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3 strategische Tipps für kluge Finanzentscheidungen

Kluge Finanzentscheidungen zu treffen, ist eine große Kunst. Wir alle treffen tagtäglich und ständig Finanzentscheidungen. Viele von diesen Entscheidungen werden oft sehr schnell getroffen. Bei manchen Finanzentscheidungen lassen wir uns länger Zeit.

Zu den schnellen Finanzentscheidungen gehören häufig Konsumentscheidungen wie  neue Schuhe, Kleidung  oder Fast Food im Supermarkt.

Kennen Sie dieses Gefühl von Reue oder Schuldgefühlen nach einer schnellen und vielleicht falschen Kaufentscheidung?

Bei kleineren Summen ist es noch zu verschmerzen, aber bei größeren kann es richtig weh tun. Bei einer Geldanlage, die zu großen Verlusten oder sogar einem Totalverlust geführt hat, tut es dann richtig weh.

Wie kommen solche Entscheidungen zustande?

Schnelles und langsames Denken – das Dilemma

Der Nobelpreisträger Daniel Kahneman hat bei seinen Forschungen die These vom schnellen und langsamen Denken entwickelt. Das schnelle Denken erfolgt intuitiv, automatisch, emotional und unbewusst. Das langsame Denken dagegen erfolgt anstrengend, logisch, berechnend und bewusst.

Die Gefahr von übereilten Kaufentscheidungen und schlechten Gefühlen, kann deutlich verringert werden, wenn Sie vom schnellen in den langsamen Modus wechseln. Aber das funktioniert nicht wirklich gut, wenn Sie gerade unter Stress stehen und Zeitdruck haben.

Gerade wenn Sie bei Frustkäufen in Stressphasen Wiederholungstäterin sind, kann langsames Denken in solchen Situationen sehr schwierig umsetzbar sein. Es hilft, wenn Sie sich mit den Ursachen befassen und erforschen, wie es immer wieder dazu kommt.

Ist langsames Denken immer der bessere Weg?

Auch langsames Denken ist nicht immer der Königsweg. Die Finanzkrise 2008 war ein drastisches Beispiel dafür. Auch langsam gedachte finanzmathematische Modelle können ins Leere laufen, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Die Welt und insbesondere die Welt der Finanzmärkte ist viel zu komplex, um alle möglichen Entwicklungen vorausberechnen zu können. Ähnlich wie bei der Wettervorhersage, lässt sich eine Entwicklung an den Aktienmärkten oder sogar an den Immobilienmärkten kaum mehr als ein paar Tage vorhersagen.

Wie lösen Sie das Dilemma, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen?

Das Dilemma aufzulösen, ist nicht ganz einfach. Auch Rückfälle sind wahrscheinlich vorprogrammiert. Gerade wenn es um emotionale Entscheidungen und automatisierte Verhaltensmuster geht, wird es ohne langsames Denken und ein bisschen Arbeit auch nicht funktionieren. Wollen Sie sich in Zukunft mit Ihren Finanzentscheidungen behaglicher fühlen und bessere Ergebnisse erzielen? Dann wird sich das langsame Denken nicht vermeiden lassen.

Dazu habe ich ein drei Tipps für Sie:

Tipp 1: Selbstreflexion als Basis für kluge Finanzentscheidungen

Bevor Sie sich mit vielen Informationen und Ratschlägen zum Thema Geld und Finanzen befassen, beschäftigen Sie sich erst einmal mit sich selbst.

  • Was ist   I H N E N   wirklich wichtig in Ihrem Leben und welche Rolle spielt Geld dabei?
  • Was denken Sie über sich – ganz allgemein und speziell in bezug auf Geld?
  • Welche Bedürfnisse befriedigt Geld kurzfristig und welche Funktion erfüllt es bei typischen Verhaltensweisen?
  • Welche Werte sind Ihnen wichtig im Leben und wie stehen diese mit Ihren Finanzen und mit Geld im Einklang?
  • Wie sahen Ihre Erfahrungen mit Geld aus? Wie waren dann Ihre Schlussfolgerungen? Welche positiven oder negativen Vorbilder haben Sie, wenn es um das Thema Finanzen und Geld geht?
  • Wie sehen andere Sie, wenn es um das Thema Geld geht?

Solche Überlegen können sehr hilfreich sein, um sich selbst auf die Schliche zu kommen. Decken Sie Ihre typischen Verhaltensmuster auf und forschen Sie nach den Ursachen.

Auch wenn es manchmal weh tut, kann eine schmerzhafte Erkenntnis oft eine sehr wertvolle Information sein. Fast jeder Mensch hat den ein oder anderen Fleck. Wichtig ist aber, dass Sie sich nicht dafür geißeln oder rechtfertigen, sondern das Optimierungspotential darin sehen. Nur so können Sie alte Verhaltensmuster ändern und kluge Finanzentscheidungen treffen.

Tipp 2: Ziele formulieren und visualisieren

Wie ich in meinem Beitrag über die guten Vorsätze zum Neuen Jahr berichtet habe, sind Ziele sehr wichtig. Sie sollten positiv formuliert, realistisch und vor allem motivierend sein. Je nachdem, was Sie wirklich motiviert und was dann am Ende als Ergebnis stehen kann, stellen Sie Ihrem Gehirn eine Belohnung in Aussicht.

Nach Meinung der Gehirnforscher streben Menschen nach Belohnungen, in dem Sie Ereignisse herbeiführen, die mit positiven Gefühlszuständen verbunden sind. Lösen positive Zahlen auf Ihrem Kontoauszug auch positive Gefühle aus? Wenn nicht, ist es wichtig, Ihre Motive und Bedürfnisse zu erforschen. Was motiviert Sie wirklich? Was macht Sie glücklich und zufrieden?

Sonst besteht die große Gefahr, dass Sie aufgrund des emotionalen „schnellen“ Denkens immer wieder Belohnungskäufe tätigen oder andere emotionale Finanzentscheidungen treffen. Danach ärgern Sie sich und brauchen quasi zum Trost die nächste Belohnung.

Was auch immer Sie als Zielsetzung formulieren, überfordern Sie sich nicht. Planen sie realistische Ziele und planen Sie Teilziele auf dem Weg dorthin, um gegebenenfalls nachjustieren zu können. Bei allem, was Ihr Verstand per se für unerreichbar hält, wird er sonst wahrscheinlich die Vermeidungshaltung einnehmen oder Sie verschwenden viel Zeit für hoffnungslose Unterfangen.

Tipp 3 : Die richtige Strategie

Eine gute Strategie ist eine sehr wertvolle Basis, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen. Ihre Strategie sollte aus möglichst einfachen Regeln bestehen, die einfach, logisch und nachvollziehbar sind. Nur wenn Sie selbst von Ihren Regeln und Ihrer Strategie überzeugt sind, wird es Ihnen auch gelingen, diese umzusetzen.

Zu dieser Strategie kann auch ein passender äußerer Rahmen gehören. Wenn Sie sich nicht gerne um Ihre Finanzen kümmern, kann eine angenehme Atmosphäre hilfreich sein, um das Belohnungszentrum zu aktivieren. Zünden Sie sich doch einfach mal eine Kerze an und kochen Sie sich einen leckeren Tee, bevor Sie den Rechner einschalten oder sich vor die Kontoauszüge und Unterlagen setzen. Das kann manchmal schon Wunder bewirken.

Überlegen Sie sich Alternativen, bevor Sie der nächste Frustkauf befällt. Was könnte sonst noch Ihre Stimmungslage bessern? Was ist realistisch umsetzbar?

Auch bei Ihren Geldanlagen sollten Sie kluge Finanzentscheidungen treffen und sich eine passende Strategie überlegen. Wie sehen Ihre finanziellen Ziele aus und mit welcher Strategie lassen diese sich umsetzen? Mit welcher Verteilung zwischen sicheren und risikoreicheren Anlagen fühlen Sie sich gut? Was schützt Sie für spekulativen Transaktionen oder Panikverkäufen?

Schreiben Sie Ihre Strategie auf und setzen Sie Ihre Unterschrift darunter. Eine Unterschrift steht für Verbindlichkeit und Commitment. Ziel ist es, dass Sie sich selbst und Ihrer Strategie  treu bleiben, auch wenn der Wind mal aus einer anderen Richtung weht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Strategie und kluge Finanzentscheidungen.

Herzlichst
Ihre

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Hat Geld Sie schon einmal glücklich gemacht? – Wie mir diese Frage die Augen geöffnet hat

„Geld macht nicht glücklich“

oder

„Geld allein macht nicht glücklich“,

das sind nicht nur geläufige Redewendungen. Bei vielen Menschen sind es auch tief verwurzelte Glaubenssätze. Ich kann das gut nachvollziehen, denn es gibt Situationen oder Phasen im Leben, da drängen sich diese Glaubenssätze gerade zu auf.

Nach der Finanzkrise 2008, hatte auch ich so meine Zweifel.

Wie konnte es soweit kommen, dass Menschen nur für Geld und noch mehr Geld, das Schicksal anderer Menschen aufs Spiel setzten?

In den USA hatten viele Menschen ihren Job und ihr Zuhause verloren. Die Krise schlug weltweit große Wellen und auch Europa geriet schnell mit in den Sog. Wem konnte ich noch trauen und womit konnte ich selbst noch einen Beitrag leisten? Aus der Finanzkrise wurde eine Sinnkrise und dann eine lange Suche. Heute bin ich angekommen und habe die Antwort gefunden. Doch davon später.

Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?

Ich bin ein großer Fan von Fragen.

