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Finanzielle Ziele für Ihren finanziellen Erfolg – Die 5-Schritte-Strategie

Befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren finanziellen Zielen? Oder finden Sie das überflüssig und viel zu anstrengend?

Erfahrungen zeigen, dass Menschen erfolgreicher sind, wenn Sie klare finanzielle Ziele vor Augen haben.

Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
Johann Wolfgang von Goethe

Warum sind finanzielle Ziele so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Städtereise in die Stadt Ihrer Träume machen. Würden Sie sich ohne Vorbereitung ins Auto oder in den Flieger setzen?

Würden Sie in der Stadt Ihrer Träume ohne Reiseführer, Stadtplan oder App und vor allem ohne konkrete Ziele so einfach losmarschieren?

Genau das passiert bei finanziellen Angelegenheiten leider häufig. Bei vielen Menschen reicht der finanzielle Planungshorizont gerade noch für die nächste Urlaubsreise. Bei der Ruhestandsplanung und beim langfristigen Vermögensaufbau versagt dann aber das System. Das liegt daran, dass Ihr Autopilot namens Mr.  Unterbewusstsein schlichtweg überfordert ist. Denn darauf hat die Evolution ihn nicht vorbereitet.

Bei der Ruhestandsplanung ist Ihr Autopilot Mr. Unterbewusstsein leider völlig überfordert. Klick um zu Tweeten

Leider gilt das für Frauen sehr viel stärker als für Männer. Die Gender Investment Gap die weibliche Investment-Lücke – und die Gender-Retirement-Gap – die weibliche Rentenlücke – sind vor allem deshalb Frauen-Themen, weil Frauen sich nicht genug kümmern. 

Warum für Frauen der finanzielle Weg ohne Ziel  in die Altersarmut führt

Sich nicht zu kümmern, rächt sich dann im Alter. Noch nie seit 1949 waren so viele Frauen von Altersarmut betroffen wie heute. Viele Frauen erkennen erst zu spät, dass die Ehe längst kein Versorgungskonzept mehr ist. Nach der Scheidung offenbart sich dann, wie sehr sie ihre eigene Selbstvorsorge vernachlässigt haben.

Auch wenn Sie heute noch glücklich verheiratet sind, ist es sinnvoll den Plan B in der Tasche zu haben und seine Zahlen zu kennen. Auch dazu werden wir in den nächsten Wochen noch kommen.

Deshalb lade ich Sie herzlich ein, mich in den kommenden Wochen bei der finanziellen Zielplanung zu begleiten.

Die folgende 5-Schritte-Strategie wird Ihnen dabei als Leitfaden den Weg aufzeigen, wie Sie sinnvoll strategisch das Thema angehen können.

Ich freue mich über Ihre Anregungen und Kommentare, um diese Strategie zukünftig noch weiter verbessern zu können.

Laden Sie doch einfach Ihre beste Freundin oder Ihre Kollegin auch noch ein. Dann haben Sie in den nächsten Wochen eine Gesprächs- und Motivationspartnerin.

Los geht’s!

 

1. Schritt: Machen Sie sich Ihre Motive bewusst, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie bei der Planung  Ihrer finanziellen Ziele Ihre Grundmotive nicht mit im Boot haben, kann die Umsetzung später ziemlich anstrengend werden.

„Geld motiviert mich nicht.“ Diesen Satz habe ich von Frauen schon so häufig gehört. Meistens kam dann schon bald im nächsten Satz. „Ach wenn ich doch nur ein bisschen mehr Geld hätte …“

Solche Sätze decken innere Widersprüche auf. Für Ihren  finanziellen Erfolg bleibt da leider nicht viel  Raum. Sicherlich ist finanzieller Erfolg nicht für alle Menschen gleichermaßen motivierend. Dann muss geschaut werden, wie beides irgendwie miteinander vereinbart werden kann.

Deshalb  sollten Sie wissen, was Sie wirklich motiviert. Dann können Sie Ihre finanziellen Ziele und Motive aufeinander abstimmen. Sonst wird die Umsetzung Ihrer finanziellen Ziel leicht zum inneren Kampf ausarten.

Holen Sie für die finanzielle Ziel-Planung Ihre Motive mit ins Boot! Klick um zu Tweeten

Da Motive bei der finanziellen Zielplanung eine so wichtige Rolle spielen, werden wir uns noch intensiv damit befassen.  Wir schauen, wie Sie Klarheit über Ihre Motive finden und wie Sie diese nutzen können.

2. Schritt: Identifizieren Sie Ihre Geldsaboteure und Zielkonflikte

Auch wenn wir es oft nicht wahr haben wollen: Nicht alle tollen Ziele sind wirklich so toll, wenn wir sie erstmal erreicht haben. Vieles, was auf den ersten Blick erstrebenswert wirkt, ist es dann unter Umständen doch nicht. Wenn Sie sich aus einem rein finanziellen Antrieb für einen Beruf entschieden haben, der Ihnen wenig Freude bereitet, kann das auf Dauer sehr anstrengend sein.

Gute Ziele, schlechte Ziele - Untersuchen Sie zuerst Ihre inneren Zielkonflikte. Klick um zu Tweeten

Das gilt besonders, wenn Ihre finanziellen und sonstigen Ziele gar nicht Ihre eigenen sind. Oftmals handelt es sich um fremdbestimmte Ziele. Diese wurden von dritter Seite, also von den Eltern der Familie oder dem sozialen Umfeld geprägt.

Oftmals existieren solche fremdbestimmten Ziele in Ihrem Unterbewusstsein, ohne dass Sie dies merken. Es ist oft erschreckend, wie solche fremdbestimmten Ziele bei manchen Menschen bis ins Hohe Alter unbewusst verankert sind. Der Neurowissenschaftler Allen Snyder hat einmal den Satz geprägt:

Das Bewusstsein ist nur eine PR-Aktion Ihres Gehirns, damit Sie glauben, Sie hätten auch noch was zu sagen.

Allan Snyder

Bevor Sie also in die Ziel-Planungsphase starten, empfehle ich Ihnen deshalb, erst eine kleine Ziel-Expedition zu unternehmen.  Dazu bekommen Sie von mir Tipps, wie Sie mit hilfreichen Fragen wertvolle Erkenntnisse erzielen und Ihren Sabotage-Zielen auf die Schliche kommen können.

3. Schritt: Stellen Sie sicher, dass Ihre finanziellen Ziele mit Ihren Werten vereinbar sind

Manche Werte sind mit finanziellem Erfolg scheinbar nicht vereinbar. Zumindest schlussfolgert das Unterbewusstsein dies möglicherweise. Oft sind wir uns darüber nicht im Klaren. Wir merken nicht, wie wichtig uns bestimmte Werte sind und wie wir unseren finanziellen Erfolg damit verhindern.

Was hat Ihr Gerechtigkeitssinn womöglich mit Ihrer Geldbeziehung zu tun?

An dieser Stelle könnten Sie bereits auf die ersten Unstimmigkeiten treffen. Ist Gerechtigkeit ein hoher Wert für Sie? Was sagt es dann über Sie aus, wenn Sie mehr Einkommen erzielen als Ihre beste Freundin oder Ihre eigenen Eltern? Ließe sich das mit Ihrer Moralvorstellung noch vereinbaren?

