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Das Esel-Möhren Prinzip – Oder warum finanzielle Ziele ohne Motivation nicht funktionieren

Kennen Sie schon das Esel-Möhren Prinzip oder können Sie sich vorstellen, warum finanzielle Ziele ohne Motivation nicht (gut)  funktionieren?

Egal wie Sie diese Frage jetzt beantworten, es lohnt sich dieses Thema  genauer unter die Lupe zu nehmen.

Deshalb geht es im heutigen Blog nicht nur um Ihre finanzielle Ziele, sondern um das, was Sie wirklich motiviert und Ihre Ziele beeinflusst.

Reichen finanzielle Ziele als Motivation?

Viele erfolgreiche Menschen hatten ein großes Ziel vor Augen. Das elektrische Licht oder die Mobilität durch Eisenbahn und Auto sind Beispiele dafür.  Oft waren die  finanziellen Beweggründe dabei sogar nebensächlich. Der finanzielle Erfolg war quasi ein Nebeneffekt.

Andererseits ist es ganz ohne finanzielle Motivation auch unmöglich, finanziell erfolgreich zu sein. Viele Künstler waren erst nach ihrem Tod erfolgreich. Davon profitierten dann die Erben.

In der Praxis habe ich häufig erlebt, dass Menschen auf der Suche nach finanziellem Erfolg, immer wieder finanzielle Ziele formulierten. Doch fehlt Ihnen dabei die Motivation, war es schwierig, am Ball zu bleiben . Oft wurden die Ziele dann auch nicht umgesetzt.

Warum innere Konflikte Ihre finanziellen Ziele gefährden

Nicht alle Menschen sind gleichermaßen durch finanzielle Anreize zu motivieren. Wenn Ihre finanziellen Ziele gegen Ihre Motive oder gegen andere persönliche Ziele verstoßen, löst das auf Dauer sogar innere Konflikte aus. Solche inneren Konflikte können dazu führen, dass Sie sich trotz Erreichen Ihrer finanziellen Ziele, irgendwann unzufrieden oder sogar erschöpft und ausgebrannt fühlen.

Eine besondere Rolle dabei spielt die Wirkung, die Geld auf das menschliche Gehirn ausübt. Bevor wir uns also Ihren Motiven zuwenden, schauen wir uns erst einmal diesen Wirkungsmechanismus und seine Gefahren an.

Was Geld in Ihrem Gehirn auslösen kann

Je nachdem, welche Funktion Geld im Rahmen Ihrer Motive spielt, kann es durchaus eine stimulierende Wirkung auf Ihr Belohnungszentrum im Gehirn haben. Zumindest haben Hirnscans das bewiesen.

Das Gehirn reagiert beim Erhalt von Geld ähnlich, wie bei der Einnahme von Drogen. Klick um zu Tweeten

Die Konsequenzen sind verheerend, denn Geld beeinträchtigt das Urteilsvermögen ganz gravierend. Entscheidungen werden weniger rational getroffen und die Risikobereitschaft wächst.

Wie Geld zur Droge wird und Sucht erzeugt

Das Fatale dabei ist außerdem, dass der Belohnungseffekt sehr schnell wieder verpufft. Mit der Zeit gewöhnt sich das Gehirn an den mit dem Geldeingang verbundenen Belohnungseffekt. Es schreit nach mehr. Für den nächsten Rausch braucht es dann noch mehr “Stoff”. Nach und nach entsteht eine regelrechte Sucht.

Solche Erfahrungen werden immer wieder in Vertriebsstrukturen und Organisationsformen gemacht, in denen umsatzabhängige Vergütungsmodelle praktiziert werden. Deshalb können finanzielle Anreize alleine kaum dauerhaft motivieren, da sie sich immer wieder in kürzester Zeit abnutzen. Die Wirkung verpufft immer schneller. Es entstehen ein Gewöhnungseffekt und das Bedürfnis nach einer höheren Dosis.

Warum ohne Motivation die Esel-Möhren Falle droht

Dieses Phänomen für die künstlich geschaffene Motivation mit quasi unerreichbaren Belohnungen wird auch Möhren-Prinzip genannt. Es steht für die Metapher vom faulen und dummen Esel, dem zur Motivation eine Möhre deutlich sichtbar, aber für ihn auch unerreichbar, vor die Nase gebunden wird. Das Ziel dabei ist, dass der Esel immer schön hinter der Möhre herläuft und in Bewegung bleibt. Schlussendlich wird er irgendwann vor Erschöpfung zusammen brechen.

Genau das, soll Ihnen natürlich erspart bleiben!

Sein Sie keine Eselin und lassen Sie Geld nicht zu Ihrer Möhre werden! Klick um zu Tweeten

Genau dieses Esel-Möhren Prinzip passiert nämlich, wenn Sie sich ganz bewusst finanzielle Ziele setzen, ohne sich über Ihre Motive bewusst zu sein. Oder wenn Sie sogar ganz bewusst gegen Ihre Motive verstoßen und Zielkonflikte in Kauf nehmen.

Fazit:

Vermeiden Sie das Möhren-Prinzip bei der Formulierung Ihrer finanziellen Zielen. Klick um zu Tweeten

Welche Grundmotive Sie kennen sollten, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen

  1. Wenn Sie also nicht irgendwann in der Esel-Möhren Falle landen wollen, wäre eine Tätigkeit, die Ihrer  intrinsischen Motivation entspricht, der Idealzustand. Das ist diese natürlich Motivation, die von innen kommt. Vielleicht kennen Sie das von Tätigkeiten, bei denen Sie wirklich alles um sich herum vergessen.

Sie arbeiten dann in höchster Konzentration und sind im Flow. Äußere Motivation brauchen Sie gar nicht mehr. Denn diese Tätigkeit ist für Sie selbstbelohnend. 

Sicherlich ist dieser Idealzustand nicht immer umsetzbar. Doch es ist wichtig, nicht völlig gegen die eigenen Motive zu handeln. Deshalb empfiehlt es sich, diese Motive anzuschauen.

Zu den grundlegenden menschlichen Motiven zählen in der Motivationspsychologie nach Maslow die folgenden drei

  Grundmotive:

I. Anschluss

II. Macht

III. Leistung

Anschluss ist das Streben nach sozialer Nähe, Geborgenheit, Freundschaft und Zuneigung. Das Macht-Motiv ist gekennzeichnet durch Eigenschaften, wie Status, Einfluss, Kontrolle und Dominanz. Beim Motiv Leistung geht es um persönliche Erfolge, um Wettbewerb und um hohen Ehrgeiz bei der Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen. Auch die Steigerung von Status und Bekanntheit können eine Rolle spielen.

Um Ihre finanziellen Ziele erfolgreich umsetzen zu können, ist es also wichtig, dass Sie Ihr Grundmotiv kennen. Nur dann können Sie vermeiden, dass die Tätigkeit Ihnen eigentlich widerstrebt und die Erfolgschancen gering sind.

Zur Erforschung der eigenen Grundmotive finden Sie  hilfreiche Informationen und einen  Selbsttest im Blog von  Businness-Coach Jürgen Zirbik.

Warum Ihre finanziellen Ziele und Motive zusammen passen sollten

Hirnforscher und Psychologen unterscheiden zwischen unbewussten und bewussten Motiven. Die unbewussten Motive entwickeln sich meist in der frühen Kindheit und sind deshalb nicht erinnerungsfähig.

Bewusste Motive dagegen sind von Ihnen ganz klar gewählte oder von außen gesetzte Ziele. Wenn diese unbewussten und bewussten Ziele nicht vereinbar sind, sprechen Wissenschaftler von Inkongruenz. Dann kann es passieren, dass Sie auf Dauer vielleicht Ihre– ganz bewusst gesetzten –finanziellen Ziele zwar erreichen. Sie werden aber damit nicht glücklich.

Die finanziellen Belohnungen können die Unzufriedenheit nicht ausgleichen. Sie werden womöglich depressiv und krank dabei. Deshalb ist die Vereinbarkeit von Zielen und Motiven für dauerhaften finanziellen Erfolg eine wichtige Voraussetzung.

Viele Menschen leiden unter genau diesem Problem. Vor allem wenn die finanziellen Zielen von „oben“ diktiert werden, wird das als Druck empfunden. Das kann die Bonus-Zahlung im Dezember dann auch nicht kompensieren. Denn im Januar schon fängt der Druck von vorne an.

Die Vereinbarkeit oder Kongruenz Ihrer finanziellen Ziele und Motive ist auch noch aus einem anderen Grund bedeutsam. Sie ist nach Albert Banduras Konzept der Selbstwirksamkeit die Voraussetzung für Ihren Erfolg.

Selbstwirksamkeit und Realitätsorientierung als Erfolgsfaktoren

Selbstwirksame Menschen zeichnen sich durch ihre sogenannte Persistenz aus. Das ist die Hartnäckigkeit, mit der sie Ziele verfolgen, deren Erreichung eine hohe Belohnung versprechen. Dabei ist die Belohnung aber nicht unbedingt im Erreichen des gesetzten finanziellen Ziels zu sehen. Menschen die eine hohe Leistungsorientierung haben, empfinden die Belohnung vielmehr dadurch, dass sie eine große Herausforderung gemeistert haben.

Im Gegensatz zu selbstwirksamen Menschen sehen sogenannte Vermeider in den Herausforderungen eher eine Bedrohung oder Gefahr, die sie lieber vermeiden. Vermeider gehen vermeintlichen Gefahren lieber aus dem Weg.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Selbstwirksamkeit ist die Realitätsorientierung. Sie können nämlich sehr hartnäckig Ihre finanziellen oder andere Ziele verfolgen. Sie merken dabei aber gar nicht, dass diese Ziele quasi unerreichbar sind oder dass die Ziele gar nicht lohnenswert sind.

