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Finanzielle Standortanalyse: Wie Ihnen diese 23 Fragen bei der finanziellen Verantwortung helfen

Die finanzielle Standortanalyse ist der erste und wichtigste Schritt, um finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Finanzielle Verantwortung klingt ja erst einmal nicht so prickelnd. Doch es lohnt sich. Sowie Sie mehr finanzielle Verantwortung übernehmen, ändert sich plötzlich ganz viel.

Sie können Einfluss nehmen auf Ihr finanzielles Geschick und Ihrer finanziellen Zukunft eine Richtung geben. Sie haben ab jetzt selbst das Steuer in der Hand. Auch in stürmischen Zeiten können Sie aktiv eingreifen und müssen nicht wie eine Matrosin passiv unter Deck sitzen bleiben. Ich bin immer wieder total begeistert, wenn ich sehe, welche Veränderungen bei meinen Kundinnen passieren, wenn Sie plötzlich finanzielle Verantwortung übernehmen.

Wollen Sie wirklich ran an das Thema? Mit allem was dazu gehört?

Dann möchte ich Sie zu diesem Schritt wirklich beglückwünschen. Super!

Was Ihnen finanzielle Verantwortung bringt

Es lohnt sich, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen.  Wenn Sie Single sind, dann haben Sie sowieso nicht die Wahl. Da funktioniert das Delegieren nur sehr eingeschränkt. 😉

In der Partnerschaft sieht es anders aus. Viele Frauen schrecken immer noch sehr vor finanzieller Verantwortung zurück. Sie delegieren diese lieber an den Partner oder an die Partnerin. Dabei zahlt es sich für beide Partner aus, wenn auch beide finanzielle Verantwortung übernehmen. Sie können dann auf Augenhöhe über das Thema Geld verhandeln. Mit partnerschaftlichen Vereinbarungen und Verträgen können Sie Ihr Commitment zum Ausdruck bringen. Solche Vereinbarungen geben Ihnen weit mehr Sicherheit als nur die Hoffnung: „Es wird schon alles gut gehen.“

Um welche Bereiche geht es bei der finanziellen Verantwortung?

Es geht bei der finanziellen Verantwortung nicht nur darum, höhere Einnahmen zu erzielen. Das ist eigentlich nur der erste Schritt. Es dreht sich um alle sechs wichtigen Bereiche:

  • Ihr Finanzielles Mindset
  • Ihre Einnahmen
  • Ihre Ausgaben
  • Sparen
  • Investieren
  • Kontrollieren

Wie sieht der erste Schritt aus?

Die finanzielle Standortanalyse ist der erste und wohl wichtigste Schritt. Bei der finanziellen Standortanalyse geht es darum, überall mal nachzuschauen – also auch wieder in allen sechs Bereichen. Das ist wichtig, denn ohne diese Analyse können Sie nicht herausfinden, was sich in der Vergangenheit bewährt hat oder eben nicht.

Jetzt kommt neben Kassensturz und Vermögensanalyse auch das finanzielle Mindset wieder ins Spiel. Denn bessere finanzielle Ergebnisse sind häufig ohne Verhaltensänderungen und neue Denkweisen kaum möglich.

Dazu möchte ich mir einen ersten Tipp erlauben:

1. Tipp zur finanziellen Standortanalyse: Seien Sie gnädig mit sich selbst! Klick um zu Tweeten

Im Finanz Coaching erlebe ich immer wieder wie streng meine Kundinnen mit sich selber sind. Natürlich kenne ich das von mir selbst auch. 😉 Schließlich bin ja auch in ein Frau. 😉

Doch gerade diese Strenge, die Selbstvorwürfe und Verurteilungen werfen Sie meilenweit zurück. Sie hemmen Ihr Potenzial und blockieren Ihre Kreativität.

Warum positive Fragen für die finanzielle Standortanalyse hilfreich sind

Stattdessen ist es hilfreicher, positive Fragen zu stellen oder sich stellen zu lassen. Statt zu fragen: „Warum habe ich das wieder nicht geschafft?“, könnten Sie fragen. „Wann habe ich es schon mal geschafft?“ und „Wie habe ich es damals hinbekommen“. „Was hat mir damals geholfen?“

2. Tipp : Positiv fragen: „ Wann ist es mir schon mal gelungen?“ Klick um zu Tweeten

In dem Moment ist Ihre Kreativität in Sachen Problemlösung erwacht und entfacht. Genau deshalb geht es bei der finanziellen Standortanalyse auch hauptsächlich um Fragen. Fragen regen zum Nachdenken an. Sie können viel Kreativität und Potenzial freisetzen. Vor allem können Fragen festgefahrene Denkstrukturen auflockern und das konstruktive Denken wieder in den Fluss bringen.

Als Anregung für Ihre finanzielle und mentale Standortanalyse habe ich beispielhaft die folgenden 23 Fragen zusammengestellt:

23 hilfreiche Fragen für die finanzielle Standortanalyse

1. Frage: Was motiviert Sie noch im Leben außer Geld?

Für Frauen ist Geld eher selten eine echte Antriebskraft aus meiner Erfahrung. Für Frauen zählen häufig andere Motivationen, wie Hilfsbereitschaft oder Gemeinschaft. In diesen Fällen stellt sich eher die Frage, wie Sie Ihre wahre Motivation zu Geld machen können. Wie lässt sich das eine mit dem anderen sinnvoll verbinden.

Es gibt einige hilfreiche Instrumente, um die eigene Motivation und die inneren Antriebskräfte zu ergründen. Manchmal reicht es auch schon aus, mit Menschen zu sprechen, die Sie wirklich gut kennen. So ein ehrlich gemeinter Spiegel kann das Selbstbild manchmal gerade rücken und äußerst erkenntnisreich sein.

2. Frage: Welche Werte sind Ihnen wirklich wichtig im Leben?

Manchmal sind die eigenen Werte nicht wirklich bewusst und können in finanzieller Hinsicht eher hinderlich sein. Wenn Ihnen „Gerechtigkeit“ ein hoher Wert ist, finden Sie es vielleicht unterbewusst sogar verwerflich, mehr Geld als andere Menschen einzunehmen. Sie haben möglicherweise ein schlechtes Gewissen dabei und einen inneren Zielkonflikt.

Dann ist es ganz wichtig noch mal darüber nachzudenken, wie Sie Gerechtigkeit definieren. Wie könnten Sie mit einem höheren Einkommen vielleicht sogar einen wichtigen Beitrag für mehr Gerechtigkeit leisten?

3. Frage: Welche Ziele haben Sie in der Vergangenheit verfolgt?

Auch für Ziele gilt, dass Sie nicht immer bewusst sind. Manche Menschen sabotieren ihren eigenen finanziellen Erfolg, um sich an ihren Eltern zu rächen. Klingt schräg, kommt aber gar nicht so selten vor. Manche Frauen wollen ihren Müttern beweisen, dass sie als „Nur-Hausfrauen“ die besseren Mütter und die besseren Ehefrauen sind. Da gibt es wirklich die unglaublichsten unterbewussten Ziele. Darum lohnt es sich wirklich immer mal wieder hinzuschauen.

4. Frage: Wie sieht es mit Ihrem Durchhaltevermögen und Ihrer Selbstkontrolle aus?

Wer hat bei Ihnen die Vorherrschaft, die „innere Macherin“ oder die „innere Planerin“?  Handeln Sie eher spontan oder überlegen Sie bei finanziellen Themen ganz in Ruhe? Wie sieht es mit Spontankäufen aus? Lassen Sie sich leicht verführen?

5. Frage: Wie sieht es mit Ihrem Sparverhalten aus?

Sparen Sie regelmäßig oder nur, wenn am Monatsende etwas übrig bleibt? Setzen Sie sich Ziele beim Sparen und planen sie für den Ruhestand?

6. Frage: Was könnten inspirierende Ziele für Sie sein?

Was inspiriert Sie und würde finanziellen Erfolg für Sie lohnenswert machen? Wie würden Sie Ihren Ruhestand verbringen, wenn Sie sich das finanziell leisten könnten?

7. Frage: Was könnte Ihnen helfen, diese Ziele umzusetzen?

Ziele spielen eine wichtige Rolle bei der finanziellen Standortanalyse. Deshalb werde ich im Blog demnächst noch ausführlich dazu schreiben.

8. Frage: Wann ist es Ihnen schon einmal gelungen, erfolgreich finanzielle Ziele zu erreichen und was hat Sie dabei inspiriert oder angetrieben?

Welche Erkenntnisse und Erfahrungen haben Sie in Ihrer Gedächtnis-Schatzkiste und wie können Sie diese nutzen? Wie können Sie Ihre Erinnerungen an Erfolge der Vergangenheit wieder aktivieren, um sich zu motivieren?

9. Frage: Wie sieht Ihre Einnahmen-Ausgaben-Bilanz aus?

Das ist für viele ein leidiges Thema. Wie sieht es bei Ihnen aus? Was könnte Sie motivieren, um sich damit auseinander zu setzen? Wie könnten Ihnen Zahlen wieder Spaß machen? Ein wichtiges Thema zu dem es im nächsten Blog weitere Infos gibt.

10. Frage: Welche Änderungen wünschen Sie sich in Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz?

Wenn Sie sich mit Ihrer Einnahmen- Ausgaben-Bilanz befassen, kann es passieren, dass Ihnen die Ergebnisse nicht besonders gefallen. Leicht stellen sich dann unangenehme Gefühle ein und Selbstvorwürfe. Um nicht in den Frust-Modus zu geraten, ist es jetzt wichtig ganz schnell wieder nach vorne zu schauen.  Auch wenn es im Moment vielleicht absurd klingt, wie wünschen Sie sich den Zielzustand? Schreiben Sie am besten alle Änderungswünsche auf. Wenn sich dann der innere Kritiker meldet und verkündet, „Das schafft du doch sowieso nicht.“, dann antworten Sie ihm doch einfach mal ganz entscheiden: „Deine Meinung ist jetzt nicht gefragt.“

11. Frage: Was möchten Sie an Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz verändern?

Jetzt wird es etwas konkreter als bei der Frage 10. Es geht um Maßnahmen, also darum ins Handeln zu kommen.  Welche ersten Schritte wollen Sie unternehmen? Wo wollen Sie Prioritäten  setzen? Welche Ausgaben wollen Sie reduzieren? Wie wollen Sie das Thema Sparen oder Investieren angehen? Wie könne Sie größere Projekte mit Hilfe der Salamitechnik in kleine Scheibchen-Aufgaben verwandeln?  Frei zitiert nach Erich Kästner heißt es nun: Es gibt nichts Gutes außer frau tut es … 😉

12. Frage: Wie sieht es mit Ihrer Ruhestandsplanung aus?

Das ist inzwischen bei der finanziellen Standortanalyse ein wichtiges Thema geworden. Haben Sie sich mit dem Thema schon auseinander gesetzt ? Haben Sie schon einen Überblick? Bis wann wollen Sie sich einen Überblick verschaffen oder wen wollen Sie damit beauftragen?

13. Frage: Wer kann Ihnen bei der finanziellen Standortanalyse Ihre Fragen beantworten oder Sie beraten?

Gibt es Menschen im Freundes- oder Familienkreis, die Ihnen weiterhelfen oder Ihnen eine Expertin empfehlen können? Haben Sie im Internet recherchiert oder schon Kontakt aufgenommen? Was ist Ihnen der Rat einer Expertin wert? Wie viel Zeit und Arbeit wollen Sie investieren, um sich zu informieren?

14. Frage: Was hindert Sie konkret, sich mit dem Thema Finanzen zu befassen?

Wenn Sie die Situation oder Ihr Verhalten ändern möchten, ist die finanzielle Standortanalyse eine gute Gelegenheit. Sie können Ihre inneren Geldsaboteure entlarven. Das sind negative Glaubenssätze und Überzeugungen über Geld oder sich selbst.

15. Frage:  Wie könnten Sie diese „Hinderungsgründe“ ändern?

Manchmal hilft es bereits, die Hinderungsgründe aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching tausche ich manchmal die Stühle mit meinen Klientinnen. Um Lösungen zu suchen und Veränderungen einzuleiten, ist es wichtig nach vorne zu schauen. So können Sie gedanklich die vermeintlichen Hindernisse schon mal aus dem Weg zu räumen.

