lange durchgehalten, weil dafür die Geduld und der lange Atem fehlen. Bei Spekulationen fehlt in aller Regel eine starke Motivation und vor allem fehlt die Geduld. Deshalb:

Investition oder Spekulation - eine ganz entscheidende Frage Klick um zu Tweeten

Woran erkennen Sie eine Investionen?

Eine wahre Investition wird meistens anders gesehen und betrieben. Es gibt eine starke Motivation und ein starkes Ziel. Dementsprechend ist auch das Durchhaltevermögen größer. Selbstverständlich verläuft das Leben nicht immer geradlinig. Auch wenn Sie aus einer starken Motivation heraus, in sich selbst oder Ihre Zukunft investieren, können Ihnen Rückschläge widerfahren. Doch trotzdem werden Sie sich wahrscheinlich nicht so leicht von diesem Weg abbringen lassen.

So wie Sie eine Ausbildung oder ein Studium als Investition in Ihre Zukunft und in sich selbst sehen sollten, sollten Sie auch eine Finanzentscheidung als Investition betrachten. Ein guter Anfang dabei wäre, dass Sie sich Fragen überlegen:

  • Welches Ziel will ich verfolgen?
  • Wozu soll die Entscheidung mir dienen?
  • Welchen Traum will ich mir erfüllen oder welche Werte will ich dabei verfolgen?

Leider werden jedoch gerade Finanzentscheidungen in der Praxis eher spekulativ betrieben. Es wird darauf spekuliert, dass ein gewisser Ertrag dabei herauskommt und eine bestimmte Rendite erzielt wird. Möglichst sollte auch kein Risiko eingegangen werden. Deshalb erscheint ein garantierter Zins erheblich sicherer als eine Aktieninvestition, denn Aktienkurse können schwanken. Selbst wenn die Zinsen unterhalb der Inflation liegen und das Vermögen ständig an Wert verliert, erscheinen die versprochenen Zinsen sicherer.

Langfristigkeit und Geduld

Egal, ob Sie in eine Ausbildung oder in eine Geldanlage investieren, sollten Sie sich gut überlegen, ob diese Investition zu Ihnen passt. Spiegelt diese Investition Ihre persönlichen Werte wieder? Haben Sie das Durchhaltevermögen, Ihre Zeit, Ihre Arbeitskraft und Energie zu investieren? Wie sieht es mit Ihrer Geduld aus? Inspiriert Sie das Ziel so sehr, dass Sie auch abwarten können, bis sich der Erfolg einstellt?

Eine wahre Investition wird meistens anders gesehen und betrieben als eine Spekulation. Es gibt eine starke Motivation und ein starkes Ziel. Genau deshalb ist auch das Durchhaltevermögen größer.

Es ist schwierig,  gute Finanzentscheidungen zu treffen, wenn Sie nur eine spekulative Absicht dabei verfolgen. Auch wenn Geld Ihre Bedürfnisse befriedigen soll, wie Ihr Bedürfnis nach Sicherheit, Anerkennung oder Unabhängigkeit verfolgen Sie spekulative Absichten. Sie spekulieren darauf, dass Sie sich irgendwann sicher fühlen, wenn Sie genug Geld haben oder wenn Sie kein Geld verlieren. Dabei kann Geld Ihnen die Entscheidungen nicht abnehmen, ob oder wann Sie sich sicher fühlen. Diese Entscheidungen können Sie nur selber treffen. Geld ist dabei nur das Werkzeug.

Meine 5 Kriterien, wie ich Investitionen von Spekulationen trenne

Für mich war es wichtig, mir klare strukturierte Regeln und Grundsätze zu überlegen, wonach ich Investitionen und Spekulationen trennen kann. Egal, ob das eine Investition am Finanzmarkt, eine Fortbildung oder eine Werbemaßnahme ist.

Bei Spekulationen geht es eher um Wetten und Vorhersagen. Wie wird sich der DAX oder der Dow Jones entwickeln? Wann ist der günstigste Einstiegs- und wann der günstigste Ausstiegszeitpunkt? Viele Finanzprodukte funktionieren nach solchen oder ähnlichen Prinzipien. Die Auswahl vieler Finanzprodukte wird häufig ähnlich getroffen, wie Wetten bei Pferderennen. Man schaut sich eine Zeit lang die Pferde und Ihre Erfolge in der Vergangenheit an. Dann setzt man auf sie.

Nun sind Pferderennen zumindest bei uns doch etwas aus der Mode gekommen. Doch bei der Auswahl von Investmentfonds funktioniert es leider häufig noch ganz ähnlich. Fondsmanager werden häufig wie hoch gekürte Rennpferde gefeiert. Leider sind die Erfolge der Vergangen keine Garantie für die Zukunft. Auch Spitzengäule können irgendwann einmal straucheln. In 25 Jahren Anlageberatungspraxis habe ich das schon einige Male erlebt. Deshalb  sind für mich klare Auswahlregeln und Kriterien so ungemein gemein wichtig. Dazu gehören:

1. Eigene Ziele formulieren

Ziele zu haben, ist eine wichtige Voraussetzung, um Investitionen von Spekulationen zu unterscheiden. Wenn Sie sich nur etwas erhoffen, ohne genau zu wissen, wie Sie es erreichen können, handelt es sich meist um eine Spekulation. Es ist manchmal schwierig, sich über die eigenen Ziel klar zu werden. Dabei kann ein Coaching sehr hilfreich sein.

2. Eine Strategie haben

Die Begriff Strategie stammte ursprünglich mal aus Griechen und aus dem militärischen Bereich. Er bedeutete so viel wie Feldherrenkunst.

Vielleicht ist der Begriff Strategie gerade bei Frauen deshalb nicht besonders beliebt. Doch häufig verfolgen auch Frauen klare Strategien, nur sind sie sich über deren Konsequenzen nicht immer bewusst. Viele Strategie werden unterbewusst verfolgt und äußern sich in Selbstsabotage und beim Thema Finanzen in Altersarmut. Wenn Sie unterbewusst die Strategie verfolgen, von anderen geliebt zu werden und deshalb Ihre Ziele vernachlässigen, kann so etwas leicht passieren. Deshalb ist es wichtig, die eigene Strategie zu kennen und zu überdenken.

Um meine Kundinnen im Coaching oder bei der Geldanlage richtig und gut zu beraten, mache ich mir auch über meine eigene Strategie immer wieder Gedanken und überdenke sie immer wieder neu. Gerne unterstütze ich auch Sie dabei.

3. Langfristigkeit

Investitionen sind für mich Anlagen und Engagements jeglicher Art, von denen ich langfristig einen Nutzen, einen Vorteil oder eine gute Rendite erwarte. Haben Sie bei Ihren Entscheidungen auch den Nutzen im Blick, wenn Sie Zeit, Arbeit oder Geld investieren?

Für mich ist diese Frage sehr wichtig, damit ich weiß, ob ich auch das Durchhaltevermögen habe.