Die Esel-Möhren Vermeidungsstrategie

Wenn Sie in Zukunft also  finanziell erfolgreich sein und trotzdem nicht in der Esel-Möhren-Falle enden wollen, brauchen Sie die richtige Strategie. Wichtig ist, dass Sie Ziele und Tätigkeiten finden, die Ihren Grundmotiven wenigstens nicht völlig entgegenstehen.

Optimal ist natürlich eine Arbeit, die Sie mit Leidenschaft und Motivation ausüben. Das wird nicht immer hundertprozentig umsetzbar sein. Doch wenn es völlig in die falsche Richtung läuft, wird Sie das irgendwann krank machen.

Umgekehrt funktioniert es allerdings auch nicht. Wenn Ihre Leidenschaft wenig Chancen zum Geld verdienen bietet, dann wird es mit den finanziellen Ziele wiederum nicht klappen.

Deshalb gilt es die richtige Balance zu finden und womöglich einen Kompromiss zu schließen. Diese 3 Schritte können dabei helfen:

Wie Sie mit diesen 3 Schritten  die Esel-Möhren-Falle vermeiden

  1. Schritt:

    Machen Sie sich Ihre Grundmotive bewusst und schauen Sie, was Sie antreibt und motiviert.

  2. Schritt:

    Suchen Sie nach Zielen und Tätigkeiten, mit denen Sie sowohl Ihre Grundmotive befriedigen und finanziell erfolgreich sein können.

  3. Schritt:

    Definieren Sie Ihre persönlichen und finanziellen Ziele.

Wie Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen formulieren und diese auch erfolgreich umsetzen können, lesen Sie im nächsten Blog. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Motiv-Forschung und kreative Momente für Ihre Zielplanung.

 

Haben Sie konkrete Fragen zur finanziellen Zielplanung?
Welche Schwierigkeiten und Hürden gibt es für Sie?
Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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Finanzielle Ziele für Ihren finanziellen Erfolg – Die 5-Schritte-Strategie

Befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren finanziellen Zielen? Oder finden Sie das überflüssig und viel zu anstrengend?

Erfahrungen zeigen, dass Menschen erfolgreicher sind, wenn Sie klare finanzielle Ziele vor Augen haben.

Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
Johann Wolfgang von Goethe

Warum sind finanzielle Ziele so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Städtereise in die Stadt Ihrer Träume machen. Würden Sie sich ohne Vorbereitung ins Auto oder in den Flieger setzen?

Würden Sie in der Stadt Ihrer Träume ohne Reiseführer, Stadtplan oder App und vor allem ohne konkrete Ziele so einfach losmarschieren?

Genau das passiert bei finanziellen Angelegenheiten leider häufig. Bei vielen Menschen reicht der finanzielle Planungshorizont gerade noch für die nächste Urlaubsreise. Bei der Ruhestandsplanung und beim langfristigen Vermögensaufbau versagt dann aber das System. Das liegt daran, dass Ihr Autopilot namens Mr.  Unterbewusstsein schlichtweg überfordert ist. Denn darauf hat die Evolution ihn nicht vorbereitet.

Bei der Ruhestandsplanung ist Ihr Autopilot Mr. Unterbewusstsein leider völlig überfordert. Klick um zu Tweeten

Leider gilt das für Frauen sehr viel stärker als für Männer. Die Gender Investment Gap die weibliche Investment-Lücke – und die Gender-Retirement-Gap – die weibliche Rentenlücke – sind vor allem deshalb Frauen-Themen, weil Frauen sich nicht genug kümmern. 

Warum für Frauen der finanzielle Weg ohne Ziel  in die Altersarmut führt

Sich nicht zu kümmern, rächt sich dann im Alter. Noch nie seit 1949 waren so viele Frauen von Altersarmut betroffen wie heute. Viele Frauen erkennen erst zu spät, dass die Ehe längst kein Versorgungskonzept mehr ist. Nach der Scheidung offenbart sich dann, wie sehr sie ihre eigene Selbstvorsorge vernachlässigt haben.

Auch wenn Sie heute noch glücklich verheiratet sind, ist es sinnvoll den Plan B in der Tasche zu haben und seine Zahlen zu kennen. Auch dazu werden wir in den nächsten Wochen noch kommen.

Deshalb lade ich Sie herzlich ein, mich in den kommenden Wochen bei der finanziellen Zielplanung zu begleiten.

Die folgende 5-Schritte-Strategie wird Ihnen dabei als Leitfaden den Weg aufzeigen, wie Sie sinnvoll strategisch das Thema angehen können.

Ich freue mich über Ihre Anregungen und Kommentare, um diese Strategie zukünftig noch weiter verbessern zu können.

Laden Sie doch einfach Ihre beste Freundin oder Ihre Kollegin auch noch ein. Dann haben Sie in den nächsten Wochen eine Gesprächs- und Motivationspartnerin.

Los geht’s!

 

1. Schritt: Machen Sie sich Ihre Motive bewusst, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie bei der Planung  Ihrer finanziellen Ziele Ihre Grundmotive nicht mit im Boot haben, kann die Umsetzung später ziemlich anstrengend werden.

„Geld motiviert mich nicht.“ Diesen Satz habe ich von Frauen schon so häufig gehört. Meistens kam dann schon bald im nächsten Satz. „Ach wenn ich doch nur ein bisschen mehr Geld hätte …“

Solche Sätze decken innere Widersprüche auf. Für Ihren  finanziellen Erfolg bleibt da leider nicht viel  Raum. Sicherlich ist finanzieller Erfolg nicht für alle Menschen gleichermaßen motivierend. Dann muss geschaut werden, wie beides irgendwie miteinander vereinbart werden kann.

Deshalb  sollten Sie wissen, was Sie wirklich motiviert. Dann können Sie Ihre finanziellen Ziele und Motive aufeinander abstimmen. Sonst wird die Umsetzung Ihrer finanziellen Ziel leicht zum inneren Kampf ausarten.

Holen Sie für die finanzielle Ziel-Planung Ihre Motive mit ins Boot! Klick um zu Tweeten

Da Motive bei der finanziellen Zielplanung eine so wichtige Rolle spielen, werden wir uns noch intensiv damit befassen.  Wir schauen, wie Sie Klarheit über Ihre Motive finden und wie Sie diese nutzen können.

2. Schritt: Identifizieren Sie Ihre Geldsaboteure und Zielkonflikte

Auch wenn wir es oft nicht wahr haben wollen: Nicht alle tollen Ziele sind wirklich so toll, wenn wir sie erstmal erreicht haben. Vieles, was auf den ersten Blick erstrebenswert wirkt, ist es dann unter Umständen doch nicht. Wenn Sie sich aus einem rein finanziellen Antrieb für einen Beruf entschieden haben, der Ihnen wenig Freude bereitet, kann das auf Dauer sehr anstrengend sein.

Gute Ziele, schlechte Ziele - Untersuchen Sie zuerst Ihre inneren Zielkonflikte. Klick um zu Tweeten

Das gilt besonders, wenn Ihre finanziellen und sonstigen Ziele gar nicht Ihre eigenen sind. Oftmals handelt es sich um fremdbestimmte Ziele. Diese wurden von dritter Seite, also von den Eltern der Familie oder dem sozialen Umfeld geprägt.

Oftmals existieren solche fremdbestimmten Ziele in Ihrem Unterbewusstsein, ohne dass Sie dies merken. Es ist oft erschreckend, wie solche fremdbestimmten Ziele bei manchen Menschen bis ins Hohe Alter unbewusst verankert sind. Der Neurowissenschaftler Allen Snyder hat einmal den Satz geprägt:

Das Bewusstsein ist nur eine PR-Aktion Ihres Gehirns, damit Sie glauben, Sie hätten auch noch was zu sagen.

Allan Snyder

Bevor Sie also in die Ziel-Planungsphase starten, empfehle ich Ihnen deshalb, erst eine kleine Ziel-Expedition zu unternehmen.  Dazu bekommen Sie von mir Tipps, wie Sie mit hilfreichen Fragen wertvolle Erkenntnisse erzielen und Ihren Sabotage-Zielen auf die Schliche kommen können.

3. Schritt: Stellen Sie sicher, dass Ihre finanziellen Ziele mit Ihren Werten vereinbar sind

Manche Werte sind mit finanziellem Erfolg scheinbar nicht vereinbar. Zumindest schlussfolgert das Unterbewusstsein dies möglicherweise. Oft sind wir uns darüber nicht im Klaren. Wir merken nicht, wie wichtig uns bestimmte Werte sind und wie wir unseren finanziellen Erfolg damit verhindern.

Was hat Ihr Gerechtigkeitssinn womöglich mit Ihrer Geldbeziehung zu tun?

An dieser Stelle könnten Sie bereits auf die ersten Unstimmigkeiten treffen. Ist Gerechtigkeit ein hoher Wert für Sie? Was sagt es dann über Sie aus, wenn Sie mehr Einkommen erzielen als Ihre beste Freundin oder Ihre eigenen Eltern? Ließe sich das mit Ihrer Moralvorstellung noch vereinbaren?

Gerechtigkeit ist ein wichtiges aber auch schwieriges Thema. Es hat viele verschiedene Facetten. Deshalb ist es notwendig, die Vielfältigkeit dieser Idee von Gerechtigkeit im Blick zu haben . Vor allem ist wichtig, welche Konsequenzen Ihr Gerechtigkeitssinn für Ihre Geldbeziehung hat. Könnten Sie mit einer Stiftung oder regelmäßigen Spenden für mehr Gerechtigkeit sorgen? Wie sieht es mit anderen Werten aus? Sind Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft ebenfalls hohe Werte für Sie? Was könnten Sie tun, um eine Vereinbarkeit herzustellen, ohne gegen Ihre Werte zu verstoßen?