Gerechtigkeit ist ein wichtiges aber auch schwieriges Thema. Es hat viele verschiedene Facetten. Deshalb ist es notwendig, die Vielfältigkeit dieser Idee von Gerechtigkeit im Blick zu haben . Vor allem ist wichtig, welche Konsequenzen Ihr Gerechtigkeitssinn für Ihre Geldbeziehung hat. Könnten Sie mit einer Stiftung oder regelmäßigen Spenden für mehr Gerechtigkeit sorgen? Wie sieht es mit anderen Werten aus? Sind Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft ebenfalls hohe Werte für Sie? Was könnten Sie tun, um eine Vereinbarkeit herzustellen, ohne gegen Ihre Werte zu verstoßen?

Warum es für Frauen schwierig ist,  finanzielle Ziele mit den eigenen Werten zu vereinbaren

Gerade Frauen fällt es im Hinblick auf ihre Werte immer noch schwer, finanzielle Ziele zu formulieren. Die weiblichen Tugenden waren traditionell Bescheidenheit, Sittsamkeit, Fleiß und Tugendhaftigkeit. Frauen hatten vorrangig für die Werte und Ziele Ihrer Männer zu sorgen, aber nicht für ihre eigenen – schon gar nicht finanziell. Das steckt noch immer in den Hinterköpfen. Deshalb gehört auch eine gewisse soziale Risikobereitschaft dazu, eigene finanzielle Ziele zu realisieren.

4. Schritt: Überprüfen Sie Ihre Visionen und Lebensziele bevor Sie finanzielle Ziele formulieren

WENN DAS LEBEN KEINE VISION HAT, NACH DER MAN STREBT, NACH DER MAN SICH SEHNT, DIE MAN VERWIRKLICHEN MÖCHTE, DANN GIBT ES AUCH KEIN MOTIV, SICH ANZUSTRENGEN.

(Erich Fromm)

Um wirklich nachhaltig an seinen Zielen arbeiten zu können und motiviert zu bleiben, ist es wichtig, das große Ganze im Leben zu sehen.

Wer keine Träume hat und sein Big Picture nicht kennt, wird wahrscheinlich auch nicht sehr motiviert sein, die selbst gesetzten finanziellen Ziele zu verwirklichen. Dabei geht es absolut nicht nur um Geld. Ich meine „Erfolg“ im ganzheitlichen Sinne. Arbeit und Geld sind dabei nur ein Bestandteile.

Gerade für Frauen ist es schwierig, solche Visionen zu entwickeln. Das stelle ich immer wieder in meinen Workshops fest. Traditionell waren Frauen in die passive Rolle als Hausfrau und Mutter gedrängt. Die Realität hat sich jedoch gravierend verändert. Nur das Unterbewusst hat dies noch längst nicht verinnerlicht.

Also warten Sie nicht auf Ihr Unterbewusstsein und nehmen Sie die Sache selber in die Hand. Dafür gibt es in diesem Blog noch einige Anregungen zur Entwicklung Ihrer Lebensvisionen.

 

5. Schritt: Formulieren Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen

Damit auch die Umsetzung Ihrer Ziele eine realistische Chance hat, gibt es auch dabei einige Aspekt zu beachten. Wie schon erwähnt können Ihre finanziellen Ziele mit anderen Lebenszielen konkurrieren. Das können sowohl Ziele sein, die Ihnen bisher nicht bewusst waren. Das können aber durchaus auch Ziele sein, die Ihnen sehr wohl bewusst sind.

Wenn Sie sich ein hohes Umsatzziel setzen, das nur mit mehr Arbeit und größerem Zeitaufwand zu realisieren ist, kann das unweigerlich mit anderen Zielen im Lebensbereich Familie und Partnerschaft oder sogar im Bereich Vitalität und Gesundheit kollidieren. Deshalb ist es unerlässlich die finanziellen Ziele im Gesamtkontext zu sehen.

Ein anderer Aspekt ist die Verbindlichkeit oder das Commitment, das Sie Ihren Zielen entgegenbringen. Beschränken Sie sich nicht auf vage Formulierungen ohne Zahlen oder Zeitvorgaben. Dann kann sich Ihr Unterbewusstsein sehr bequem ein kleines Hintertürchen offen halten. Damit das Formulieren Ihrer finanziellen Ziel auch von Erfolg gekrönt wird, gibt es auch dazu noch einen Extra-Beitrag im Blog.

Haben Sie konkrete Fragen zur finanziellen Zielplanung?
Welche Schwierigkeiten und Hürden gibt es für Sie?
Wäre eine geschlossene Facebook-Gruppe als geschützter Ort für einen intensiven Austausch für Sie interessant?
Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft?

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Finanzielle Standortanalyse: Wie Ihnen diese 23 Fragen bei der finanziellen Verantwortung helfen

Die finanzielle Standortanalyse ist der erste und wichtigste Schritt, um finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Finanzielle Verantwortung klingt ja erst einmal nicht so prickelnd. Doch es lohnt sich. Sowie Sie mehr finanzielle Verantwortung übernehmen, ändert sich plötzlich ganz viel.

Sie können Einfluss nehmen auf Ihr finanzielles Geschick und Ihrer finanziellen Zukunft eine Richtung geben. Sie haben ab jetzt selbst das Steuer in der Hand. Auch in stürmischen Zeiten können Sie aktiv eingreifen und müssen nicht wie eine Matrosin passiv unter Deck sitzen bleiben. Ich bin immer wieder total begeistert, wenn ich sehe, welche Veränderungen bei meinen Kundinnen passieren, wenn Sie plötzlich finanzielle Verantwortung übernehmen.

Wollen Sie wirklich ran an das Thema? Mit allem was dazu gehört?

Dann möchte ich Sie zu diesem Schritt wirklich beglückwünschen. Super!

Was Ihnen finanzielle Verantwortung bringt

Es lohnt sich, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen.  Wenn Sie Single sind, dann haben Sie sowieso nicht die Wahl. Da funktioniert das Delegieren nur sehr eingeschränkt. 😉

In der Partnerschaft sieht es anders aus. Viele Frauen schrecken immer noch sehr vor finanzieller Verantwortung zurück. Sie delegieren diese lieber an den Partner oder an die Partnerin. Dabei zahlt es sich für beide Partner aus, wenn auch beide finanzielle Verantwortung übernehmen. Sie können dann auf Augenhöhe über das Thema Geld verhandeln. Mit partnerschaftlichen Vereinbarungen und Verträgen können Sie Ihr Commitment zum Ausdruck bringen. Solche Vereinbarungen geben Ihnen weit mehr Sicherheit als nur die Hoffnung: „Es wird schon alles gut gehen.“

Um welche Bereiche geht es bei der finanziellen Verantwortung?

Es geht bei der finanziellen Verantwortung nicht nur darum, höhere Einnahmen zu erzielen. Das ist eigentlich nur der erste Schritt. Es dreht sich um alle sechs wichtigen Bereiche:

  • Ihr Finanzielles Mindset
  • Ihre Einnahmen
  • Ihre Ausgaben
  • Sparen
  • Investieren
  • Kontrollieren

Wie sieht der erste Schritt aus?

Die finanzielle Standortanalyse ist der erste und wohl wichtigste Schritt. Bei der finanziellen Standortanalyse geht es darum, überall mal nachzuschauen – also auch wieder in allen sechs Bereichen. Das ist wichtig, denn ohne diese Analyse können Sie nicht herausfinden, was sich in der Vergangenheit bewährt hat oder eben nicht.