4. Werthaltigkeit statt Gewinnchancen

Für mich war Werthaltigkeit schon immer ein wichtiger Aspekt. Werthaltigkeit hat natürlich etwas mit Werten zu tun. Ich schaue mir sehr genau an, was angeboten wird. Egal ob es sich um eine Fortbildung, einen Online-Kurs oder eine Finanzmarktinvestition handelt. Ich schaue auch sehr genau hin, ob dieses Angebot mit meinen Werten überstimmt und ob es mich überzeugt.

Wie sieht es mit Ihren Werten aus und was sind Sie selbst sich wert?

5. Verständlichkeit

Dazu gehören Angebote und  Produkte, die ich selbst verstehe und meinen Kundinnen erklären kann. Das setzt natürlich auch voraus, Dinge überhaupt verstehen zu wollen. Sonst wird der Satz, „Ich verstehe das alles nicht“, zum Vorwand und zum Killerargument.

Gerade Frauen lassen sich bei Finanzentscheidungen leicht mit Scheinargumenten abspeisen, weil sie nicht den Mut haben, kritisch nachzufragen. Trauen Sie sich Fragen zu stellen, wenn Sie ein Angebot nicht verstehen, egal ob es ein Online-Kurs oder eine Finanzanlage ist.  Deshalb: Trauen Sie sich zu fragen oder trauen Sie sich, sich Fragen stellen zu lassen für Ihre  glückliche Geld-Beziehung!

Es ist manchmal schwierig, sich von alten Zöpfen zu verabschieden, wenn die alten Muster und Überzeugungen noch wirken.

Dazu bietet der nächste Geldgeflüster-Workshop in Bremen eine super Gelegenheit.

Ich freue mich, wenn Sie dabei“

In diesem Sinne viel Erfolg bei Ihren Investitionen!

Herzlichst
Ihre

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Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

Weitere Informationen zu Kornelia Rendigs und Kontakt:
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Hat Geld Sie schon einmal glücklich gemacht? – Wie mir diese Frage die Augen geöffnet hat

„Geld macht nicht glücklich“

oder

„Geld allein macht nicht glücklich“,

das sind nicht nur geläufige Redewendungen. Bei vielen Menschen sind es auch tief verwurzelte Glaubenssätze. Ich kann das gut nachvollziehen, denn es gibt Situationen oder Phasen im Leben, da drängen sich diese Glaubenssätze gerade zu auf.

Nach der Finanzkrise 2008, hatte auch ich so meine Zweifel.

Wie konnte es soweit kommen, dass Menschen nur für Geld und noch mehr Geld, das Schicksal anderer Menschen aufs Spiel setzten?

In den USA hatten viele Menschen ihren Job und ihr Zuhause verloren. Die Krise schlug weltweit große Wellen und auch Europa geriet schnell mit in den Sog. Wem konnte ich noch trauen und womit konnte ich selbst noch einen Beitrag leisten? Aus der Finanzkrise wurde eine Sinnkrise und dann eine lange Suche. Heute bin ich angekommen und habe die Antwort gefunden. Doch davon später.

Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?

Ich bin ein großer Fan von Fragen.

Fragen helfen, das Leben und die Menschen besser zu verstehen. Klick um zu Tweeten

Deshalb poste ich auch regelmäßig Fragen zu Geld auf meiner Facebook Fanpage. Letzte Woche kam mir dann diese Frage in den Sinn:


Hat Geld  m i c h  schon mal glücklich gemacht? Ist das nicht eine interessante Frage? Wir wissen doch immer ganz genau, wann und wie Geld uns unglücklich gemacht hat. Und natürlich war dann das böse Geld schuld. 😉 Na ja, oder die anderen.

Aber anders herum gefragt …? Die Frage wird selten gestellt finde ich. Fast so, als ob es unanständig wäre, mit Geld oder wegen Geld glücklich zu sein. Oder sehen wir das Glück nicht so wie das Unglück? Vergessen wir es schneller wieder? Wie geht es Ihnen damit?

Mir fiel jedenfalls sofort die Antwort ein: Ja!

Ich habe während meines Studiums jahrelang mein Kindergeld in einen Investmentfonds eingespart. Da ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnte und mein Studium mit BaföG und Nebenjobs finanzierte, bekam ich von Ihnen das Kindergeld überwiesen. Ich ließ es direkt per Bankeinzug in einen Fonds einfließen. Mein großes Ziel war, irgendwann im Studium ein Auslandspraktikum „ganz weit weg“ zu machen.

Am 4. Oktober 1992 war es soweit. Ich lieferte meine Diplomarbeit ab und sprang in den Zug nach München. Damit begann das größte Abenteuer meines Lebens. Ich untersuchte und recherchierte eine Woche lang, wie deutsche Autos, bis in die kleinste Schraube zerlegt, in riesige Kisten und Container verpackt wurden. Dann verfolgte ich Ihre Reise bis nach Südafrika in die Nähe von Johannesburg. Dort untersuchte und recherchierte ich sechs Monate lang, die Wege von Schrauben, Kotflügeln, Windschutzscheiben, Scheibenwischern, Rädern und Radios. Ich befragte an die 100 Menschen und recherchierte auf dem Werksgelände auf der Suche nach Fehlerquellen, Schwächen und Mängeln.

Glücklich mit Geld – ein großes Abenteuer

Es war eine unglaublich spannende Zeit, denn ein Jahr später wurde Nelson Mandela zum Präsident gewählt. Wir deutschen Praktikantinnen und Praktikanten führten heiße Diskussion mit unseren farbigen und weißen Kollegen über die Zukunft Südafrikas. Einige der farbigen Kollegen waren politisch aktive ANC Mitglieder und wir diskutierten über die Vor-und Nachteile föderalistisch oder zentralistisch organisierter Staaten. Ich lernte viele Menschen und viele Meinungen kennen und erfuhr wie die Jahrzehnte lange Trennung und Unterdrückung der Apartheit ihre Wahrnehmung und ihr Denken geprägt hatte.

Auch wenn dieses Abenteuer letztendlich für meine Karriere nicht entscheidend war, möchte ich die Zeit nie missen. Sie hat meinen Horizont deutlich erweitert und vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Dies alles zu erleben, war für mich wie ein kleines Wunder. Es war allein dem Umstand zu verdanken, dass ich die benötigte Summe Geld für den Flug und die Reise zusammen gespart hatte und dass ich ein klares Ziel vor Augen hatte.

Dieses Geld hat mich sehr glücklich gemacht.

Es gab sicherlich auch noch andere Momente in meinem Leben, in denen Geld mich glücklich gemacht hat. Doch dieser war wohl mit Abstand der herausragendste.

Was hat mich wirklich glücklich gemacht?

Letztendlich war es aber nicht das Geld, das mich glücklich gemacht hat. Es war vielmehr das, was ich mit Geld erreicht hatte. Geld war letztendlich nur das Werkzeug und es war mir sehr dienlich.