16. Frage:  Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an das Thema Geld denken?

Nehmen Sie Ihre Gefühle ernst oder verdrängen Sie diese? Jetzt ist der richtige Moment, um bei der finanziellen Standortanalyse noch einmal in sich zu gehen. Wenn Ihre Erfahrungen mit Geld immer wieder negative Gefühle auslösen, empfiehlt es sich, Unterstützung zu suchen. Manchmal reichen schon zwei oder drei Finanz Coaching Sitzungen, um die Geld-Beziehung nachhaltig zu verbessern. Manchmal reicht sogar schon, sich darüber bewusst zu werden.

17. Frage: Wie möchten Sie sich in Zukunft fühlen, wenn Sie an das Thema Geld denken?

Gefühle haben großen Einfluss auf unser Verhalten. Die Vorstellung positiver Gefühle hat starke motivierende Kraft und wird beim Coaching gerne angewendet, um in einen positiven Lösungsmodus hinein zu gelangen.  Probieren Sie es doch mal aus!

18. Frage: Was könnte Ihnen helfen, sich beim Thema Finanzen sicherer zu fühlen?

Gerade Frauen fühlen sich beim Thema Finanzen oft unsicher. Nutzen Sie die finanzielle Standortanalyse, um sich ein Gefühl der Sicherheit zu verschaffen. Was braucht es, damit Sie sich sicher fühlen? Wie könnte Ihnen das auch beim Thema Finanzen gelingen?

19. Frage: Wann haben Sie sich schon einmal sicher gefühlt

Wann gab es schon Situationen, in denen Sie sich sicher gefühlt haben und wie haben Sie das damals gemacht? Was können Sie jetzt bei Ihrer finanziellen Standortanalyse davon anwenden? Was können Sie zukünftig nutzen für gute Finanzentscheidungen?

20. Frage:  Welche Rolle hat Geld dabei gespielt, als Sie sich schon einmal sicher gefühlt haben?

Falls Sie sich gerade in einer Phase der Unsicherheit befinden, ist es wichtig die Erinnerung an eine sichere Zeit zu vergegenwärtigen. Das hilft Ihnen, wieder einen kühlen Kopf und einen klaren Durchblick zu bekommen.

21. Frage: Wie sieht Ihr Wunschtraum-Zielzustand am 31.12.2017 aus, wenn Sie ab heute finanzielle Verantwortung übernehmen?

Was könnte Sie so sehr inspirieren, dass Sie in Sachen Verantwortung Ihr Kommitment geben und sich auch noch auf einen festen Termin festlegen würden? Ist Ihnen das Thema finanzielle Verantwortung inzwischen so wichtig, dass Sie es wagen?

22. Frage: Wie sieht ihr finanzieller Zielzustand am 31.12.2022 aus?

Für die langfristige Entwicklung ist es gut, wenn Sie auch langfristige Ziele vor Augen haben. Trauen Sie sich und verlassen Sie die Komfortzone. Am Anfang kostet es Überwindung. Später belohnt sie der Erfolg.

23. Frage: Wie und womit haben Sie rückblickend am 31.12.2022 diesen Zielzustand erreicht?

Können Sie sich vorstellen, Sie hätten gerade eine Zeitreise gemacht und würden jetzt zurück blicken? Wie haben Sie es hingekriegt, Ihre Ziele zu erreichen? Was hat Ihnen geholfen? Was wollen Sie davon in nächster Zeit nutzen?

 

Die Liste mit Fragen für die finanzielle Standortanalyse ließe sich unendlich fortsetzen. Wichtig ist, dass Sie sich die relevanten Fragen aussuchen, die für Sie persönlich wichtig sind. Genauso gehe ich im Finanz Coaching vor.

Auch hier gilt: Gehen Sie dabei bitte rücksichtsvoll mit sich selber um! Überfordern Sie sich nicht gleich mit 100 Fragen. Vorsicht auch vor der Perfektionismus-Falle. Stattdessen könnten Sie es wieder mal mit der Salamitechnik probieren. Immer schön scheibchenweise!

Das Wichtigste bei Ihrer finanziellen Standortanalyse ist, dass Sie Spaß dabei haben. Wenn ein solches Unterfangen den Charakter einer Strafarbeit hat, wird es schwer gelingen.

Im nächsten Blog-Beitrag geht es um die finanziellen Ziele. Lesen Sie, wozu Ziele wichtig sind, wie Sie Ziele erfolgreich definieren und worauf es ankommt bei der Festlegung Ihrer Ziele. Ich freue mich,  wenn Sie wieder dabei sind. Auch über Ihre Erfahrungen, Anregungen oder Kritik im Kommentar, würde ich mich wirklich freuen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreich finanzielle Standortanalyse und Spaß bei der finanziellen Verantwortung.

Herzlichst
Ihre

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Die 5-Schritte-Strategie für Ihre Finanzielle Verantwortung

Finanzielle Verantwortung ist für Frauen ein heikles Thema. Dabei ist sie so wichtig, denn die Risiken für Frauen sind groß, wenn Sie finanzielle Verantwortung meiden.

Heute geht es im Blog darum, wie Sie es schaffen können, mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Wir Frauen tun uns nämlich immer noch sehr schwer damit. Wir haben die finanzielle Verantwortung  auch nicht gelernt. Von wem auch? Unsere Mütter und Großmütter hatten in finanzieller Hinsicht noch nicht viel zu sagen. Die älteren von ihnen wurden im Dritten Reich geboren. Sie haben damals gelernt, dass die Aufgabe einer Frau darin besteht, Kinder zu gebären, um kleine Soldaten zu produzieren. Leider blieb einiges davon nach 1945 sowohl in den Köpfen als auch im Gesetzbuch haften.

Warum es für Frauen so schwierig ist, finanzielle Verantwortung zu übernehmen

So durften bis 1977 verheiratete Frauen ohne Zustimmung ihres Ehemanns nicht mal einen Arbeitsvertrag abschließen. Bis 1958 hätte dieser den Arbeitsvertrag seiner Ehefrau sogar ohne ihre Zustimmung fristlos kündigen können. Hätte dieser Ehemann seiner Ehefrau gestattet, berufstätig zu sein, dann hätte er ihren Lohn verwaltet. Sie hätte nicht mal ein eigenes Konto eröffnen dürfen. Erst 1962 wurde dies geändert.

Das alles ist heute unvorstellbar. Doch im Unterbewusstsein ist es immer noch präsent. Kein Wunder also, dass da in uns Frauen immer noch die Tendenz schlummert, finanzielle Verantwortung lieber zu meiden. Diese Tendenz wird gespeist aus der Angst vor Ablehnung, vor Fehlern, vor Inkompetenz oder Unweiblichkeit. Auch die Angst vor Mathematik und Zahlen spielt eine große Rolle. Die Liste lässt sich wohl unendlich fortsetzen.

Doch wenn Sie keine Verantwortung übernehmen, können Sie auch nicht steuern. So wie ein Schiff mit ausgefallener Ruderanlage im Sturm den Wellen hilflos ausgeliefert ist, sind auch Sie dann ausgeliefert. Deshalb ist es auch in Krisenphasen ganz wichtig, den Zustand der finanziellen Selbstverantwortung schnellst möglich wieder herzustellen.

Aus eigener Erfahrung und aus zwanzig Jahren Beratungspraxis habe ich die 5-Schritte-Strategie zusammengestellt, die ich als hilfreich und nützlich empfinde. Ob das auch für Sie die richtige Strategie ist, ist letztendlich immer eine Einzelfall-Entscheidung. Sie kann in dem einen Fall richtig und in dem anderen Fall vielleicht gerade nicht die optimale Lösung sein. Solche Empfehlungen sind letztendlich immer nur Denkanstöße und Möglichkeiten. Was Sie jetzt gerade brauchen und Ihnen am besten hilft, kann dann im Zweifelsfall nur in einem Einzelgespräch geklärt werden. Dafür stehe ich Ihnen dann gerne telefonisch, persönlich oder über Skype zur Verfügung.

Die 5-Schritte-Strategie für Ihre finanzielle Verantwortung

1. Schritt: Standortanalyse

Mit der Standortanalyse meine ich in erster Hinsicht eine Bedarfsanalyse. Leider erlebe ich im Finanz Coaching immer wieder, dass Klientinnen sich primär mit Ihren Fehlern und scheinbaren Inkompetenzen, mit unangenehmen Erfahrungen und den vermeintlich unlösbaren Problemen befassen. Das ist durchaus nachvollziehbar und auch verständlich. So wurden wir Frauen in aller Regel noch erzogen. Es ist folglich eine absolut normale Reaktion. Doch leider ist sie absolut nicht hilfreich!

Wenn Sie sich primär mit Ihren Problemen, mit der Vergangenheit und Ihren eigenen Fehlern befassen, geraten Sie leicht in eine Art Problem-Trance. Das ist ein bisschen vergleichbar mit dem Versinken im Treibsand. Sie strampeln und rudern. Doch statt sich zu befreien, wühlen Sie sich immer tiefer ein.

Deshalb geht es bei der Standortanalyse immer darum, nach vorne zu blicken. Beim Blick nach vorne geht es dann um die Frage, was oder wer würde Ihnen weiterhelfen? Wie könnte die Lösung Ihres Problems aussehen? Welche Ziele inspirieren Sie, um mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen?

Hilfreiche Fragen:

  • Welchen Nutzen kann ich aus mehr finanzieller Verantwortung ziehen?
  • Wer würde außer mir noch davon profitieren?
  • Wie könnte die Situation aussehen oder sich anfühlen, wenn ich erfolgreich finanzielle Verantwortung übernehme?
  • Wann habe ich schon einmal finanzielle Verantwortung wahrgenommen in meinem Leben und wie habe ich das damals gemacht?

Standpunkt wechseln …

Sehr hilfreich bei Ihrer Standortanalyse kann auch ein Standpunktwechsel sein. Manchmal reicht es, einen Schritt zur Seite zu treten, dreimal tief durchzuatmen und dann die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching bitte ich meine Klientinnen manchmal, mit mir den Platz zu tauschen. Ich ermutige Sie dazu, sich in meine Position zu versetzen und nun aus der Coach-Position die eigenen Probleme zu betrachten. Erstaunlicherweise fällt es dann viel leichter, Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Anschub-Unterstützung oder selber machen?

Zur Standortanalyse gehört natürlich auch eine finanzielle Analyse. Wie hoch sind Ihre Einnahmen und Ausgaben? Wie sieht es mit der Vorsorge und Ruhestandsplanung aus? Wo finden Sie Antworten oder wer kann Ihnen helfen?

Wenn Sie mit finanzieller Verantwortung ohnehin gerade ein Problem haben, ist es fraglich, ob Sie diese Dinge alle selbst und alleine regeln sollten. Vielleicht könnte eine „Anschub-Unterstützung“ in Form von Finanz Coaching oder Ruhestands- und Finanzplanung hilfreich sein. Zum Thema Ruhestandsplanung gibt es demnächst im neuen Vermögen & Zukunft Blog auch noch weitere Informationen.

2. Schritt: Ziele formulieren

Die eigenen Ziele sind sehr maßgeblich und entscheidend für das, was Menschen im Leben erreichen. Das Verrückte an der Sache ist, dass gewisse Ziele nicht bewusst sind. Manchmal sind die wahren Ziele im Unterbewusstsein vergraben . Das kann mit einer verstrickten Geld-Beziehung oder negativen Erfahrungen zusammen hängen. Manchmal sind es negative Glaubenssätze , die unsere wahren Ziele definieren.

Unbewusste Ziele aufdecken

In einem meiner Vorträge meinte mal eine Zuhörerin, Geld sei „ … das Grundübel des Kapitalismus“. Es war nur ein Vortrag und kein Coaching. Deshalb verkniff ich mir die Frage, „Wenn Geld das Grundübel des Kapitalismus ist, wer bist du dann, wenn du Geld hast?“

Sehen Sie das Problem?

Diese Frau hätte als Coach durchaus gerne mehr Geld verdient, aber dann wäre sie sehr schnell in die Nähe des „Grundübels“ gerückt. Davor wollte ihr Verstand sie natürlich schützen. Deshalb ist es wichtig, auch die unterbewussten Ziele aufzudecken.