Jetzt kommt neben Kassensturz und Vermögensanalyse auch das finanzielle Mindset wieder ins Spiel. Denn bessere finanzielle Ergebnisse sind häufig ohne Verhaltensänderungen und neue Denkweisen kaum möglich.

Dazu möchte ich mir einen ersten Tipp erlauben:

1. Tipp zur finanziellen Standortanalyse: Seien Sie gnädig mit sich selbst! Klick um zu Tweeten

Im Finanz Coaching erlebe ich immer wieder wie streng meine Kundinnen mit sich selber sind. Natürlich kenne ich das von mir selbst auch. 😉 Schließlich bin ja auch in ein Frau. 😉

Doch gerade diese Strenge, die Selbstvorwürfe und Verurteilungen werfen Sie meilenweit zurück. Sie hemmen Ihr Potenzial und blockieren Ihre Kreativität.

Warum positive Fragen für die finanzielle Standortanalyse hilfreich sind

Stattdessen ist es hilfreicher, positive Fragen zu stellen oder sich stellen zu lassen. Statt zu fragen: „Warum habe ich das wieder nicht geschafft?“, könnten Sie fragen. „Wann habe ich es schon mal geschafft?“ und „Wie habe ich es damals hinbekommen“. „Was hat mir damals geholfen?“

2. Tipp : Positiv fragen: „ Wann ist es mir schon mal gelungen?“ Klick um zu Tweeten

In dem Moment ist Ihre Kreativität in Sachen Problemlösung erwacht und entfacht. Genau deshalb geht es bei der finanziellen Standortanalyse auch hauptsächlich um Fragen. Fragen regen zum Nachdenken an. Sie können viel Kreativität und Potenzial freisetzen. Vor allem können Fragen festgefahrene Denkstrukturen auflockern und das konstruktive Denken wieder in den Fluss bringen.

Als Anregung für Ihre finanzielle und mentale Standortanalyse habe ich beispielhaft die folgenden 23 Fragen zusammengestellt:

23 hilfreiche Fragen für die finanzielle Standortanalyse

1. Frage: Was motiviert Sie noch im Leben außer Geld?

Für Frauen ist Geld eher selten eine echte Antriebskraft aus meiner Erfahrung. Für Frauen zählen häufig andere Motivationen, wie Hilfsbereitschaft oder Gemeinschaft. In diesen Fällen stellt sich eher die Frage, wie Sie Ihre wahre Motivation zu Geld machen können. Wie lässt sich das eine mit dem anderen sinnvoll verbinden.

Es gibt einige hilfreiche Instrumente, um die eigene Motivation und die inneren Antriebskräfte zu ergründen. Manchmal reicht es auch schon aus, mit Menschen zu sprechen, die Sie wirklich gut kennen. So ein ehrlich gemeinter Spiegel kann das Selbstbild manchmal gerade rücken und äußerst erkenntnisreich sein.

2. Frage: Welche Werte sind Ihnen wirklich wichtig im Leben?

Manchmal sind die eigenen Werte nicht wirklich bewusst und können in finanzieller Hinsicht eher hinderlich sein. Wenn Ihnen „Gerechtigkeit“ ein hoher Wert ist, finden Sie es vielleicht unterbewusst sogar verwerflich, mehr Geld als andere Menschen einzunehmen. Sie haben möglicherweise ein schlechtes Gewissen dabei und einen inneren Zielkonflikt.

Dann ist es ganz wichtig noch mal darüber nachzudenken, wie Sie Gerechtigkeit definieren. Wie könnten Sie mit einem höheren Einkommen vielleicht sogar einen wichtigen Beitrag für mehr Gerechtigkeit leisten?

3. Frage: Welche Ziele haben Sie in der Vergangenheit verfolgt?

Auch für Ziele gilt, dass Sie nicht immer bewusst sind. Manche Menschen sabotieren ihren eigenen finanziellen Erfolg, um sich an ihren Eltern zu rächen. Klingt schräg, kommt aber gar nicht so selten vor. Manche Frauen wollen ihren Müttern beweisen, dass sie als „Nur-Hausfrauen“ die besseren Mütter und die besseren Ehefrauen sind. Da gibt es wirklich die unglaublichsten unterbewussten Ziele. Darum lohnt es sich wirklich immer mal wieder hinzuschauen.

4. Frage: Wie sieht es mit Ihrem Durchhaltevermögen und Ihrer Selbstkontrolle aus?

Wer hat bei Ihnen die Vorherrschaft, die „innere Macherin“ oder die „innere Planerin“?  Handeln Sie eher spontan oder überlegen Sie bei finanziellen Themen ganz in Ruhe? Wie sieht es mit Spontankäufen aus? Lassen Sie sich leicht verführen?

5. Frage: Wie sieht es mit Ihrem Sparverhalten aus?

Sparen Sie regelmäßig oder nur, wenn am Monatsende etwas übrig bleibt? Setzen Sie sich Ziele beim Sparen und planen sie für den Ruhestand?

6. Frage: Was könnten inspirierende Ziele für Sie sein?

Was inspiriert Sie und würde finanziellen Erfolg für Sie lohnenswert machen? Wie würden Sie Ihren Ruhestand verbringen, wenn Sie sich das finanziell leisten könnten?

7. Frage: Was könnte Ihnen helfen, diese Ziele umzusetzen?

Ziele spielen eine wichtige Rolle bei der finanziellen Standortanalyse. Deshalb werde ich im Blog demnächst noch ausführlich dazu schreiben.

8. Frage: Wann ist es Ihnen schon einmal gelungen, erfolgreich finanzielle Ziele zu erreichen und was hat Sie dabei inspiriert oder angetrieben?

Welche Erkenntnisse und Erfahrungen haben Sie in Ihrer Gedächtnis-Schatzkiste und wie können Sie diese nutzen? Wie können Sie Ihre Erinnerungen an Erfolge der Vergangenheit wieder aktivieren, um sich zu motivieren?

9. Frage: Wie sieht Ihre Einnahmen-Ausgaben-Bilanz aus?

Das ist für viele ein leidiges Thema. Wie sieht es bei Ihnen aus? Was könnte Sie motivieren, um sich damit auseinander zu setzen? Wie könnten Ihnen Zahlen wieder Spaß machen? Ein wichtiges Thema zu dem es im nächsten Blog weitere Infos gibt.

10. Frage: Welche Änderungen wünschen Sie sich in Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz?

Wenn Sie sich mit Ihrer Einnahmen- Ausgaben-Bilanz befassen, kann es passieren, dass Ihnen die Ergebnisse nicht besonders gefallen. Leicht stellen sich dann unangenehme Gefühle ein und Selbstvorwürfe. Um nicht in den Frust-Modus zu geraten, ist es jetzt wichtig ganz schnell wieder nach vorne zu schauen.  Auch wenn es im Moment vielleicht absurd klingt, wie wünschen Sie sich den Zielzustand? Schreiben Sie am besten alle Änderungswünsche auf. Wenn sich dann der innere Kritiker meldet und verkündet, „Das schafft du doch sowieso nicht.“, dann antworten Sie ihm doch einfach mal ganz entscheiden: „Deine Meinung ist jetzt nicht gefragt.“

11. Frage: Was möchten Sie an Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz verändern?

Jetzt wird es etwas konkreter als bei der Frage 10. Es geht um Maßnahmen, also darum ins Handeln zu kommen.  Welche ersten Schritte wollen Sie unternehmen? Wo wollen Sie Prioritäten  setzen? Welche Ausgaben wollen Sie reduzieren? Wie wollen Sie das Thema Sparen oder Investieren angehen? Wie könne Sie größere Projekte mit Hilfe der Salamitechnik in kleine Scheibchen-Aufgaben verwandeln?  Frei zitiert nach Erich Kästner heißt es nun: Es gibt nichts Gutes außer frau tut es … 😉

12. Frage: Wie sieht es mit Ihrer Ruhestandsplanung aus?

Das ist inzwischen bei der finanziellen Standortanalyse ein wichtiges Thema geworden. Haben Sie sich mit dem Thema schon auseinander gesetzt ? Haben Sie schon einen Überblick? Bis wann wollen Sie sich einen Überblick verschaffen oder wen wollen Sie damit beauftragen?