Bei negativen Erfahrungen mit Geld sieht die Sache meist anders aus. Wenn wir negative Erfahrungen mit Geld machen, beurteilen wir diese meist auch negativ. Geht es Ihnen nicht auch so? Dann ist es eher unangenehm oder peinlich, darüber zu reden. Dann meldet sich prompt die innere Stimme und sagt: „Wie konntest du nur?“ Meist melden sich danach auch unverzüglich die Stimmen im Außen und fragen: „Wie konntest du nur?“

Wenn wir uns mit Schuld- und Schamgefühlen belasten oder belastet werden, ist es äußerst schwierig die Urheberrolle der finanziellen Ergebnisse zu vertreten. Es ist einfacher, die eigenen Schuld- und Schamgefühle und die Ursachen auf Geld zu projizieren.

Schuld- und Schamgefühle sind finanzielle Erfolgskiller Klick um zu Tweeten

Auch die Familie, der Partner oder die Gesellschaft sind beliebte Projektionsflächen. Es einfacher anderen die Schuld und die Verantwortung zu geben, als bei sich selbst nach Erkenntnissen zu suchen. Das hängt sehr stark mit unserer negativen Fehlerkultur zusammen.

Dabei lernen wir Menschen noch immer am meisten aus unseren Fehlern. Auch die negativen Erfahrungen haben meistens einen Sinn oder eine Aufgabe im Leben. Doch diese erkennen wir Menschen häufig erst viel später und auch nur, wenn wir denn bereit dazu sind.

Der Wert unserer Entscheidungen und unserer Fragen

In meinem Fall hat mir Geld unendlich wertvolle Erfahrungen beschert, die ich nie in meinem Leben missen möchte.

Das Leben ist eine lange Suche. Dazu gehören auch (negative) Erfahrungen mit Geld. Klick um zu Tweeten

Wenn wir diese Suche aufgeben, aus Angst Fehler zu machen oder uns auf etwas Neues einzulassen, dann sind wir vom Leben abgetrennt. Wir sind abgetrennt von der Möglichkeit Erfahrungen zu machen und zu lernen. Es sind die Fragen, die wir uns selbst und anderen stellen, die uns Lebendkeit schenken. Die scheinbaren Antworten, die Überzeugungen, Glaubenssätze und Ideologien dagegen lassen uns abgetrennt erstarren. Es sind vielmehr die Fragen, die uns weiterbringen.

„ Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?“, hat mir wichtige Erkenntnisse beschert. Klick um zu Tweeten

Diese Frage hat mich hinter den Spiegel schauen lassen und meine Erfolge, Erfahrungen und glücklichen Momente wieder zum Leben erweckt. „Was war es wirklich, was mich im Zusammenhang mit Geld glücklich gemacht?“, war dann die nächste logisch konsequente Frage. Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Wann waren Sie schon einmal glücklich mit Geld? Wie kam es dazu? Was konnten Sie daraus lernen?

Das Ende einer Suche

Auch das Ende meiner Sinnkrise und Suche nach der Finanzkrise 2008 war letztendlich eine Frage. Es ist die Frage, die mich heute bewegt, wenn ich Entscheidungen finanzieller und jedweder Art treffe. Es ist auch die Frage, wenn ich meinen Kunden Empfehlungen bezüglich einer Geldanlage oder einer Vorsorge gebe. Es ist außerdem auch die Frage, die mich immer weiter suchen lässt, ähnlich wie ein Wissenschaftlicher ständig auf der Suche ist nach Antworten und Fragen ist.

Für mich lautet die Frage:

Investition oder Spekulation?

Für mich war die Reise nach Südafrika eine Investition in mich und mein Leben. Hätte ich diesen Traum aufgegeben, um schneller, besser oder überhaupt Karriere zu machen, wäre das nur eine Spekulation gewesen. Ich hätte darauf gehofft, einen finanziellen Vorteil aus dem Verzicht auf meinen Traum zu ziehen. So war es eine Investition, für die ich noch heute dankbar bin.

Häufig werden Investitionen getätigt, die eigentlich Spekulationen sind.

Wenn ich von anderen höre, wozu Sie eine Ausbildung oder Fortbildung machen, geht es oft darum, einen Schein zu haben. Wir brauchen Scheine, Abschlüsse und Zertifikate, um bessere Karrierechancen zu haben oder bessere Umsätze zu machen.

Selten geht es dabei um die eigene Weiterentwicklung oder die Suche nach einer Antwort. Als ich meine ersten Coachings, Trainings und die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® machte, ging es mir vor allem um meine Fragen. Nur so konnte ich herausfinden, was mir wirklich für meine Kundinnen und Kunden wichtig erscheint und was mir vor allem für meine Dienstleistung wichtig erscheint. Dazu gehört vor allem die Unterscheidung zwischen Investition und Spekulation.

Wozu Investition?

Investitionen sind für mich Anlagen und Engagements jeglicher Art, die langfristig einen Nutzen haben werden und langfristig eine gute Rendite einbringen. Dazu gehören Produkte, die ich verstehe und meinen Kundinnen erklären kann. Die Empfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die unabhängig von Stories und Verkaufsgeschichten gewonnen wurden und auf langfristigen Untersuchungen basieren. Bei Investitionen gehört immer auch eine gewisse Portion Geduld, Risikobereitschaft und Zuversicht dazu.

So wie Sie eine Ausbildung, Weiterbildung oder ein Coaching als Investition in Ihre Zukunft und ich sich selbst sehen sollten, sollten Sie auch eine Finanzentscheidung als Investition betrachten. Ein guter Anfang dabei wäre, dass Sie sich Fragen überlegen:

Welches Ziel will ich verfolgen? Wozu soll die Entscheidung mir dienen? Welchen Traum will ich mir erfüllen oder welche Werte will ich dabei verfolgen?

Es ist schwierig gute Finanzentscheidungen treffen, wenn Sie nur eine spekulative Absicht dabei verfolgen. Auch wenn Geld Ihre Bedürfnisse befriedigen soll, wie Ihr Bedürfnis nach Sicherheit, Anerkennung oder Unabhängigkeit verfolgen Sie spekulative Absichten.

Sie spekulieren darauf, dass Sie sich irgendwann sicher fühlen, wenn Sie genug Geld haben oder wenn Sie kein Geld verlieren. Dabei kann Geld Ihnen die Entscheidungen nicht abnehmen, ob oder wann Sie sich sicher fühlen. Diese Entscheidungen können Sie nur selber treffen. Geld ist dabei nur das Werkzeug.

Deshalb denke ich heute, dass Geld sehr wohl glücklich machen kann, wenn wir es sinnvoll einsetzen und dabei unsere Werte und Bedürfnisse im Blick haben und natürlich auch ein Ziel. Vielleicht ist dieses Ziel am Anfang nur ein Traum. Manchmal verfolgen wir Menschen unterbewusst aber auch andere Ziele, die nicht darauf abzielen, uns glücklich zu machen. Dann ist es zuerst wichtig, diese unterbewussten Ziele zu ergründen, um neue Ziele zu definieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine sehr erfolgreiche Suche, damit Geld Sie glücklich macht, so wie Sie es nutzen und wie es Ihnen dienlich ist.