Viel problematischer finde ich jedoch, dass viele Frauen keine finanziellen Ziele haben. Das höre ich jedenfalls in der Beratung sogar des öfteren. Darin sehe ich eine große Gefahr. Ohne konkrete Ziele können Sie nicht vernünftig für die Zukunft planen. Sie sind viel leichter manipulierbar und damit ein potenzielles Opfer von Finanzbetrügern, wenn Sie nicht wissen, was Sie wollen. Deshalb ist es wirklich wichtig, dass Sie sich mit Ihren Zielen befassen und planen.

Mein 1. Tipp für finanzielle Verantwortung: Schreiben Sie 100 finanzielle Ziele auf. Klick um zu Tweeten

Ich finde das ist eine sehr interessante Übung.  Vor allem ist sie nicht ganz einfach. Ich bin inzwischen bei Ziel Nr. 79 angekommen. Ich will mich aber auch nicht unter Zeitdruck setzen.  🙂 Viel Erfolg dabei!

3.Schritt: Eine Strategie entwickeln

Eine Strategie zu haben, ist immer sinnvoll. Zum einen haben Sie dann einen roten Faden, an dem Sie sich entlang hangeln können. Zum anderen lassen Sie sich nicht so leicht verunsichern.

Mit Gegenwind kalkulieren

Gerade das ist unter Umständen ein wichtiger Aspekt. Es könnte nämlich sein, dass nicht alle Menschen jubeln und „Hurra“ schreien, wenn Sie nun plötzlich Verantwortung übernehmen wollen. Vielleicht war es in der Vergangenheit für andere ganz bequem, dass Sie keine finanzielle Verantwortung übernommen haben. Sie hatten ja in finanzieller Hinsicht keine Ahnung, keine Meinung und vor allem keine Widerworte. Das hat Sie höchst wahrscheinlich zu einer angenehmen und bequemen Zeitgenossin gemacht. Dies würde sich nun ändern. Es könnte also passieren, dass Sie Gegenwind bekommen. Dafür brauchen Sie eine Strategie.

Familien-Finanz-Strategie entwickeln

Andererseits gibt es womöglich auch Menschen, die es sehr begrüßen, wenn Sie nun zukünftig mehr finanzielle Verantwortung übernehmen. Vielleicht ist Ihr Partner oder Ihre Partnerin dankbar, wenn Sie sich endlich ein bisschen mehr interessieren und ein bisschen mehr kümmern. Dann können Sie die Strategie am besten gleich gemeinsam entwickeln. Vereinbaren Sie einen gemeinsamen Termin und lassen Sie sich die Familienbuchhaltung erklären.

2. Tipp für finanzielle Verantwortung: Fragen stellen! Klick um zu Tweeten

Manchmal kann es auch hilfreich sein, mit einer neutralen Person zu reden. Aufschreiben ist ebenfalls hilfreich. Sie können ein Mindmap oder eine To do Liste erstellen. Egal was auch immer Sie tun, Sie sind dann im Prozess. Das ist schon mal ein erster Schritt und vielleicht sogar ein Meilenstein. Weiter so!

4. Schritt: Umsetzung mit der Salami-Technik

Wenn es dann an die Umsetzung geht, kommt die nächste Herausforderung. Ich erlebe oft, dass Klientinnen gerne finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Sie wissen aber einfach nicht, wo sie anfangen sollen. Finanzielle Verantwortung ist ein komplexes Thema, vor allem wenn es neu ist. Dann erscheint der Berg riesengroß und unüberwindbar.

Genau hier kommt nun die Salami-Technik ins Spiel. Versuchen Sie, den großen Haufen an Aufgaben und Herausforderungen in möglichst kleine Teilaufgaben-Scheibchen zu zerkleinern. Je kleiner Ihre Teilaufgaben sind, desto schneller werden Sie bei der Umsetzung Erfolge erzielen.

Mein 3. Tipp für finanzielle Verantwortung: Die Salami-Technik nutzen. Klick um zu Tweeten

Aus meiner Sicht ist es auch immer wieder lohnenswert, ein bisschen herum zu probieren. Sind Sie beispielsweise eher der Haushaltsbuch-Typ und schreiben alles in ein schönes Büchlein oder sind Sie eher der Tabellen-Typ und arbeiten lieber am PC. Ich selbst arbeite seit Jahren mit STARMONEY und habe da viele Regeln und Automatismen installiert, die mir genau diese ungeliebte Arbeit erleichtern. Allerdings erfordert das erst einmal einen relativ hohen Aufwand an Zeit und Arbeit. Doch das lohnt sich aus meiner Sicht.

Ruhestandsplanung und Salami-Technik

Wenn Sie das Thema Ruhestandsplanung allein angehen wollen, müssen Sie Ihre Salami in ziemlich viele Scheiben schneiden. Ich habe im Frühjahr anlässlich eines Finanzworkshops zum Internationalen Frauentag versucht, die Ruhestandsplanung anhand frei verfügbarer Rechentools im Internet zu erstellen. Das habe ich dann den Teilnehmerinnen im Workshop präsentiert. Leider hatte ich die meisten Teilnehmerinnen dann auch nach fünfzehn Minuten verloren.

Schade, aber nachvollziehbar. Es hat mich schließlich Jahre meines Lebens gekostet, mein Wissen zusammen zu tragen. Trotzdem muss ich ständig am Ball bleiben in Sachen Weiterbildung. Kein Fall ist wie der andere und ständig ändern sich die Gesetze. Deshalb empfehle ich Ihnen, gerade beim ersten Mal die Ruhestandsplanung in Auftrag zu geben.

Zusammenfassend würde ich in Sachen Salami-Taktik sagen: Wenn Sie wirklich dauerhaft finanzielle Verantwortung übernehmen wollen, ist es ungemein wichtig, dass Sie sich selber kennen lernen und herausfinden, was Ihnen liegt und Ihrem Typ am meisten entgegenkommt. Dann stehen Ihre Chancen gut, dass es funktioniert und Sie auch durchhalten.

5.Schritt: Controlling

Auch ein funktionierendes Controlling-System gehört zwingend dazu, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Zum einen ist es wichtig, regelmäßig einen Selbst-Check vorzunehmen, um zu schauen was gut und was weniger gut funktioniert. Zum anderen brauchen Sie ein Controlling-System für Ihre Finanzen.

Natürlich ist das regelmäßige Pflegen der Zahlen bereits die halbe Miete. Dann haben Sie meistens schon einen guten Überblick. Doch häufig reicht es nicht, wenn Sie Ihre Zahlen fein säuberlich in Tabellen eintragen, ohne diese zu hinterfragen oder auszuwerten. Außerdem besteht die Gefahr, in eine Art Betriebsblindheit zu geraten. Auch hier heißt es deshalb: Wachsam sein!

Delegieren oder selber machen?

Um die Ruhestandsplanung im Blick zu behalten, müssen Sie in Sachen Controlling einen ziemlich hohen Aufwand betreiben. Durch die ständigen Gesetzesänderungen kann sich ganz schnell eine Lücke in Ihrer Planung ergeben. So wie die Einführung der Rentenbesteuerung oder die Einführung der Krankenkassen-Beitragspflicht für Betriebsrenten für viele Menschen ein tiefer Einschnitt für die Ruhestandsplanung war.

Die Erfahrungen mit meinem Finanz-Workshop haben mir außerdem gezeigt, dass viele Frauen damit schlichtweg überfordert sind. Es ist schwierig, den Bedarf im Ruhestand einzuschätzen. Dazu kommt, dass von der Rente auch noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Das alles einzeln zu berechnen, ist äußerst mühsam.

An die Inflation gewöhnen

Was unser menschliches Gehirn jedoch völlig überfordert, ist die Sache mit der Inflation. Die Vorstellung, was Inflation für Auswirkungen hat und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, ist für das Gehirn eine absolute Überforderung. Wissenschaftler bezeichnen dieses Phänomen auch als „Geldillusion“. Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder und vor allem früh genug, mit den Zahlen auseinander zu setzen. Sie müssen ja nicht selber rechnen. Ich denke, dass das Delegieren in diesem Fall der bessere Weg ist Geben Sie die Finanzmathematik in die Hände einer Expertin.

Damit Sie nun auch richtig durchstarten können, geht es nächste Woche weiter mit der Standort-Analyse. Welche Fragen dabei wichtig sind  und worauf Sie achten sollten, verrate ich im nächste  Blog.

In diesem Sinne viel Erfolg! Bis nächsten Donnerstag 🙂

 

 

Herzlichst
Ihre

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Hat Geld Sie schon einmal glücklich gemacht? – Wie mir diese Frage die Augen geöffnet hat

„Geld macht nicht glücklich“

oder

„Geld allein macht nicht glücklich“,

das sind nicht nur geläufige Redewendungen. Bei vielen Menschen sind es auch tief verwurzelte Glaubenssätze. Ich kann das gut nachvollziehen, denn es gibt Situationen oder Phasen im Leben, da drängen sich diese Glaubenssätze gerade zu auf.

Nach der Finanzkrise 2008, hatte auch ich so meine Zweifel.

Wie konnte es soweit kommen, dass Menschen nur für Geld und noch mehr Geld, das Schicksal anderer Menschen aufs Spiel setzten?

In den USA hatten viele Menschen ihren Job und ihr Zuhause verloren. Die Krise schlug weltweit große Wellen und auch Europa geriet schnell mit in den Sog. Wem konnte ich noch trauen und womit konnte ich selbst noch einen Beitrag leisten? Aus der Finanzkrise wurde eine Sinnkrise und dann eine lange Suche. Heute bin ich angekommen und habe die Antwort gefunden. Doch davon später.

Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?

Ich bin ein großer Fan von Fragen.

Fragen helfen, das Leben und die Menschen besser zu verstehen. Klick um zu Tweeten

Deshalb poste ich auch regelmäßig Fragen zu Geld auf meiner Facebook Fanpage. Letzte Woche kam mir dann diese Frage in den Sinn:


Hat Geld  m i c h  schon mal glücklich gemacht? Ist das nicht eine interessante Frage? Wir wissen doch immer ganz genau, wann und wie Geld uns unglücklich gemacht hat. Und natürlich war dann das böse Geld schuld. 😉 Na ja, oder die anderen.

Aber anders herum gefragt …? Die Frage wird selten gestellt finde ich. Fast so, als ob es unanständig wäre, mit Geld oder wegen Geld glücklich zu sein. Oder sehen wir das Glück nicht so wie das Unglück? Vergessen wir es schneller wieder? Wie geht es Ihnen damit?

Mir fiel jedenfalls sofort die Antwort ein: Ja!

Ich habe während meines Studiums jahrelang mein Kindergeld in einen Investmentfonds eingespart. Da ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnte und mein Studium mit BaföG und Nebenjobs finanzierte, bekam ich von Ihnen das Kindergeld überwiesen. Ich ließ es direkt per Bankeinzug in einen Fonds einfließen. Mein großes Ziel war, irgendwann im Studium ein Auslandspraktikum „ganz weit weg“ zu machen.

Am 4. Oktober 1992 war es soweit. Ich lieferte meine Diplomarbeit ab und sprang in den Zug nach München. Damit begann das größte Abenteuer meines Lebens. Ich untersuchte und recherchierte eine Woche lang, wie deutsche Autos, bis in die kleinste Schraube zerlegt, in riesige Kisten und Container verpackt wurden. Dann verfolgte ich Ihre Reise bis nach Südafrika in die Nähe von Johannesburg. Dort untersuchte und recherchierte ich sechs Monate lang, die Wege von Schrauben, Kotflügeln, Windschutzscheiben, Scheibenwischern, Rädern und Radios. Ich befragte an die 100 Menschen und recherchierte auf dem Werksgelände auf der Suche nach Fehlerquellen, Schwächen und Mängeln.

Glücklich mit Geld – ein großes Abenteuer

Es war eine unglaublich spannende Zeit, denn ein Jahr später wurde Nelson Mandela zum Präsident gewählt. Wir deutschen Praktikantinnen und Praktikanten führten heiße Diskussion mit unseren farbigen und weißen Kollegen über die Zukunft Südafrikas. Einige der farbigen Kollegen waren politisch aktive ANC Mitglieder und wir diskutierten über die Vor-und Nachteile föderalistisch oder zentralistisch organisierter Staaten. Ich lernte viele Menschen und viele Meinungen kennen und erfuhr wie die Jahrzehnte lange Trennung und Unterdrückung der Apartheit ihre Wahrnehmung und ihr Denken geprägt hatte.