Fragen helfen, das Leben und die Menschen besser zu verstehen. Klick um zu Tweeten

Deshalb poste ich auch regelmäßig Fragen zu Geld auf meiner Facebook Fanpage. Letzte Woche kam mir dann diese Frage in den Sinn:


Hat Geld  m i c h  schon mal glücklich gemacht? Ist das nicht eine interessante Frage? Wir wissen doch immer ganz genau, wann und wie Geld uns unglücklich gemacht hat. Und natürlich war dann das böse Geld schuld. 😉 Na ja, oder die anderen.

Aber anders herum gefragt …? Die Frage wird selten gestellt finde ich. Fast so, als ob es unanständig wäre, mit Geld oder wegen Geld glücklich zu sein. Oder sehen wir das Glück nicht so wie das Unglück? Vergessen wir es schneller wieder? Wie geht es Ihnen damit?

Mir fiel jedenfalls sofort die Antwort ein: Ja!

Ich habe während meines Studiums jahrelang mein Kindergeld in einen Investmentfonds eingespart. Da ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnte und mein Studium mit BaföG und Nebenjobs finanzierte, bekam ich von Ihnen das Kindergeld überwiesen. Ich ließ es direkt per Bankeinzug in einen Fonds einfließen. Mein großes Ziel war, irgendwann im Studium ein Auslandspraktikum „ganz weit weg“ zu machen.

Am 4. Oktober 1992 war es soweit. Ich lieferte meine Diplomarbeit ab und sprang in den Zug nach München. Damit begann das größte Abenteuer meines Lebens. Ich untersuchte und recherchierte eine Woche lang, wie deutsche Autos, bis in die kleinste Schraube zerlegt, in riesige Kisten und Container verpackt wurden. Dann verfolgte ich Ihre Reise bis nach Südafrika in die Nähe von Johannesburg. Dort untersuchte und recherchierte ich sechs Monate lang, die Wege von Schrauben, Kotflügeln, Windschutzscheiben, Scheibenwischern, Rädern und Radios. Ich befragte an die 100 Menschen und recherchierte auf dem Werksgelände auf der Suche nach Fehlerquellen, Schwächen und Mängeln.

Glücklich mit Geld – ein großes Abenteuer

Es war eine unglaublich spannende Zeit, denn ein Jahr später wurde Nelson Mandela zum Präsident gewählt. Wir deutschen Praktikantinnen und Praktikanten führten heiße Diskussion mit unseren farbigen und weißen Kollegen über die Zukunft Südafrikas. Einige der farbigen Kollegen waren politisch aktive ANC Mitglieder und wir diskutierten über die Vor-und Nachteile föderalistisch oder zentralistisch organisierter Staaten. Ich lernte viele Menschen und viele Meinungen kennen und erfuhr wie die Jahrzehnte lange Trennung und Unterdrückung der Apartheit ihre Wahrnehmung und ihr Denken geprägt hatte.

Auch wenn dieses Abenteuer letztendlich für meine Karriere nicht entscheidend war, möchte ich die Zeit nie missen. Sie hat meinen Horizont deutlich erweitert und vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Dies alles zu erleben, war für mich wie ein kleines Wunder. Es war allein dem Umstand zu verdanken, dass ich die benötigte Summe Geld für den Flug und die Reise zusammen gespart hatte und dass ich ein klares Ziel vor Augen hatte.

Dieses Geld hat mich sehr glücklich gemacht.

Es gab sicherlich auch noch andere Momente in meinem Leben, in denen Geld mich glücklich gemacht hat. Doch dieser war wohl mit Abstand der herausragendste.

Was hat mich wirklich glücklich gemacht?

Letztendlich war es aber nicht das Geld, das mich glücklich gemacht hat. Es war vielmehr das, was ich mit Geld erreicht hatte. Geld war letztendlich nur das Werkzeug und es war mir sehr dienlich.

Bei negativen Erfahrungen mit Geld sieht die Sache meist anders aus. Wenn wir negative Erfahrungen mit Geld machen, beurteilen wir diese meist auch negativ. Geht es Ihnen nicht auch so? Dann ist es eher unangenehm oder peinlich, darüber zu reden. Dann meldet sich prompt die innere Stimme und sagt: „Wie konntest du nur?“ Meist melden sich danach auch unverzüglich die Stimmen im Außen und fragen: „Wie konntest du nur?“

Wenn wir uns mit Schuld- und Schamgefühlen belasten oder belastet werden, ist es äußerst schwierig die Urheberrolle der finanziellen Ergebnisse zu vertreten. Es ist einfacher, die eigenen Schuld- und Schamgefühle und die Ursachen auf Geld zu projizieren.

Schuld- und Schamgefühle sind finanzielle Erfolgskiller Klick um zu Tweeten

Auch die Familie, der Partner oder die Gesellschaft sind beliebte Projektionsflächen. Es einfacher anderen die Schuld und die Verantwortung zu geben, als bei sich selbst nach Erkenntnissen zu suchen. Das hängt sehr stark mit unserer negativen Fehlerkultur zusammen.

Dabei lernen wir Menschen noch immer am meisten aus unseren Fehlern. Auch die negativen Erfahrungen haben meistens einen Sinn oder eine Aufgabe im Leben. Doch diese erkennen wir Menschen häufig erst viel später und auch nur, wenn wir denn bereit dazu sind.

Der Wert unserer Entscheidungen und unserer Fragen

In meinem Fall hat mir Geld unendlich wertvolle Erfahrungen beschert, die ich nie in meinem Leben missen möchte.

Das Leben ist eine lange Suche. Dazu gehören auch (negative) Erfahrungen mit Geld. Klick um zu Tweeten

Wenn wir diese Suche aufgeben, aus Angst Fehler zu machen oder uns auf etwas Neues einzulassen, dann sind wir vom Leben abgetrennt. Wir sind abgetrennt von der Möglichkeit Erfahrungen zu machen und zu lernen. Es sind die Fragen, die wir uns selbst und anderen stellen, die uns Lebendkeit schenken. Die scheinbaren Antworten, die Überzeugungen, Glaubenssätze und Ideologien dagegen lassen uns abgetrennt erstarren. Es sind vielmehr die Fragen, die uns weiterbringen.

„ Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?“, hat mir wichtige Erkenntnisse beschert. Klick um zu Tweeten

Diese Frage hat mich hinter den Spiegel schauen lassen und meine Erfolge, Erfahrungen und glücklichen Momente wieder zum Leben erweckt. „Was war es wirklich, was mich im Zusammenhang mit Geld glücklich gemacht?“, war dann die nächste logisch konsequente Frage. Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Wann waren Sie schon einmal glücklich mit Geld? Wie kam es dazu? Was konnten Sie daraus lernen?

Das Ende einer Suche

Auch das Ende meiner Sinnkrise und Suche nach der Finanzkrise 2008 war letztendlich eine Frage. Es ist die Frage, die mich heute bewegt, wenn ich Entscheidungen finanzieller und jedweder Art treffe. Es ist auch die Frage, wenn ich meinen Kunden Empfehlungen bezüglich einer Geldanlage oder einer Vorsorge gebe. Es ist außerdem auch die Frage, die mich immer weiter suchen lässt, ähnlich wie ein Wissenschaftlicher ständig auf der Suche ist nach Antworten und Fragen ist.

Für mich lautet die Frage:

Investition oder Spekulation?

Für mich war die Reise nach Südafrika eine Investition in mich und mein Leben. Hätte ich diesen Traum aufgegeben, um schneller, besser oder überhaupt Karriere zu machen, wäre das nur eine Spekulation gewesen. Ich hätte darauf gehofft, einen finanziellen Vorteil aus dem Verzicht auf meinen Traum zu ziehen. So war es eine Investition, für die ich noch heute dankbar bin.

Häufig werden Investitionen getätigt, die eigentlich Spekulationen sind.

Wenn ich von anderen höre, wozu Sie eine Ausbildung oder Fortbildung machen, geht es oft darum, einen Schein zu haben. Wir brauchen Scheine, Abschlüsse und Zertifikate, um bessere Karrierechancen zu haben oder bessere Umsätze zu machen.

Selten geht es dabei um die eigene Weiterentwicklung oder die Suche nach einer Antwort. Als ich meine ersten Coachings, Trainings und die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® machte, ging es mir vor allem um meine Fragen. Nur so konnte ich herausfinden, was mir wirklich für meine Kundinnen und Kunden wichtig erscheint und was mir vor allem für meine Dienstleistung wichtig erscheint. Dazu gehört vor allem die Unterscheidung zwischen Investition und Spekulation.

Wozu Investition?

Investitionen sind für mich Anlagen und Engagements jeglicher Art, die langfristig einen Nutzen haben werden und langfristig eine gute Rendite einbringen. Dazu gehören Produkte, die ich verstehe und meinen Kundinnen erklären kann. Die Empfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die unabhängig von Stories und Verkaufsgeschichten gewonnen wurden und auf langfristigen Untersuchungen basieren. Bei Investitionen gehört immer auch eine gewisse Portion Geduld, Risikobereitschaft und Zuversicht dazu.

So wie Sie eine Ausbildung, Weiterbildung oder ein Coaching als Investition in Ihre Zukunft und ich sich selbst sehen sollten, sollten Sie auch eine Finanzentscheidung als Investition betrachten. Ein guter Anfang dabei wäre, dass Sie sich Fragen überlegen:

Welches Ziel will ich verfolgen? Wozu soll die Entscheidung mir dienen? Welchen Traum will ich mir erfüllen oder welche Werte will ich dabei verfolgen?