Was eine Investion von einer Spekulation unterscheidet und was dies für Ihre Geldanlagen und Finanzentscheidungen bedeutet lesen Sie im nächsten Blog.

Und gegen die lästigen Glaubenssätze und negativen Überzeugungen empfehle ich den nächsten

Geldgeflüster-Workshop – Die inneren Geld-Saboteure überlisten

 

Herzlichst
Ihre

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Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

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Altersvorsorge und Unsicherheit – Vorsicht vor Schlagzeilen

Beim Thema Altersvorsorge gibt es momentan offenkundig eine große Unsicherheit in Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklung. Vor allem der BREXIT und der neue US Präsident Donald Trump spielen dabei eine Rolle. Wenn die Medien dieses Thema aufgreifen, würde ich jedenfalls davon ausgehen.

„Ist die Verunsicherung aufgrund der politischen Entwicklungen berechtigt?“

Dies war vor zwei Woche die erste Frage einer Journalistin, die zu den Themen Altersvorsorge, Geldanlage und Vermögensaufbau schreibt. Sie bat mich als Expertin um meine Meinung und hatte dazu einen kleinen Fragenkatalog vorbereitet.

Eine interessante Frage dachte ich.

Wie kommt es zu einer solchen Frage?

Eine solche Frage impliziert bereits, dass es eine Verunsicherung gibt. Doch wer ist hier verunsichert? Stellen Medien solche Fragen wirklich nur deshalb, weil sich mit negativen Schlagzeilen gutes Geld verdienen lässt? Gibt es bereits repräsentative Umfragen dazu? Oder liegt hier vielleicht eine Projektion seitens der Berichterstatterin vor?

Die eigene Verunsicherung und die allgemeine Verunsicherung – schwierig zu trennen

Es ist sicherlich schwierig das eine vom anderen zu trennen, die eigene Verunsicherung und die der anderen. Wer über Verunsicherung in Anbetracht der aktuellen Entwicklung schreibt, geht dabei unter Umständen von der eigenen Verunsicherung aus. Mit verallgemeinernden Fragen wird dann die eigene Unsicherheit auf andere Menschen projiziert und selbstverständlich angenommen, dass es nun allen anderen genauso geht.

Menschen neigen häufig zu solchen unbewussten Projektionen. Das gilt selbstverständlich auch für Finanzberaterinnen. Doch daran liegt auch eine große Gefahr, denn die eigene Überzeugung muss nicht zwangsläufig auch die der anderen sein.

Gefährliche Schlagzeilen – Vorsicht Ansteckungsgefahr

Wenn solche Projektionen im Rahmen der Berichterstattung erfolgen, können sie in der Tat eine große Verunsicherung auslösen. Ein Phänomen, das wir inzwischen tagtäglich erleben. Wenn plötzlich das Thema Verunsicherung verstärkt in den Schlagzeilen auftaucht, kann das eine gewisse Ansteckungsgefahr mit sich bringen. Wer bisher noch nicht verunsichert war, wird es nun sicherlich bald sein. Denn wenn plötzlich die Verunsicherung in allen Schlagzeilen auftaucht, dann muss wohl etwas dran sein. Das ist die Macht der Worte und natürlich die Macht der Medien.

Doch ist das hilfreich? Ich denke eher nicht, denn diese Verunsicherung führt vielfach dazu, dass einige Menschen nun gar nichts mehr für Ihre Altersvorsorge tun. Andere reagieren mit Kurzschluss- und Panikreaktionen. Verunsicherung ist leider keine gute Basis für vernünftige Finanzentscheidungen. Es ist wichtig, mit den veränderten Bedingungen umgehen zu lernen und wieder zu akzeptieren, dass diese Welt nicht berechenbar ist. Nicht jede Entwicklung ist vorhersehbar.

Börsenprognosen und andere gefährliche Schlagzeilen

Wir wissen nicht, wie sich die Präsidentenwahl oder der BREXIT auf unsere Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau auswirken werden. Jede Prognose ist nichts weiter als Spekulation. Auch wenn sich Wirtschafts- und Kapitalmarkt-Experten nun vielleicht auf den Schlips getreten fühlen, sind ihre „Börsenprognosen“ letztendlich nicht viel mehr wert als ein Blick in die Glaskugel. Die Wettervorhersagen für die kommenden drei Tage sind inzwischen sehr viel zuverlässiger als die Börsen-Prognosen. Trotzdem würde niemand einen Wetterbericht für die kommenden 365 Tage erwarten.

Bei Aktienkursen sieht das anders aus. Obwohl die wenigsten Prognosen letztendlich zutreffen, werden Finanzexperten immer noch wie Götter gehandelt. Das ist ziemlich absurd. Es ist viel wichtiger, dass Menschen lernen, Börsenbewegungen zu akzeptieren und eine gewisse Robustheit gegenüber den Auf- und Ab-Bewegungen zu entwickeln. Wer seinen Sommerurlaub an der Nordsee verbringt, erwartet auch nicht jeden Tag schönes Wetter. Viel wichtiger ist doch, dass die richtige wetterfeste Kleidung im Koffer ist, damit der Strandspaziergang auch bei Regen und Wind stattfinden kann.

Das Universum der Möglichkeiten erschließen

Wir wissen heute auch noch gar nicht wie sich die Präsidentenwahl in den USA auswirken wird. Vielleicht ist da jemand angetreten um die Grundwerte der größten Wirtschaftsnation der Welt auf den Prüfstand zu stellen. Unter Umständen könnte aber irgendwann eine in ihren Grundwerten gestärkte Nation daraus hervorgehen, die sich auch nicht scheut der Finanzindustrie Grenzen zu setzen. Das könnte dann auch für uns in Deutschland oder für die ganze Welt eine neue demokratisch tolerante Basis ermöglichen. Wer weiß? All das ist im Moment nicht vorhersehbar. Ebenso wenig ist die Entwicklung der Aktienmärkte absehbar. Wichtig ist vor allem, dass wir alle unseren Anteil dazu beitragen, damit es in eine gute Richtung geht, die für alle Menschen von Vorteil ist.

Verunsicherung, Risiko und Chance

Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen verunsichert sind. Allerdings erlebe ich diese Verunsicherung schon seit einigen Jahren. Da kommen viele Gründe zusammen, wie Sorgen um den Arbeitsplatz oder vor der Altersarmut. Der expandierende Niedriglohnsektor oder das ständig sinkende Rentenniveau fördern natürlich die Verunsicherung.