Auch wenn dieses Abenteuer letztendlich für meine Karriere nicht entscheidend war, möchte ich die Zeit nie missen. Sie hat meinen Horizont deutlich erweitert und vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Dies alles zu erleben, war für mich wie ein kleines Wunder. Es war allein dem Umstand zu verdanken, dass ich die benötigte Summe Geld für den Flug und die Reise zusammen gespart hatte und dass ich ein klares Ziel vor Augen hatte.

Dieses Geld hat mich sehr glücklich gemacht.

Es gab sicherlich auch noch andere Momente in meinem Leben, in denen Geld mich glücklich gemacht hat. Doch dieser war wohl mit Abstand der herausragendste.

Was hat mich wirklich glücklich gemacht?

Letztendlich war es aber nicht das Geld, das mich glücklich gemacht hat. Es war vielmehr das, was ich mit Geld erreicht hatte. Geld war letztendlich nur das Werkzeug und es war mir sehr dienlich.

Bei negativen Erfahrungen mit Geld sieht die Sache meist anders aus. Wenn wir negative Erfahrungen mit Geld machen, beurteilen wir diese meist auch negativ. Geht es Ihnen nicht auch so? Dann ist es eher unangenehm oder peinlich, darüber zu reden. Dann meldet sich prompt die innere Stimme und sagt: „Wie konntest du nur?“ Meist melden sich danach auch unverzüglich die Stimmen im Außen und fragen: „Wie konntest du nur?“

Wenn wir uns mit Schuld- und Schamgefühlen belasten oder belastet werden, ist es äußerst schwierig die Urheberrolle der finanziellen Ergebnisse zu vertreten. Es ist einfacher, die eigenen Schuld- und Schamgefühle und die Ursachen auf Geld zu projizieren.

Schuld- und Schamgefühle sind finanzielle Erfolgskiller Klick um zu Tweeten

Auch die Familie, der Partner oder die Gesellschaft sind beliebte Projektionsflächen. Es einfacher anderen die Schuld und die Verantwortung zu geben, als bei sich selbst nach Erkenntnissen zu suchen. Das hängt sehr stark mit unserer negativen Fehlerkultur zusammen.

Dabei lernen wir Menschen noch immer am meisten aus unseren Fehlern. Auch die negativen Erfahrungen haben meistens einen Sinn oder eine Aufgabe im Leben. Doch diese erkennen wir Menschen häufig erst viel später und auch nur, wenn wir denn bereit dazu sind.

Der Wert unserer Entscheidungen und unserer Fragen

In meinem Fall hat mir Geld unendlich wertvolle Erfahrungen beschert, die ich nie in meinem Leben missen möchte.

Das Leben ist eine lange Suche. Dazu gehören auch (negative) Erfahrungen mit Geld. Klick um zu Tweeten

Wenn wir diese Suche aufgeben, aus Angst Fehler zu machen oder uns auf etwas Neues einzulassen, dann sind wir vom Leben abgetrennt. Wir sind abgetrennt von der Möglichkeit Erfahrungen zu machen und zu lernen. Es sind die Fragen, die wir uns selbst und anderen stellen, die uns Lebendkeit schenken. Die scheinbaren Antworten, die Überzeugungen, Glaubenssätze und Ideologien dagegen lassen uns abgetrennt erstarren. Es sind vielmehr die Fragen, die uns weiterbringen.

„ Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?“, hat mir wichtige Erkenntnisse beschert. Klick um zu Tweeten

Diese Frage hat mich hinter den Spiegel schauen lassen und meine Erfolge, Erfahrungen und glücklichen Momente wieder zum Leben erweckt. „Was war es wirklich, was mich im Zusammenhang mit Geld glücklich gemacht?“, war dann die nächste logisch konsequente Frage. Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Wann waren Sie schon einmal glücklich mit Geld? Wie kam es dazu? Was konnten Sie daraus lernen?

Das Ende einer Suche

Auch das Ende meiner Sinnkrise und Suche nach der Finanzkrise 2008 war letztendlich eine Frage. Es ist die Frage, die mich heute bewegt, wenn ich Entscheidungen finanzieller und jedweder Art treffe. Es ist auch die Frage, wenn ich meinen Kunden Empfehlungen bezüglich einer Geldanlage oder einer Vorsorge gebe. Es ist außerdem auch die Frage, die mich immer weiter suchen lässt, ähnlich wie ein Wissenschaftlicher ständig auf der Suche ist nach Antworten und Fragen ist.

Für mich lautet die Frage:

Investition oder Spekulation?

Für mich war die Reise nach Südafrika eine Investition in mich und mein Leben. Hätte ich diesen Traum aufgegeben, um schneller, besser oder überhaupt Karriere zu machen, wäre das nur eine Spekulation gewesen. Ich hätte darauf gehofft, einen finanziellen Vorteil aus dem Verzicht auf meinen Traum zu ziehen. So war es eine Investition, für die ich noch heute dankbar bin.

Häufig werden Investitionen getätigt, die eigentlich Spekulationen sind.

Wenn ich von anderen höre, wozu Sie eine Ausbildung oder Fortbildung machen, geht es oft darum, einen Schein zu haben. Wir brauchen Scheine, Abschlüsse und Zertifikate, um bessere Karrierechancen zu haben oder bessere Umsätze zu machen.

Selten geht es dabei um die eigene Weiterentwicklung oder die Suche nach einer Antwort. Als ich meine ersten Coachings, Trainings und die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® machte, ging es mir vor allem um meine Fragen. Nur so konnte ich herausfinden, was mir wirklich für meine Kundinnen und Kunden wichtig erscheint und was mir vor allem für meine Dienstleistung wichtig erscheint. Dazu gehört vor allem die Unterscheidung zwischen Investition und Spekulation.

Wozu Investition?

Investitionen sind für mich Anlagen und Engagements jeglicher Art, die langfristig einen Nutzen haben werden und langfristig eine gute Rendite einbringen. Dazu gehören Produkte, die ich verstehe und meinen Kundinnen erklären kann. Die Empfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die unabhängig von Stories und Verkaufsgeschichten gewonnen wurden und auf langfristigen Untersuchungen basieren. Bei Investitionen gehört immer auch eine gewisse Portion Geduld, Risikobereitschaft und Zuversicht dazu.

So wie Sie eine Ausbildung, Weiterbildung oder ein Coaching als Investition in Ihre Zukunft und ich sich selbst sehen sollten, sollten Sie auch eine Finanzentscheidung als Investition betrachten. Ein guter Anfang dabei wäre, dass Sie sich Fragen überlegen:

Welches Ziel will ich verfolgen? Wozu soll die Entscheidung mir dienen? Welchen Traum will ich mir erfüllen oder welche Werte will ich dabei verfolgen?

Es ist schwierig gute Finanzentscheidungen treffen, wenn Sie nur eine spekulative Absicht dabei verfolgen. Auch wenn Geld Ihre Bedürfnisse befriedigen soll, wie Ihr Bedürfnis nach Sicherheit, Anerkennung oder Unabhängigkeit verfolgen Sie spekulative Absichten.

Sie spekulieren darauf, dass Sie sich irgendwann sicher fühlen, wenn Sie genug Geld haben oder wenn Sie kein Geld verlieren. Dabei kann Geld Ihnen die Entscheidungen nicht abnehmen, ob oder wann Sie sich sicher fühlen. Diese Entscheidungen können Sie nur selber treffen. Geld ist dabei nur das Werkzeug.

Deshalb denke ich heute, dass Geld sehr wohl glücklich machen kann, wenn wir es sinnvoll einsetzen und dabei unsere Werte und Bedürfnisse im Blick haben und natürlich auch ein Ziel. Vielleicht ist dieses Ziel am Anfang nur ein Traum. Manchmal verfolgen wir Menschen unterbewusst aber auch andere Ziele, die nicht darauf abzielen, uns glücklich zu machen. Dann ist es zuerst wichtig, diese unterbewussten Ziele zu ergründen, um neue Ziele zu definieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine sehr erfolgreiche Suche, damit Geld Sie glücklich macht, so wie Sie es nutzen und wie es Ihnen dienlich ist.

Was eine Investion von einer Spekulation unterscheidet und was dies für Ihre Geldanlagen und Finanzentscheidungen bedeutet lesen Sie im nächsten Blog.

Und gegen die lästigen Glaubenssätze und negativen Überzeugungen empfehle ich den nächsten

Geldgeflüster-Workshop – Die inneren Geld-Saboteure überlisten

 

Herzlichst
Ihre

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Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

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Altersvorsorge und Unsicherheit – Vorsicht vor Schlagzeilen

Beim Thema Altersvorsorge gibt es momentan offenkundig eine große Unsicherheit in Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklung. Vor allem der BREXIT und der neue US Präsident Donald Trump spielen dabei eine Rolle. Wenn die Medien dieses Thema aufgreifen, würde ich jedenfalls davon ausgehen.

„Ist die Verunsicherung aufgrund der politischen Entwicklungen berechtigt?“

Dies war vor zwei Woche die erste Frage einer Journalistin, die zu den Themen Altersvorsorge, Geldanlage und Vermögensaufbau schreibt. Sie bat mich als Expertin um meine Meinung und hatte dazu einen kleinen Fragenkatalog vorbereitet.

Eine interessante Frage dachte ich.

Wie kommt es zu einer solchen Frage?

Eine solche Frage impliziert bereits, dass es eine Verunsicherung gibt. Doch wer ist hier verunsichert? Stellen Medien solche Fragen wirklich nur deshalb, weil sich mit negativen Schlagzeilen gutes Geld verdienen lässt? Gibt es bereits repräsentative Umfragen dazu? Oder liegt hier vielleicht eine Projektion seitens der Berichterstatterin vor?

Die eigene Verunsicherung und die allgemeine Verunsicherung – schwierig zu trennen

Es ist sicherlich schwierig das eine vom anderen zu trennen, die eigene Verunsicherung und die der anderen. Wer über Verunsicherung in Anbetracht der aktuellen Entwicklung schreibt, geht dabei unter Umständen von der eigenen Verunsicherung aus. Mit verallgemeinernden Fragen wird dann die eigene Unsicherheit auf andere Menschen projiziert und selbstverständlich angenommen, dass es nun allen anderen genauso geht.

Menschen neigen häufig zu solchen unbewussten Projektionen. Das gilt selbstverständlich auch für Finanzberaterinnen. Doch daran liegt auch eine große Gefahr, denn die eigene Überzeugung muss nicht zwangsläufig auch die der anderen sein.

Gefährliche Schlagzeilen – Vorsicht Ansteckungsgefahr

Wenn solche Projektionen im Rahmen der Berichterstattung erfolgen, können sie in der Tat eine große Verunsicherung auslösen. Ein Phänomen, das wir inzwischen tagtäglich erleben. Wenn plötzlich das Thema Verunsicherung verstärkt in den Schlagzeilen auftaucht, kann das eine gewisse Ansteckungsgefahr mit sich bringen. Wer bisher noch nicht verunsichert war, wird es nun sicherlich bald sein. Denn wenn plötzlich die Verunsicherung in allen Schlagzeilen auftaucht, dann muss wohl etwas dran sein. Das ist die Macht der Worte und natürlich die Macht der Medien.

Doch ist das hilfreich? Ich denke eher nicht, denn diese Verunsicherung führt vielfach dazu, dass einige Menschen nun gar nichts mehr für Ihre Altersvorsorge tun. Andere reagieren mit Kurzschluss- und Panikreaktionen. Verunsicherung ist leider keine gute Basis für vernünftige Finanzentscheidungen. Es ist wichtig, mit den veränderten Bedingungen umgehen zu lernen und wieder zu akzeptieren, dass diese Welt nicht berechenbar ist. Nicht jede Entwicklung ist vorhersehbar.