Es ist schwierig gute Finanzentscheidungen treffen, wenn Sie nur eine spekulative Absicht dabei verfolgen. Auch wenn Geld Ihre Bedürfnisse befriedigen soll, wie Ihr Bedürfnis nach Sicherheit, Anerkennung oder Unabhängigkeit verfolgen Sie spekulative Absichten.

Sie spekulieren darauf, dass Sie sich irgendwann sicher fühlen, wenn Sie genug Geld haben oder wenn Sie kein Geld verlieren. Dabei kann Geld Ihnen die Entscheidungen nicht abnehmen, ob oder wann Sie sich sicher fühlen. Diese Entscheidungen können Sie nur selber treffen. Geld ist dabei nur das Werkzeug.

Deshalb denke ich heute, dass Geld sehr wohl glücklich machen kann, wenn wir es sinnvoll einsetzen und dabei unsere Werte und Bedürfnisse im Blick haben und natürlich auch ein Ziel. Vielleicht ist dieses Ziel am Anfang nur ein Traum. Manchmal verfolgen wir Menschen unterbewusst aber auch andere Ziele, die nicht darauf abzielen, uns glücklich zu machen. Dann ist es zuerst wichtig, diese unterbewussten Ziele zu ergründen, um neue Ziele zu definieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine sehr erfolgreiche Suche, damit Geld Sie glücklich macht, so wie Sie es nutzen und wie es Ihnen dienlich ist.

Was eine Investion von einer Spekulation unterscheidet und was dies für Ihre Geldanlagen und Finanzentscheidungen bedeutet lesen Sie im nächsten Blog.

Und gegen die lästigen Glaubenssätze und negativen Überzeugungen empfehle ich den nächsten

Geldgeflüster-Workshop – Die inneren Geld-Saboteure überlisten

 

Herzlichst
Ihre

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Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

Weitere Informationen zu Kornelia Rendigs und Kontakt:
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Altersvorsorge und Unsicherheit – Vorsicht vor Schlagzeilen

Beim Thema Altersvorsorge gibt es momentan offenkundig eine große Unsicherheit in Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklung. Vor allem der BREXIT und der neue US Präsident Donald Trump spielen dabei eine Rolle. Wenn die Medien dieses Thema aufgreifen, würde ich jedenfalls davon ausgehen.

„Ist die Verunsicherung aufgrund der politischen Entwicklungen berechtigt?“

Dies war vor zwei Woche die erste Frage einer Journalistin, die zu den Themen Altersvorsorge, Geldanlage und Vermögensaufbau schreibt. Sie bat mich als Expertin um meine Meinung und hatte dazu einen kleinen Fragenkatalog vorbereitet.

Eine interessante Frage dachte ich.

Wie kommt es zu einer solchen Frage?

Eine solche Frage impliziert bereits, dass es eine Verunsicherung gibt. Doch wer ist hier verunsichert? Stellen Medien solche Fragen wirklich nur deshalb, weil sich mit negativen Schlagzeilen gutes Geld verdienen lässt? Gibt es bereits repräsentative Umfragen dazu? Oder liegt hier vielleicht eine Projektion seitens der Berichterstatterin vor?

Die eigene Verunsicherung und die allgemeine Verunsicherung – schwierig zu trennen

Es ist sicherlich schwierig das eine vom anderen zu trennen, die eigene Verunsicherung und die der anderen. Wer über Verunsicherung in Anbetracht der aktuellen Entwicklung schreibt, geht dabei unter Umständen von der eigenen Verunsicherung aus. Mit verallgemeinernden Fragen wird dann die eigene Unsicherheit auf andere Menschen projiziert und selbstverständlich angenommen, dass es nun allen anderen genauso geht.

Menschen neigen häufig zu solchen unbewussten Projektionen. Das gilt selbstverständlich auch für Finanzberaterinnen. Doch daran liegt auch eine große Gefahr, denn die eigene Überzeugung muss nicht zwangsläufig auch die der anderen sein.

Gefährliche Schlagzeilen – Vorsicht Ansteckungsgefahr

Wenn solche Projektionen im Rahmen der Berichterstattung erfolgen, können sie in der Tat eine große Verunsicherung auslösen. Ein Phänomen, das wir inzwischen tagtäglich erleben. Wenn plötzlich das Thema Verunsicherung verstärkt in den Schlagzeilen auftaucht, kann das eine gewisse Ansteckungsgefahr mit sich bringen. Wer bisher noch nicht verunsichert war, wird es nun sicherlich bald sein. Denn wenn plötzlich die Verunsicherung in allen Schlagzeilen auftaucht, dann muss wohl etwas dran sein. Das ist die Macht der Worte und natürlich die Macht der Medien.

Doch ist das hilfreich? Ich denke eher nicht, denn diese Verunsicherung führt vielfach dazu, dass einige Menschen nun gar nichts mehr für Ihre Altersvorsorge tun. Andere reagieren mit Kurzschluss- und Panikreaktionen. Verunsicherung ist leider keine gute Basis für vernünftige Finanzentscheidungen. Es ist wichtig, mit den veränderten Bedingungen umgehen zu lernen und wieder zu akzeptieren, dass diese Welt nicht berechenbar ist. Nicht jede Entwicklung ist vorhersehbar.

Börsenprognosen und andere gefährliche Schlagzeilen

Wir wissen nicht, wie sich die Präsidentenwahl oder der BREXIT auf unsere Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau auswirken werden. Jede Prognose ist nichts weiter als Spekulation. Auch wenn sich Wirtschafts- und Kapitalmarkt-Experten nun vielleicht auf den Schlips getreten fühlen, sind ihre „Börsenprognosen“ letztendlich nicht viel mehr wert als ein Blick in die Glaskugel. Die Wettervorhersagen für die kommenden drei Tage sind inzwischen sehr viel zuverlässiger als die Börsen-Prognosen. Trotzdem würde niemand einen Wetterbericht für die kommenden 365 Tage erwarten.

Bei Aktienkursen sieht das anders aus. Obwohl die wenigsten Prognosen letztendlich zutreffen, werden Finanzexperten immer noch wie Götter gehandelt. Das ist ziemlich absurd. Es ist viel wichtiger, dass Menschen lernen, Börsenbewegungen zu akzeptieren und eine gewisse Robustheit gegenüber den Auf- und Ab-Bewegungen zu entwickeln. Wer seinen Sommerurlaub an der Nordsee verbringt, erwartet auch nicht jeden Tag schönes Wetter. Viel wichtiger ist doch, dass die richtige wetterfeste Kleidung im Koffer ist, damit der Strandspaziergang auch bei Regen und Wind stattfinden kann.

Das Universum der Möglichkeiten erschließen

Wir wissen heute auch noch gar nicht wie sich die Präsidentenwahl in den USA auswirken wird. Vielleicht ist da jemand angetreten um die Grundwerte der größten Wirtschaftsnation der Welt auf den Prüfstand zu stellen. Unter Umständen könnte aber irgendwann eine in ihren Grundwerten gestärkte Nation daraus hervorgehen, die sich auch nicht scheut der Finanzindustrie Grenzen zu setzen. Das könnte dann auch für uns in Deutschland oder für die ganze Welt eine neue demokratisch tolerante Basis ermöglichen. Wer weiß? All das ist im Moment nicht vorhersehbar. Ebenso wenig ist die Entwicklung der Aktienmärkte absehbar. Wichtig ist vor allem, dass wir alle unseren Anteil dazu beitragen, damit es in eine gute Richtung geht, die für alle Menschen von Vorteil ist.

Verunsicherung, Risiko und Chance

Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen verunsichert sind. Allerdings erlebe ich diese Verunsicherung schon seit einigen Jahren. Da kommen viele Gründe zusammen, wie Sorgen um den Arbeitsplatz oder vor der Altersarmut. Der expandierende Niedriglohnsektor oder das ständig sinkende Rentenniveau fördern natürlich die Verunsicherung.

Vor allem Frauen sind betroffen. Da meine Kundinnen überwiegend weiblich sind, kenne ich diese Sorgen und Ängste. Viele Frauen mussten in der Familienphase die Berufstätigkeit zurückstellen, weil Kinderbetreuungsmöglichkeiten fehlten. Seitens der Kommunen und Gemeinden wurde die Notwendigkeit einer Frauen-Erwerbstätigkeit nicht gesehen und nicht befürwortet. Nach der Änderung des Unterhaltsrechts 2008 hatte das für viele Frauen schlimme Auswirkungen. Das Thema Altersarmut wird nun immer präsenter. Die vielen Niedriglohnjobs und Teilzeitstellen geben Menschen zudem gar nicht mehr die Möglichkeit, Rücklagen für das Alter zu bilden und für den Ruhestand vorzusorgen. Die Lebensbedingungen haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert und die meisten Menschen vor allem auch die Politiker haben noch nicht gelernt, damit umzugehen.

Neue Chancen für neue und alte Werte

Die allein auf den Werten der Freiheit des Individuums und vor allem der wirtschaftlichen Freiheit der Unternehmen beruhenden politischen Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte zeigt uns nun deutlich die Grenzen auf. Wenn durch Technik und Digitalisierung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, ist nicht mehr jedes einzelne Individuum finanziell in der Lage, mit Arbeit seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Selbstverständlich sorgen dann solche Vorkommnisse wie aktuell in den USA oder wie der BREXIT zusätzlich für Verunsicherung und Besorgnis. Vor allem die immer stärker werdenden rechtpopulistischen und nationalistischen politischen Tendenzen sind ein berechtigter Anlass zur Sorgen.