Vor allem Frauen sind betroffen. Da meine Kundinnen überwiegend weiblich sind, kenne ich diese Sorgen und Ängste. Viele Frauen mussten in der Familienphase die Berufstätigkeit zurückstellen, weil Kinderbetreuungsmöglichkeiten fehlten. Seitens der Kommunen und Gemeinden wurde die Notwendigkeit einer Frauen-Erwerbstätigkeit nicht gesehen und nicht befürwortet. Nach der Änderung des Unterhaltsrechts 2008 hatte das für viele Frauen schlimme Auswirkungen. Das Thema Altersarmut wird nun immer präsenter. Die vielen Niedriglohnjobs und Teilzeitstellen geben Menschen zudem gar nicht mehr die Möglichkeit, Rücklagen für das Alter zu bilden und für den Ruhestand vorzusorgen. Die Lebensbedingungen haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert und die meisten Menschen vor allem auch die Politiker haben noch nicht gelernt, damit umzugehen.

Neue Chancen für neue und alte Werte

Die allein auf den Werten der Freiheit des Individuums und vor allem der wirtschaftlichen Freiheit der Unternehmen beruhenden politischen Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte zeigt uns nun deutlich die Grenzen auf. Wenn durch Technik und Digitalisierung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, ist nicht mehr jedes einzelne Individuum finanziell in der Lage, mit Arbeit seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Selbstverständlich sorgen dann solche Vorkommnisse wie aktuell in den USA oder wie der BREXIT zusätzlich für Verunsicherung und Besorgnis. Vor allem die immer stärker werdenden rechtpopulistischen und nationalistischen politischen Tendenzen sind ein berechtigter Anlass zur Sorgen.

Doch gerade dies ist vielleicht auch eine große Chance. Nur dadurch dass die Sorgen und die Verunsicherung deutlich spürbar sind, merken auch Politiker, dass es allerhöchste Zeit wird, einen Richtungswechsel vorzunehmen. Auch Menschen, die sich schon lange Zeit nicht mehr für Politik interessiert hatten, werden plötzlich wieder wachgerüttelt und merken, wie wichtig Ihnen demokratische Rechte und die unantastbare Menschenwürde sind. Vielleicht kann das die oft beklagte Demokratiemüdigkeit wiederbelegen und ungeahnte Kräfte freilegen zum Wohl aller und dann vielleicht sogar zum Wohl unserer Altersvorsorge. Es liegt an uns!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Kraft für eine gute Entwicklung

 

Herzlichst
Ihre

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Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

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Ziele, Zahlen oder gute Vorsätze?- Warum Sie 2017 die Wunschfee einladen sollten

Der Jahresbeginn ist traditionell die Zeit der guten Wünsche für andere und der guten Vorsätze für uns selbst. Geht es Ihnen auch so?

Vorsätze, Ziele, Zahlen, Planungen, To Do-Listen und viel Arbeit

Eine Buchhalterin bei der Arbeit im Büro mit Taschenrechner

Beginnen Sie selbst das Jahr auch wie viele andere Menschen mit guten Vorsätzen, Zielen und Planungen? Gerade die Selbstständigen kennen es zur Genüge. Am Jahresanfang wird gebrütet, kalkuliert und gerechnet.  Kaum eine Zeitschrift oder ein Blog, die sich nicht mit dem Thema befassen. Es ist irgendwie zur Routine geworden, das Jahr mit guten Vorsätzen zu beginnen und hohe Ziele zu setzen. Zumindest höher müssen sie sein, als die vom letzten Jahr es waren. Oft sind die Zielvorgaben für das neue Jahr lineare Fortschreibungen der Zahlen des alten Jahres. Sie sind in aller Regel ein Ausdruck des Schneller, Höher, Weiter und des allgegenwärtigen Wachstumsgedanken, der allem zugrunde liegt.

10 % Umsatzsteigerung, 10 % mehr Kunden, 10 % Prozent Fettabbau, 10 % Muskelbaufbau, dreimal pro Tag Gemüse……

Ist das nicht ziemlich demotivierend?

Gute Wünsche nur für die anderen

Grukarte - Neujahr 2017Die guten Wünsche zum neuen Jahr bekommen immer die Anderen. Aber auch die guten Wünsche an die Lieben, an Freunde, Verwandte und Kollegen sind meist knapp und auf die ersten drei Tage beschränkt. Wer ab Mitte Januar noch gute Wünsche zum neuen Jahr ausspricht oder versendet, wird manchmal schon schief angesehen. Zumindest empfinde ich das so. Doch was ist eigentlich danach mit den Wünschen?

Was ist aus Ihren Wünschen geworden?

Im Kindesalter haben die meisten kleinen Menschen noch viele Wünsche. Oft sind diese Wünsche phantasievoll und manchmal sogar magisch. Meistens haben diese Wünsche auch noch gar nicht so viel mit Geld zu tun. Manche Wünsche sind mit Geld zu realisieren und viele eben nicht. Kinder wünschen sich oft ganz wundervolle Dinge, wie Frieden für alle Menschen oder Zeit mit ihren Eltern und glückliche Momente. Leider lehrt das Leben sie dann häufig, dass die Erfüllung solcher Wünsche oft an Wunder grenzen und welche große Rolle das Thema Geld im Leben der großen Menschen spielt. Manche Eltern haben wenig Geld und deshalb wenig Zeit für Ihre Kinder. Manche Eltern haben viel Geld und können viele Wünsche ihrer Kinder erfüllen, aber sie haben trotzdem wenig Zeit.

Child relaxing on the beach against sea and sky background. Summer vacation and travel concept

So lernen Kinder dann mit der Zeit, ihre Wünsche einzuschränken. Vielleicht haben Sie als Erwachsene dann das Wünschen ganz verlernt. Es ist, als ob sie dann als Erwachsene einen Deckel auf dem Kopf und ein Zwangskorsett tragen. Doch sind Wünsche wirklich nur Kinderkrankheiten?

Magie der Wünsche als Keimzellen der Visionen

Viele Menschen, die im Leben etwas Großartiges vollbracht haben und glücklich und erfolgreich waren, haben sich ihre Wünsche bis ins Erwachsenenalter erhalten. Wünsche sind oft die Keimzellen großer Innovationen. Nicht selten steckten hinter wegweisenden Erfindungen ziemlich phantastische Wünsche, wie beispielsweise der Wunsch fliegen zu können oder zum Mond zu reisen. Auch in finanzieller Hinsicht ist der Erfolg bei vielen Menschen von einem Wunsch oder einem Traum beseelt, den sie sich im Leben erfüllen möchten.

Wiederbelebungsversuche für Ihre Wünsche

Gerade nach längeren schwierigen Phasen oder wiederholten finanziellen Rückschlägen ist es sehr schwierig, sich die Fähigkeit zum Wünschen erhalten zu können. Viele Wünsche werden aufgegeben, weil der bekannte Weg auch der vermeintlich sichere Weg ist. Wer würde heutzutage schon einen sicheren Arbeitsplatz aufgeben, um sich in das Abenteuer einer beruflichen Selbstständigkeit zu stürzen, wenn dieses Abenteuer allzu ungewiss ist? Wer würde Wünsche oder Träume hegen, die mit einem recht bescheidenen Einkommen nicht realisierbar sind?