Warum es für Frauen schwierig ist,  finanzielle Ziele mit den eigenen Werten zu vereinbaren

Gerade Frauen fällt es im Hinblick auf ihre Werte immer noch schwer, finanzielle Ziele zu formulieren. Die weiblichen Tugenden waren traditionell Bescheidenheit, Sittsamkeit, Fleiß und Tugendhaftigkeit. Frauen hatten vorrangig für die Werte und Ziele Ihrer Männer zu sorgen, aber nicht für ihre eigenen – schon gar nicht finanziell. Das steckt noch immer in den Hinterköpfen. Deshalb gehört auch eine gewisse soziale Risikobereitschaft dazu, eigene finanzielle Ziele zu realisieren.

4. Schritt: Überprüfen Sie Ihre Visionen und Lebensziele bevor Sie finanzielle Ziele formulieren

WENN DAS LEBEN KEINE VISION HAT, NACH DER MAN STREBT, NACH DER MAN SICH SEHNT, DIE MAN VERWIRKLICHEN MÖCHTE, DANN GIBT ES AUCH KEIN MOTIV, SICH ANZUSTRENGEN.

(Erich Fromm)

Um wirklich nachhaltig an seinen Zielen arbeiten zu können und motiviert zu bleiben, ist es wichtig, das große Ganze im Leben zu sehen.

Wer keine Träume hat und sein Big Picture nicht kennt, wird wahrscheinlich auch nicht sehr motiviert sein, die selbst gesetzten finanziellen Ziele zu verwirklichen. Dabei geht es absolut nicht nur um Geld. Ich meine „Erfolg“ im ganzheitlichen Sinne. Arbeit und Geld sind dabei nur ein Bestandteile.

Gerade für Frauen ist es schwierig, solche Visionen zu entwickeln. Das stelle ich immer wieder in meinen Workshops fest. Traditionell waren Frauen in die passive Rolle als Hausfrau und Mutter gedrängt. Die Realität hat sich jedoch gravierend verändert. Nur das Unterbewusst hat dies noch längst nicht verinnerlicht.

Also warten Sie nicht auf Ihr Unterbewusstsein und nehmen Sie die Sache selber in die Hand. Dafür gibt es in diesem Blog noch einige Anregungen zur Entwicklung Ihrer Lebensvisionen.

 

5. Schritt: Formulieren Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen

Damit auch die Umsetzung Ihrer Ziele eine realistische Chance hat, gibt es auch dabei einige Aspekt zu beachten. Wie schon erwähnt können Ihre finanziellen Ziele mit anderen Lebenszielen konkurrieren. Das können sowohl Ziele sein, die Ihnen bisher nicht bewusst waren. Das können aber durchaus auch Ziele sein, die Ihnen sehr wohl bewusst sind.

Wenn Sie sich ein hohes Umsatzziel setzen, das nur mit mehr Arbeit und größerem Zeitaufwand zu realisieren ist, kann das unweigerlich mit anderen Zielen im Lebensbereich Familie und Partnerschaft oder sogar im Bereich Vitalität und Gesundheit kollidieren. Deshalb ist es unerlässlich die finanziellen Ziele im Gesamtkontext zu sehen.

Ein anderer Aspekt ist die Verbindlichkeit oder das Commitment, das Sie Ihren Zielen entgegenbringen. Beschränken Sie sich nicht auf vage Formulierungen ohne Zahlen oder Zeitvorgaben. Dann kann sich Ihr Unterbewusstsein sehr bequem ein kleines Hintertürchen offen halten. Damit das Formulieren Ihrer finanziellen Ziel auch von Erfolg gekrönt wird, gibt es auch dazu noch einen Extra-Beitrag im Blog.

Haben Sie konkrete Fragen zur finanziellen Zielplanung?
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Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft?

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Finanzielle Standortanalyse: Wie Ihnen diese 23 Fragen bei der finanziellen Verantwortung helfen

Die finanzielle Standortanalyse ist der erste und wichtigste Schritt, um finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Finanzielle Verantwortung klingt ja erst einmal nicht so prickelnd. Doch es lohnt sich. Sowie Sie mehr finanzielle Verantwortung übernehmen, ändert sich plötzlich ganz viel.

Sie können Einfluss nehmen auf Ihr finanzielles Geschick und Ihrer finanziellen Zukunft eine Richtung geben. Sie haben ab jetzt selbst das Steuer in der Hand. Auch in stürmischen Zeiten können Sie aktiv eingreifen und müssen nicht wie eine Matrosin passiv unter Deck sitzen bleiben. Ich bin immer wieder total begeistert, wenn ich sehe, welche Veränderungen bei meinen Kundinnen passieren, wenn Sie plötzlich finanzielle Verantwortung übernehmen.

Wollen Sie wirklich ran an das Thema? Mit allem was dazu gehört?

Dann möchte ich Sie zu diesem Schritt wirklich beglückwünschen. Super!

Was Ihnen finanzielle Verantwortung bringt

Es lohnt sich, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen.  Wenn Sie Single sind, dann haben Sie sowieso nicht die Wahl. Da funktioniert das Delegieren nur sehr eingeschränkt. 😉

In der Partnerschaft sieht es anders aus. Viele Frauen schrecken immer noch sehr vor finanzieller Verantwortung zurück. Sie delegieren diese lieber an den Partner oder an die Partnerin. Dabei zahlt es sich für beide Partner aus, wenn auch beide finanzielle Verantwortung übernehmen. Sie können dann auf Augenhöhe über das Thema Geld verhandeln. Mit partnerschaftlichen Vereinbarungen und Verträgen können Sie Ihr Commitment zum Ausdruck bringen. Solche Vereinbarungen geben Ihnen weit mehr Sicherheit als nur die Hoffnung: „Es wird schon alles gut gehen.“

Um welche Bereiche geht es bei der finanziellen Verantwortung?

Es geht bei der finanziellen Verantwortung nicht nur darum, höhere Einnahmen zu erzielen. Das ist eigentlich nur der erste Schritt. Es dreht sich um alle sechs wichtigen Bereiche:

  • Ihr Finanzielles Mindset
  • Ihre Einnahmen
  • Ihre Ausgaben
  • Sparen
  • Investieren
  • Kontrollieren

Wie sieht der erste Schritt aus?

Die finanzielle Standortanalyse ist der erste und wohl wichtigste Schritt. Bei der finanziellen Standortanalyse geht es darum, überall mal nachzuschauen – also auch wieder in allen sechs Bereichen. Das ist wichtig, denn ohne diese Analyse können Sie nicht herausfinden, was sich in der Vergangenheit bewährt hat oder eben nicht.

Jetzt kommt neben Kassensturz und Vermögensanalyse auch das finanzielle Mindset wieder ins Spiel. Denn bessere finanzielle Ergebnisse sind häufig ohne Verhaltensänderungen und neue Denkweisen kaum möglich.

Dazu möchte ich mir einen ersten Tipp erlauben:

1. Tipp zur finanziellen Standortanalyse: Seien Sie gnädig mit sich selbst! Klick um zu Tweeten

Im Finanz Coaching erlebe ich immer wieder wie streng meine Kundinnen mit sich selber sind. Natürlich kenne ich das von mir selbst auch. 😉 Schließlich bin ja auch in ein Frau. 😉

Doch gerade diese Strenge, die Selbstvorwürfe und Verurteilungen werfen Sie meilenweit zurück. Sie hemmen Ihr Potenzial und blockieren Ihre Kreativität.

Warum positive Fragen für die finanzielle Standortanalyse hilfreich sind

Stattdessen ist es hilfreicher, positive Fragen zu stellen oder sich stellen zu lassen. Statt zu fragen: „Warum habe ich das wieder nicht geschafft?“, könnten Sie fragen. „Wann habe ich es schon mal geschafft?“ und „Wie habe ich es damals hinbekommen“. „Was hat mir damals geholfen?“

2. Tipp : Positiv fragen: „ Wann ist es mir schon mal gelungen?“ Klick um zu Tweeten

In dem Moment ist Ihre Kreativität in Sachen Problemlösung erwacht und entfacht. Genau deshalb geht es bei der finanziellen Standortanalyse auch hauptsächlich um Fragen. Fragen regen zum Nachdenken an. Sie können viel Kreativität und Potenzial freisetzen. Vor allem können Fragen festgefahrene Denkstrukturen auflockern und das konstruktive Denken wieder in den Fluss bringen.

Als Anregung für Ihre finanzielle und mentale Standortanalyse habe ich beispielhaft die folgenden 23 Fragen zusammengestellt:

23 hilfreiche Fragen für die finanzielle Standortanalyse

1. Frage: Was motiviert Sie noch im Leben außer Geld?

Für Frauen ist Geld eher selten eine echte Antriebskraft aus meiner Erfahrung. Für Frauen zählen häufig andere Motivationen, wie Hilfsbereitschaft oder Gemeinschaft. In diesen Fällen stellt sich eher die Frage, wie Sie Ihre wahre Motivation zu Geld machen können. Wie lässt sich das eine mit dem anderen sinnvoll verbinden.

Es gibt einige hilfreiche Instrumente, um die eigene Motivation und die inneren Antriebskräfte zu ergründen. Manchmal reicht es auch schon aus, mit Menschen zu sprechen, die Sie wirklich gut kennen. So ein ehrlich gemeinter Spiegel kann das Selbstbild manchmal gerade rücken und äußerst erkenntnisreich sein.

2. Frage: Welche Werte sind Ihnen wirklich wichtig im Leben?

Manchmal sind die eigenen Werte nicht wirklich bewusst und können in finanzieller Hinsicht eher hinderlich sein. Wenn Ihnen „Gerechtigkeit“ ein hoher Wert ist, finden Sie es vielleicht unterbewusst sogar verwerflich, mehr Geld als andere Menschen einzunehmen. Sie haben möglicherweise ein schlechtes Gewissen dabei und einen inneren Zielkonflikt.

Dann ist es ganz wichtig noch mal darüber nachzudenken, wie Sie Gerechtigkeit definieren. Wie könnten Sie mit einem höheren Einkommen vielleicht sogar einen wichtigen Beitrag für mehr Gerechtigkeit leisten?