13. Frage: Wer kann Ihnen bei der finanziellen Standortanalyse Ihre Fragen beantworten oder Sie beraten?

Gibt es Menschen im Freundes- oder Familienkreis, die Ihnen weiterhelfen oder Ihnen eine Expertin empfehlen können? Haben Sie im Internet recherchiert oder schon Kontakt aufgenommen? Was ist Ihnen der Rat einer Expertin wert? Wie viel Zeit und Arbeit wollen Sie investieren, um sich zu informieren?

14. Frage: Was hindert Sie konkret, sich mit dem Thema Finanzen zu befassen?

Wenn Sie die Situation oder Ihr Verhalten ändern möchten, ist die finanzielle Standortanalyse eine gute Gelegenheit. Sie können Ihre inneren Geldsaboteure entlarven. Das sind negative Glaubenssätze und Überzeugungen über Geld oder sich selbst.

15. Frage:  Wie könnten Sie diese „Hinderungsgründe“ ändern?

Manchmal hilft es bereits, die Hinderungsgründe aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching tausche ich manchmal die Stühle mit meinen Klientinnen. Um Lösungen zu suchen und Veränderungen einzuleiten, ist es wichtig nach vorne zu schauen. So können Sie gedanklich die vermeintlichen Hindernisse schon mal aus dem Weg zu räumen.

16. Frage:  Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an das Thema Geld denken?

Nehmen Sie Ihre Gefühle ernst oder verdrängen Sie diese? Jetzt ist der richtige Moment, um bei der finanziellen Standortanalyse noch einmal in sich zu gehen. Wenn Ihre Erfahrungen mit Geld immer wieder negative Gefühle auslösen, empfiehlt es sich, Unterstützung zu suchen. Manchmal reichen schon zwei oder drei Finanz Coaching Sitzungen, um die Geld-Beziehung nachhaltig zu verbessern. Manchmal reicht sogar schon, sich darüber bewusst zu werden.

17. Frage: Wie möchten Sie sich in Zukunft fühlen, wenn Sie an das Thema Geld denken?

Gefühle haben großen Einfluss auf unser Verhalten. Die Vorstellung positiver Gefühle hat starke motivierende Kraft und wird beim Coaching gerne angewendet, um in einen positiven Lösungsmodus hinein zu gelangen.  Probieren Sie es doch mal aus!

18. Frage: Was könnte Ihnen helfen, sich beim Thema Finanzen sicherer zu fühlen?

Gerade Frauen fühlen sich beim Thema Finanzen oft unsicher. Nutzen Sie die finanzielle Standortanalyse, um sich ein Gefühl der Sicherheit zu verschaffen. Was braucht es, damit Sie sich sicher fühlen? Wie könnte Ihnen das auch beim Thema Finanzen gelingen?

19. Frage: Wann haben Sie sich schon einmal sicher gefühlt

Wann gab es schon Situationen, in denen Sie sich sicher gefühlt haben und wie haben Sie das damals gemacht? Was können Sie jetzt bei Ihrer finanziellen Standortanalyse davon anwenden? Was können Sie zukünftig nutzen für gute Finanzentscheidungen?

20. Frage:  Welche Rolle hat Geld dabei gespielt, als Sie sich schon einmal sicher gefühlt haben?

Falls Sie sich gerade in einer Phase der Unsicherheit befinden, ist es wichtig die Erinnerung an eine sichere Zeit zu vergegenwärtigen. Das hilft Ihnen, wieder einen kühlen Kopf und einen klaren Durchblick zu bekommen.

21. Frage: Wie sieht Ihr Wunschtraum-Zielzustand am 31.12.2017 aus, wenn Sie ab heute finanzielle Verantwortung übernehmen?

Was könnte Sie so sehr inspirieren, dass Sie in Sachen Verantwortung Ihr Kommitment geben und sich auch noch auf einen festen Termin festlegen würden? Ist Ihnen das Thema finanzielle Verantwortung inzwischen so wichtig, dass Sie es wagen?

22. Frage: Wie sieht ihr finanzieller Zielzustand am 31.12.2022 aus?

Für die langfristige Entwicklung ist es gut, wenn Sie auch langfristige Ziele vor Augen haben. Trauen Sie sich und verlassen Sie die Komfortzone. Am Anfang kostet es Überwindung. Später belohnt sie der Erfolg.

23. Frage: Wie und womit haben Sie rückblickend am 31.12.2022 diesen Zielzustand erreicht?

Können Sie sich vorstellen, Sie hätten gerade eine Zeitreise gemacht und würden jetzt zurück blicken? Wie haben Sie es hingekriegt, Ihre Ziele zu erreichen? Was hat Ihnen geholfen? Was wollen Sie davon in nächster Zeit nutzen?

 

Die Liste mit Fragen für die finanzielle Standortanalyse ließe sich unendlich fortsetzen. Wichtig ist, dass Sie sich die relevanten Fragen aussuchen, die für Sie persönlich wichtig sind. Genauso gehe ich im Finanz Coaching vor.

Auch hier gilt: Gehen Sie dabei bitte rücksichtsvoll mit sich selber um! Überfordern Sie sich nicht gleich mit 100 Fragen. Vorsicht auch vor der Perfektionismus-Falle. Stattdessen könnten Sie es wieder mal mit der Salamitechnik probieren. Immer schön scheibchenweise!

Das Wichtigste bei Ihrer finanziellen Standortanalyse ist, dass Sie Spaß dabei haben. Wenn ein solches Unterfangen den Charakter einer Strafarbeit hat, wird es schwer gelingen.

Im nächsten Blog-Beitrag geht es um die finanziellen Ziele. Lesen Sie, wozu Ziele wichtig sind, wie Sie Ziele erfolgreich definieren und worauf es ankommt bei der Festlegung Ihrer Ziele. Ich freue mich,  wenn Sie wieder dabei sind. Auch über Ihre Erfahrungen, Anregungen oder Kritik im Kommentar, würde ich mich wirklich freuen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreich finanzielle Standortanalyse und Spaß bei der finanziellen Verantwortung.

Herzlichst
Ihre

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3 strategische Tipps für kluge Finanzentscheidungen

Kluge Finanzentscheidungen zu treffen, ist eine große Kunst. Wir alle treffen tagtäglich und ständig Finanzentscheidungen. Viele von diesen Entscheidungen werden oft sehr schnell getroffen. Bei manchen Finanzentscheidungen lassen wir uns länger Zeit.

Zu den schnellen Finanzentscheidungen gehören häufig Konsumentscheidungen wie  neue Schuhe, Kleidung  oder Fast Food im Supermarkt.