Doch gerade dies ist vielleicht auch eine große Chance. Nur dadurch dass die Sorgen und die Verunsicherung deutlich spürbar sind, merken auch Politiker, dass es allerhöchste Zeit wird, einen Richtungswechsel vorzunehmen. Auch Menschen, die sich schon lange Zeit nicht mehr für Politik interessiert hatten, werden plötzlich wieder wachgerüttelt und merken, wie wichtig Ihnen demokratische Rechte und die unantastbare Menschenwürde sind. Vielleicht kann das die oft beklagte Demokratiemüdigkeit wiederbelegen und ungeahnte Kräfte freilegen zum Wohl aller und dann vielleicht sogar zum Wohl unserer Altersvorsorge. Es liegt an uns!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Kraft für eine gute Entwicklung

 

Herzlichst
Ihre

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5 Tipps, damit es nicht „so schwer sein muss“ mit den Finanzen

Feng Shui für die Finanzen

Aufräumen und Entrümpeln

buddha-611566_640Umzüge sind bekanntlich eine gute Gelegenheit für das Ausmisten und Entrümpeln. Und während ich so mit dem Umräumen und Einräumen vor, während und nach meinem Büro-Umzugs beschäftigt war, fiel mir auch prompt ein Büchlein wieder in die Hand mit dem Titel „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston.

Das passte haargenau und das Happening auf dem Recyclinghof an einem sonnigen Samstag morgen war total befreiend.

Was für materielle Dinge gilt, sollte natürlich auch genauso für die Finanzen gelten. Denn gerade nach einem Umzug ist so manches überflüssig oder anpassungsbedürftig. Also machte ich mich auch gleich noch in diesem Punkt an die Arbeit. Eine alte Hausratversicherung, die teurer war als die neue mit doppelt so hoher Fahrrad-Diebstahl-Deckung, zwei überflüssige Tagesgeldkonten, die sowieso keine Zinsen mehr bringen und ein paar anderer Verträge fielen der Entrümpelungsaktion zum Opfer.

Ein wirklich erhebendes Gefühl!

Aller Anfang ist schwer

Chaotischer ArbeitsplatzAm Anfang der Feng Shui-Finanz-Entrümpelungsaktion steht meistens erstmal die Papierkram-Entrümpelung. In zwanzig Jahren Finanzberatung habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass allein das Sortieren und Abheften von Versicherungs-, Bank- und Depotunterlagen doch sehr viele meiner Kundinnen und Kunden vor einige Probleme stellte. Da wird das Ausmisten, Loslassen und Entsorgen „gefühlt“ ganz schnell zum existenziellen Sicherheitsrisiko.

In den Briefkästen finden sich oft Pakete mit Beitragsrechnungen durchmischt von Werbeangeboten für neue Versicherungen, Änderungen der Geschäftsbedingungen, Online-Nutzungsbedingungen, Versicherungsbedingungen und so weiter und so fort.

„Sicherokratie“ bis zur Orientierungslosigkeit: Warum weniger manchmal mehr ist

In unserem modernen Staat, in dem jede Sicherheitslücke durch noch mehr Bürokratie und damit auch Papierkram geschlossen werden muss, wird aus der staatlich auferlegten „Sicherokratie“ für Bürgerinnen und Bürger leicht Orientierungslosigkeit.

Wenn Sie also Unsicherheit verspüren hinsichtlich dessen, was Sie aufheben müssen und was Sie getrost entsorgen können, holen Sie sich lieber fachlichen Beistand, bevor Sie gänzlich den Überblick verlieren.

Kein Grund für Schamgefühle

meditation-338446_640Auf alle Fälle besteht kein Grund dazu, Schamgefühle zu entwickeln. Denken Sie immer daran, dass große Banken und Versicherungen gut daran verdienen, Sie in Unsicherheit und Unwissenheit zu halten und deshalb viel dafür tun, diesen Zustand zu erhalten. Auch die Politik trägt leider nur sehr wenig dazu bei, dass Finanzkonzerne das viele „Kleingedruckte“ im Sinne der Barrierefreiheit lesbar und verständlich gestalten. Und dabei auch noch etwas Papier einsparen, um unsere Umwelt zu schonen.

Ich frage mich in letzter Zeit oft, wer den Kundinnen und Kunden bei diesen Aufgaben zukünftig beistehen wird, wenn alles nur noch „online“ und „direkt“ abläuft. Ich – für mein Teil – sitze jedenfalls doch recht häufig mit meinen vor allem älteren Kundinnen beisammen und sortiere, erkläre und unterstütze beim Entrümpeln. Also trauen Sie sich! Fragen Sie Ihre Finanzvermittler, Banker und Berater. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es ja auch noch die Honorarberater und die Verbraucherschützer. Die werden Sie gerne dabei unterstützen. Es ist sicherlich sinnvoll für einen guten Rat, mal etwas Geld zu investieren, um sich anschließend gut aufgeräumt mit Durchblick und wahrscheinlich dann auch sicherer zu fühlen.

Und nun an’s Eingemachte

chinese-coins-167824_640 (1)Nachdem Sie erfolgreich Ordnung geschaffen und den formalen Papierkram ausgemistet haben, steht der nächste Schritt an: Feng Shui für Ihre Finanzen

Finanz- und Vorsorge-Entscheidungen werden meistens situativ und bezogen auf bestimmte Lebensphasen und Lebenssituationen getroffen. Manche wurden sogar von anderen, von den Großeltern oder Eltern getroffen und wie ein vererbter Ballast mitgeschleppt. Das können Unfallversicherungen, Lebensversicherungen oder Sparverträge sein, die Ihre Eltern mal in jungen Jahren für Sie abgeschlossen haben und die Sie nun weiter bedienen. Manchmal machen solche Dinge gar keinen Sinn mehr oder entsprechen überhaupt nicht Ihren Vorstellungen und Ihren Werten.

Von den Erblasten befreien

Ich selbst habe in jungen Jahren eine solche Erfahrung gemacht, als ich nach dem Tod meiner Großmutter ein Aktienpaket erbte. Als ich einer Intuition folgend die Aktien verkaufen wollte, bekam ich von meiner Familie zu hören: „ Du kannst doch das Erbe deiner Großmutter nicht verhökern!“ Der Niedergang des Handelsunternehmens Coop entpuppte sich dann Ende der achtziger Jahre laut Presse als größter Wirtschaftskrimi der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und damit war Omas Erbe futsch.

lotus-978659_640Deshalb kann es sinnvoll sein, mit solchen Erblasten aufzuräumen. Da diese Erblasten manchmal gar nicht bewusst sind, muss die Finanz-Feng Shui-Aktion unter Umständen erstmal im Inneren beginnen. Dazu kann ein Finanzcoaching hilfreich sein.

Manchmal sind es auch nur ganz banale Dinge. Eine Kundin hatte quasis die Unfallversicherung von ihren Eltern geerbt. Da diese auch immer noch den Beitrag zahlten, wollte sie auch nicht daran rühren. Als ich bei der Versicherungsgesellschaft nachfragte, erfuhr ich, dass es sich noch immer um den Kindertarif handelte und sie gar keinen Versicherungsschutz mehr hatte. Man hätte die Versicherung umstellen können, aber darüber mochte sie auch nicht mit ihren Eltern reden. Also redete ich erst einmal länger mit ihr, bis sie dann mit ihren Eltern redete.

Das können schon mal sehr schmerzhafte Prozesse sein, die finanziellen Erblasten zu entrümpeln. Karen Kingsten schreibt in Ihrem Feng Shui Buch über den geerbten Krempel:

buddha-167966_640„Von wem auch immer Sie ihn bekommen haben, nun ist derjenige in der geistigen Welt, wo es keine Anhaftung an das Materielle und keinen Krempel mehr gibt! Deshalb werden die Verstorbenen Ihr Bedürfnis verstehen, ihn loszuwerden.“

Ich bin überzeugt, das gilt für den finanziellen Krempel mindestens genauso. Also dürfen Sie nun das Vermächtnis Ihrer Vorfahren als Grundsteinlegung und Ermächtigung ansehen, um erfolgreich Ihr eigenes Ding zu machen.

Das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston ist bei rororo erschienen. Außerdem empfehle ich unbedingt auch Karens Blog.

In diesem Sinne:

Viel Erfolg bei Ihrer
Finanz-Feng Shui-Frühjahrs-Entrümpelungs-Aktion!

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

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Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
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Ausbildungskosten: Vorsicht vor der Schuldenfalle

04Immer mehr Menschen sind heutzutage nach dem Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums hoch verschuldet, oft im fünfstelligen Bereich. Wenn dann hinterher das Einkommen nicht entsprechend hoch ist, wartet unter Umständen die lebenslange Schuldenfalle.

Mortar board and diploma isolated on white.

Ausbildungen kosten Geld, oft sogar viel Geld. Außer bei einer betrieblichen Ausbildung, die – glücklicherweise- in Deutschland so organisiert ist, dass die Auszubildenden ein Ausbildungsgehalt bekommen.  Alle anderen Ausbildungen und Fortbildungen müssen bezahlt werden und der Lebensunterhalt kommt noch oben drauf.

Selbst das BaföG für Studentinnen und Studenten ist seit den 80gern keine echte Förderung mehr,  sondern nur noch ein Darlehen, das Sie irgendwann zurück zahlen müssen.

Für alle diejenigen, die nicht von Ihren Eltern unterstützt werden, beginnt dann das Berufsleben in aller Regel mit Schulden. Vielleicht gehören auch Sie dazu oder stehen noch ganz am Anfang und vor dieser Entscheidung.