3. Frage: Welche Ziele haben Sie in der Vergangenheit verfolgt?

Auch für Ziele gilt, dass Sie nicht immer bewusst sind. Manche Menschen sabotieren ihren eigenen finanziellen Erfolg, um sich an ihren Eltern zu rächen. Klingt schräg, kommt aber gar nicht so selten vor. Manche Frauen wollen ihren Müttern beweisen, dass sie als „Nur-Hausfrauen“ die besseren Mütter und die besseren Ehefrauen sind. Da gibt es wirklich die unglaublichsten unterbewussten Ziele. Darum lohnt es sich wirklich immer mal wieder hinzuschauen.

4. Frage: Wie sieht es mit Ihrem Durchhaltevermögen und Ihrer Selbstkontrolle aus?

Wer hat bei Ihnen die Vorherrschaft, die „innere Macherin“ oder die „innere Planerin“?  Handeln Sie eher spontan oder überlegen Sie bei finanziellen Themen ganz in Ruhe? Wie sieht es mit Spontankäufen aus? Lassen Sie sich leicht verführen?

5. Frage: Wie sieht es mit Ihrem Sparverhalten aus?

Sparen Sie regelmäßig oder nur, wenn am Monatsende etwas übrig bleibt? Setzen Sie sich Ziele beim Sparen und planen sie für den Ruhestand?

6. Frage: Was könnten inspirierende Ziele für Sie sein?

Was inspiriert Sie und würde finanziellen Erfolg für Sie lohnenswert machen? Wie würden Sie Ihren Ruhestand verbringen, wenn Sie sich das finanziell leisten könnten?

7. Frage: Was könnte Ihnen helfen, diese Ziele umzusetzen?

Ziele spielen eine wichtige Rolle bei der finanziellen Standortanalyse. Deshalb werde ich im Blog demnächst noch ausführlich dazu schreiben.

8. Frage: Wann ist es Ihnen schon einmal gelungen, erfolgreich finanzielle Ziele zu erreichen und was hat Sie dabei inspiriert oder angetrieben?

Welche Erkenntnisse und Erfahrungen haben Sie in Ihrer Gedächtnis-Schatzkiste und wie können Sie diese nutzen? Wie können Sie Ihre Erinnerungen an Erfolge der Vergangenheit wieder aktivieren, um sich zu motivieren?

9. Frage: Wie sieht Ihre Einnahmen-Ausgaben-Bilanz aus?

Das ist für viele ein leidiges Thema. Wie sieht es bei Ihnen aus? Was könnte Sie motivieren, um sich damit auseinander zu setzen? Wie könnten Ihnen Zahlen wieder Spaß machen? Ein wichtiges Thema zu dem es im nächsten Blog weitere Infos gibt.

10. Frage: Welche Änderungen wünschen Sie sich in Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz?

Wenn Sie sich mit Ihrer Einnahmen- Ausgaben-Bilanz befassen, kann es passieren, dass Ihnen die Ergebnisse nicht besonders gefallen. Leicht stellen sich dann unangenehme Gefühle ein und Selbstvorwürfe. Um nicht in den Frust-Modus zu geraten, ist es jetzt wichtig ganz schnell wieder nach vorne zu schauen.  Auch wenn es im Moment vielleicht absurd klingt, wie wünschen Sie sich den Zielzustand? Schreiben Sie am besten alle Änderungswünsche auf. Wenn sich dann der innere Kritiker meldet und verkündet, „Das schafft du doch sowieso nicht.“, dann antworten Sie ihm doch einfach mal ganz entscheiden: „Deine Meinung ist jetzt nicht gefragt.“

11. Frage: Was möchten Sie an Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz verändern?

Jetzt wird es etwas konkreter als bei der Frage 10. Es geht um Maßnahmen, also darum ins Handeln zu kommen.  Welche ersten Schritte wollen Sie unternehmen? Wo wollen Sie Prioritäten  setzen? Welche Ausgaben wollen Sie reduzieren? Wie wollen Sie das Thema Sparen oder Investieren angehen? Wie könne Sie größere Projekte mit Hilfe der Salamitechnik in kleine Scheibchen-Aufgaben verwandeln?  Frei zitiert nach Erich Kästner heißt es nun: Es gibt nichts Gutes außer frau tut es … 😉

12. Frage: Wie sieht es mit Ihrer Ruhestandsplanung aus?

Das ist inzwischen bei der finanziellen Standortanalyse ein wichtiges Thema geworden. Haben Sie sich mit dem Thema schon auseinander gesetzt ? Haben Sie schon einen Überblick? Bis wann wollen Sie sich einen Überblick verschaffen oder wen wollen Sie damit beauftragen?

13. Frage: Wer kann Ihnen bei der finanziellen Standortanalyse Ihre Fragen beantworten oder Sie beraten?

Gibt es Menschen im Freundes- oder Familienkreis, die Ihnen weiterhelfen oder Ihnen eine Expertin empfehlen können? Haben Sie im Internet recherchiert oder schon Kontakt aufgenommen? Was ist Ihnen der Rat einer Expertin wert? Wie viel Zeit und Arbeit wollen Sie investieren, um sich zu informieren?

14. Frage: Was hindert Sie konkret, sich mit dem Thema Finanzen zu befassen?

Wenn Sie die Situation oder Ihr Verhalten ändern möchten, ist die finanzielle Standortanalyse eine gute Gelegenheit. Sie können Ihre inneren Geldsaboteure entlarven. Das sind negative Glaubenssätze und Überzeugungen über Geld oder sich selbst.

15. Frage:  Wie könnten Sie diese „Hinderungsgründe“ ändern?

Manchmal hilft es bereits, die Hinderungsgründe aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching tausche ich manchmal die Stühle mit meinen Klientinnen. Um Lösungen zu suchen und Veränderungen einzuleiten, ist es wichtig nach vorne zu schauen. So können Sie gedanklich die vermeintlichen Hindernisse schon mal aus dem Weg zu räumen.

16. Frage:  Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an das Thema Geld denken?

Nehmen Sie Ihre Gefühle ernst oder verdrängen Sie diese? Jetzt ist der richtige Moment, um bei der finanziellen Standortanalyse noch einmal in sich zu gehen. Wenn Ihre Erfahrungen mit Geld immer wieder negative Gefühle auslösen, empfiehlt es sich, Unterstützung zu suchen. Manchmal reichen schon zwei oder drei Finanz Coaching Sitzungen, um die Geld-Beziehung nachhaltig zu verbessern. Manchmal reicht sogar schon, sich darüber bewusst zu werden.

17. Frage: Wie möchten Sie sich in Zukunft fühlen, wenn Sie an das Thema Geld denken?

Gefühle haben großen Einfluss auf unser Verhalten. Die Vorstellung positiver Gefühle hat starke motivierende Kraft und wird beim Coaching gerne angewendet, um in einen positiven Lösungsmodus hinein zu gelangen.  Probieren Sie es doch mal aus!

18. Frage: Was könnte Ihnen helfen, sich beim Thema Finanzen sicherer zu fühlen?

Gerade Frauen fühlen sich beim Thema Finanzen oft unsicher. Nutzen Sie die finanzielle Standortanalyse, um sich ein Gefühl der Sicherheit zu verschaffen. Was braucht es, damit Sie sich sicher fühlen? Wie könnte Ihnen das auch beim Thema Finanzen gelingen?

19. Frage: Wann haben Sie sich schon einmal sicher gefühlt

Wann gab es schon Situationen, in denen Sie sich sicher gefühlt haben und wie haben Sie das damals gemacht? Was können Sie jetzt bei Ihrer finanziellen Standortanalyse davon anwenden? Was können Sie zukünftig nutzen für gute Finanzentscheidungen?

20. Frage:  Welche Rolle hat Geld dabei gespielt, als Sie sich schon einmal sicher gefühlt haben?

Falls Sie sich gerade in einer Phase der Unsicherheit befinden, ist es wichtig die Erinnerung an eine sichere Zeit zu vergegenwärtigen. Das hilft Ihnen, wieder einen kühlen Kopf und einen klaren Durchblick zu bekommen.

21. Frage: Wie sieht Ihr Wunschtraum-Zielzustand am 31.12.2017 aus, wenn Sie ab heute finanzielle Verantwortung übernehmen?

Was könnte Sie so sehr inspirieren, dass Sie in Sachen Verantwortung Ihr Kommitment geben und sich auch noch auf einen festen Termin festlegen würden? Ist Ihnen das Thema finanzielle Verantwortung inzwischen so wichtig, dass Sie es wagen?

22. Frage: Wie sieht ihr finanzieller Zielzustand am 31.12.2022 aus?

Für die langfristige Entwicklung ist es gut, wenn Sie auch langfristige Ziele vor Augen haben. Trauen Sie sich und verlassen Sie die Komfortzone. Am Anfang kostet es Überwindung. Später belohnt sie der Erfolg.

23. Frage: Wie und womit haben Sie rückblickend am 31.12.2022 diesen Zielzustand erreicht?

Können Sie sich vorstellen, Sie hätten gerade eine Zeitreise gemacht und würden jetzt zurück blicken? Wie haben Sie es hingekriegt, Ihre Ziele zu erreichen? Was hat Ihnen geholfen? Was wollen Sie davon in nächster Zeit nutzen?

 

Die Liste mit Fragen für die finanzielle Standortanalyse ließe sich unendlich fortsetzen. Wichtig ist, dass Sie sich die relevanten Fragen aussuchen, die für Sie persönlich wichtig sind. Genauso gehe ich im Finanz Coaching vor.

Auch hier gilt: Gehen Sie dabei bitte rücksichtsvoll mit sich selber um! Überfordern Sie sich nicht gleich mit 100 Fragen. Vorsicht auch vor der Perfektionismus-Falle. Stattdessen könnten Sie es wieder mal mit der Salamitechnik probieren. Immer schön scheibchenweise!

Das Wichtigste bei Ihrer finanziellen Standortanalyse ist, dass Sie Spaß dabei haben. Wenn ein solches Unterfangen den Charakter einer Strafarbeit hat, wird es schwer gelingen.