Kennen Sie dieses Gefühl von Reue oder Schuldgefühlen nach einer schnellen und vielleicht falschen Kaufentscheidung?

Bei kleineren Summen ist es noch zu verschmerzen, aber bei größeren kann es richtig weh tun. Bei einer Geldanlage, die zu großen Verlusten oder sogar einem Totalverlust geführt hat, tut es dann richtig weh.

Wie kommen solche Entscheidungen zustande?

Schnelles und langsames Denken – das Dilemma

Der Nobelpreisträger Daniel Kahneman hat bei seinen Forschungen die These vom schnellen und langsamen Denken entwickelt. Das schnelle Denken erfolgt intuitiv, automatisch, emotional und unbewusst. Das langsame Denken dagegen erfolgt anstrengend, logisch, berechnend und bewusst.

Die Gefahr von übereilten Kaufentscheidungen und schlechten Gefühlen, kann deutlich verringert werden, wenn Sie vom schnellen in den langsamen Modus wechseln. Aber das funktioniert nicht wirklich gut, wenn Sie gerade unter Stress stehen und Zeitdruck haben.

Gerade wenn Sie bei Frustkäufen in Stressphasen Wiederholungstäterin sind, kann langsames Denken in solchen Situationen sehr schwierig umsetzbar sein. Es hilft, wenn Sie sich mit den Ursachen befassen und erforschen, wie es immer wieder dazu kommt.

Ist langsames Denken immer der bessere Weg?

Auch langsames Denken ist nicht immer der Königsweg. Die Finanzkrise 2008 war ein drastisches Beispiel dafür. Auch langsam gedachte finanzmathematische Modelle können ins Leere laufen, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Die Welt und insbesondere die Welt der Finanzmärkte ist viel zu komplex, um alle möglichen Entwicklungen vorausberechnen zu können. Ähnlich wie bei der Wettervorhersage, lässt sich eine Entwicklung an den Aktienmärkten oder sogar an den Immobilienmärkten kaum mehr als ein paar Tage vorhersagen.

Wie lösen Sie das Dilemma, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen?

Das Dilemma aufzulösen, ist nicht ganz einfach. Auch Rückfälle sind wahrscheinlich vorprogrammiert. Gerade wenn es um emotionale Entscheidungen und automatisierte Verhaltensmuster geht, wird es ohne langsames Denken und ein bisschen Arbeit auch nicht funktionieren. Wollen Sie sich in Zukunft mit Ihren Finanzentscheidungen behaglicher fühlen und bessere Ergebnisse erzielen? Dann wird sich das langsame Denken nicht vermeiden lassen.

Dazu habe ich ein drei Tipps für Sie:

Tipp 1: Selbstreflexion als Basis für kluge Finanzentscheidungen

Bevor Sie sich mit vielen Informationen und Ratschlägen zum Thema Geld und Finanzen befassen, beschäftigen Sie sich erst einmal mit sich selbst.

  • Was ist   I H N E N   wirklich wichtig in Ihrem Leben und welche Rolle spielt Geld dabei?
  • Was denken Sie über sich – ganz allgemein und speziell in bezug auf Geld?
  • Welche Bedürfnisse befriedigt Geld kurzfristig und welche Funktion erfüllt es bei typischen Verhaltensweisen?
  • Welche Werte sind Ihnen wichtig im Leben und wie stehen diese mit Ihren Finanzen und mit Geld im Einklang?
  • Wie sahen Ihre Erfahrungen mit Geld aus? Wie waren dann Ihre Schlussfolgerungen? Welche positiven oder negativen Vorbilder haben Sie, wenn es um das Thema Finanzen und Geld geht?
  • Wie sehen andere Sie, wenn es um das Thema Geld geht?

Solche Überlegen können sehr hilfreich sein, um sich selbst auf die Schliche zu kommen. Decken Sie Ihre typischen Verhaltensmuster auf und forschen Sie nach den Ursachen.

Auch wenn es manchmal weh tut, kann eine schmerzhafte Erkenntnis oft eine sehr wertvolle Information sein. Fast jeder Mensch hat den ein oder anderen Fleck. Wichtig ist aber, dass Sie sich nicht dafür geißeln oder rechtfertigen, sondern das Optimierungspotential darin sehen. Nur so können Sie alte Verhaltensmuster ändern und kluge Finanzentscheidungen treffen.

Tipp 2: Ziele formulieren und visualisieren

Wie ich in meinem Beitrag über die guten Vorsätze zum Neuen Jahr berichtet habe, sind Ziele sehr wichtig. Sie sollten positiv formuliert, realistisch und vor allem motivierend sein. Je nachdem, was Sie wirklich motiviert und was dann am Ende als Ergebnis stehen kann, stellen Sie Ihrem Gehirn eine Belohnung in Aussicht.

Nach Meinung der Gehirnforscher streben Menschen nach Belohnungen, in dem Sie Ereignisse herbeiführen, die mit positiven Gefühlszuständen verbunden sind. Lösen positive Zahlen auf Ihrem Kontoauszug auch positive Gefühle aus? Wenn nicht, ist es wichtig, Ihre Motive und Bedürfnisse zu erforschen. Was motiviert Sie wirklich? Was macht Sie glücklich und zufrieden?

Sonst besteht die große Gefahr, dass Sie aufgrund des emotionalen „schnellen“ Denkens immer wieder Belohnungskäufe tätigen oder andere emotionale Finanzentscheidungen treffen. Danach ärgern Sie sich und brauchen quasi zum Trost die nächste Belohnung.

Was auch immer Sie als Zielsetzung formulieren, überfordern Sie sich nicht. Planen sie realistische Ziele und planen Sie Teilziele auf dem Weg dorthin, um gegebenenfalls nachjustieren zu können. Bei allem, was Ihr Verstand per se für unerreichbar hält, wird er sonst wahrscheinlich die Vermeidungshaltung einnehmen oder Sie verschwenden viel Zeit für hoffnungslose Unterfangen.

Tipp 3 : Die richtige Strategie

Eine gute Strategie ist eine sehr wertvolle Basis, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen. Ihre Strategie sollte aus möglichst einfachen Regeln bestehen, die einfach, logisch und nachvollziehbar sind. Nur wenn Sie selbst von Ihren Regeln und Ihrer Strategie überzeugt sind, wird es Ihnen auch gelingen, diese umzusetzen.

Zu dieser Strategie kann auch ein passender äußerer Rahmen gehören. Wenn Sie sich nicht gerne um Ihre Finanzen kümmern, kann eine angenehme Atmosphäre hilfreich sein, um das Belohnungszentrum zu aktivieren. Zünden Sie sich doch einfach mal eine Kerze an und kochen Sie sich einen leckeren Tee, bevor Sie den Rechner einschalten oder sich vor die Kontoauszüge und Unterlagen setzen. Das kann manchmal schon Wunder bewirken.

Überlegen Sie sich Alternativen, bevor Sie der nächste Frustkauf befällt. Was könnte sonst noch Ihre Stimmungslage bessern? Was ist realistisch umsetzbar?

Auch bei Ihren Geldanlagen sollten Sie kluge Finanzentscheidungen treffen und sich eine passende Strategie überlegen. Wie sehen Ihre finanziellen Ziele aus und mit welcher Strategie lassen diese sich umsetzen? Mit welcher Verteilung zwischen sicheren und risikoreicheren Anlagen fühlen Sie sich gut? Was schützt Sie für spekulativen Transaktionen oder Panikverkäufen?