Deshalb ist es wichtig ein paar grundlegende Überlegungen anzustrengen, damit die Ausbildung oder das Studium später nicht in der Schuldenfalle endet:

1. Wozu wollen  Sie diese Ausbildung oder dieses Studium machen? Was motiviert Sie?

Ich habe ein ZielDas ist ein ganz wichtige Frage, die oft vernachlässigt wird. Leider erlebe ich im FinanzCoaching immer wieder, dass die Ziele und damit der eigentlich Zweck einer Aus- oder Fortbildung oder eines Studiums im Vorfeld viel zu wenig  berücksichtigt werden.

Sicherlich ist in jungen Jahren der Berufsweg noch nicht ganz klar, aber mal ganz ehrlich: Wenn Sie das Reisen und das Leben aus dem Koffer, das Abenteuer und ungewisse unregelmäßige Einkünfte hassen wie die Pest, ist es dann wirklich sinnvoll, dass Sie sich beispielsweise für ein Archäologie Studium hoch verschulden?

(Und wenn Sie diese Frage jetzt sehr plausibel beantworten können, dann weiß ich: Sie sind auf dem richtigen Weg, denn Sie haben sich mit diesen Fragen schon auseinander gesetzt. Glückwunsch!)

Als Anregung für Ihre Zielplanung oder Ihren Selbstfindungsprozess habe ich die folgenden Fragen zusammen gestellt:

  • Was haben Sie für Pläne nach dem Studium oder der Ausbildung?
  • Was wollen Sie damit anfangen?
  • Ist es eine Investition in Ihre berufliche Zukunft, die sich dann auch finanziell auszahlen könnte?
  • Oder dient es eher der persönlichen Weiterentwicklung?
  • Gibt es Alternativen, die vielleicht weniger kostspielig sind?
  • Was könnten Sie sonst noch unternehmen, um Ihr Berufsziel zu erreichen, ohne sich hoch verschulden zu müssen?
  • Wie stark „brennen“ Sie wirklich für diesen Beruf?
Achtung Denkfalle:

Wenn Sie sich für eine teure Ausbildung verschulden, nur um irgendjemand etwas zu beweisen, kann Sie das teuer zu stehen kommen. Ich meine nicht nur die finanzielle Belastung durch einen Studienkredit. Viel schlimmer ganz es sein, wenn Sie danach Ihr Leben lang einen Job machen müssen, der Ihnen keinen Spaß.

2. Ist Ihre Lebensplanung kompatibel mit der geplanten Ausbildung und Berufsrichtung?

Vermögensaufbau für FrauenNatürlich ist Ihre Lebensplanung mit Anfang zwanzig noch nicht so klar und festgeschrieben, dass Sie diese Frage schlussendlich konkret beantworten können. Aber manche Sachen sind vielleicht doch schon klar, zum Beispiel ob Sie mal Kinder haben möchten. Das ist gerade für Frauen bei manchem Berufen schwierig. Wenn der Beruf mit Reisen und Auslandsaufenthalten verbunden ist, könnte es schwierig sein,  ihn mit der Familienplanung unter einen Hut zu bringen. Dann ist es gut einen Plan B zu haben und sich zumindest schon mal im Vorfeld Gedanken zu machen, wie der Studienkredit getilgt werden kann.

4. Wie groß ist Ihre Motivation?

motivation-361782_640Während die anderen Absolventinnen durchstarten und Geld verdienen können, müssen Sie vielleicht noch Ihre BaföG Schulden oder Ihren Studien-Bankkredit tilgen. Das kann sehr demotivierend sein.

Geldschulden können für manche Menschen sehr belastend sein, vor allem wenn die Perspektiven nicht so rosig sind, sie irgend wann zurück zahlen zu können. Manchmal kann es lange dauern und das ursprünglich Ziel kann nur auf Umwegen erreicht werden. Oder es wird ganz verworfen, weil andere Dinge in den Vordergrund treten.

Sind Sie bereit, auch Durststrecken auszuhalten und trotzdem den Studienkredit abzahlen zu müssen? Gibt es sonst vielleicht andere Optionen, z.B. ein Abendstudium oder alternative Ausbildungsgänge mit geringeren Kosten und kürzerer Studien- oder Ausbildungsdauer?

4. Wie seriös ist der Ausbildungsträger?

school-543041_640Kaum eine Branche in Deutschland boomt so derartig wie der Ausbildungs- und Fortbildungs-markt. Private Ausbildungsträger erfinden ständig neue Ausbildungen. Vor allem im Bereich der persönlichen Weiterentwicklung und der spirituellen Heilung erscheint mir das Angebot ständig zu wachsen. Gerade in diesem Feld ist es ganz wichtig genau hinzuschauen, ob die Ausbildungskosten wirklich gerechtfertigt sind, welche Intention Sie dabei verfolgen und ob es Alternativen gibt. Gerade in diesem Bereich gibt es häufig problematische Vertragsbedingungen und unklare Zahlungsmodi. Was ist, wenn Sie die Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen oder abbrechen müssen? Wann und wie müssen die Ausbildungskosten gezahlt werden?

Ein seriöses Ausbildungsinstitut hat kein Problem damit, Ihre kritischen Fragen zu beantworten. Das sollten Sie sich in jedem Fall wert sein.

5. Wie sieht Ihr Finanzplan aus?

Genauso wichtig wie die eigene Lebensplanung ist, mit der Ihr Vorhaben kompatibel sein sollt, ist natürlich die Finanzplanung. Das gehört ebenso die Finanzierung der Studien- und Ausbildungskosten wie auch im Anschluss die Tilgung des Kredits, den Sie unter Umständen aufnehmen mussten.

Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es unglaublich schwierig und hart sein kann, ein Studium aus eigener Kraft zu finanzieren. Dazu bedarf es einer hohen Motivation, einer großen Portion Ehrgeiz und eines langen Atems. Es ist aus meiner Sicht deshalb ganz wichtig, dass Sie sich im Vorfeld genau überlegen, wie hoch ihr finanzieller Bedarf während der Ausbildung oder Studienzeit ist. Wie können Sie ihn decken? Wie viele Stunden müssen Sie dafür nebenbei arbeiten? Welches Einkommen können Sie dabei erzielen? Und lässt sich das überhaupt mit dem Lernen vereinbaren?

Sicherlich können Sie nicht alles im Vorfeld bis ins letzte Detail klären, doch es kann hilfreich sein, wenn Sie diese Fragen schon mal im Geist alle durchgegangen sind. Wenn Sie jetzt schon Antworten auf die wichtigsten Fragen haben und wenn Ihre Ziele klar sind, dann werden Ihnen auch leichter Antworten einfallen, falls mal nicht alles so läuft wie geplant.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg!

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

 

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Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
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„Finanzielle Freiheit“

1. Teil der Geldillusionen: Die „Finanzielle Freiheit“

In den nächsten des Ausgaben des Geld-Blogs und Newsletters möchte ich Sie auf ein paar Phänomene aufmerksam machen, die ich  unter der Rubrik „Geldillusionen“ als beachtenswert identifiziert habe.

Seitdem ich mich sehr intensiv mit der Frage befasse, „Was ist Geld überhaupt?“ läuft mir ständig die Wortkreation Finanzielle Freiheit“ über den Weg.

Happy young business woman relaxing sitting in her office under money rain making money dollar bills cash falling down. Stress free time management good earnings profit concept

Besonders häufig findet sie Verwendung in Büchern und Vorträgen, die ich  unter dem Motto „Wie werde ich reich?“ subsumieren würde. Vor allem Multi-Level-Marketing Unternehmen und Strukturvertriebe scheinen diesen Begriff gerade zu vergöttern.

„Schaffen Sie sich ein passives Einkommen. Erschaffen Sie sich finanzielle Freiheit!“

 

Klingt ja wirklich zu schön um wahr zu sein. Kann das funktionieren? Wie denken Sie darüber? Und wenn ja:

  1.  Was lässt Sie glauben, dass Geld oder genug Geld oder noch mehr Geld Sie frei sein lässt?
  2. Wie steht es wirklich um Ihre „finanzielle Freiheit“? Kann das funktionieren?

Bei meinen intensiven Recherchen bin auf Felix Martins Buch: „Geld, die wahre Geschichte/Über den blinden Fleck des Kapitalismus“ gestoßen und habe fasziniert seine wirklich spannenden Ausführungen zur Geschichte des  Geldes verfolgt. Seiner Meinung nach diente Geld dazu, die traditionelle Klassengesellschaft zu überwinden. Bei den Griechen konnten plötzlich arme Bauern mit Hilfe des Geldes zu Status und Ansehen gelangen.

War das wirklich so?

Oder interpretieren wir das vielleicht nur so?

Werden vielleicht Historiker in 1000 Jahren sagen, die sexuelle Befreiung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts verdanken wir den langen Haaren?

Hippie middle-aged peaceful man wearing red headband, sunglasses and blue denim shirt while making the victory sign and holding a white handmade heart shape, portrait on spiral colorful background

Da wir heute nicht wissen, wie die später ticken, können wir auch nicht ahnen, was die später für Schlussfolgerungen ziehen. Aber werden die dann noch wissen, wie wir heute ticken?

Heute heißt „Finanzielle Freiheit“, dass Menschen nicht arbeiten müssen. Sie können von Ihren Zinsen leben.

Wobei das auch immer schwieriger wird bei Zinsen, die gegen Null tendieren.Es könnte auch heißen, dass Menschen nicht mehr angestellt arbeiten müssen. Die Frage ist nur: Was fangen diese Menschen dann mit Ihrer Zeit an?

Viele Menschen die arbeitslos sind, vermissen doch gerade Ihre Arbeit, Ihren Job, die Kollegen und vor allem auch

das geregelte Leben.