Börsenprognosen und andere gefährliche Schlagzeilen

Wir wissen nicht, wie sich die Präsidentenwahl oder der BREXIT auf unsere Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau auswirken werden. Jede Prognose ist nichts weiter als Spekulation. Auch wenn sich Wirtschafts- und Kapitalmarkt-Experten nun vielleicht auf den Schlips getreten fühlen, sind ihre „Börsenprognosen“ letztendlich nicht viel mehr wert als ein Blick in die Glaskugel. Die Wettervorhersagen für die kommenden drei Tage sind inzwischen sehr viel zuverlässiger als die Börsen-Prognosen. Trotzdem würde niemand einen Wetterbericht für die kommenden 365 Tage erwarten.

Bei Aktienkursen sieht das anders aus. Obwohl die wenigsten Prognosen letztendlich zutreffen, werden Finanzexperten immer noch wie Götter gehandelt. Das ist ziemlich absurd. Es ist viel wichtiger, dass Menschen lernen, Börsenbewegungen zu akzeptieren und eine gewisse Robustheit gegenüber den Auf- und Ab-Bewegungen zu entwickeln. Wer seinen Sommerurlaub an der Nordsee verbringt, erwartet auch nicht jeden Tag schönes Wetter. Viel wichtiger ist doch, dass die richtige wetterfeste Kleidung im Koffer ist, damit der Strandspaziergang auch bei Regen und Wind stattfinden kann.

Das Universum der Möglichkeiten erschließen

Wir wissen heute auch noch gar nicht wie sich die Präsidentenwahl in den USA auswirken wird. Vielleicht ist da jemand angetreten um die Grundwerte der größten Wirtschaftsnation der Welt auf den Prüfstand zu stellen. Unter Umständen könnte aber irgendwann eine in ihren Grundwerten gestärkte Nation daraus hervorgehen, die sich auch nicht scheut der Finanzindustrie Grenzen zu setzen. Das könnte dann auch für uns in Deutschland oder für die ganze Welt eine neue demokratisch tolerante Basis ermöglichen. Wer weiß? All das ist im Moment nicht vorhersehbar. Ebenso wenig ist die Entwicklung der Aktienmärkte absehbar. Wichtig ist vor allem, dass wir alle unseren Anteil dazu beitragen, damit es in eine gute Richtung geht, die für alle Menschen von Vorteil ist.

Verunsicherung, Risiko und Chance

Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen verunsichert sind. Allerdings erlebe ich diese Verunsicherung schon seit einigen Jahren. Da kommen viele Gründe zusammen, wie Sorgen um den Arbeitsplatz oder vor der Altersarmut. Der expandierende Niedriglohnsektor oder das ständig sinkende Rentenniveau fördern natürlich die Verunsicherung.

Vor allem Frauen sind betroffen. Da meine Kundinnen überwiegend weiblich sind, kenne ich diese Sorgen und Ängste. Viele Frauen mussten in der Familienphase die Berufstätigkeit zurückstellen, weil Kinderbetreuungsmöglichkeiten fehlten. Seitens der Kommunen und Gemeinden wurde die Notwendigkeit einer Frauen-Erwerbstätigkeit nicht gesehen und nicht befürwortet. Nach der Änderung des Unterhaltsrechts 2008 hatte das für viele Frauen schlimme Auswirkungen. Das Thema Altersarmut wird nun immer präsenter. Die vielen Niedriglohnjobs und Teilzeitstellen geben Menschen zudem gar nicht mehr die Möglichkeit, Rücklagen für das Alter zu bilden und für den Ruhestand vorzusorgen. Die Lebensbedingungen haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert und die meisten Menschen vor allem auch die Politiker haben noch nicht gelernt, damit umzugehen.

Neue Chancen für neue und alte Werte

Die allein auf den Werten der Freiheit des Individuums und vor allem der wirtschaftlichen Freiheit der Unternehmen beruhenden politischen Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte zeigt uns nun deutlich die Grenzen auf. Wenn durch Technik und Digitalisierung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, ist nicht mehr jedes einzelne Individuum finanziell in der Lage, mit Arbeit seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Selbstverständlich sorgen dann solche Vorkommnisse wie aktuell in den USA oder wie der BREXIT zusätzlich für Verunsicherung und Besorgnis. Vor allem die immer stärker werdenden rechtpopulistischen und nationalistischen politischen Tendenzen sind ein berechtigter Anlass zur Sorgen.

Doch gerade dies ist vielleicht auch eine große Chance. Nur dadurch dass die Sorgen und die Verunsicherung deutlich spürbar sind, merken auch Politiker, dass es allerhöchste Zeit wird, einen Richtungswechsel vorzunehmen. Auch Menschen, die sich schon lange Zeit nicht mehr für Politik interessiert hatten, werden plötzlich wieder wachgerüttelt und merken, wie wichtig Ihnen demokratische Rechte und die unantastbare Menschenwürde sind. Vielleicht kann das die oft beklagte Demokratiemüdigkeit wiederbelegen und ungeahnte Kräfte freilegen zum Wohl aller und dann vielleicht sogar zum Wohl unserer Altersvorsorge. Es liegt an uns!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Kraft für eine gute Entwicklung

 

Herzlichst
Ihre

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Was hat die amerikanische Unabhängigkeitserklärung mit Ihren finanziellen Ergebnissen zu tun?

Wenn Sie weiblich, intelligent und talentiert sind, dann könnte in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung eine wichtige Information für Sie stecken. Diese Information könnte für Ihre finanziellen Ergebnisse bedeutsam sein.

Statue of Liberty in New York CityAuf diesen Gedanken brachte mich kürzlich ein guter Freund, dem ich dafür sehr dankbar bin. Es ging dabei um das Thema „finanzieller Erfolg“. Konkret ging es um die Frage, weshalb so viele intelligente und talentierte Frauen mit dem ganz tief sitzenden Glaubenssatz leben:

„Ich habe es nicht verdient.“

Sich selbst, den finanziellen Erfolg, eine faire Entlohnung oder eine angemessenes Einkommen zu verwehren oder verwehren zu lassen, ist ein ziemlich typisch weibliches Phänomen.

Wie Erziehung die finanziellen Ergebnisse beeinflusst

Es ist ein offenes Geheimnis, dass noch immer oder vielleicht auch gerade wieder die Kindererziehung bei den Mädchen anders ausfällt als bei den Jungen. Ich erinnere mich noch gut an den Satz meiner Mutter: „Wozu willst du denn studieren? Du heiratest ja mal doch und kriegst zwei Kinder.“

Meine Mutter hat das sicherlich nicht böse gemeint, denn es war ihre persönliche Erfahrung, die sie selbst wenige Jahre zuvor gemacht hatte. Sie hatte vor meiner Geburt einen ziemlich tollen und gut bezahlten Job und hätte gerne wieder gearbeitet. Ihr früherer Arbeitgeber hatte sogar mehrfach wieder bei ihr angefragt. Doch leider fand sie keinen Kindergartenplatz für mich, denn die waren damals rar gesät. Die Erziehung meines Bruders sah dementsprechend etwas anders aus. Schließend war ja klar, dass der später mal in der Lage sein sollte, eine Familie zu erziehen.

Bei vielen Frauen führen solche oder ähnliche Erfahrungen dann zu der Schlussfolgerung: „Ich habe es nicht verdient, denn ich bin ja nur ein Mädchen.“

Glaubenssätze – die innere Bremse im Kopf

unkonzentriert, kopf; Gedächtnis; Denkblockade; Problem, lösung; anstrengend, Brainstorming; ausgebrannt, nachdenken; Konzentration, Filmriss, Überforderung, denken; denker; einfall; Gedächtnislücke; business; Gehirn; chaos, Gedanke; demenz; burnout; adhs; Ideen; Vergesslichkeit; Gehirnjogging, blackout, Gedächtnisstörung, Störung; neural; Gedächtnistraining; Mühe; Intelligenz; Sperre; Anstrengung, lernen; planung; wissen; zuviel, zeichnung; Zahnräder; iq; zukunft; Bildung; geist; erkenntnis, Strichmännchen

So etwas wirkt häufig und nachhaltig wie eine innere Bremse im Kopf. Um diese Bremse zu lösen, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit den inneren Glaubenssätzen und Einstellungen und einer starken Absicht, trotzdem erfolgreich zu sein.

Wie sich die unterschiedliche Erziehung von Mädchen und Jungen im Erwachsenenalter auswirkt, können wir immer wieder an den unterschiedlichen Einkommenshöhen von weiblichen und männlichen Beschäftigten in unzähligen Statistiken zum Thema Gender Pay Gap ablesen.

Gender Pay Gap fängt im Kindesalter an

Doch dass die Gender Pay Gap schon im Kindesalter beginnt, hat nun auch mich überrascht. Laut einer Studie des Marktforschungsinstitut TNS im Auftrag der Halifax Bank im Mai 2016 bekommen britische Jungen im Alter zwischen acht bis 15 Jahren durchschnittlich 12 Prozent mehr Taschengeld als gleichaltrige Mädchen.

Kinder das Sparschwein, Sachsen, DeutschlandAuch in Deutschland wurde 2009 in einer von den Landesbausparkassen beauftragten Studie ein ähnliches Ergebnis beobachtet: Damals erhielten Jungen im Alter zwischen neun und 14 durchschnittlich 19 Prozent mehr Taschengeld.

Kein Wunder also, wenn Frauen bereits im Kindesalter Glaubenssätze wie „ich habe es nicht verdient“, zumindest in Relation zum männlichen Geschlecht entwickeln. Je nachdem wie früh solche Schlussfolgerungen getroffen werden, wird diese Relation vielleicht gar nicht gesehen. Der Glaubenssatz sitzt tief und wird kaum hinterfragt. Selten ist er nicht einmal bewusst.

Die tiefe Wahrheit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung

Was hat nun aber die amerikanische Unabhängigkeitserklärung zu tun?

Mal ganz abgesehen davon, dass die Unabhängigkeitserklärung eine historische Meisterleistung und ein Befreiungsschlag für einen ganzen Kontinent war, beinhaltete sie sehr wesentliche Grundannahmen:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit.“

Dieser Formulierung liegt eine große Weisheit und ein hoher ethischer Anspruch zugrunde. Trotzdem bestand lange Zeit das große Missverständnis, dass mit „alle Menschen“ hauptsächlich erwachsene weiße Männer gemeint sind. Es dauerte immerhin noch 240 Jahre, bis ein farbiger Mann Präsident werden konnte. Eine  Frau ist noch nie Präsidentin geworden.  So schwierig ist es manchmal, bis Missverständnisse ausgeräumt und Verhaltensänderungen bewirkt werden.

Was Sie aus der Unabhängikeitserklärung lernen können

Beautiful blonde woman with Uncle Sam disguise holding flag on hand celebrating 4th of July independence day

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Rechte kennen und wissen, was Ihnen zusteht. Auch wenn andere Ihnen Ihre Rechte streitig machen oder unbewusst alte Traditionen fortführen, heißt das noch lange nicht, dass Sie es nicht verdient haben.

Sie müssen es sich nicht mal verdienen, weil es Ihnen zusteht. Sie brauchen nur Ihre Potential entfalten und Ihre Talente einsetzen, dann können Sie auch das erreichen was dem entspricht. Ich weiß natürlich auch, dass es oft nicht einfach ist, seine Ansprüche durchzusetzen. Doch manchmal geht noch einiges mehr auch wenn die Umstände dies scheinbar nicht zulassen. Manchmal hilft auch ein Umweg oder einfach nur ein neuer Arbeitgeber. Manchmal braucht es auch eine Portion Risikobereitschaft um den vermeintlich sicheren Weg zu verlassen und einen neuen zu beschreiten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg und finanzielle Fülle und eine faire Bezahlung, die Ihren Potentialen und Talenten entspricht.

Herzlichst
Ihre

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Geld und Emotionen – Wie bringen Sie Bankkonto und Emotionskonto in Einklang?

Geld und Emotionen gehören zusammen wie Licht und Schatten, denn Geld ist nunmal ein sehr emotionales Thema. Das wurde lange Zeit völlig außer Acht gelassen. Die Ökonomen gingen davon aus, dass der Mensch ein rational handelndes Wesen ist: der Homo Oeconomicus. Bei diesem modellhaften Wesen ging man davon aus, das er stets  rational, kalkuliert und am Nutzen orientiert auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist.

Die Realität wurde dabei außen vor gelassen. Aber die Realität sieht nun mal anders aus. Menschen handeln nicht immer rational. Wobei sich auch die Frage stellt: Was ist überhaupt rational? Das kann sich je nach Erkenntnisstand und gesellschaftlichem Meinungsbild relativ schnell ändern.