Im nächsten Blog-Beitrag geht es um die finanziellen Ziele. Lesen Sie, wozu Ziele wichtig sind, wie Sie Ziele erfolgreich definieren und worauf es ankommt bei der Festlegung Ihrer Ziele. Ich freue mich,  wenn Sie wieder dabei sind. Auch über Ihre Erfahrungen, Anregungen oder Kritik im Kommentar, würde ich mich wirklich freuen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreich finanzielle Standortanalyse und Spaß bei der finanziellen Verantwortung.

Herzlichst
Ihre

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Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft?

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3 strategische Tipps für kluge Finanzentscheidungen

Kluge Finanzentscheidungen zu treffen, ist eine große Kunst. Wir alle treffen tagtäglich und ständig Finanzentscheidungen. Viele von diesen Entscheidungen werden oft sehr schnell getroffen. Bei manchen Finanzentscheidungen lassen wir uns länger Zeit.

Zu den schnellen Finanzentscheidungen gehören häufig Konsumentscheidungen wie  neue Schuhe, Kleidung  oder Fast Food im Supermarkt.

Kennen Sie dieses Gefühl von Reue oder Schuldgefühlen nach einer schnellen und vielleicht falschen Kaufentscheidung?

Bei kleineren Summen ist es noch zu verschmerzen, aber bei größeren kann es richtig weh tun. Bei einer Geldanlage, die zu großen Verlusten oder sogar einem Totalverlust geführt hat, tut es dann richtig weh.

Wie kommen solche Entscheidungen zustande?

Schnelles und langsames Denken – das Dilemma

Der Nobelpreisträger Daniel Kahneman hat bei seinen Forschungen die These vom schnellen und langsamen Denken entwickelt. Das schnelle Denken erfolgt intuitiv, automatisch, emotional und unbewusst. Das langsame Denken dagegen erfolgt anstrengend, logisch, berechnend und bewusst.

Die Gefahr von übereilten Kaufentscheidungen und schlechten Gefühlen, kann deutlich verringert werden, wenn Sie vom schnellen in den langsamen Modus wechseln. Aber das funktioniert nicht wirklich gut, wenn Sie gerade unter Stress stehen und Zeitdruck haben.

Gerade wenn Sie bei Frustkäufen in Stressphasen Wiederholungstäterin sind, kann langsames Denken in solchen Situationen sehr schwierig umsetzbar sein. Es hilft, wenn Sie sich mit den Ursachen befassen und erforschen, wie es immer wieder dazu kommt.

Ist langsames Denken immer der bessere Weg?

Auch langsames Denken ist nicht immer der Königsweg. Die Finanzkrise 2008 war ein drastisches Beispiel dafür. Auch langsam gedachte finanzmathematische Modelle können ins Leere laufen, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Die Welt und insbesondere die Welt der Finanzmärkte ist viel zu komplex, um alle möglichen Entwicklungen vorausberechnen zu können. Ähnlich wie bei der Wettervorhersage, lässt sich eine Entwicklung an den Aktienmärkten oder sogar an den Immobilienmärkten kaum mehr als ein paar Tage vorhersagen.

Wie lösen Sie das Dilemma, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen?

Das Dilemma aufzulösen, ist nicht ganz einfach. Auch Rückfälle sind wahrscheinlich vorprogrammiert. Gerade wenn es um emotionale Entscheidungen und automatisierte Verhaltensmuster geht, wird es ohne langsames Denken und ein bisschen Arbeit auch nicht funktionieren. Wollen Sie sich in Zukunft mit Ihren Finanzentscheidungen behaglicher fühlen und bessere Ergebnisse erzielen? Dann wird sich das langsame Denken nicht vermeiden lassen.

Dazu habe ich ein drei Tipps für Sie:

Tipp 1: Selbstreflexion als Basis für kluge Finanzentscheidungen

Bevor Sie sich mit vielen Informationen und Ratschlägen zum Thema Geld und Finanzen befassen, beschäftigen Sie sich erst einmal mit sich selbst.

  • Was ist   I H N E N   wirklich wichtig in Ihrem Leben und welche Rolle spielt Geld dabei?
  • Was denken Sie über sich – ganz allgemein und speziell in bezug auf Geld?
  • Welche Bedürfnisse befriedigt Geld kurzfristig und welche Funktion erfüllt es bei typischen Verhaltensweisen?
  • Welche Werte sind Ihnen wichtig im Leben und wie stehen diese mit Ihren Finanzen und mit Geld im Einklang?
  • Wie sahen Ihre Erfahrungen mit Geld aus? Wie waren dann Ihre Schlussfolgerungen? Welche positiven oder negativen Vorbilder haben Sie, wenn es um das Thema Finanzen und Geld geht?
  • Wie sehen andere Sie, wenn es um das Thema Geld geht?

Solche Überlegen können sehr hilfreich sein, um sich selbst auf die Schliche zu kommen. Decken Sie Ihre typischen Verhaltensmuster auf und forschen Sie nach den Ursachen.

Auch wenn es manchmal weh tut, kann eine schmerzhafte Erkenntnis oft eine sehr wertvolle Information sein. Fast jeder Mensch hat den ein oder anderen Fleck. Wichtig ist aber, dass Sie sich nicht dafür geißeln oder rechtfertigen, sondern das Optimierungspotential darin sehen. Nur so können Sie alte Verhaltensmuster ändern und kluge Finanzentscheidungen treffen.

Tipp 2: Ziele formulieren und visualisieren

Wie ich in meinem Beitrag über die guten Vorsätze zum Neuen Jahr berichtet habe, sind Ziele sehr wichtig. Sie sollten positiv formuliert, realistisch und vor allem motivierend sein. Je nachdem, was Sie wirklich motiviert und was dann am Ende als Ergebnis stehen kann, stellen Sie Ihrem Gehirn eine Belohnung in Aussicht.

Nach Meinung der Gehirnforscher streben Menschen nach Belohnungen, in dem Sie Ereignisse herbeiführen, die mit positiven Gefühlszuständen verbunden sind. Lösen positive Zahlen auf Ihrem Kontoauszug auch positive Gefühle aus? Wenn nicht, ist es wichtig, Ihre Motive und Bedürfnisse zu erforschen. Was motiviert Sie wirklich? Was macht Sie glücklich und zufrieden?

Sonst besteht die große Gefahr, dass Sie aufgrund des emotionalen „schnellen“ Denkens immer wieder Belohnungskäufe tätigen oder andere emotionale Finanzentscheidungen treffen. Danach ärgern Sie sich und brauchen quasi zum Trost die nächste Belohnung.

Was auch immer Sie als Zielsetzung formulieren, überfordern Sie sich nicht. Planen sie realistische Ziele und planen Sie Teilziele auf dem Weg dorthin, um gegebenenfalls nachjustieren zu können. Bei allem, was Ihr Verstand per se für unerreichbar hält, wird er sonst wahrscheinlich die Vermeidungshaltung einnehmen oder Sie verschwenden viel Zeit für hoffnungslose Unterfangen.

Tipp 3 : Die richtige Strategie

Eine gute Strategie ist eine sehr wertvolle Basis, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen. Ihre Strategie sollte aus möglichst einfachen Regeln bestehen, die einfach, logisch und nachvollziehbar sind. Nur wenn Sie selbst von Ihren Regeln und Ihrer Strategie überzeugt sind, wird es Ihnen auch gelingen, diese umzusetzen.

Zu dieser Strategie kann auch ein passender äußerer Rahmen gehören. Wenn Sie sich nicht gerne um Ihre Finanzen kümmern, kann eine angenehme Atmosphäre hilfreich sein, um das Belohnungszentrum zu aktivieren. Zünden Sie sich doch einfach mal eine Kerze an und kochen Sie sich einen leckeren Tee, bevor Sie den Rechner einschalten oder sich vor die Kontoauszüge und Unterlagen setzen. Das kann manchmal schon Wunder bewirken.

Überlegen Sie sich Alternativen, bevor Sie der nächste Frustkauf befällt. Was könnte sonst noch Ihre Stimmungslage bessern? Was ist realistisch umsetzbar?

Auch bei Ihren Geldanlagen sollten Sie kluge Finanzentscheidungen treffen und sich eine passende Strategie überlegen. Wie sehen Ihre finanziellen Ziele aus und mit welcher Strategie lassen diese sich umsetzen? Mit welcher Verteilung zwischen sicheren und risikoreicheren Anlagen fühlen Sie sich gut? Was schützt Sie für spekulativen Transaktionen oder Panikverkäufen?

Schreiben Sie Ihre Strategie auf und setzen Sie Ihre Unterschrift darunter. Eine Unterschrift steht für Verbindlichkeit und Commitment. Ziel ist es, dass Sie sich selbst und Ihrer Strategie  treu bleiben, auch wenn der Wind mal aus einer anderen Richtung weht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Strategie und kluge Finanzentscheidungen.

Herzlichst
Ihre

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Was hat die amerikanische Unabhängigkeitserklärung mit Ihren finanziellen Ergebnissen zu tun?

Wenn Sie weiblich, intelligent und talentiert sind, dann könnte in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung eine wichtige Information für Sie stecken. Diese Information könnte für Ihre finanziellen Ergebnisse bedeutsam sein.

Statue of Liberty in New York CityAuf diesen Gedanken brachte mich kürzlich ein guter Freund, dem ich dafür sehr dankbar bin. Es ging dabei um das Thema „finanzieller Erfolg“. Konkret ging es um die Frage, weshalb so viele intelligente und talentierte Frauen mit dem ganz tief sitzenden Glaubenssatz leben:

„Ich habe es nicht verdient.“

Sich selbst, den finanziellen Erfolg, eine faire Entlohnung oder eine angemessenes Einkommen zu verwehren oder verwehren zu lassen, ist ein ziemlich typisch weibliches Phänomen.