Hamster rusoDas Problem an der Sache ist, dass Geld uns keine „Finanzielle Freiheit“ schenken kann. Die Sache mit der „Finanziellen Freiheit“ ist nur eine Projektion. Wer sich nicht frei fühlt, wird sich auch mit 5 Milliarden Dollar auf dem Konto noch immer unfrei fühlen wie ein Hamster im Rad.

Wann immer eine Summe X erreicht worden ist, wird wieder eine „Gap“ , eine Lücke da sein. Der Verstand versucht immer, die Lücke zu schließen und deshalb muss weiter gerackert werden  auf dem niemals enden wollenden Weg zur

„Finanziellen Freiheit“

Es ist das selbst erschaffene innere Gefängnis, das Menschen auf dem Weg zur „Finanzielle Freiheit“ in die selbst gewählte Sklaverei führt und sie nicht mehr ruhen und rasten lässt.

Deshalb seien Sie wachsam!

Schauen Sie erst einmal was Sie „unfrei“ sein lässt und wie Sie sich gedanklich oder materiell aus diesem Gefängnis befreien können. Wenn Sie dann wieder frei sind, haben Sie die aller besten Chancen finanziell erfolgreich zu sein.

In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Nächste Woche geht es dann weiter mit der „Finanziellen Sicherheit“. In diesem Sinne

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

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Gute (Finanz)-Vorsätze: 5 Tipps zum besseren Gelingen

Finanzpsychologie: So treffen Sie gute Finanzentscheidungen und erzielen bessere Ergebnisse

 

Kalender gute VorstzeGehören Sie auch zu den Menschen, die an Silvester beim Bleigießen in Sektlaune gute Vorsätze für das Neue Jahr formulieren und Sie Mitte Januar schon wieder vergessen haben?

Trösten Sie sich. Sie stehen nicht allein da. Regelmäßig im Januar sind die Medien voll von Beiträgen zu diesem Thema. Die einen mit Tipps zum besseren Gelingen und die anderen mit den neusten Ergebnissen irgend welcher Studien mit den neuesten Erkenntnissen, die aber irgendwie auch nicht viel Neues bringen.

Leider sind die meisten Vorsätze dann aber Mitte Januar bereits wieder verworfen. Also heute oder spätestens morgen.

Über gute Vorsätze zum Thema Geld und Finanzen, wird eher selten berichtet.  Doch es gibt sie!

Damit Ihre Vorsätze von mehr Erfolg gekrönt sind und Sie nicht im Dezember 2016 auf den letzten Drücker noch wichtige Finanzentscheidungen mit wenig Zeit zum Überlegen treffen müssen, habe ich diese wichtigen Tipps für Sie:

Tipp 1: Finden Sie heraus, was Sie motiviert im Leben und wie Sie diese Motivation für Ihre Finanz-Vorsätze nutzen können

Ein großes Manko bei den guten Vorsätzen ist häufig, dass Sie mit „ich muss“ oder schlimmer noch „ich müsste“ oder „ich sollte“ beginnen.

Das kann nicht funktionieren!

Wer den Konjunktiv wählt, hat das „Hintertürchen“ im Unterbewusstsein schon dazu gebucht und sicherlich auch eine passende Rechtfertigung, wie „keine Zeit“ oder „ich kann’s mir nicht leisten“.

Aktivieren Sie Ihr Belohnungszentrum im Gehirn!

motivation-361782_640Was motiviert Sie im Leben? Ist es Anerkennung? Sind es gute soziale Bindungen? Ist es materielle Sicherheit?  Oder sind Sie ein sehr leistungsorientierter Typ?

Wie können Sie das für Ihre finanziellen Angelegenheiten nutzen und welche Rolle spielt Geld dabei? Ist es für Ihre gefühlte Sicherheit wichtig, den Überblick zu haben? Fühlen Sie sich sicherer, wenn Sie die größten Risiken bestmöglich versichert haben? Liegt Ihnen die Sicherheit Ihrer Familie besonders am Herzen? Ist es Ihnen wichtig, dass Ihre Kinder eine gute Ausbildung bekommen? Oder träumen Sie schon lange von einer Reise zu Ihrem Traumziel?

All das könnten Beweggründe sein, dass Sie sich mit Ihren Finanzen befassen. Fangen Sie einfach dort an, wo Ihre Motivation am größten ist oder fangen überhaupt einfach an. Werden Sie aktiv.

Tipp 2: Definieren Sie positive Ziele

Überlegen Sie sich Ziele, die Sie wirklich motivieren und die realistisch sind. Wenn möglich, sollten diese Ziele auch noch messbar sein und ein Datum bekommen.

Wenn Sie Probleme haben, Ihre Ziele zu formulieren oder durch checkered-flag-309862_640häufige Misserfolge im Leben immer wieder demotiviert wurden, suchen Sie sich Unterstützung. Manchmal können ein paar Coaching-Sitzungen ware Wunder bewirken, damit Sie Ihr Licht wieder leuchten lassen und Selbstvertrauen und Zuversicht finden, um eigene Ziele zu formulieren. Gönnen Sie sich die Unterstützung auch, wenn nicht gleich alles auf Anhieb klappt.

Tipp 3: Visualisieren Sie Ihre Ziele

sunset-787826_640Wenn es um ein Sparziel geht, überlegen Sie sich wie Sie dieses genießen werden. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihren Ruhestand erleben wollen. Was wollen Sie unternehmen oder welches Hobby möchten Sie noch beginnen? Und dann malen Sie ein Bild davon. Malen Sie Ihre Traumreise oder Ihr Traumhaus oder machen Sie eine Collage aus zusammengesuchten Bildern. (Das muss keinem hohen künstlerischen Anspruch genügen. Es ist nur für Sie.)

Auch wenn sich das jetzt „esoterisch“ finden, probieren Sie es doch einfach mal aus. Solche Visualisierungen habe eine große Wirkung für die innere Programmierung. Ein Bild zu malen, ist nun wirklich kein allzu großes Risiko. Sie müssen es ja den anderen nicht zeigen und können mit dem Malen warten, bis die Familie aus dem Haus ist.

Tipp 4: Suchen Sie sich Unterstützung

Aus der Gesundheitspsychologie ist bekannt, das soziale Unterstützung wichtig ist, wenn Menschen etwas in Ihrem Leben verändern wollen. Suchen Sie sich Menschen, die bereit sind Ihre Erfahrungen mit Ihnen zu teilen ohne Ihnen Ratschläge zu erteilen.

Vermögensaufbau für FrauenOder suchen Sie sich eine gute Finanzberatung und zahlen Sie  ein Honorar dafür. Das reduziert das Risiko an unseriöse Produktverkäufer zu geraten. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzten und scheuen Sie sich nicht, Fragen zu erstellen.

Sie wissen doch: Es gibt eine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

Tipp 5: Vereinbaren Sie Termine

Termine oder auch „Deadlines“ sind wichtig, um Vorhaben zu konkretisieren und nicht aus den Augen zu verlieren. Vereinbaren Sie deshalb unbedingt Termine mit sich selbst, mit Ihrer Finanzplanerin oder Coach, Steuerberaterin oder wer auch immer gerade an der Reihe ist, damit Sie einen gewissen Handlungsdruck haben. Das hilft ungemein gegen Prokastination. (Das ist das Fremdwort für Aufschieberitis.)

Und wenn Sie wirklich mal einen Termin nicht halten könnten, greifen Sie zum Telefon und verschieben ihn einfach. Das ist kein Grund vor lauter Scham im Boden zu versinken. Auch Beraterinnen sind ja nur Menschen und haben dafür Verständnis.

Und noch ein Extra-Tipp:

possible-410241_640Lassen Sie sich nicht entmutigen. Weder durch anfängliche Misserfolge noch durch die negativen Äußerungen Ihrer Mitmenschen oder die Beiträge in den Medien. Mit schlechten Nachrichten lässt sich leider nun mal gutes Geld verdienen.

Und hören Sie nicht auf alle klugen Ratschläge und Finanztipps. Was für andere gut und richtig ist, muss für Sie noch lange nicht passen. Die einschlägigen Verbraucherschutz-Medien haben nämlich hilfsweise den „Otto-Normalverbraucher“ kreiert.

Finden Sie, dass Sie wie „Otto-Normalverbraucher“ aussehen?

Wichtig ist, dass Sie wieder Vertrauen und Zuversicht in Ihre eigenen Entscheidungen entwickeln und Ihre Intuition stärken. Los geht’s

In diesem Sinne, wünsche ich Ihnen für Ihre Ziele, Pläne, Vorhaben und Maßnahmen viel Erfolg und gutes Gelingen.

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
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Die Sicherheitsillusion mathematischer Modelle oder wie Sie bessere Finanzentscheidungen treffen

Das tiefe Sicherheitsbedürfnis

In Zeiten von Flüchtlingskatastrophen, Terroranschlägen und  wirtschaftlichen Krisen wird das Bedürfnis nach Sicherheit bei den Menschen besonders groß. Das gilt auch für die Ersparnisse. Besonders den Deutschen wird ein großes finanzielles Sicherheitsbedürfnis nachgesagt.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Aktien für Teufelszeug halten?

Horten auch Sie Ihr Geld auf Sparbüchern, Tagesgeldkonten und in anderen vermeintlich sicheren Anlageformen, um ja keinen Cent zu verlieren?

Und sind frustriert, weil es keine Zinsen mehr gibt?

Glauben Sie, Ihr Geld ist dort in Sicherheit?
Was ist eigentlich wirklich sicher?