Doch manchmal kann es durchaus lohnend sein, dass Sie Ihre Wünsche ein wenig wiederbeleben. Oft ist es nur der Deckel auf dem Kopf oder die scheinbare Sicherheit, die Ihre Wünsche wie hinter Gardinen verschwinden lassen haben. Solche Gardinen können Wünsche leicht als Spinnereien erscheinen lassen. Warum schreiben Sie im Rahmen Ihrer Jahresplanung nicht auch einfach mal wieder eine Wunschliste. Was spricht dagegen?

Von der Wunschfee lernen

Im Finanz Coaching frage ich meine Kundinnen und Kunden oft, ob ich Ihnen eine ungewöhnliche Frage stellen darf. Wenn Sie bejahen, bitte ich Sie, sich vorzustellen, dass in der folgenden Nacht eine gute Fee im Traum erscheint und Ihnen einen sehnlichen Wunsch erfüllt. Dann frage ich sie, was am nächsten Morgen anders ist und woran sie dies bemerken würden.

lost tooth child dressed as tooth fairy with gifts and money

Es ist immer wieder beeindruckend und spannend, welche Schilderungen und Beschreibungen dann kommen. Es ist auch eindrucksvoll, wie sich plötzlich die private oder berufliche Situation verändert hat oder welche Problemlösungen plötzlich auftauchen.

Gerade letzte Woche sagte eine Kundin am Ende des Coaching Gesprächs lachend: „Na da bin ich ja gespannt, wann die gute Fee jetzt kommt.“ Sie hatte gerade zuvor innerhalb von 45 Minuten ein sehr umfassende Konzept präsentiert, eine umfangreiche Liste mit Aktivitäten entwickelt und außerdem auch für sich selbst noch einige Vorsorgemaßnahmen formuliert, um in stressigen Zeiten gut für sich zu sorgen. Ich war mal wieder fasziniert und tief beeindruckt, welches Potential allein die Vorstellung von der guten Fee freigesetzt hatte.

Egal ob die gute Fee nun erscheint oder nicht, sie hat in jedem Fall schon einiges bewirkt. Vieles, was vorher noch unmöglich oder sehr diffus erschien, war hinterher plötzlich sehr viel klarer und strukturierter.

Laden Sie für 2017 die gute Wunschfee ein

Vielleicht kann auch bei Ihnen die gute Wunschfee Ihre schlummernden Potentiale oder Talente wecken. Laden Sie doch die gute Fee einfach mal ein und machen Sie vorher eine Wunschliste. Sie sollten aber vorher einen Wunschtest machen. Denn nur, wenn Ihnen Ihre Wünsche wirklich am Herzen liegen und Sie auch bereit sind, selbst etwas dafür zu tun, macht die Sache wirklich Sinn. Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn der gewünschte Zielzustand bereits eingetreten wäre. Woran würde Sie es bemerken? Was wäre anders als jetzt? Welche Vorboten der Wunscherfüllung gab es schon mal früher in Ihrem Leben? Was können Sie davon jetzt noch nutzen oder wieder aktivieren?

Es ist wirklich manchmal fasziniert, was solche Gedankenspiele und Fantasiereisen freisetzen können und welche Tatkraft aus Ihnen erwächst.

Was die Wunschfee gar nicht mag

Es gibt auch Wünsche, die die gute Wunschfee nicht erhört. Das sind Wünsche, die Ihnen nicht wirklich am Herzen liegen und bei denen Sie selbst nichts zur Erfüllung beitragen. Manche Menschen leben in der Hoffnung, es wird schon irgendwie alles gut gehen. Wenn ich diese Menschen beobachte, habe ich den Eindruck, dass Sie mit ihrem Verhalten der Wunschfee eher entgegenarbeiten. Das, was diese Menschen tun und das, was sie sagen, spricht dann nicht dieselbe Sprache. So etwas mag die Wunschfee leider gar nicht. Dann weiß sie nicht, woran sie ist. Also prüfen Sie Ihre Wünsche gut.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wundervolle Wünsche für 2017
und ein wundervolles Abenteuer mit der guten Wunschfee

 

Herzlichst
Ihre

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Geld und Emotionen – Wie bringen Sie Bankkonto und Emotionskonto in Einklang?

Geld und Emotionen gehören zusammen wie Licht und Schatten, denn Geld ist nunmal ein sehr emotionales Thema. Das wurde lange Zeit völlig außer Acht gelassen. Die Ökonomen gingen davon aus, dass der Mensch ein rational handelndes Wesen ist: der Homo Oeconomicus. Bei diesem modellhaften Wesen ging man davon aus, das er stets  rational, kalkuliert und am Nutzen orientiert auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist.

Die Realität wurde dabei außen vor gelassen. Aber die Realität sieht nun mal anders aus. Menschen handeln nicht immer rational. Wobei sich auch die Frage stellt: Was ist überhaupt rational? Das kann sich je nach Erkenntnisstand und gesellschaftlichem Meinungsbild relativ schnell ändern.

Der Fühler und der Denker

Optimist vs PessimistIm wesentlichen gibt es in jedem von uns zwei Komponenten: einen Fühler und einen Denker. Das ist ein Team, das sich mit verschiedenen Methoden wechselseitig Ergebnisse liefert. Der Körper ist er für den Fühler zuständig. Er macht die Gefühle oder auch Emotionen genannt. Das Gehirn lässt sich eher dem Denker zuordnen. Es liefert die Erklärungen. Beide funktionieren jedoch nicht unabhängig voneinander. Sie arbeiten wechselseitig und die Unterschiede lassen sich nicht immer eindeutig fassen.

„Sei doch nicht so emotional“

wtüendDa in unserer Kultur der Denker als wertvoller und wichtiger bewertet wird als der Fühler, werden Gefühle zu einer unwichtigen Privatsache erklärt, die man nicht so ernst nehmen sollte. Sie leben in einer Zeit, in der die linke Hirnhemisphäre favorisiert wird. Deshalb füttern Sie diese wahrscheinlich mit immer mehr Wissen, Daten, Fakten, Informationen und Bewertungen. So werden Sie dann mehr und mehr zur Datenträgerin.

„Sei doch nicht so emotional“ oder „du bist aber emotional“,  damit kann man Sie verunsichern zurückweisen oder Ihre Worte infrage stellen.  Es wirkt vielleicht auf Sie, als ob Sie bei einer unanständigen Tat erwischt worden wären. Sie interpretieren womöglich: „So darf ich nicht sein. Das ist nicht richtig. Dann mag man mich nicht.“ Die mögliche Konsequenz: Sie versuchten nach außen, so wenig Gefühlsregungen wie möglich zu zeigen. Unter Umständen nehmen Sie Ihre Gefühle irgendwann selbst nicht mehr wahr.