Der Fühler und der Denker

Optimist vs PessimistIm wesentlichen gibt es in jedem von uns zwei Komponenten: einen Fühler und einen Denker. Das ist ein Team, das sich mit verschiedenen Methoden wechselseitig Ergebnisse liefert. Der Körper ist er für den Fühler zuständig. Er macht die Gefühle oder auch Emotionen genannt. Das Gehirn lässt sich eher dem Denker zuordnen. Es liefert die Erklärungen. Beide funktionieren jedoch nicht unabhängig voneinander. Sie arbeiten wechselseitig und die Unterschiede lassen sich nicht immer eindeutig fassen.

„Sei doch nicht so emotional“

wtüendDa in unserer Kultur der Denker als wertvoller und wichtiger bewertet wird als der Fühler, werden Gefühle zu einer unwichtigen Privatsache erklärt, die man nicht so ernst nehmen sollte. Sie leben in einer Zeit, in der die linke Hirnhemisphäre favorisiert wird. Deshalb füttern Sie diese wahrscheinlich mit immer mehr Wissen, Daten, Fakten, Informationen und Bewertungen. So werden Sie dann mehr und mehr zur Datenträgerin.

„Sei doch nicht so emotional“ oder „du bist aber emotional“,  damit kann man Sie verunsichern zurückweisen oder Ihre Worte infrage stellen.  Es wirkt vielleicht auf Sie, als ob Sie bei einer unanständigen Tat erwischt worden wären. Sie interpretieren womöglich: „So darf ich nicht sein. Das ist nicht richtig. Dann mag man mich nicht.“ Die mögliche Konsequenz: Sie versuchten nach außen, so wenig Gefühlsregungen wie möglich zu zeigen. Unter Umständen nehmen Sie Ihre Gefühle irgendwann selbst nicht mehr wahr.

Sind Geldgefühle esoterisch?

chinese-coins-167824_640 (1)Beim Thema Geld und Finanzen ist das Missverhältnis besonders ausgeprägt. Als ich vor einigen Jahren einen Vortrag über die emotionale Seite des Geldes und seine psychoaktive Wirkung gehalten habe, kam im Anschluss eine Zuhörerin auf mich zu und fragte:

„Machen Sie jetzt auch in Esoterik?“

„Interessant“,  dachte ich, wie fremd  die Vorstellung geworden ist, dass das Thema Geld und Emotionen zusammen hängen.  Doch gerade das Thema Geld hat sehr viel mit Gefühlen zu tun und das ist auch relativ einfach nachvollziehbar.

Das emotionale Konto

Eine Frau mit offenen Rechnungen hat viele Schulden. Arbeitslosigkeit und Privatkonkurs

Stellen Sie sich einfach vor, Ihr emotionales Konto funktioniert so ähnlich wie ihr Bankkonto. Es gibt dabei eine Plus-Seite und eine Minus-Seite. Es gibt außerdem auch Eingänge und Ausgänge. Beim Bankkonto ist die Währung in Euro oder Dollar. Bei ihrem emotionalen Konto ist die Währung Gefühlseinheiten.

Genau wie auf Ihrem Bankkonto, gibt es  praktisch immer nur ein Ergebnis: Entweder ist ihr Konto im Plus oder ihr Konto ist im Minus. Dieses Ergebnis erzeugt dann eine bestimmte Gefühlsregung oder Befindlichkeit. Dieser Zustand ist sogar anhand Ihrer körperlichen Reaktionen messbar. Dabei lassen sich Unterschiede in Ihrer Pulsfrequenz Ihrer Hauttemperatur oder ihrer im Körper befindlichen Hormone messen.

Im Plus-Zustand erleben sie etwas deutlich anderes als im Minus- Zustand. Das macht den Unterschied. Auf ihrem emotionalen Konto wird auf der Plus-Seite Erfolg gesammelt. Sie haben die gewünschten Ergebnisse. Sie erleben das, was in Ihrer Absicht lag und was sie sich gewünscht haben. Deswegen fühlen Sie sich gut.

Auf der Minus-Seite geht es immer um Defizite. Es geht um Mangel und unerfüllte Bedürfnisse. Sind Sie im Minus, ist das ein Handlungssignal. Die biologische Aufgabe wäre dann, etwas zu tun,  um diesen Mangel auszugleichen. Wie auch beim Bankkonto geht häufig schneller etwas vom Konto runter, als dass es aufgefüllt wird. Ausgeben ist leichter als Einnehmen.

Wenn Bankkonto und Emotionskonto nicht im Einklang sind

Probleme entstehen, wenn Ihr emotionales Konto und ihr Bankkonto nicht in die selbe Richtung laufen. Die Buchungen erfolgen dann nicht auf derselben Seite. Ein Eingang auf der Plus-Seite ihres Bankkontos kann auf Ihrem emotionalen Konto auf der Minus- Seite verbucht werden.

Wie kann das passieren?

Geld und Emotionen - Mädchen mit TaschengeldNehmen wir einmal beispielhaft an,  Sie wären ein Kind und hätten zum ersten Mal in Ihrem Leben Taschengeld bekommen. Sie würden sich vielleicht fürchterlich darüber freuen, nun endlich Taschengeld bekommen zu haben. Dementsprechend würden Sie diese Erfahrung ganz enthusiastisch auf der Plus-Seite als Erfolg und positives Erlebnis buchen. Ihr Körper würde auf diesen Erfolg mit den emotionalen Signalen Zufriedenheit und Freude reagieren und die entsprechenden Hormone ausschütten.

Bei einem anderen Kind könnte dieselbe Erfahrung zu einer ganz anderen Reaktionen führen. Wenn alle anderen Kinder in der Schule erheblich mehr Taschengeld bekommen oder wenn sich dieses Kind einem Geschwisterteil gegenüber benachteiligt fühlt, kann es sein, dass dieser Geldeingang auf der Minus-Seite des emotionalen Kontos gebucht wird. Geld und Emotionen können also je nach Interpretationen ganz unterschiedlich bewertet werden.

Wie „alte Buchungen“ auf dem Emotionskonto das Bankkonto beeinflussen

sparschwein_rissDas Fatale an den Buchungen auf dem emotionalen Konto liegt darin, dass diese Buchungen im Gehirn abgespeichert werden. Das ist von der Evolution so vorgesehen, damit Menschen Lerneffekte erzielen können, in dem sie sich vor zukünftigen negativen Gefühlen schützen. Dementsprechend kann es sein, dass auch im Erwachsenenalter Eingänge auf dem Bankkonto irgendwie komische negative Gefühle erzeugen.

Da negative Gefühlserfahrungen  zu einer Vermeidungshaltung führen, werden zukünftige Buchungen auf der Plus-Seite des Bankkontos wahrscheinlich eher vermieden als angestrebt werden.

Noch fataler daran ist, dass diese Vermeidungshaltung oft gar nicht bewusst und die eigentliche Ursuche oft nicht mehr bekannt ist.

Was also tun?

Controlling auf dem Emotionskonto

Um die Ergebnisse auf dem Bankkonto zu ändern, ist es hilfreich erst einmal Controlling auf dem Emotionskonto vorzunehmen. Dabei werden die Fehlbuchungen der Vergangenheit gesucht. Das Ziel dabei ist, Umbuchungen auf dem Emotionskonto vorzunehmen, um zukünftig positive Gefühle zu erzeugen und die Vermeidungshaltung zum Positiven zu verändern.

Das hört sich jetzt ganz einfach an, ist es aber leider in der Praxis nicht immer. Je nachdem wie stark die negativen Gefühle in der Vergangenheit waren, sträubt sich der Körper nämlich im wahrsten Sinne mit Händen und Füßen.

Das erfordert ein behutsames Vorgehen und manchmal auch die Unterstützung anderer.

Kalkulation auf dem Emotionskonto

Wie Sie nach erfolgreichem Controlling in Sachen Emotionskonto nun die nächsten Schritte planen und sich dabei auch entsprechend motivieren, dazu habe ich im letzten Blog  „5 Tipps, damit es nicht „so schwer sein muss“ mit den Finanzen“ schon einige Hinweise gegeben.

Für die Umsetzung finden Sie außerdem Anregung im Beitrag „Die 10 wichtigsten Schritte um Durchblick bei Ihren Finanzen zu bekommen“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viele positive Buchungen auf der Plus-Seite!

Herzlichst
Ihre

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Warum die innere Finanzverweigerung eher schadet als nützt

Eine Frau mit offenen Rechnungen hat viele Schulden. Arbeitslosigkeit und Privatkonkurs

Kürzlich hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einer Kundin, die Fragen zu Ihrem Bausparvertrag hatte. Ihr aktueller Bausparvertrag war inzwischen angespart  und sie überlegte, einen neuen abzuschließen. Ich fragte sie mit welcher Zielsetzung sie einen neuen Bausparvertrag abschließen wollte. Denn ich hatte den Eindruck, dass es ihr nicht um das zinsgünstige  Bauspardarlehen ging.

Sie stimmte mir zu. Worauf ich sie fragt, ob ein Fonds-Sparplan dann im Hinblick auf so einen langen Zeitraum nicht vielleicht die bessere Variante wäre. Denn damit könnte sie langfristig sicherlich mehr Rendite erzielen.

“Mit so‘m Schweinkram will ich Nix zu tun haben“,

antwortete sie sehr spontan und sehr entschieden.

Da war ich erstmal sprachlos – ehrlich.

Diese Einstellung gegenüber bestimmten – meist unbekannten – Finanzthemen habe ich in den letzten 23 Jahren Finanzberatung gerade bei Frauen schon häufiger beobachtet: Innere Verweigerung, wenn etwas moralisch nicht vertretbar erscheint oder vielleicht auch nicht verstanden wird. Doch ist das wirklich hilfreich?

Der Trugschluss

Mann hlt sich Mund und Augen zuLeider bewirkt diese Haltung keinerlei Veränderung der Rahmenbedingungen. Denn Unternehmen leben nicht davon, dass Sie oder andere Anlegerinnen oder Anleger in deren Aktien investieren sondern davon, dass Sie die Produkte dieser Unternehmen kaufen.

Wir alle –  auch Sie! – sind an der Wirtschaft beteiligt und damit ein Teil der Wirtschaft.

Sie kaufen und konsumieren Markenprodukte und Dienstleistungen. Auch Finanzdienstleistungen wie Girokonto, Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Bausparvertrag gehören dazu. Meistens sind es die Produkte börsennotierter Unternehmen. Ihr „Konsumieren“ ist für große Unternehmen viel wichtiger als Ihr „Investieren“.

Fatale Konsequenzen der finanziellen Verweigerung

Mit der finanziellen Verweigerung ist es ähnlich wie mit einer

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ehelichen Verweigerung. Sie werden Ihren Partner niemals ändern können, wenn Sie sich ihm dauerhaft verweigern. Verweigerung führt leider meistens in eine Abwärtsspirale. Wenn keine und keiner auf die oder den anderen zugeht, dann geht man meistens irgendwann auseinander.

So ähnlich verhält sich dann auch mit dem Geld. Die Konsequenzen folgen meistens später, wenn das Geld knapp ist, weil beispielsweise die Rente kaum reicht. Dann kann die Uhr nicht mehr zurück gedreht werden .

Was also tun?

Überprüfen Sie Ihre Absichten

Auch wenn Ihre Absichten Ausdruck einer lobenswerten ethisch, moralisch und sozialen Haltung sind, kann es sein, dass Sie sich letztendlich damit selber schaden. Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie Ihre Absichten – auch die unterbewussten – überprüfen.

  • Ist das Verhalten, das aus Ihren Absichten resultiert zweckmäßig?
  • Oder steht es Ihren Zielen vielleicht sogar im Weg?
  • Gibt es vielleicht sinnvollerer und nützlichere Möglichkeiten und Methoden, um Ihre Werte zu leben?
  • Gibt es vielleicht noch andere Absichten, die „eigentlich“ viel stärker wirken?