Mit Mathematik die Vergangenheit fortschreiben

Wegweiser Sicherheit RisikoIn kaum einer Branche und Wissenschaft bemühen sich  Experten mehr um todsichere Prognosen wie in der Finanzwirtschaft und in der Wirtschaftswissenschaft.  Risikovermeidung ist das oberste Gebot –  Ja kein Geld verlieren das Ziel. Dafür werden Algorithmen programmiert, mathematische Modelle konstruiert und Computergestützte Risikomodelle implementiert.

Genau hier beginnen die Probleme: Da füttern Menschen die Computer mit Daten, um Risiken berechnen zu können. So als könnten Sie dann in die Zukunft schauen. Kann das funktionieren? Können Experten wirklich vorhersagen, wie sicher eine Geldanlage ist? Wie machen Sie das?

Ist das nicht ein bisschen wie Alchemie?

Value at Risk (VaR)

ball-862122_640Ein sehr beliebtes Mathematisches Modell ist die Value at Risk (VaR) oder Wert im Risiko Methode. Das von JP Morgan in den Neunzigern entwickelte Modell nutzt die Statistik, um das Risiko für eine Finanzposition zu errechnen, beispielsweise für ein Portfolio von Wertpapieren. Der VaR gibt an, welche Verlusthöhe (Maximalverlust) innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird.

Das könnte so lauten: Zu 95 Prozent der Fälle wird dieses Portfolio aus Aktien, Renten und Rohstoffen im Wert von 100 Millionen Euro in einem Zeitraum von einem Monat einen maximal erwarteten Verlust von fünf Millionen Dollar aufweisen.

Klingt gut oder?

Das Angenehme daran ist, dass diese hoch komplexe Computerberechnung, die mit vielen Daten, Zahlen und Fakten aus der Vergangenheit gefüttert wurde, dann doch letztendlich nur eine Zahl ausspuckt, nämlich den erwarteten Maximalverlust.

sunset-787826_640„Das verstehen auch Banker, die sich mehr mit ihrem Golfhandicap als mit höherer Mathematik beschäftigen.“,

so schrieb zumindest das Handelsblatt.

 

Von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen

Problematisch ist die Grundannahme, die der ganzen Sache zugrunde liegt: Wahrscheinlichkeitsrechnung auf Basis der Statistik setzt voraus, dass die Zukunft genauso oder zumindest sehr ähnlich wie die Vergangenheit wird.

cube-689618_640Das mag ja bei einem Würfel noch funktionieren. Der hat sechs Seiten und ob sie ihn nun hundert Mal oder tausend Mal durch die Gegend kullern, ändert nicht viel an der Wahrscheinlichkeit eine sechs zu würfeln. (Es sei denn, Sie feilen an ihm herum…)

Doch in der Finanzwelt sieht es anders aus. Selbst wenn Sie einen Computer hätten, der so groß ist wie die ganze Erde, wäre das Ergebnis nicht sehr sicher, denn die Welt ändert sich ständig. Da kann das Fortschreiben der Vergangenheit zu großen Fehlern führen. Das hat auch die letzte Finanzkrise sehr deutlich gezeigt. Da gingen die Ratingagenturen weiterhin von der Annahme steigender Immobilienpreise aus, um die Wahrscheinlichkeit von Kreditausfällen im amerikanischen Hypotheken-Sektor zu berechnen. Dass auch die Immobilienmärkte keine Einbahnstraße sind, schienen diese Experten nicht auf dem Schirm zu haben.

Der Faktor Mensch

Es bleibt auch immer ein unkontrollierbarer Faktor: der Mensch. Menschliches Verhalten – und um nichts anderes handelt es sich bei dem Ausbruch einer großen Wirtschaftskrise -, lässt sich nicht mit mathematischer Präzision voraussagen.

Genauso absurd ist die Erwartung, mit dem VaR-Modell die Verlustverteilung in einem Portfolio mit 95-prozentiger Sicherheit für einen längeren Zeitraum berechnen zu können. Das wäre ungefähr so, als würden die Meteorologen das Wetter für die nächsten 365 Tage prognostizieren. Beim Wetter erwartet das kein Mensch, aber bei den Entwicklungen an den Finanzmärkten wird   von dieser Annahme ausgegangen.

Wie sicher ist denn nun Ihr Geld auf dem Sparkonto?

Kontoauszug, Kontoauszüge, Bank, Postbank, Papier, Kreditinstitut, Soll, Haben, Saldo, Guthaben, Girokonto, Bankgeschäfte, bargeldloser Zahlungsverkehr, SEPA, Wertstellung, IBAN, BIC, Kontonummer, Euro, EUR, Dispositionskredit, Dispo, Zinssatz, Überziehung, geduldete Überziehung, Umsatz, Umsätze, Zinsen, Sparen, Sparkonto, Buchung, Finanzstatus, Geld, Kontostand, Minuszins, Minuszinsen, Negativzins, Negativzinsen, Negativverzinsung, Unschärfe, Hamburg, Januar 2015, Bild Nr.: N49207

Die Modelle waren ursprünglich auf kurze Zeiträume ausgelegt. Gerechnet wurde für einen Handelszeitraum von einem Tag oder einem Monat. Vor allem gaben sie nicht vor, fast hundertprozentige Sicherheit zu erreichen. Das geschah erst, als sich die Aufsichtsbehörden dazu entschlossen, VaR zum Präzisionsinstrument für die Messung von Risiken im Kreditportfolio einer Bank für die Dauer eines Jahres zu machen. Doch gerade in einer Krise wie der Subprime-Krise 2008 erwiesen sich die Parameter als höchst unzuverlässig, denn viele der Parameter verhielten sich ganz anders als dies in den Modellen angenommen wurde.

Auch deutsche Banken verwenden Value-at-Risk-Modelle zur Berechnung der bankaufsichtlichen Eigenmittelunterlegung für die Marktpreisrisiken des Handelsbuchs. Zwar sind die Auflagen seit der Krise noch einmal verschärft worden. Doch vom Grundsatz her hat sich nicht viel geändert.

Wie sicher nun die Überlebensfähigkeit unserer deutschen Banken in der nächsten Krise sein wird, ist eine andere Frage. Doch bisher war das Geld dort sicher.

Könnte das eine Sicherheitsillusion sein, der Sie unterliegen?

Die Truthahn-Illusion

Turkey in the saucepanDie Truthahn-Illusion ist ein Begriff aus der Verhaltsökonomik, der Risikointelligenz berschreibt. Aus Sicht des Truthahns wird die Wahrscheinlichkeit, gefüttert und umsorgt zu werden und in Sicherheit zu sein von Tag zu Tag größer, da er keinerlei andere Erfahrung macht. Mit jeder Fütterung steigt sein Vertrauen und seine gefühlte Sicherheit, bis plötzlich Thanksgiving vor der Tür steht. Der Mann, der ihn solange umsorgt hat, kommt plötzlich nicht mit dem Futter sondern mit dem Messer .

Genauso unterliegen immer wieder Menschen dieser Truthahn-Illusion . Wer konnte sich schon vorstellen, dass eine Bank wie Lehman Brother pleite macht. Sogar die Experten gingen ja von weiterhin steigenden Immobilienpreisen aus vor der Subprime-Finanzkrise.

Wie gewinnen Sie Sicherheit bei Ihren Finanzentscheidungen?

Eine Sache ist absolut sicher: Sie wissen nicht mit 100 %iger Sicherheit, was morgen passiert. Jedenfalls nicht bis ins letzte Detail. Sie können vielleicht eine 95 %ige Wahrscheinlichkeit erreichen, wenn Sie nicht aus dem Haus gehen, nicht die Tür öffnen, auf keinen Fall den Gasherd betätigen und am besten den ganzen Tag im Bett bleiben.

Trotzdem könnte theoretisch immer noch das Haus über Ihnen zusammen brechen!

Genaus so sieht es mit Ihren Finanzentscheidungen aus.

Wenn Sie Ihr Geld zu 100 % auf dem Tagesgeldkonto parken oder alles immer nur ins Eigenheim stecken, ist das so , als ob Sie das Haus nicht mehr verlassen, aber trotzdem nicht wirklich sicher sind. (Sie wissen zumindest nicht sicher, ob Sie so das Risiko der Altersarmut verhindern können.)

Bei dieser Frage geht es also nie darum, wie Sie jeglichen Verlust vermeiden.

Es geht vielmehr um die Frage,

  • wie Sie mit überschaubaren Risiken Ihr(e) Ziel(e) erreichen,
  • wie Sie Ihre Zahlen im Blick haben und wissen, an welchen Stellschrauben Sie drehen können oder müssen,
  • wie Sie (wieder) selbst das Steuer in die Hand nehmen und sich dadurch sicher und weniger ausgeliefert fühlen.

Mehr Entscheidungskompetenz für mehr Entscheidungssicherheit

Statt sich auf die Aussagen anderer und die Berechnungen mathematischer Entscheidungsmodelle zu verlassen und dann vielleicht verlassen zu sein, trainieren Sie Ihre Finanz-und Entscheidungskompetenz. Gehen Sie auch mal ein (überschaubares) Risiko ein und machen Sie sich bewusst, welche Risiken Sie unbewusst schon eingegangen sind.