Sind Geldgefühle esoterisch?

chinese-coins-167824_640 (1)Beim Thema Geld und Finanzen ist das Missverhältnis besonders ausgeprägt. Als ich vor einigen Jahren einen Vortrag über die emotionale Seite des Geldes und seine psychoaktive Wirkung gehalten habe, kam im Anschluss eine Zuhörerin auf mich zu und fragte:

„Machen Sie jetzt auch in Esoterik?“

„Interessant“,  dachte ich, wie fremd  die Vorstellung geworden ist, dass das Thema Geld und Emotionen zusammen hängen.  Doch gerade das Thema Geld hat sehr viel mit Gefühlen zu tun und das ist auch relativ einfach nachvollziehbar.

Das emotionale Konto

Eine Frau mit offenen Rechnungen hat viele Schulden. Arbeitslosigkeit und Privatkonkurs

Stellen Sie sich einfach vor, Ihr emotionales Konto funktioniert so ähnlich wie ihr Bankkonto. Es gibt dabei eine Plus-Seite und eine Minus-Seite. Es gibt außerdem auch Eingänge und Ausgänge. Beim Bankkonto ist die Währung in Euro oder Dollar. Bei ihrem emotionalen Konto ist die Währung Gefühlseinheiten.

Genau wie auf Ihrem Bankkonto, gibt es  praktisch immer nur ein Ergebnis: Entweder ist ihr Konto im Plus oder ihr Konto ist im Minus. Dieses Ergebnis erzeugt dann eine bestimmte Gefühlsregung oder Befindlichkeit. Dieser Zustand ist sogar anhand Ihrer körperlichen Reaktionen messbar. Dabei lassen sich Unterschiede in Ihrer Pulsfrequenz Ihrer Hauttemperatur oder ihrer im Körper befindlichen Hormone messen.

Im Plus-Zustand erleben sie etwas deutlich anderes als im Minus- Zustand. Das macht den Unterschied. Auf ihrem emotionalen Konto wird auf der Plus-Seite Erfolg gesammelt. Sie haben die gewünschten Ergebnisse. Sie erleben das, was in Ihrer Absicht lag und was sie sich gewünscht haben. Deswegen fühlen Sie sich gut.

Auf der Minus-Seite geht es immer um Defizite. Es geht um Mangel und unerfüllte Bedürfnisse. Sind Sie im Minus, ist das ein Handlungssignal. Die biologische Aufgabe wäre dann, etwas zu tun,  um diesen Mangel auszugleichen. Wie auch beim Bankkonto geht häufig schneller etwas vom Konto runter, als dass es aufgefüllt wird. Ausgeben ist leichter als Einnehmen.

Wenn Bankkonto und Emotionskonto nicht im Einklang sind

Probleme entstehen, wenn Ihr emotionales Konto und ihr Bankkonto nicht in die selbe Richtung laufen. Die Buchungen erfolgen dann nicht auf derselben Seite. Ein Eingang auf der Plus-Seite ihres Bankkontos kann auf Ihrem emotionalen Konto auf der Minus- Seite verbucht werden.

Wie kann das passieren?

Geld und Emotionen - Mädchen mit TaschengeldNehmen wir einmal beispielhaft an,  Sie wären ein Kind und hätten zum ersten Mal in Ihrem Leben Taschengeld bekommen. Sie würden sich vielleicht fürchterlich darüber freuen, nun endlich Taschengeld bekommen zu haben. Dementsprechend würden Sie diese Erfahrung ganz enthusiastisch auf der Plus-Seite als Erfolg und positives Erlebnis buchen. Ihr Körper würde auf diesen Erfolg mit den emotionalen Signalen Zufriedenheit und Freude reagieren und die entsprechenden Hormone ausschütten.

Bei einem anderen Kind könnte dieselbe Erfahrung zu einer ganz anderen Reaktionen führen. Wenn alle anderen Kinder in der Schule erheblich mehr Taschengeld bekommen oder wenn sich dieses Kind einem Geschwisterteil gegenüber benachteiligt fühlt, kann es sein, dass dieser Geldeingang auf der Minus-Seite des emotionalen Kontos gebucht wird. Geld und Emotionen können also je nach Interpretationen ganz unterschiedlich bewertet werden.

Wie „alte Buchungen“ auf dem Emotionskonto das Bankkonto beeinflussen

sparschwein_rissDas Fatale an den Buchungen auf dem emotionalen Konto liegt darin, dass diese Buchungen im Gehirn abgespeichert werden. Das ist von der Evolution so vorgesehen, damit Menschen Lerneffekte erzielen können, in dem sie sich vor zukünftigen negativen Gefühlen schützen. Dementsprechend kann es sein, dass auch im Erwachsenenalter Eingänge auf dem Bankkonto irgendwie komische negative Gefühle erzeugen.

Da negative Gefühlserfahrungen  zu einer Vermeidungshaltung führen, werden zukünftige Buchungen auf der Plus-Seite des Bankkontos wahrscheinlich eher vermieden als angestrebt werden.

Noch fataler daran ist, dass diese Vermeidungshaltung oft gar nicht bewusst und die eigentliche Ursuche oft nicht mehr bekannt ist.

Was also tun?

Controlling auf dem Emotionskonto

Um die Ergebnisse auf dem Bankkonto zu ändern, ist es hilfreich erst einmal Controlling auf dem Emotionskonto vorzunehmen. Dabei werden die Fehlbuchungen der Vergangenheit gesucht. Das Ziel dabei ist, Umbuchungen auf dem Emotionskonto vorzunehmen, um zukünftig positive Gefühle zu erzeugen und die Vermeidungshaltung zum Positiven zu verändern.

Das hört sich jetzt ganz einfach an, ist es aber leider in der Praxis nicht immer. Je nachdem wie stark die negativen Gefühle in der Vergangenheit waren, sträubt sich der Körper nämlich im wahrsten Sinne mit Händen und Füßen.

Das erfordert ein behutsames Vorgehen und manchmal auch die Unterstützung anderer.

Kalkulation auf dem Emotionskonto

Wie Sie nach erfolgreichem Controlling in Sachen Emotionskonto nun die nächsten Schritte planen und sich dabei auch entsprechend motivieren, dazu habe ich im letzten Blog  „5 Tipps, damit es nicht „so schwer sein muss“ mit den Finanzen“ schon einige Hinweise gegeben.

Für die Umsetzung finden Sie außerdem Anregung im Beitrag „Die 10 wichtigsten Schritte um Durchblick bei Ihren Finanzen zu bekommen“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viele positive Buchungen auf der Plus-Seite!

Herzlichst
Ihre

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Feng Shui für die Finanzen

Aufräumen und Entrümpeln

buddha-611566_640Umzüge sind bekanntlich eine gute Gelegenheit für das Ausmisten und Entrümpeln. Und während ich so mit dem Umräumen und Einräumen vor, während und nach meinem Büro-Umzugs beschäftigt war, fiel mir auch prompt ein Büchlein wieder in die Hand mit dem Titel „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston.

Das passte haargenau und das Happening auf dem Recyclinghof an einem sonnigen Samstag morgen war total befreiend.