Die Überprüfung der eigenen Absichten ist ein sehr intensiver innerer Prozess, der häufig nicht ohne Unterstützung stattfinden kann. Denn es ist sehr schwierig, sich selber auf die Schliche zu kommen. Bestimmt gibt es auch in Ihrem persönlichen Umfeld Menschen, die Sie dabei gerne unterstützen. Und wenn nicht, dann gibt es glücklicherweise Menschen, die sich auf solche Themen spezialisiert haben und Sie ganz professionell dabei unterstützen. Das kann den Prozess natürlich sehr beschleunigen.

Klarheit schaffen

Hand-drawn Vector illustration of an Happy Christmas Elf with big green glasses

Verschaffen Sie sich Klarheit über ihre Werte und Motive und darüber hinaus über Ihre unterbewussten Glaubenssätze. Denn häufig lassen wir Menschen uns von unserem Unterbewusstsein sehr viel stärker beeinflussen als von unserem Bewusstsein. Sichtbar wird das an den Ergebnissen. Die innere Geldverweigerung äußert sich in schlecht verzinsten Sparverträgen, einer unzureichenden Ruhestands- und Vorsorgeplanung und natürlich auch in ungeplanten Geldausgaben, die nicht selten zu einem schlechten Gewissen und zu Schuldgefühlen führen.

Nach dem Prinzip „Hab ich’s doch gleich gewusst“, funktionieren diese Ergebnisse wiederum als Verstärker der eigenen Glaubenssätze und der inneren Verweigerung.

Leben Sie Ihre Werte

Kompass mit dem Wort WERTENach den eigenen Werten zu leben, ist weitaus gesünder – auch für Ihre Finanzen – als ständig die Kämpfe der inneren Verweigerung auszufechten und immer wieder dieselben oder ähnliche Erfahrungen zu machen. Egal ob beim Investieren oder beim Konsumieren lohnt es sich hinzuschauen, ob und inwieweit Sie Ihre Werte leben. Dabei kann es durchaus auch mal zu inneren Konflikten kommen, die dann einen Prozess der inneren Auseinandersetzung erfordern. Denn besser als ein Kompromiss, der leider häufig gefühlt ein „fauler Kompromiss“ sein kann, ist in jedem Fall eine klare Entscheidung.

In 23 Jahren Finanzberatung habe ich häufig fasziniert beobachtet, wie einige meiner Kundinnen klar und kompromisslos Ihre Werte gelebt haben. Sie haben sich aus ethischen, sozialen und ökologischen Gründen für Nachhaltigkeitsfonds entschieden und haben an Ihrer Strategie festgehalten. Egal ob die Börsen bebten oder die Finanzkrisen tobten, diese Kundinnen haben eisern durchgehalten und ausgehalten. „Lieber ein paar Prozent weniger als in Rüstung, Kinderarbeit oder Gentechnik investieren“, waren häufig die Beweggründe. Das Erstaunliche daran war, dass der Erfolg Ihnen Recht gab. Obwohl die Risiken als auch die Kosten der Nachhaltigkeitsfonds häufig höher waren, als bei anderen Portfolios sahen die Renditen häufig ähnlich wenn nicht sogar besser. Ich denke, dass es vor allem daran lag, dass diese Kundinnen bei Ihren Finanzentscheidungen ganz klar Ihren Weg gewählt hatten und ihn auch konsequent weiter gegangen sind, während einige andere aus Verunsicherung ein wenig vom Weg abgekommen waren.

Was mir vor allem jedoch aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass diese Kundinnen weitaus weniger unzufrieden waren, wenn es mal nicht so gut lief. Und dass sie alles in allem überhaupt zufriedener wirkten und immer noch wirken, weil sie konsequent Ihre Werte gelebt haben.

Keine faulen Kompromisse

Was meiner Wahrnehmung nach jedoch ganz und gar nicht funktioniert, sind Kompromisse, die den eigentlich Werten entgegenstehen. Das passiert häufig, wenn wichtige Werte zugunsten der „Sicherheit“ vernachlässigt werden.

Die vermeintliche „Sicherheit“ ist häufig nur eine sehr irrationale Wahrnehmung und Einschätzung der Unvorhersehbarkeit der Zukunft in Ermangelung geeigneter Alternativen. Die Entscheidung, sein Geld „auf der Bank verschimmeln zu lassen“, wie kürzlich eine Freundin so treffend formulierte, ist viel häufiger Ausdruck einer „inneren Kündigung“ mit dem Finanzsystem, der Wirtschaft, der Gesellschaft, der Politik und manchmal auch mit der aktiven Teilnahme am eigenen Leben. Oder es fehlen einfach nur die Kenntnisse und Informationen über andere Finanzthemen und Möglichkeiten um andere Alternativen beurteilen zu können.

Deshalb ist es wichtig, sich mit einer neuen Situation konstruktiv auseinander zu setzen. Wer seine eigenen Werte  und Absichten kennt und ganz bewusst lebt, kann selbstbewusst Fragen stellen und Entscheidungen treffen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Aufgabe der inneren Finanzverweigerung für mehr finanziellen und inneren Reichtum.

Herzlichst
Ihre

Kornelia Rendigs

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Feng Shui für die Finanzen

Aufräumen und Entrümpeln

buddha-611566_640Umzüge sind bekanntlich eine gute Gelegenheit für das Ausmisten und Entrümpeln. Und während ich so mit dem Umräumen und Einräumen vor, während und nach meinem Büro-Umzugs beschäftigt war, fiel mir auch prompt ein Büchlein wieder in die Hand mit dem Titel „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston.

Das passte haargenau und das Happening auf dem Recyclinghof an einem sonnigen Samstag morgen war total befreiend.

Was für materielle Dinge gilt, sollte natürlich auch genauso für die Finanzen gelten. Denn gerade nach einem Umzug ist so manches überflüssig oder anpassungsbedürftig. Also machte ich mich auch gleich noch in diesem Punkt an die Arbeit. Eine alte Hausratversicherung, die teurer war als die neue mit doppelt so hoher Fahrrad-Diebstahl-Deckung, zwei überflüssige Tagesgeldkonten, die sowieso keine Zinsen mehr bringen und ein paar anderer Verträge fielen der Entrümpelungsaktion zum Opfer.

Ein wirklich erhebendes Gefühl!

Aller Anfang ist schwer

Chaotischer ArbeitsplatzAm Anfang der Feng Shui-Finanz-Entrümpelungsaktion steht meistens erstmal die Papierkram-Entrümpelung. In zwanzig Jahren Finanzberatung habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass allein das Sortieren und Abheften von Versicherungs-, Bank- und Depotunterlagen doch sehr viele meiner Kundinnen und Kunden vor einige Probleme stellte. Da wird das Ausmisten, Loslassen und Entsorgen „gefühlt“ ganz schnell zum existenziellen Sicherheitsrisiko.

In den Briefkästen finden sich oft Pakete mit Beitragsrechnungen durchmischt von Werbeangeboten für neue Versicherungen, Änderungen der Geschäftsbedingungen, Online-Nutzungsbedingungen, Versicherungsbedingungen und so weiter und so fort.

„Sicherokratie“ bis zur Orientierungslosigkeit: Warum weniger manchmal mehr ist

In unserem modernen Staat, in dem jede Sicherheitslücke durch noch mehr Bürokratie und damit auch Papierkram geschlossen werden muss, wird aus der staatlich auferlegten „Sicherokratie“ für Bürgerinnen und Bürger leicht Orientierungslosigkeit.

Wenn Sie also Unsicherheit verspüren hinsichtlich dessen, was Sie aufheben müssen und was Sie getrost entsorgen können, holen Sie sich lieber fachlichen Beistand, bevor Sie gänzlich den Überblick verlieren.

Kein Grund für Schamgefühle

meditation-338446_640Auf alle Fälle besteht kein Grund dazu, Schamgefühle zu entwickeln. Denken Sie immer daran, dass große Banken und Versicherungen gut daran verdienen, Sie in Unsicherheit und Unwissenheit zu halten und deshalb viel dafür tun, diesen Zustand zu erhalten. Auch die Politik trägt leider nur sehr wenig dazu bei, dass Finanzkonzerne das viele „Kleingedruckte“ im Sinne der Barrierefreiheit lesbar und verständlich gestalten. Und dabei auch noch etwas Papier einsparen, um unsere Umwelt zu schonen.

Ich frage mich in letzter Zeit oft, wer den Kundinnen und Kunden bei diesen Aufgaben zukünftig beistehen wird, wenn alles nur noch „online“ und „direkt“ abläuft. Ich – für mein Teil – sitze jedenfalls doch recht häufig mit meinen vor allem älteren Kundinnen beisammen und sortiere, erkläre und unterstütze beim Entrümpeln. Also trauen Sie sich! Fragen Sie Ihre Finanzvermittler, Banker und Berater. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es ja auch noch die Honorarberater und die Verbraucherschützer. Die werden Sie gerne dabei unterstützen. Es ist sicherlich sinnvoll für einen guten Rat, mal etwas Geld zu investieren, um sich anschließend gut aufgeräumt mit Durchblick und wahrscheinlich dann auch sicherer zu fühlen.

Und nun an’s Eingemachte

chinese-coins-167824_640 (1)Nachdem Sie erfolgreich Ordnung geschaffen und den formalen Papierkram ausgemistet haben, steht der nächste Schritt an: Feng Shui für Ihre Finanzen

Finanz- und Vorsorge-Entscheidungen werden meistens situativ und bezogen auf bestimmte Lebensphasen und Lebenssituationen getroffen. Manche wurden sogar von anderen, von den Großeltern oder Eltern getroffen und wie ein vererbter Ballast mitgeschleppt. Das können Unfallversicherungen, Lebensversicherungen oder Sparverträge sein, die Ihre Eltern mal in jungen Jahren für Sie abgeschlossen haben und die Sie nun weiter bedienen. Manchmal machen solche Dinge gar keinen Sinn mehr oder entsprechen überhaupt nicht Ihren Vorstellungen und Ihren Werten.

Von den Erblasten befreien

Ich selbst habe in jungen Jahren eine solche Erfahrung gemacht, als ich nach dem Tod meiner Großmutter ein Aktienpaket erbte. Als ich einer Intuition folgend die Aktien verkaufen wollte, bekam ich von meiner Familie zu hören: „ Du kannst doch das Erbe deiner Großmutter nicht verhökern!“ Der Niedergang des Handelsunternehmens Coop entpuppte sich dann Ende der achtziger Jahre laut Presse als größter Wirtschaftskrimi der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und damit war Omas Erbe futsch.

lotus-978659_640Deshalb kann es sinnvoll sein, mit solchen Erblasten aufzuräumen. Da diese Erblasten manchmal gar nicht bewusst sind, muss die Finanz-Feng Shui-Aktion unter Umständen erstmal im Inneren beginnen. Dazu kann ein Finanzcoaching hilfreich sein.

Manchmal sind es auch nur ganz banale Dinge. Eine Kundin hatte quasis die Unfallversicherung von ihren Eltern geerbt. Da diese auch immer noch den Beitrag zahlten, wollte sie auch nicht daran rühren. Als ich bei der Versicherungsgesellschaft nachfragte, erfuhr ich, dass es sich noch immer um den Kindertarif handelte und sie gar keinen Versicherungsschutz mehr hatte. Man hätte die Versicherung umstellen können, aber darüber mochte sie auch nicht mit ihren Eltern reden. Also redete ich erst einmal länger mit ihr, bis sie dann mit ihren Eltern redete.

Das können schon mal sehr schmerzhafte Prozesse sein, die finanziellen Erblasten zu entrümpeln. Karen Kingsten schreibt in Ihrem Feng Shui Buch über den geerbten Krempel:

buddha-167966_640„Von wem auch immer Sie ihn bekommen haben, nun ist derjenige in der geistigen Welt, wo es keine Anhaftung an das Materielle und keinen Krempel mehr gibt! Deshalb werden die Verstorbenen Ihr Bedürfnis verstehen, ihn loszuwerden.“

Ich bin überzeugt, das gilt für den finanziellen Krempel mindestens genauso. Also dürfen Sie nun das Vermächtnis Ihrer Vorfahren als Grundsteinlegung und Ermächtigung ansehen, um erfolgreich Ihr eigenes Ding zu machen.

Das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston ist bei rororo erschienen. Außerdem empfehle ich unbedingt auch Karens Blog.