  • Lassen Sie sich von Ihrer Finanzplanerin oder Ihrem Finanzplaner ausrechnen, wie Sie Ihr(e) Finanz-Ziel(e), beispielsweise die gewünschte Rentenhöhe,  erreichen können.
  • Lassen Sie ausrechnen, wie viel Geld Sie monatlich dafür zurücklegen müssen je nach angenommener Rendite und Besteuerung?
  • Ermitteln Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft und entscheiden Sie dann, wie viel Risiko Sie eingehen wollen.
  • Machen Sie sich zur Gewohnheit, diese Zahlen alles zwei bis drei Jahre überprüfen zu lassen
  • Treffen Sie klare Entscheidungen, wofür Sie sparen und trennen Sie diese „Töpfe“
  • Überprüfen Sie Ihre Finanzanlagen hinsichtlich der angestrebten Ziele und der eingegangenen Risiken regelmäßig mindestens einmal pro Jahr
  • Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es am Anfang noch nicht so klappt oder Sie noch nicht den Zielerreichungs-Betrag zurücklegen können, aber verlieren sie die Sache nicht aus den Augen

Laut Professor Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung helfen mathematische Modelle in einer Welt der Unsicherheit nicht weiter, da die zugrunde gelegten Parameter und Daten viel zu gering sind um realistische Aussagen zu treffen. Stattdessen brauchen Menschen bei Finanzanlagen einfache Regeln  und vor allem eine solide Basis an Wissen und gefühlter (Selbst-)Sicherheit mit den Finanzthemen.

Wer könnte diese Regeln besser festlegen und umsetzen als Sie selbst?

Was tun wenn es nicht so klappen will?

Wie FinanzCoaching die Intuition stärken kann

Job interview or business meeting under two woman sitting at desk: adviser and customer.

Manchmal klappt es nicht so mit dem Geld und den Finanzen wie erhofft. Obwohl Sie sich doch die aller größte Mühe geben.

Woran kann das liegen?

Haben Sie schon einmal negative Erfahrungen mit Geld oder Finanzthemen gemacht? Dann geht es Ihnen wie viele Menschen. Oft werden negative Erfahrungen in die Zukunft fortgeschrieben oder bestimmte Verhaltensweisen, negative oder positive Eigenschaften werden auf Geld projiziert. Auch das findet meist unterbewusst statt und kann die eigene Finanzentscheidungskompetenz sehr lähmen oder schwächen.

Auch negative Emotionen und Erfahrungen können dazu führen, dass Sie vielleicht unterbewusst nichts mit Finanzthemen zu tun haben wollen, sich nicht genug kümmern oder fast zwanghaft immer wieder die falschen Finanzentscheidungen treffen.

Solche unterbewussten Projektionen, Denkblockaden oder „Erfolgshemmer“ können Sie durch Finanzcoaching auflösen und wieder selbst – bewusst und intuitiv – mit und ohne Geld – das Steuer in die Hand nehmen.

Dafür stehen wir – Lothar Schmidt in Landau und Kornelia Rendigs in Bremen – gerne zur Verfügung. Übrigens: Finanzcoaching funktioniert auch ganz prima als Telefoncoaching.

Nächste Woche wird Lothar Schmidt dann über Finanzentscheidungen in der Partnerschaft berichten und wie sie als Paar auf einen gemeinsamen Nenner kommen können.

Dieser Artikel ist Teil unseres gemeinsamen Blog-Projekts „Risiken verstehen und besser entscheiden“ von Kornelia Rendigs “finanzcoaching-bremen.de” und Lothar Schmidt Die private Finanzentscheidung

Herzlichst

Kornelia Rendigs

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Von Angsthasen und Helden

BLOG-Serie: Risiken verstehen und besser entscheiden

Wussten Sie eigentlich, dass die Risikobereitschaft bei unterschiedlichen Menschen auch sehr unterschiedlich ausgeprägt ist?

O.k. das war jetzt eher eine rhetorische Frage.

Hase Kaninchen Vektor von der SeiteJa natürlich kennen wir alle die „Angsthasen„, die sich früher nicht mal trauten, vom Startblock zu springen und die „Tollkühnen„, die gleich auf den Fünfer kletterten. Die  „Mutigen“ waren meist solange die „Helden“ bis sie sich mal wehgetan hatten. Dann waren sie plötzlich nur noch die Leichtsinnigen oder …… – was auch immer.

Schwarz-Weiss Denken

Offensichtlich lieben wir Menschen Schubladen, Kategorien und Extreme. Das macht das Leben einfacher. Und wir neigen ein bisschen zu Schwarz-Weiß-Malerei. Kennen Sie das auch? Ich will mich davon nicht frei sprechen. Das scheint in den Genen zu stecken. Wahrscheinlich war das in der Steinzeit wichtig, um blitzschnell lebenswichtige Entscheidungen treffen zu können.

Angst und Gier

vector illustration of a smiling financial shark and a frightened piggy bank

So ähnlich ist es nun auch bei der Geldanlage.  Auch da gibt es vemeintlich „ängstliche“ und „mutige“ Anlegerinnen. Gewinner sind meistens die Mutigen, weil sie höhere Renditen erzielen. Meistens –  nicht immer. Wenn Sie eine  Bauchlandung machen, dann heißen sie schnell die „Gierigen“.

Denn an der Börse wird zwischen „Angst“ und „Gier“ unterschieden. Obwohl da auch noch ganz andere Faktoren zum Tragen kommen. Das hatte ich in meinem Artikel zum Herdentrieb bereits beschrieben. Menschen laufen mit der Herde, weil sie sich dort sicher fühlen, nicht nur aus Gier.

Der blinde Fleck

Von Angst zum Mut als Konzept auf einem Straßenschild

Doch zwischen „schwarz“ und „weiß“ oder“ Angst“ und „Mut“ oder wie auch immer Sie es nennen , liegen viele verschiedene Nuancen. Und genau hier liegt der blinde Fleck. Die Risikobereitschaft – auch die finanzielle – ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Sie ist quasi angeboren, wie die Augen- oder Haarfarbe oder das Temparament.

Deshalb können Sie sich auch eine höhere Risikobereitschaft nicht antrainieren. Das wäre so, als wollten Sie sich eine andere Haarfarbe antrainieren. Das würde bei der Haarfarbe auch niemand von Ihnen erwarten. Bei Geldanlagen sieht das etwas anders aus. Vom Verbraucherschützer über Bank- und Finanzberater bis zu den Medien, erzählen Ihnen alle, was Sie tun müssten und was Sie lassen sollten. Doch ist das auch, was Sie wollen und brauchen?

Der kleine Unterschied

Rope jumping.Dazu kommt noch ein anderer Aspekt. Ob ein Mensch todesmutig von einem Berg springt, sagt überhaupt rein gar nichts darüber aus, ob er auch bei seiner Geldanlage eine hohe Risikobereitschaft besitzt. Das sind zwei Paar ganz verschiedene Schuhe. Also schließen Sie nicht einfach von Ihrer körperlichen Risikobereitschaft auf Ihre finanzielle Risikobereitschaft. Das könnte fatale Folge haben, wenn Sie dann bei der nächstbesten Krise Torschlusspanik bekommen und Fehlentscheidungen treffen.

Es gibt auch noch eine soziale, ethische oder unternehmerische Risikobereitschaft. Auch da kann die Ausprägung jeweils ganz unterschiedlich sein und ganz anders als bei der finanziellen Risikobereitschaft. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

Das Dilemma

Nun fragen Sie sich vielleicht, wozu das alles wichtig ist. Wozu sollten Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft kennen? Eigentlich wollen Sie doch überhaupt gar kein Geld verlieren. Es soll einfach sicher angelegt sein.  Aber was heißt schon sicher?

sinkende ZinsenWenn die Zinsen inzwischen so niedrig sind, dass Sie bei einer vermeintlich sicheren Geldanlage nicht mal mehr den Kaufkraftverlust durch die Inflation ausgleichen können, ist das dann sicher? Es fühlt sich sicher an, weil die Zahlen auf dem Konto die gleichen bleiben. Da steht kein Minus auf dem Kontoauszug. Doch in Kaufkraftverlust sieht das anders aus.

Eigentlich müssten Sie also ein höheres Risiko eingehen, um Ihre finanziellen Ziele für den Ruhestand, die Ausbildung der Kinder oder für andere Ziele erreichen zu können.

Theoretisch wissen Sie ja auch, dass sich die Aktienkurse in der Vergangenheit immer wieder erholt haben und dass die Renditen langfristig höher waren als bei verzinslichen Anlagen. Sie müssen das dann bloß eine Zeit lang aushalten können, wenn es mal nach unten geht.

Die richtige Mischung macht’s

Comfort Zone written on a wooden cube in office deskUnd genau da liegt das Problem. Wenn dieser „gefühlte Verlust“ oder das Minus vor den Zahlen nun so weit außerhalb ihrer Komfortzone liegt, dass Sie jetzt die Panik ergreift und Sie fluchtartig, dass Börsenparkett verlassen bzw. Ihre Aktien oder Fonds verkaufen, dann machen Sie wirklich Verluste. Denn dann geben Sie den Aktien nicht mehr die Chance, sich wieder zu erholen.

Das Problem der Messbarkeit: Wieviel Risikoanteil ertrage ich überhaupt

Deshalb ist es ganz wichtig, dass Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft kennen, damit Sie genau wissen innerhalb welcher Grenzen Ihre Komfortzone liegt und Sie ein Minus auf dem Konto auch mal vorübergehend aushalten können. Auch Ihr Berater oder Ihre Beraterin sollte diese Komfortzone kennen, um Ihnen den geeigneten Anlagevorschlag anbieten zu können.

Doch wie ermitteln Sie Ihre eigene finanzielle Risikobereitschaft? Dafür gibt es ja keine Messlatte und kein Thermometer.

Auch dafür gibt es eine Lösung. Diese verrät Ihnen mein Kollege Lothar Schmidt nächste Woche in der nächsten Ausgabe unseres gemeinsamen Blog-Projekts „Risiken verstehen und besser entscheiden“ von Kornelia Rendigs “finanzcoaching-bremen.de” und Lothar Schmidt Die private Finanzentscheidung

Herzlichst

Kornelia Rendigs

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