Wie Erziehung die finanziellen Ergebnisse beeinflusst

Es ist ein offenes Geheimnis, dass noch immer oder vielleicht auch gerade wieder die Kindererziehung bei den Mädchen anders ausfällt als bei den Jungen. Ich erinnere mich noch gut an den Satz meiner Mutter: „Wozu willst du denn studieren? Du heiratest ja mal doch und kriegst zwei Kinder.“

Meine Mutter hat das sicherlich nicht böse gemeint, denn es war ihre persönliche Erfahrung, die sie selbst wenige Jahre zuvor gemacht hatte. Sie hatte vor meiner Geburt einen ziemlich tollen und gut bezahlten Job und hätte gerne wieder gearbeitet. Ihr früherer Arbeitgeber hatte sogar mehrfach wieder bei ihr angefragt. Doch leider fand sie keinen Kindergartenplatz für mich, denn die waren damals rar gesät. Die Erziehung meines Bruders sah dementsprechend etwas anders aus. Schließend war ja klar, dass der später mal in der Lage sein sollte, eine Familie zu erziehen.

Bei vielen Frauen führen solche oder ähnliche Erfahrungen dann zu der Schlussfolgerung: „Ich habe es nicht verdient, denn ich bin ja nur ein Mädchen.“

Glaubenssätze – die innere Bremse im Kopf

unkonzentriert, kopf; Gedächtnis; Denkblockade; Problem, lösung; anstrengend, Brainstorming; ausgebrannt, nachdenken; Konzentration, Filmriss, Überforderung, denken; denker; einfall; Gedächtnislücke; business; Gehirn; chaos, Gedanke; demenz; burnout; adhs; Ideen; Vergesslichkeit; Gehirnjogging, blackout, Gedächtnisstörung, Störung; neural; Gedächtnistraining; Mühe; Intelligenz; Sperre; Anstrengung, lernen; planung; wissen; zuviel, zeichnung; Zahnräder; iq; zukunft; Bildung; geist; erkenntnis, Strichmännchen

So etwas wirkt häufig und nachhaltig wie eine innere Bremse im Kopf. Um diese Bremse zu lösen, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit den inneren Glaubenssätzen und Einstellungen und einer starken Absicht, trotzdem erfolgreich zu sein.

Wie sich die unterschiedliche Erziehung von Mädchen und Jungen im Erwachsenenalter auswirkt, können wir immer wieder an den unterschiedlichen Einkommenshöhen von weiblichen und männlichen Beschäftigten in unzähligen Statistiken zum Thema Gender Pay Gap ablesen.

Gender Pay Gap fängt im Kindesalter an

Doch dass die Gender Pay Gap schon im Kindesalter beginnt, hat nun auch mich überrascht. Laut einer Studie des Marktforschungsinstitut TNS im Auftrag der Halifax Bank im Mai 2016 bekommen britische Jungen im Alter zwischen acht bis 15 Jahren durchschnittlich 12 Prozent mehr Taschengeld als gleichaltrige Mädchen.

Kinder das Sparschwein, Sachsen, DeutschlandAuch in Deutschland wurde 2009 in einer von den Landesbausparkassen beauftragten Studie ein ähnliches Ergebnis beobachtet: Damals erhielten Jungen im Alter zwischen neun und 14 durchschnittlich 19 Prozent mehr Taschengeld.

Kein Wunder also, wenn Frauen bereits im Kindesalter Glaubenssätze wie „ich habe es nicht verdient“, zumindest in Relation zum männlichen Geschlecht entwickeln. Je nachdem wie früh solche Schlussfolgerungen getroffen werden, wird diese Relation vielleicht gar nicht gesehen. Der Glaubenssatz sitzt tief und wird kaum hinterfragt. Selten ist er nicht einmal bewusst.

Die tiefe Wahrheit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung

Was hat nun aber die amerikanische Unabhängigkeitserklärung zu tun?

Mal ganz abgesehen davon, dass die Unabhängigkeitserklärung eine historische Meisterleistung und ein Befreiungsschlag für einen ganzen Kontinent war, beinhaltete sie sehr wesentliche Grundannahmen:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit.“

Dieser Formulierung liegt eine große Weisheit und ein hoher ethischer Anspruch zugrunde. Trotzdem bestand lange Zeit das große Missverständnis, dass mit „alle Menschen“ hauptsächlich erwachsene weiße Männer gemeint sind. Es dauerte immerhin noch 240 Jahre, bis ein farbiger Mann Präsident werden konnte. Eine  Frau ist noch nie Präsidentin geworden.  So schwierig ist es manchmal, bis Missverständnisse ausgeräumt und Verhaltensänderungen bewirkt werden.

Was Sie aus der Unabhängikeitserklärung lernen können

Beautiful blonde woman with Uncle Sam disguise holding flag on hand celebrating 4th of July independence day

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Rechte kennen und wissen, was Ihnen zusteht. Auch wenn andere Ihnen Ihre Rechte streitig machen oder unbewusst alte Traditionen fortführen, heißt das noch lange nicht, dass Sie es nicht verdient haben.

Sie müssen es sich nicht mal verdienen, weil es Ihnen zusteht. Sie brauchen nur Ihre Potential entfalten und Ihre Talente einsetzen, dann können Sie auch das erreichen was dem entspricht. Ich weiß natürlich auch, dass es oft nicht einfach ist, seine Ansprüche durchzusetzen. Doch manchmal geht noch einiges mehr auch wenn die Umstände dies scheinbar nicht zulassen. Manchmal hilft auch ein Umweg oder einfach nur ein neuer Arbeitgeber. Manchmal braucht es auch eine Portion Risikobereitschaft um den vermeintlich sicheren Weg zu verlassen und einen neuen zu beschreiten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg und finanzielle Fülle und eine faire Bezahlung, die Ihren Potentialen und Talenten entspricht.

Herzlichst
Ihre

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Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

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Geld und Emotionen – Wie bringen Sie Bankkonto und Emotionskonto in Einklang?

Geld und Emotionen gehören zusammen wie Licht und Schatten, denn Geld ist nunmal ein sehr emotionales Thema. Das wurde lange Zeit völlig außer Acht gelassen. Die Ökonomen gingen davon aus, dass der Mensch ein rational handelndes Wesen ist: der Homo Oeconomicus. Bei diesem modellhaften Wesen ging man davon aus, das er stets  rational, kalkuliert und am Nutzen orientiert auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist.

Die Realität wurde dabei außen vor gelassen. Aber die Realität sieht nun mal anders aus. Menschen handeln nicht immer rational. Wobei sich auch die Frage stellt: Was ist überhaupt rational? Das kann sich je nach Erkenntnisstand und gesellschaftlichem Meinungsbild relativ schnell ändern.

Der Fühler und der Denker

Optimist vs PessimistIm wesentlichen gibt es in jedem von uns zwei Komponenten: einen Fühler und einen Denker. Das ist ein Team, das sich mit verschiedenen Methoden wechselseitig Ergebnisse liefert. Der Körper ist er für den Fühler zuständig. Er macht die Gefühle oder auch Emotionen genannt. Das Gehirn lässt sich eher dem Denker zuordnen. Es liefert die Erklärungen. Beide funktionieren jedoch nicht unabhängig voneinander. Sie arbeiten wechselseitig und die Unterschiede lassen sich nicht immer eindeutig fassen.

„Sei doch nicht so emotional“

wtüendDa in unserer Kultur der Denker als wertvoller und wichtiger bewertet wird als der Fühler, werden Gefühle zu einer unwichtigen Privatsache erklärt, die man nicht so ernst nehmen sollte. Sie leben in einer Zeit, in der die linke Hirnhemisphäre favorisiert wird. Deshalb füttern Sie diese wahrscheinlich mit immer mehr Wissen, Daten, Fakten, Informationen und Bewertungen. So werden Sie dann mehr und mehr zur Datenträgerin.

„Sei doch nicht so emotional“ oder „du bist aber emotional“,  damit kann man Sie verunsichern zurückweisen oder Ihre Worte infrage stellen.  Es wirkt vielleicht auf Sie, als ob Sie bei einer unanständigen Tat erwischt worden wären. Sie interpretieren womöglich: „So darf ich nicht sein. Das ist nicht richtig. Dann mag man mich nicht.“ Die mögliche Konsequenz: Sie versuchten nach außen, so wenig Gefühlsregungen wie möglich zu zeigen. Unter Umständen nehmen Sie Ihre Gefühle irgendwann selbst nicht mehr wahr.

Sind Geldgefühle esoterisch?

chinese-coins-167824_640 (1)Beim Thema Geld und Finanzen ist das Missverhältnis besonders ausgeprägt. Als ich vor einigen Jahren einen Vortrag über die emotionale Seite des Geldes und seine psychoaktive Wirkung gehalten habe, kam im Anschluss eine Zuhörerin auf mich zu und fragte:

„Machen Sie jetzt auch in Esoterik?“

„Interessant“,  dachte ich, wie fremd  die Vorstellung geworden ist, dass das Thema Geld und Emotionen zusammen hängen.  Doch gerade das Thema Geld hat sehr viel mit Gefühlen zu tun und das ist auch relativ einfach nachvollziehbar.

Das emotionale Konto

Eine Frau mit offenen Rechnungen hat viele Schulden. Arbeitslosigkeit und Privatkonkurs

Stellen Sie sich einfach vor, Ihr emotionales Konto funktioniert so ähnlich wie ihr Bankkonto. Es gibt dabei eine Plus-Seite und eine Minus-Seite. Es gibt außerdem auch Eingänge und Ausgänge. Beim Bankkonto ist die Währung in Euro oder Dollar. Bei ihrem emotionalen Konto ist die Währung Gefühlseinheiten.

Genau wie auf Ihrem Bankkonto, gibt es  praktisch immer nur ein Ergebnis: Entweder ist ihr Konto im Plus oder ihr Konto ist im Minus. Dieses Ergebnis erzeugt dann eine bestimmte Gefühlsregung oder Befindlichkeit. Dieser Zustand ist sogar anhand Ihrer körperlichen Reaktionen messbar. Dabei lassen sich Unterschiede in Ihrer Pulsfrequenz Ihrer Hauttemperatur oder ihrer im Körper befindlichen Hormone messen.