Schreiben Sie Ihre Strategie auf und setzen Sie Ihre Unterschrift darunter. Eine Unterschrift steht für Verbindlichkeit und Commitment. Ziel ist es, dass Sie sich selbst und Ihrer Strategie  treu bleiben, auch wenn der Wind mal aus einer anderen Richtung weht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Strategie und kluge Finanzentscheidungen.

Herzlichst
Ihre

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Achtung: Unterschätzte Risiken bei Finanzen

Unterschätzte Risiken sind besonders heimtückisch. Sie kommen im vertrauten Gewand daher, wie der Wolf im Rotkäppchen.

Lupo Cattivo e Cappuccetto Rosso: l'ombra mostra il pericolo

„Wenn Risiken schleichend daher kommen, sind wir Menschen von der Evolution her außerordentlich schlecht darauf vorbereitet, sie wahrzunehmen und entsprechend zu bewerten. Da sind wir eigentlich immer noch wie Savannenmenschen, für die es lebensnotwendig war, sich schnell und wirksam auf plötzliche Gefahren einzustellen.“

Quelle: Ortwin Renn, “Das Risikoparadox. Warum wir uns vor dem Falschen fürchten”

 

Unsere Wahrnehmung spielt uns manchmal einen Streich. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf einen Aspekt und übersehen den anderen:

 

Wahrscheinlichkeits-Fixierung

 

Wo ist der Unterschied zwischen einer Versicherung gegen Berufsunfähigkeit und einer Versicherung gegen Brillenverlust. Viele Menschen verlieren ihre Brille und viele Menschen werden berufsunfähig. Beides hat eine signifikante Wahrscheinlichkeit.

Der entscheidende Unterschied ist: Wenn Ihre Brille verloren geht, ärgern Sie sich und kaufen sich eine Neue. Wenn Sie berufsunfähig werden, stehen Ihre Karriere und das gesamte künftige Arbeitseinkommen auf dem Spiel. Der Betrag ist nicht selten höher als eine Million Euro. Die Formel lautet: Jahresgehalt x Jahre bis zur Rente. Rechnen Sie das mal für sich.

Das können Sie selber nicht ersetzen. Die Auswirkung: Ihr Leben wäre massiv beeinträchtigt.

Hand-drawn Vector illustration of an Happy Christmas Elf  with big green glasses

 

Nachdenken hilft klar zu sehen.

Ich kenne Menschen, die Ihr Auto für 50.000 Euro Vollkasko versichern, Ihre Arbeitskraft im Wert von 1 Mio. Euro aber nicht.

 

Stabilitäts-Falle

 

Als Gesellschaft sehen wir uns nach Stabilität. Doch unter der Oberfläche brodelt es weiter. Statt der Ursachen bekämpfen wir Symptome.

Es ist üblich starker Schwankung (Volatilität) mit Risiko gleichzusetzen. Ökonomen bestimmen anhand der Volatilität der Vergangenheit das Risiko in der Zukunft. Dabei kennt jeder Seefahrer die Ruhe vor dem Sturm.

Wer auf einem brodelnden Kessel den Deckel drauf hält, um sich und anderen zu suggerieren, alles sei ruhig, der erhöht den Druck im Kessel. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann er ihm um die Ohren fliegt.

Illustration of the angry tea kettle on white background

 

Gewöhnungs-Falle

Geht etwas lange gut, werden wir unvorsichtig. Ob Alkohol am Steuer, steigende Kurse oder Deckel auf dem brodelnden Topf. Fragen Sie den Truthahn. Er war sich ganz sicher, dass der Mensch sein bester Freund ist. Er hat ihn schließlich Tag für Tag verwöhnt. Doch dann kam Thanksgiving.

Turkey in the saucepan

 

Übersteigertes Selbstvertrauen

 

Erste Erfolge machen euphorisch und, umso länger es gut geht, blind für Gefahren. Eine ähnliche Wirkung hat Zuspruch von Dritten.

Junge Männer und Börsenprofis neigen zu übersteigertem Selbstvertrauen (Overconfidence). Sie erhalten nicht nur Bestätigung von Anderen, sondern auch von sich selber. Unser Verstand ist darauf programmiert, kausale Zusammenhänge zu erkennen. So sehen wir Muster und Zusammenhänge, wo keine sind. Wir erklären uns die Welt im Nachhinein so logisch, dass wir das Gefühl haben, es immer schon gewusst zu haben.

Glückliches Kind vor Tafel mit Muskeln aus Kreide dahinter

Aktivismus

 

Aktivismus verstärkt das Gefühl von Kontrolle. Wer seit Auflegung 1988 in den Dax investiert hat, hat seinen Einsatz verzehnfacht. Vorausgesetzt, er hat nicht eingegriffen. Bei starken Einbrüchen schwer auszuhalten. Deshalb neigen wir zu Aktivismus, verkaufen und kaufen. Schließlich wollen wir das Optimum raus holen. Oftmals verschlechtert sich dadurch das Ergebnis massiv (Kosten, Fehlentscheidungen) und dennoch gibt uns zu handeln ein besseres Gefühl als zuzuwarten.

Das ist ähnlich in der Medizin. Gehen Sie zum Arzt, erwarten Sie, dass er etwas unternimmt. Schickt er Sie nach Hause unter Hinweis auf die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers, sind Sie enttäuscht. Dabei haben die Arzneien oft üble Nebenwirkungen und unser Körper ein eingebautes Reparatursystem.

Pharmacist chemist man in pharmacy. Sale of vitamins and medications. Funny cartoon vector simple illustration.

 

Isolierte Betrachtung

 

Betrachten Sie Risiken nicht isoliert. Risiken addieren sich nicht einfach, sie verstärken sich auch gegenseitig. So ist es besonders gravierend, wenn mehrere Risikofaktoren zusammen kommen. Auch das kennen Sie von der Medizin:

  • Rauchen
  • Stress
  • Kein Sport
  • Ungesunde Ernährung

Jeder dieser Risikofaktoren erhöht das Risiko zu erkranken – exponentiell.

  • Aktivismus
  • Übersteigertes Selbstvertrauen
  • Finanzprodukte, die Sie nicht verstehen
  • Keine Übersicht

Jeder dieser Risikofaktoren erhöht das Risiko, Geld zu verlieren – exponentiell.

Bis hin zum:

trauer

 

Schach Matt

 

Zwei Faktoren sorgen dafür, Sie als Finanzentscheider Schach matt zu setzen:

Illiquidität

Nicht liquide zu sein, sein Vermögen nicht oder nur unter großen Verlusten flüssig machen zu können, führt zur Insolvenz.

In jedem Fall führt es in die Sackgasse, keine Optionen mehr zu besitzen. Achten Sie auf Liquidität.

 

Totalverlust

„Totalverlust-Risiko“ finden Sie als Warnung auf Produktinformationsblättern. Doch wie der Hinweis „Rauchen kann tödlich sein“, schreckt es nicht alle vom Kauf ab.

Wer nur einen kleinen Einsatz im Spiel hat, der kann einen Totalverlust verschmerzen. Doch wehe dem, der alles auf eine Karte setzt. Umso mehr erstaunt es, dass es immer wieder Anleger gibt, die wie bei „Lehmann-Zertifikaten“ oder „Prokon-Anteilen“ ihre gesamte Altersvorsorge darauf gesetzt haben.