In diesem Sinne:

Viel Erfolg bei Ihrer
Finanz-Feng Shui-Frühjahrs-Entrümpelungs-Aktion!

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

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Ausbildungskosten: Vorsicht vor der Schuldenfalle

04Immer mehr Menschen sind heutzutage nach dem Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums hoch verschuldet, oft im fünfstelligen Bereich. Wenn dann hinterher das Einkommen nicht entsprechend hoch ist, wartet unter Umständen die lebenslange Schuldenfalle.

Mortar board and diploma isolated on white.

Ausbildungen kosten Geld, oft sogar viel Geld. Außer bei einer betrieblichen Ausbildung, die – glücklicherweise- in Deutschland so organisiert ist, dass die Auszubildenden ein Ausbildungsgehalt bekommen.  Alle anderen Ausbildungen und Fortbildungen müssen bezahlt werden und der Lebensunterhalt kommt noch oben drauf.

Selbst das BaföG für Studentinnen und Studenten ist seit den 80gern keine echte Förderung mehr,  sondern nur noch ein Darlehen, das Sie irgendwann zurück zahlen müssen.

Für alle diejenigen, die nicht von Ihren Eltern unterstützt werden, beginnt dann das Berufsleben in aller Regel mit Schulden. Vielleicht gehören auch Sie dazu oder stehen noch ganz am Anfang und vor dieser Entscheidung.

Deshalb ist es wichtig ein paar grundlegende Überlegungen anzustrengen, damit die Ausbildung oder das Studium später nicht in der Schuldenfalle endet:

1. Wozu wollen  Sie diese Ausbildung oder dieses Studium machen? Was motiviert Sie?

Ich habe ein ZielDas ist ein ganz wichtige Frage, die oft vernachlässigt wird. Leider erlebe ich im FinanzCoaching immer wieder, dass die Ziele und damit der eigentlich Zweck einer Aus- oder Fortbildung oder eines Studiums im Vorfeld viel zu wenig  berücksichtigt werden.

Sicherlich ist in jungen Jahren der Berufsweg noch nicht ganz klar, aber mal ganz ehrlich: Wenn Sie das Reisen und das Leben aus dem Koffer, das Abenteuer und ungewisse unregelmäßige Einkünfte hassen wie die Pest, ist es dann wirklich sinnvoll, dass Sie sich beispielsweise für ein Archäologie Studium hoch verschulden?

(Und wenn Sie diese Frage jetzt sehr plausibel beantworten können, dann weiß ich: Sie sind auf dem richtigen Weg, denn Sie haben sich mit diesen Fragen schon auseinander gesetzt. Glückwunsch!)

Als Anregung für Ihre Zielplanung oder Ihren Selbstfindungsprozess habe ich die folgenden Fragen zusammen gestellt:

  • Was haben Sie für Pläne nach dem Studium oder der Ausbildung?
  • Was wollen Sie damit anfangen?
  • Ist es eine Investition in Ihre berufliche Zukunft, die sich dann auch finanziell auszahlen könnte?
  • Oder dient es eher der persönlichen Weiterentwicklung?
  • Gibt es Alternativen, die vielleicht weniger kostspielig sind?
  • Was könnten Sie sonst noch unternehmen, um Ihr Berufsziel zu erreichen, ohne sich hoch verschulden zu müssen?
  • Wie stark „brennen“ Sie wirklich für diesen Beruf?
Achtung Denkfalle:

Wenn Sie sich für eine teure Ausbildung verschulden, nur um irgendjemand etwas zu beweisen, kann Sie das teuer zu stehen kommen. Ich meine nicht nur die finanzielle Belastung durch einen Studienkredit. Viel schlimmer ganz es sein, wenn Sie danach Ihr Leben lang einen Job machen müssen, der Ihnen keinen Spaß.

2. Ist Ihre Lebensplanung kompatibel mit der geplanten Ausbildung und Berufsrichtung?

Vermögensaufbau für FrauenNatürlich ist Ihre Lebensplanung mit Anfang zwanzig noch nicht so klar und festgeschrieben, dass Sie diese Frage schlussendlich konkret beantworten können. Aber manche Sachen sind vielleicht doch schon klar, zum Beispiel ob Sie mal Kinder haben möchten. Das ist gerade für Frauen bei manchem Berufen schwierig. Wenn der Beruf mit Reisen und Auslandsaufenthalten verbunden ist, könnte es schwierig sein,  ihn mit der Familienplanung unter einen Hut zu bringen. Dann ist es gut einen Plan B zu haben und sich zumindest schon mal im Vorfeld Gedanken zu machen, wie der Studienkredit getilgt werden kann.

4. Wie groß ist Ihre Motivation?

motivation-361782_640Während die anderen Absolventinnen durchstarten und Geld verdienen können, müssen Sie vielleicht noch Ihre BaföG Schulden oder Ihren Studien-Bankkredit tilgen. Das kann sehr demotivierend sein.

Geldschulden können für manche Menschen sehr belastend sein, vor allem wenn die Perspektiven nicht so rosig sind, sie irgend wann zurück zahlen zu können. Manchmal kann es lange dauern und das ursprünglich Ziel kann nur auf Umwegen erreicht werden. Oder es wird ganz verworfen, weil andere Dinge in den Vordergrund treten.

Sind Sie bereit, auch Durststrecken auszuhalten und trotzdem den Studienkredit abzahlen zu müssen? Gibt es sonst vielleicht andere Optionen, z.B. ein Abendstudium oder alternative Ausbildungsgänge mit geringeren Kosten und kürzerer Studien- oder Ausbildungsdauer?

4. Wie seriös ist der Ausbildungsträger?

school-543041_640Kaum eine Branche in Deutschland boomt so derartig wie der Ausbildungs- und Fortbildungs-markt. Private Ausbildungsträger erfinden ständig neue Ausbildungen. Vor allem im Bereich der persönlichen Weiterentwicklung und der spirituellen Heilung erscheint mir das Angebot ständig zu wachsen. Gerade in diesem Feld ist es ganz wichtig genau hinzuschauen, ob die Ausbildungskosten wirklich gerechtfertigt sind, welche Intention Sie dabei verfolgen und ob es Alternativen gibt. Gerade in diesem Bereich gibt es häufig problematische Vertragsbedingungen und unklare Zahlungsmodi. Was ist, wenn Sie die Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen oder abbrechen müssen? Wann und wie müssen die Ausbildungskosten gezahlt werden?

Ein seriöses Ausbildungsinstitut hat kein Problem damit, Ihre kritischen Fragen zu beantworten. Das sollten Sie sich in jedem Fall wert sein.

5. Wie sieht Ihr Finanzplan aus?

Genauso wichtig wie die eigene Lebensplanung ist, mit der Ihr Vorhaben kompatibel sein sollt, ist natürlich die Finanzplanung. Das gehört ebenso die Finanzierung der Studien- und Ausbildungskosten wie auch im Anschluss die Tilgung des Kredits, den Sie unter Umständen aufnehmen mussten.

Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es unglaublich schwierig und hart sein kann, ein Studium aus eigener Kraft zu finanzieren. Dazu bedarf es einer hohen Motivation, einer großen Portion Ehrgeiz und eines langen Atems. Es ist aus meiner Sicht deshalb ganz wichtig, dass Sie sich im Vorfeld genau überlegen, wie hoch ihr finanzieller Bedarf während der Ausbildung oder Studienzeit ist. Wie können Sie ihn decken? Wie viele Stunden müssen Sie dafür nebenbei arbeiten? Welches Einkommen können Sie dabei erzielen? Und lässt sich das überhaupt mit dem Lernen vereinbaren?

Sicherlich können Sie nicht alles im Vorfeld bis ins letzte Detail klären, doch es kann hilfreich sein, wenn Sie diese Fragen schon mal im Geist alle durchgegangen sind. Wenn Sie jetzt schon Antworten auf die wichtigsten Fragen haben und wenn Ihre Ziele klar sind, dann werden Ihnen auch leichter Antworten einfallen, falls mal nicht alles so läuft wie geplant.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg!

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

 

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„Finanzielle Freiheit“

1. Teil der Geldillusionen: Die „Finanzielle Freiheit“

In den nächsten des Ausgaben des Geld-Blogs und Newsletters möchte ich Sie auf ein paar Phänomene aufmerksam machen, die ich  unter der Rubrik „Geldillusionen“ als beachtenswert identifiziert habe.

Seitdem ich mich sehr intensiv mit der Frage befasse, „Was ist Geld überhaupt?“ läuft mir ständig die Wortkreation Finanzielle Freiheit“ über den Weg.

Happy young business woman relaxing sitting in her office under money rain making money dollar bills cash falling down. Stress free time management good earnings profit concept

Besonders häufig findet sie Verwendung in Büchern und Vorträgen, die ich  unter dem Motto „Wie werde ich reich?“ subsumieren würde. Vor allem Multi-Level-Marketing Unternehmen und Strukturvertriebe scheinen diesen Begriff gerade zu vergöttern.

„Schaffen Sie sich ein passives Einkommen. Erschaffen Sie sich finanzielle Freiheit!“

 

Klingt ja wirklich zu schön um wahr zu sein. Kann das funktionieren? Wie denken Sie darüber? Und wenn ja:

  1.  Was lässt Sie glauben, dass Geld oder genug Geld oder noch mehr Geld Sie frei sein lässt?
  2. Wie steht es wirklich um Ihre „finanzielle Freiheit“? Kann das funktionieren?

Bei meinen intensiven Recherchen bin auf Felix Martins Buch: „Geld, die wahre Geschichte/Über den blinden Fleck des Kapitalismus“ gestoßen und habe fasziniert seine wirklich spannenden Ausführungen zur Geschichte des  Geldes verfolgt. Seiner Meinung nach diente Geld dazu, die traditionelle Klassengesellschaft zu überwinden. Bei den Griechen konnten plötzlich arme Bauern mit Hilfe des Geldes zu Status und Ansehen gelangen.

War das wirklich so?

Oder interpretieren wir das vielleicht nur so?

Werden vielleicht Historiker in 1000 Jahren sagen, die sexuelle Befreiung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts verdanken wir den langen Haaren?

Hippie middle-aged peaceful man wearing red headband, sunglasses and blue denim shirt while making the victory sign and holding a white handmade heart shape, portrait on spiral colorful background

Da wir heute nicht wissen, wie die später ticken, können wir auch nicht ahnen, was die später für Schlussfolgerungen ziehen. Aber werden die dann noch wissen, wie wir heute ticken?

Heute heißt „Finanzielle Freiheit“, dass Menschen nicht arbeiten müssen. Sie können von Ihren Zinsen leben.

Wobei das auch immer schwieriger wird bei Zinsen, die gegen Null tendieren.Es könnte auch heißen, dass Menschen nicht mehr angestellt arbeiten müssen. Die Frage ist nur: Was fangen diese Menschen dann mit Ihrer Zeit an?

Viele Menschen die arbeitslos sind, vermissen doch gerade Ihre Arbeit, Ihren Job, die Kollegen und vor allem auch

das geregelte Leben.

Hamster rusoDas Problem an der Sache ist, dass Geld uns keine „Finanzielle Freiheit“ schenken kann. Die Sache mit der „Finanziellen Freiheit“ ist nur eine Projektion. Wer sich nicht frei fühlt, wird sich auch mit 5 Milliarden Dollar auf dem Konto noch immer unfrei fühlen wie ein Hamster im Rad.

Wann immer eine Summe X erreicht worden ist, wird wieder eine „Gap“ , eine Lücke da sein. Der Verstand versucht immer, die Lücke zu schließen und deshalb muss weiter gerackert werden  auf dem niemals enden wollenden Weg zur

„Finanziellen Freiheit“

Es ist das selbst erschaffene innere Gefängnis, das Menschen auf dem Weg zur „Finanzielle Freiheit“ in die selbst gewählte Sklaverei führt und sie nicht mehr ruhen und rasten lässt.

Deshalb seien Sie wachsam!

Schauen Sie erst einmal was Sie „unfrei“ sein lässt und wie Sie sich gedanklich oder materiell aus diesem Gefängnis befreien können. Wenn Sie dann wieder frei sind, haben Sie die aller besten Chancen finanziell erfolgreich zu sein.

In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Nächste Woche geht es dann weiter mit der „Finanziellen Sicherheit“. In diesem Sinne

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

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