Was für materielle Dinge gilt, sollte natürlich auch genauso für die Finanzen gelten. Denn gerade nach einem Umzug ist so manches überflüssig oder anpassungsbedürftig. Also machte ich mich auch gleich noch in diesem Punkt an die Arbeit. Eine alte Hausratversicherung, die teurer war als die neue mit doppelt so hoher Fahrrad-Diebstahl-Deckung, zwei überflüssige Tagesgeldkonten, die sowieso keine Zinsen mehr bringen und ein paar anderer Verträge fielen der Entrümpelungsaktion zum Opfer.

Ein wirklich erhebendes Gefühl!

Aller Anfang ist schwer

Chaotischer ArbeitsplatzAm Anfang der Feng Shui-Finanz-Entrümpelungsaktion steht meistens erstmal die Papierkram-Entrümpelung. In zwanzig Jahren Finanzberatung habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass allein das Sortieren und Abheften von Versicherungs-, Bank- und Depotunterlagen doch sehr viele meiner Kundinnen und Kunden vor einige Probleme stellte. Da wird das Ausmisten, Loslassen und Entsorgen „gefühlt“ ganz schnell zum existenziellen Sicherheitsrisiko.

In den Briefkästen finden sich oft Pakete mit Beitragsrechnungen durchmischt von Werbeangeboten für neue Versicherungen, Änderungen der Geschäftsbedingungen, Online-Nutzungsbedingungen, Versicherungsbedingungen und so weiter und so fort.

„Sicherokratie“ bis zur Orientierungslosigkeit: Warum weniger manchmal mehr ist

In unserem modernen Staat, in dem jede Sicherheitslücke durch noch mehr Bürokratie und damit auch Papierkram geschlossen werden muss, wird aus der staatlich auferlegten „Sicherokratie“ für Bürgerinnen und Bürger leicht Orientierungslosigkeit.

Wenn Sie also Unsicherheit verspüren hinsichtlich dessen, was Sie aufheben müssen und was Sie getrost entsorgen können, holen Sie sich lieber fachlichen Beistand, bevor Sie gänzlich den Überblick verlieren.

Kein Grund für Schamgefühle

meditation-338446_640Auf alle Fälle besteht kein Grund dazu, Schamgefühle zu entwickeln. Denken Sie immer daran, dass große Banken und Versicherungen gut daran verdienen, Sie in Unsicherheit und Unwissenheit zu halten und deshalb viel dafür tun, diesen Zustand zu erhalten. Auch die Politik trägt leider nur sehr wenig dazu bei, dass Finanzkonzerne das viele „Kleingedruckte“ im Sinne der Barrierefreiheit lesbar und verständlich gestalten. Und dabei auch noch etwas Papier einsparen, um unsere Umwelt zu schonen.

Ich frage mich in letzter Zeit oft, wer den Kundinnen und Kunden bei diesen Aufgaben zukünftig beistehen wird, wenn alles nur noch „online“ und „direkt“ abläuft. Ich – für mein Teil – sitze jedenfalls doch recht häufig mit meinen vor allem älteren Kundinnen beisammen und sortiere, erkläre und unterstütze beim Entrümpeln. Also trauen Sie sich! Fragen Sie Ihre Finanzvermittler, Banker und Berater. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es ja auch noch die Honorarberater und die Verbraucherschützer. Die werden Sie gerne dabei unterstützen. Es ist sicherlich sinnvoll für einen guten Rat, mal etwas Geld zu investieren, um sich anschließend gut aufgeräumt mit Durchblick und wahrscheinlich dann auch sicherer zu fühlen.

Und nun an’s Eingemachte

chinese-coins-167824_640 (1)Nachdem Sie erfolgreich Ordnung geschaffen und den formalen Papierkram ausgemistet haben, steht der nächste Schritt an: Feng Shui für Ihre Finanzen

Finanz- und Vorsorge-Entscheidungen werden meistens situativ und bezogen auf bestimmte Lebensphasen und Lebenssituationen getroffen. Manche wurden sogar von anderen, von den Großeltern oder Eltern getroffen und wie ein vererbter Ballast mitgeschleppt. Das können Unfallversicherungen, Lebensversicherungen oder Sparverträge sein, die Ihre Eltern mal in jungen Jahren für Sie abgeschlossen haben und die Sie nun weiter bedienen. Manchmal machen solche Dinge gar keinen Sinn mehr oder entsprechen überhaupt nicht Ihren Vorstellungen und Ihren Werten.

Von den Erblasten befreien

Ich selbst habe in jungen Jahren eine solche Erfahrung gemacht, als ich nach dem Tod meiner Großmutter ein Aktienpaket erbte. Als ich einer Intuition folgend die Aktien verkaufen wollte, bekam ich von meiner Familie zu hören: „ Du kannst doch das Erbe deiner Großmutter nicht verhökern!“ Der Niedergang des Handelsunternehmens Coop entpuppte sich dann Ende der achtziger Jahre laut Presse als größter Wirtschaftskrimi der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und damit war Omas Erbe futsch.

lotus-978659_640Deshalb kann es sinnvoll sein, mit solchen Erblasten aufzuräumen. Da diese Erblasten manchmal gar nicht bewusst sind, muss die Finanz-Feng Shui-Aktion unter Umständen erstmal im Inneren beginnen. Dazu kann ein Finanzcoaching hilfreich sein.

Manchmal sind es auch nur ganz banale Dinge. Eine Kundin hatte quasis die Unfallversicherung von ihren Eltern geerbt. Da diese auch immer noch den Beitrag zahlten, wollte sie auch nicht daran rühren. Als ich bei der Versicherungsgesellschaft nachfragte, erfuhr ich, dass es sich noch immer um den Kindertarif handelte und sie gar keinen Versicherungsschutz mehr hatte. Man hätte die Versicherung umstellen können, aber darüber mochte sie auch nicht mit ihren Eltern reden. Also redete ich erst einmal länger mit ihr, bis sie dann mit ihren Eltern redete.

Das können schon mal sehr schmerzhafte Prozesse sein, die finanziellen Erblasten zu entrümpeln. Karen Kingsten schreibt in Ihrem Feng Shui Buch über den geerbten Krempel:

buddha-167966_640„Von wem auch immer Sie ihn bekommen haben, nun ist derjenige in der geistigen Welt, wo es keine Anhaftung an das Materielle und keinen Krempel mehr gibt! Deshalb werden die Verstorbenen Ihr Bedürfnis verstehen, ihn loszuwerden.“

Ich bin überzeugt, das gilt für den finanziellen Krempel mindestens genauso. Also dürfen Sie nun das Vermächtnis Ihrer Vorfahren als Grundsteinlegung und Ermächtigung ansehen, um erfolgreich Ihr eigenes Ding zu machen.

Das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston ist bei rororo erschienen. Außerdem empfehle ich unbedingt auch Karens Blog.

In diesem Sinne:

Viel Erfolg bei Ihrer
Finanz-Feng Shui-Frühjahrs-Entrümpelungs-Aktion!

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

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