Rattlesnake cartoon

 

Lassen Sie sich nicht ablenken

 

Unterschätzte Risiken haben viel mit fehlender Aufmerksamkeit zu tun. Alles Neue, plötzliche Bewegungen und mediale Berichterstattung fordern unsere Aufmerksamkeit. So entstehen blinde Flecken, Dinge die wir nicht ausreichend wahrnehmen.

Es ist nicht leicht Risiken richtig wahrzunehmen. Wir unterschätzen einige Risiken, aber wir überschätzen auch manche Risiken. Mit Ihnen beschäftigt sich Kornelia Rendigs von finanzcoaching-bremen.de nächste Woche.

Sie zu erkennen und Ihnen weniger Aufmerksamkeit zu widmen, ist der erste Schritt zur Prävention gegen unterschätzte Risiken.

 

 

Der Artikel ist Teil unseres gemeinsamen Blog-Projekts „Risiken verstehen und besser entscheiden“ von Kornelia Rendigs “finanzcoaching-bremen.de” und Lothar Schmidt Die private Finanzentscheidung.

 

Welche Erfahrung haben Sie mit unterschätzten Risiken gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Fragen.

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

 

 

 

Teil 2: Geld und Schuldgefühle – Die Macht der Kinder

Mädchen schaut auf GeldtürmeIn Familien wird Geld aus unterschiedlichsten Gründen ausgetauscht: aus Pflichtgefühl, Großzügigkeit und Liebe, weil ein Anspruch besteht – oder aus Schuldgefühlen.

Wenn Eltern ihren Kindern gegenüber Schuldgefühle haben, z.B. weil sie viel arbeiten müssen und nur wenig Zeit für Zuwendung bleibt oder aus allen möglichen anderen Gründen heraus, werden sie ihren Kinder gegenüber leicht erpressbar. Kinder habe ein sehr feines Gespür dafür, wie sie ihre Eltern „kriegen“. Wenn Kinder merken, dass sie leicht zu Geld, Geschenken oder anderen Privilegien kommen, wenn sie die Schuldgefühle ihrer Eltern aktivieren, werden sie leicht zu „Erpressern“ aus Gewohnheit.

Wenn Eltern sich darüber nicht bewusst werden und Grenzen ziehen, können sich solche Beziehungsmuster ein Leben lang fortsetzen. Besonders allein erziehende Eltern leiden häufig unter Schuldgefühlen, da sie aufgrund der Mehrfachbelastung nichts so für ihre Kinder da sein können, wie sie sich das vielleicht gewünscht hätten.

childcaresubsidy_1Die Verstrickung von Geld oder anderen Zuwendungen und Schuldgefühlen ist für Kinder äußerst ungünstig. Sie lernen, dass sie nur dann „berechtigt“ sind, wenn sie von den Schuldgefühlen der Eltern profitieren. Diese dauernde Entwertung führt häufig zu Problemen mit dem eigenen Selbstwertgefühl und lebenslangen Abhängigkeiten von den Eltern.

Gerade für geschiedene oder getrennte, allein erziehende Eltern ist es wichtig, solche Themen zu reflektieren und sich bei Bedarf Unterstützung zu suchen, um Schuldgefühle ablegen zu können und den eigenen Kinder gegenüber nicht erpressbar zu sein.  Der Umgang und das Verhalten mit Geld sind immer ein klarer Indikator für ein Problem oder besser eine Aufgabe oder Herausforderung, die es zu bearbeiten gilt. Und wie heißt es so schön:

„Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen unbegrenztes Wachstum mit und auch mal ohne Geld

Herzlichst
Ihre

Kornelia Rendigs

Was wir mit Geld unseren Kindern antun oder für sie tun können

Geldentscheidungen und Geldbewusstsein

Young businessman.Als liebende Eltern wollen wir natürlich immer nur das Beste für unsere Kinder.  Die Entscheidung darüber, was gut oder gar das Beste ist, war wohl nie so schwierig wie heute. Je größer der Wohlstand, die verfügbaren liquiden Mittel und die Entscheidungsspielräume sind, desto größer wird auch die Unsicherheit, wieviel und wieviel mehr noch vertretbar ist. Grenzen zu setzen und einen vernünftigen Rahmen festzulegen, ist für viele  Eltern ein schwieriges Problem, insbesondere, wenn sie selbst noch alte offene „Geld-Themen“ und ungeklärte Fragen zu Geld haben.

Was Geld bedeutet, wofür Geld in menschlichen Beziehungen steht und wie Kinder einen vernünftigen Umgang mit Geld erlernen können, wird nicht in der Schule gelehrt. Es wird zu Hause bei den Eltern gelernt. Es wird abgeschaut, geschlussfolgert, interpretiert und umgesetzt.

Problematisch dabei ist jedoch, dass Eltern sich häufig nicht bewusst Bank of Mum and Dad Credit Card Family Financessind, was sie da eigentlich tun, wenn es um’s Geld geht. Weder sind die eigenen Bedürfnisse und Motive bewusst noch die Verhaltensweisen, die den Kinder vorgelebt werden. Das führt dazu, dass sich ungesunde Verhaltensweisen quasi weiter vererben und häufig Projektionen bzw. Übertragungen erfolgen sowohl auf Geld als auch auf die eigenen Kinder.

Ein wichtiger Schritt besteht deshalb darin, das eigene Geldverhalten zu reflektieren.

Mein Tipp dazu: Stellen Sie sich selber Fragen, z.B.:

  • Wozu gebe oder verweigere ich meinem Kind jetzt gerade Geld oder einen mit Geld bezahlbaren Wunsch?
  • Was ist meine Absicht dabei?
  • Was habe ich selbst in meiner Kindheit oder Jugend in einer ähnlichen Situation erlebt und erfahren und inwieweit beeinflusst mich das heute?
  • Was sagt das über mich aus, wenn ich jetzt „nein“ sage oder wenn ich zustimme?

Wenn Sie sich unsicher fühlen mit Ihren Entscheidungen, kann es sinnvoll sein, sich eine kompetente Gesprächspartnerin zu suchen. Auch wenn diese vielleicht ganz anderer Meinung ist, kann es  helfen darüber zu reden, um sich die eigenen Beweggründe zu verinnerlichen und sich unter Umständen unbewusste Verhaltensweisen spiegeln zu lassen. Das ist sicherlich kein einfacher Weg, denn Geld gehört immer noch zu den drei großen Tabuthemen, neben Sex und Tod. Doch gerade bei diesen Themen ist es so wichtig, dass wir zu mehr Offenheit und Bewusstheit finden, um unsere Kinder auf das Leben außerhalb der Familie vorzubereiten und sie auf ein glückliches  und selbstbestimmtes Leben vorzubereiten –
mit und ohne Geld!

Weitere Tipps und Beiträge zu diesem Thema…..
….finden Sie ab morgen in meinem Blog .

Haben Sie hierzu Fragen? Interessieren Sie sich für Finanzcoaching oder meinen Geldworkshop? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Herzlichst,
Ihre Kornelia Rendigs

 

Magerzinsen und Sicherheitsillusion

Die Lage ist dramatisch. Die Zinsen sind im Keller. Der Weltuntergang steht kurz bevor.

rettung der ErsparnisseIn Anbetracht der aktuellen Zinslage gibt es offensichtlich  bei Sparerinnen und Sparern inzwischen ähnliche Panikreaktionen  wie nach dem letzten Börsencrash (oder dem vorletzten oder dem vorvorletzten….).