Im Plus-Zustand erleben sie etwas deutlich anderes als im Minus- Zustand. Das macht den Unterschied. Auf ihrem emotionalen Konto wird auf der Plus-Seite Erfolg gesammelt. Sie haben die gewünschten Ergebnisse. Sie erleben das, was in Ihrer Absicht lag und was sie sich gewünscht haben. Deswegen fühlen Sie sich gut.

Auf der Minus-Seite geht es immer um Defizite. Es geht um Mangel und unerfüllte Bedürfnisse. Sind Sie im Minus, ist das ein Handlungssignal. Die biologische Aufgabe wäre dann, etwas zu tun,  um diesen Mangel auszugleichen. Wie auch beim Bankkonto geht häufig schneller etwas vom Konto runter, als dass es aufgefüllt wird. Ausgeben ist leichter als Einnehmen.

Wenn Bankkonto und Emotionskonto nicht im Einklang sind

Probleme entstehen, wenn Ihr emotionales Konto und ihr Bankkonto nicht in die selbe Richtung laufen. Die Buchungen erfolgen dann nicht auf derselben Seite. Ein Eingang auf der Plus-Seite ihres Bankkontos kann auf Ihrem emotionalen Konto auf der Minus- Seite verbucht werden.

Wie kann das passieren?

Geld und Emotionen - Mädchen mit TaschengeldNehmen wir einmal beispielhaft an,  Sie wären ein Kind und hätten zum ersten Mal in Ihrem Leben Taschengeld bekommen. Sie würden sich vielleicht fürchterlich darüber freuen, nun endlich Taschengeld bekommen zu haben. Dementsprechend würden Sie diese Erfahrung ganz enthusiastisch auf der Plus-Seite als Erfolg und positives Erlebnis buchen. Ihr Körper würde auf diesen Erfolg mit den emotionalen Signalen Zufriedenheit und Freude reagieren und die entsprechenden Hormone ausschütten.

Bei einem anderen Kind könnte dieselbe Erfahrung zu einer ganz anderen Reaktionen führen. Wenn alle anderen Kinder in der Schule erheblich mehr Taschengeld bekommen oder wenn sich dieses Kind einem Geschwisterteil gegenüber benachteiligt fühlt, kann es sein, dass dieser Geldeingang auf der Minus-Seite des emotionalen Kontos gebucht wird. Geld und Emotionen können also je nach Interpretationen ganz unterschiedlich bewertet werden.

Wie „alte Buchungen“ auf dem Emotionskonto das Bankkonto beeinflussen

sparschwein_rissDas Fatale an den Buchungen auf dem emotionalen Konto liegt darin, dass diese Buchungen im Gehirn abgespeichert werden. Das ist von der Evolution so vorgesehen, damit Menschen Lerneffekte erzielen können, in dem sie sich vor zukünftigen negativen Gefühlen schützen. Dementsprechend kann es sein, dass auch im Erwachsenenalter Eingänge auf dem Bankkonto irgendwie komische negative Gefühle erzeugen.

Da negative Gefühlserfahrungen  zu einer Vermeidungshaltung führen, werden zukünftige Buchungen auf der Plus-Seite des Bankkontos wahrscheinlich eher vermieden als angestrebt werden.

Noch fataler daran ist, dass diese Vermeidungshaltung oft gar nicht bewusst und die eigentliche Ursuche oft nicht mehr bekannt ist.

Was also tun?

Controlling auf dem Emotionskonto

Um die Ergebnisse auf dem Bankkonto zu ändern, ist es hilfreich erst einmal Controlling auf dem Emotionskonto vorzunehmen. Dabei werden die Fehlbuchungen der Vergangenheit gesucht. Das Ziel dabei ist, Umbuchungen auf dem Emotionskonto vorzunehmen, um zukünftig positive Gefühle zu erzeugen und die Vermeidungshaltung zum Positiven zu verändern.

Das hört sich jetzt ganz einfach an, ist es aber leider in der Praxis nicht immer. Je nachdem wie stark die negativen Gefühle in der Vergangenheit waren, sträubt sich der Körper nämlich im wahrsten Sinne mit Händen und Füßen.

Das erfordert ein behutsames Vorgehen und manchmal auch die Unterstützung anderer.

Kalkulation auf dem Emotionskonto

Wie Sie nach erfolgreichem Controlling in Sachen Emotionskonto nun die nächsten Schritte planen und sich dabei auch entsprechend motivieren, dazu habe ich im letzten Blog  „5 Tipps, damit es nicht „so schwer sein muss“ mit den Finanzen“ schon einige Hinweise gegeben.

Für die Umsetzung finden Sie außerdem Anregung im Beitrag „Die 10 wichtigsten Schritte um Durchblick bei Ihren Finanzen zu bekommen“.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ganz viele positive Buchungen auf der Plus-Seite!

Herzlichst
Ihre

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5 Tipps, damit es nicht „so schwer sein muss“ mit den Finanzen

Feng Shui für die Finanzen

Aufräumen und Entrümpeln

buddha-611566_640Umzüge sind bekanntlich eine gute Gelegenheit für das Ausmisten und Entrümpeln. Und während ich so mit dem Umräumen und Einräumen vor, während und nach meinem Büro-Umzugs beschäftigt war, fiel mir auch prompt ein Büchlein wieder in die Hand mit dem Titel „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston.

Das passte haargenau und das Happening auf dem Recyclinghof an einem sonnigen Samstag morgen war total befreiend.

Was für materielle Dinge gilt, sollte natürlich auch genauso für die Finanzen gelten. Denn gerade nach einem Umzug ist so manches überflüssig oder anpassungsbedürftig. Also machte ich mich auch gleich noch in diesem Punkt an die Arbeit. Eine alte Hausratversicherung, die teurer war als die neue mit doppelt so hoher Fahrrad-Diebstahl-Deckung, zwei überflüssige Tagesgeldkonten, die sowieso keine Zinsen mehr bringen und ein paar anderer Verträge fielen der Entrümpelungsaktion zum Opfer.

Ein wirklich erhebendes Gefühl!

Aller Anfang ist schwer

Chaotischer ArbeitsplatzAm Anfang der Feng Shui-Finanz-Entrümpelungsaktion steht meistens erstmal die Papierkram-Entrümpelung. In zwanzig Jahren Finanzberatung habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass allein das Sortieren und Abheften von Versicherungs-, Bank- und Depotunterlagen doch sehr viele meiner Kundinnen und Kunden vor einige Probleme stellte. Da wird das Ausmisten, Loslassen und Entsorgen „gefühlt“ ganz schnell zum existenziellen Sicherheitsrisiko.

In den Briefkästen finden sich oft Pakete mit Beitragsrechnungen durchmischt von Werbeangeboten für neue Versicherungen, Änderungen der Geschäftsbedingungen, Online-Nutzungsbedingungen, Versicherungsbedingungen und so weiter und so fort.

„Sicherokratie“ bis zur Orientierungslosigkeit: Warum weniger manchmal mehr ist

In unserem modernen Staat, in dem jede Sicherheitslücke durch noch mehr Bürokratie und damit auch Papierkram geschlossen werden muss, wird aus der staatlich auferlegten „Sicherokratie“ für Bürgerinnen und Bürger leicht Orientierungslosigkeit.

Wenn Sie also Unsicherheit verspüren hinsichtlich dessen, was Sie aufheben müssen und was Sie getrost entsorgen können, holen Sie sich lieber fachlichen Beistand, bevor Sie gänzlich den Überblick verlieren.

Kein Grund für Schamgefühle

meditation-338446_640Auf alle Fälle besteht kein Grund dazu, Schamgefühle zu entwickeln. Denken Sie immer daran, dass große Banken und Versicherungen gut daran verdienen, Sie in Unsicherheit und Unwissenheit zu halten und deshalb viel dafür tun, diesen Zustand zu erhalten. Auch die Politik trägt leider nur sehr wenig dazu bei, dass Finanzkonzerne das viele „Kleingedruckte“ im Sinne der Barrierefreiheit lesbar und verständlich gestalten. Und dabei auch noch etwas Papier einsparen, um unsere Umwelt zu schonen.

Ich frage mich in letzter Zeit oft, wer den Kundinnen und Kunden bei diesen Aufgaben zukünftig beistehen wird, wenn alles nur noch „online“ und „direkt“ abläuft. Ich – für mein Teil – sitze jedenfalls doch recht häufig mit meinen vor allem älteren Kundinnen beisammen und sortiere, erkläre und unterstütze beim Entrümpeln. Also trauen Sie sich! Fragen Sie Ihre Finanzvermittler, Banker und Berater. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es ja auch noch die Honorarberater und die Verbraucherschützer. Die werden Sie gerne dabei unterstützen. Es ist sicherlich sinnvoll für einen guten Rat, mal etwas Geld zu investieren, um sich anschließend gut aufgeräumt mit Durchblick und wahrscheinlich dann auch sicherer zu fühlen.

Und nun an’s Eingemachte

chinese-coins-167824_640 (1)Nachdem Sie erfolgreich Ordnung geschaffen und den formalen Papierkram ausgemistet haben, steht der nächste Schritt an: Feng Shui für Ihre Finanzen

Finanz- und Vorsorge-Entscheidungen werden meistens situativ und bezogen auf bestimmte Lebensphasen und Lebenssituationen getroffen. Manche wurden sogar von anderen, von den Großeltern oder Eltern getroffen und wie ein vererbter Ballast mitgeschleppt. Das können Unfallversicherungen, Lebensversicherungen oder Sparverträge sein, die Ihre Eltern mal in jungen Jahren für Sie abgeschlossen haben und die Sie nun weiter bedienen. Manchmal machen solche Dinge gar keinen Sinn mehr oder entsprechen überhaupt nicht Ihren Vorstellungen und Ihren Werten.