Trotzdem hält der deutsche Sparer und auch die Sparerin dem Tagesgeld und sogar bisweilen noch dem Sparbuch eisern die Treue. Das erscheint auf den ersten Blick verwunderlich. Obwohl bei realistischer Betrachtung absehbar ist, dass dabei langfristig reale Verluste gemacht werden, scheint dies die meisten wenig zu beeindrucken.

Das hat verschiedene Gründe:

„Alles was zählt, sind die Zahlen auf dem Konto!“

Diesen schlichten Satz habe ich von einem mir  bekannten Herrn früher häufig zu hören bekommen und ich denke, dass er sehr repräsentativ für das Denken vieler Anleger steht. Während sich Kursschwankungen direkt auf den Depot- und Kontoauszügen niederschlagen, werden Verluste durch die schleichende Geldentwertung – auch „Inflation“ genannt – kaum oder gar nicht wahrgenommen.

Was erschwerend hinzukommt, ist die Tatsache, dass „Inflation“ oder „alles wird teurer“ von unterschiedlichen Menschen auch ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Da ist zum einen die  „Inflationsrate“, die wir aus den Medien erfahren. Kaum jemand ohne ökonomische Vorkenntnisse oder großes politisches Interesse weiß so ganz genau, was dahinter steckt und wie sich diese Größe auch (politisch) beeinflussen lässt.

Wer hingegen gerade auf der Suche nach einer Mietwohnung ist oder aktuell eine Nebenkostenabrechnung mit Nachzahlung erhalten hat, spürt deutlich die Preissteigerungen im Energiesektor und bei den Mieten, bringt dies aber auch nicht zwangsläufig mit dem Thema Inflation in Verbindung und schon gar nicht mit seinen oder ihren Ersparnissen.

Das führt dazu, dass das Inflationsrisiko bei den meisten Menschen weitgehend ausgeblendet ist bzw. gar nicht als Risiko wahrgenommen wird.  Demgegenüber wird das Risiko, Verluste zu erleiden, die sich dann auch direkt als Zahlen auf dem Depot oder Konto „materialisieren“,  sehr viel stärker wahrgenommen wird.

Es ist also eine Frage der Wahrnehmung – wie so oft.

Verlustaversion

Hinzu kommt außerdem der Umstand, dass die Möglichkeit Verluste zu erleiden, emotional sehr viel stärker wirkt, als die Aussicht auf Gewinne. Über dieses Phänomen, das als „Verlustaversion“ bezeichnt wird,  und sehr weitreichend unser menschliches Handeln bestimmt, lesen Sie in meinem nächsten Blog-Beitrag.

Wie sie typische Anleger/innen-Fehler vermeiden und bewusster mit Geldthemen, Verlustaversion, finanziellen Existenzängsten umgehen oder selbst andere finanzielle Ergebnisse erzielen können, erfahren Sie im Finanzcoaching, in der Anlageberatung oder in meinem nächsten Geldseminar.

Ein gute Gelegenheit zum Reinschnuppern bieten die Infoabende und Schnuppervorträge.

Ich freue mich auf Sie!

Warum Frauen lieber Schuhe kaufen als für das Alter zu sparen

Früher habe ich mich als Finanzberaterin gemeinsam mit Kolleginnen häufig über den Schuh-Tic meiner weiblichen Artgenossinnen lustig gemacht, natürlich nicht ohne eine gewisse Selbstironie, denn auch ich fühlte mich zeitweilig diesem Laster Frau mit vielen Schuhen zur Auswahlverfallen. Was uns  gänzlich unverständlich erschien, war die Tatsache, dass für solche Schuhkäufe und andere Konsumausgaben scheinbar immer genug Geld vorhanden ist, während es für ein paar Euro monatliche Rücklage für die Altersvorsorge meist nicht reicht.  Da ja nun seit längerem bekannt ist, dass die gesetzliche Vorsorge nicht ausreicht und viele Frauen zudem auch noch bedingt durch Kindererziehung, lange Ausbildungszeiten oder Arbeitslosigkeit geringe und unregelmäßige Einzahlungen geleistet haben, erschien mir das doch ziemlich irrational.

Im Rahmen meiner Ausbildung zum FinanzCoach und meiner Recherchen zum Thema Geld, fand ich dann heraus, dass dieses Verhalten vielleicht nach unseren heutigen Bewertungsmaßstäben nicht mehr „normal“ ist, aber absolut „natürlich“. Denn Geld ist gar  keine so  rationale Sache, wie wir es gerne aus ökonomischer Sicht immer darstellen.

Durch die Auswertung ethnologischer und kulturgeschichtlicher Schriften aus aller Welt hat W. Gerloff bereits 1553 überzeugend nachgewiesen, „daß der Ursprung des Geldes nicht in der Suche nach einem allgemeinen Tauschmittel liegen könne. Die Entstehung jewelry storedes Geldes sei vielmehr auf andere Wurzeln zurückzuführen, die in der Psyche der menschlichen Natur gegeben sind, nämlich im Geltungsstreben und im Schmuckbedürfnis des Menschen. Der Trieb, sich zu schmücken und sich dadurch vor anderen Artgenossen hervorzutun, sei eines der ursprünglichsten und zugleich stärksten Bedürfnisse des Menschen…“ Dieser regelrechte Schmuckdrang lässt sogar bei Menschenaffen bereits beobachten.“ *

Die Schlussfolgerung, die Gerlach aus seinen Beobachtungen zog, lautete:

„Die Frau erfand den Schmuck; der Mann machte das Geld daraus.“

Er begründete diese, wie ich finde doch recht gewagte These der Rollenverteilung, mit der Erklärung, dass „…das männliche Geschlecht einen stärkeren Besitz- und Sammeltrieb aufweise als das weibliche.“  (bezogen auf Geld)

Machen Sie sich also keine Sorgen, meine Damen, es ist absolut natürlich, dass Sie sich lieber Schuhe kaufen als in eine private Altersvorsorge zu investieren, dass Sie sich lieber schmücken als zu Schuhe12sparen. So wie der Bote mit den Schuhkartons bei den Frauen im TV-Werbespot  hysterische Begeisterungsausbrüche hervorruft, ist dies eine ganz natürliche Reaktion.  Es ist nur heutzutage nicht normal, weil der politische Wille etwas anderes von uns fordert und weil wir dann später, wenn uns im Alter die schönen Schuhe auch nicht mehr helfen, ein Problem haben werden. Aber dennoch ist es ein ganz natürliches Bedürfnis uns zu schmücken und das haben zumindest die Werbespychologen recht gut erkannt. Die Frage ist nur, wie wir mit unseren natürlichen Bedürfnissen umgehen oder uns von ihnen beherrschen lassen oder ob wir diese Thesen zur Psychologie des Geldes doch lieber als chauvistischen Blödsinn abtun sollten……..

Es hilft alles nichts, wie können uns dem Thema Geld nicht entziehen oder zumindest schaffen das nur ganz wenige. Konsumsucht oder monetäre Verweigerung sind also nicht die Lösung. Eine gute Möglichkeit, sein Geldverhalten zu reflektieren bietet unser Geldworkshop. Die nächsten Termin finden Sie unter dem Menüpunkt „Workshops„.

Haben Sie hierzu Fragen? Wollen Sie wissen, wie Finanzcoaching in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Herzlichst,
Ihre Kornelia Rendigs

* gelesen in Schmölders,G.  : Psychologie des Geldes, München 1982