Von den Erblasten befreien

Ich selbst habe in jungen Jahren eine solche Erfahrung gemacht, als ich nach dem Tod meiner Großmutter ein Aktienpaket erbte. Als ich einer Intuition folgend die Aktien verkaufen wollte, bekam ich von meiner Familie zu hören: „ Du kannst doch das Erbe deiner Großmutter nicht verhökern!“ Der Niedergang des Handelsunternehmens Coop entpuppte sich dann Ende der achtziger Jahre laut Presse als größter Wirtschaftskrimi der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und damit war Omas Erbe futsch.

lotus-978659_640Deshalb kann es sinnvoll sein, mit solchen Erblasten aufzuräumen. Da diese Erblasten manchmal gar nicht bewusst sind, muss die Finanz-Feng Shui-Aktion unter Umständen erstmal im Inneren beginnen. Dazu kann ein Finanzcoaching hilfreich sein.

Manchmal sind es auch nur ganz banale Dinge. Eine Kundin hatte quasis die Unfallversicherung von ihren Eltern geerbt. Da diese auch immer noch den Beitrag zahlten, wollte sie auch nicht daran rühren. Als ich bei der Versicherungsgesellschaft nachfragte, erfuhr ich, dass es sich noch immer um den Kindertarif handelte und sie gar keinen Versicherungsschutz mehr hatte. Man hätte die Versicherung umstellen können, aber darüber mochte sie auch nicht mit ihren Eltern reden. Also redete ich erst einmal länger mit ihr, bis sie dann mit ihren Eltern redete.

Das können schon mal sehr schmerzhafte Prozesse sein, die finanziellen Erblasten zu entrümpeln. Karen Kingsten schreibt in Ihrem Feng Shui Buch über den geerbten Krempel:

buddha-167966_640„Von wem auch immer Sie ihn bekommen haben, nun ist derjenige in der geistigen Welt, wo es keine Anhaftung an das Materielle und keinen Krempel mehr gibt! Deshalb werden die Verstorbenen Ihr Bedürfnis verstehen, ihn loszuwerden.“

Ich bin überzeugt, das gilt für den finanziellen Krempel mindestens genauso. Also dürfen Sie nun das Vermächtnis Ihrer Vorfahren als Grundsteinlegung und Ermächtigung ansehen, um erfolgreich Ihr eigenes Ding zu machen.

Das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston ist bei rororo erschienen. Außerdem empfehle ich unbedingt auch Karens Blog.

In diesem Sinne:

Viel Erfolg bei Ihrer
Finanz-Feng Shui-Frühjahrs-Entrümpelungs-Aktion!

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

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Ausbildungskosten: Vorsicht vor der Schuldenfalle

04Immer mehr Menschen sind heutzutage nach dem Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums hoch verschuldet, oft im fünfstelligen Bereich. Wenn dann hinterher das Einkommen nicht entsprechend hoch ist, wartet unter Umständen die lebenslange Schuldenfalle.

Mortar board and diploma isolated on white.

Ausbildungen kosten Geld, oft sogar viel Geld. Außer bei einer betrieblichen Ausbildung, die – glücklicherweise- in Deutschland so organisiert ist, dass die Auszubildenden ein Ausbildungsgehalt bekommen.  Alle anderen Ausbildungen und Fortbildungen müssen bezahlt werden und der Lebensunterhalt kommt noch oben drauf.

Selbst das BaföG für Studentinnen und Studenten ist seit den 80gern keine echte Förderung mehr,  sondern nur noch ein Darlehen, das Sie irgendwann zurück zahlen müssen.

Für alle diejenigen, die nicht von Ihren Eltern unterstützt werden, beginnt dann das Berufsleben in aller Regel mit Schulden. Vielleicht gehören auch Sie dazu oder stehen noch ganz am Anfang und vor dieser Entscheidung.

Deshalb ist es wichtig ein paar grundlegende Überlegungen anzustrengen, damit die Ausbildung oder das Studium später nicht in der Schuldenfalle endet:

1. Wozu wollen  Sie diese Ausbildung oder dieses Studium machen? Was motiviert Sie?

Ich habe ein ZielDas ist ein ganz wichtige Frage, die oft vernachlässigt wird. Leider erlebe ich im FinanzCoaching immer wieder, dass die Ziele und damit der eigentlich Zweck einer Aus- oder Fortbildung oder eines Studiums im Vorfeld viel zu wenig  berücksichtigt werden.

Sicherlich ist in jungen Jahren der Berufsweg noch nicht ganz klar, aber mal ganz ehrlich: Wenn Sie das Reisen und das Leben aus dem Koffer, das Abenteuer und ungewisse unregelmäßige Einkünfte hassen wie die Pest, ist es dann wirklich sinnvoll, dass Sie sich beispielsweise für ein Archäologie Studium hoch verschulden?

(Und wenn Sie diese Frage jetzt sehr plausibel beantworten können, dann weiß ich: Sie sind auf dem richtigen Weg, denn Sie haben sich mit diesen Fragen schon auseinander gesetzt. Glückwunsch!)

Als Anregung für Ihre Zielplanung oder Ihren Selbstfindungsprozess habe ich die folgenden Fragen zusammen gestellt:

  • Was haben Sie für Pläne nach dem Studium oder der Ausbildung?
  • Was wollen Sie damit anfangen?
  • Ist es eine Investition in Ihre berufliche Zukunft, die sich dann auch finanziell auszahlen könnte?
  • Oder dient es eher der persönlichen Weiterentwicklung?
  • Gibt es Alternativen, die vielleicht weniger kostspielig sind?
  • Was könnten Sie sonst noch unternehmen, um Ihr Berufsziel zu erreichen, ohne sich hoch verschulden zu müssen?
  • Wie stark „brennen“ Sie wirklich für diesen Beruf?
Achtung Denkfalle:

Wenn Sie sich für eine teure Ausbildung verschulden, nur um irgendjemand etwas zu beweisen, kann Sie das teuer zu stehen kommen. Ich meine nicht nur die finanzielle Belastung durch einen Studienkredit. Viel schlimmer ganz es sein, wenn Sie danach Ihr Leben lang einen Job machen müssen, der Ihnen keinen Spaß.

2. Ist Ihre Lebensplanung kompatibel mit der geplanten Ausbildung und Berufsrichtung?

Vermögensaufbau für FrauenNatürlich ist Ihre Lebensplanung mit Anfang zwanzig noch nicht so klar und festgeschrieben, dass Sie diese Frage schlussendlich konkret beantworten können. Aber manche Sachen sind vielleicht doch schon klar, zum Beispiel ob Sie mal Kinder haben möchten. Das ist gerade für Frauen bei manchem Berufen schwierig. Wenn der Beruf mit Reisen und Auslandsaufenthalten verbunden ist, könnte es schwierig sein,  ihn mit der Familienplanung unter einen Hut zu bringen. Dann ist es gut einen Plan B zu haben und sich zumindest schon mal im Vorfeld Gedanken zu machen, wie der Studienkredit getilgt werden kann.

4. Wie groß ist Ihre Motivation?

motivation-361782_640Während die anderen Absolventinnen durchstarten und Geld verdienen können, müssen Sie vielleicht noch Ihre BaföG Schulden oder Ihren Studien-Bankkredit tilgen. Das kann sehr demotivierend sein.

Geldschulden können für manche Menschen sehr belastend sein, vor allem wenn die Perspektiven nicht so rosig sind, sie irgend wann zurück zahlen zu können. Manchmal kann es lange dauern und das ursprünglich Ziel kann nur auf Umwegen erreicht werden. Oder es wird ganz verworfen, weil andere Dinge in den Vordergrund treten.

Sind Sie bereit, auch Durststrecken auszuhalten und trotzdem den Studienkredit abzahlen zu müssen? Gibt es sonst vielleicht andere Optionen, z.B. ein Abendstudium oder alternative Ausbildungsgänge mit geringeren Kosten und kürzerer Studien- oder Ausbildungsdauer?

4. Wie seriös ist der Ausbildungsträger?

school-543041_640Kaum eine Branche in Deutschland boomt so derartig wie der Ausbildungs- und Fortbildungs-markt. Private Ausbildungsträger erfinden ständig neue Ausbildungen. Vor allem im Bereich der persönlichen Weiterentwicklung und der spirituellen Heilung erscheint mir das Angebot ständig zu wachsen. Gerade in diesem Feld ist es ganz wichtig genau hinzuschauen, ob die Ausbildungskosten wirklich gerechtfertigt sind, welche Intention Sie dabei verfolgen und ob es Alternativen gibt. Gerade in diesem Bereich gibt es häufig problematische Vertragsbedingungen und unklare Zahlungsmodi. Was ist, wenn Sie die Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen unterbrechen oder abbrechen müssen? Wann und wie müssen die Ausbildungskosten gezahlt werden?

Ein seriöses Ausbildungsinstitut hat kein Problem damit, Ihre kritischen Fragen zu beantworten. Das sollten Sie sich in jedem Fall wert sein.

5. Wie sieht Ihr Finanzplan aus?

Genauso wichtig wie die eigene Lebensplanung ist, mit der Ihr Vorhaben kompatibel sein sollt, ist natürlich die Finanzplanung. Das gehört ebenso die Finanzierung der Studien- und Ausbildungskosten wie auch im Anschluss die Tilgung des Kredits, den Sie unter Umständen aufnehmen mussten.

Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es unglaublich schwierig und hart sein kann, ein Studium aus eigener Kraft zu finanzieren. Dazu bedarf es einer hohen Motivation, einer großen Portion Ehrgeiz und eines langen Atems. Es ist aus meiner Sicht deshalb ganz wichtig, dass Sie sich im Vorfeld genau überlegen, wie hoch ihr finanzieller Bedarf während der Ausbildung oder Studienzeit ist. Wie können Sie ihn decken? Wie viele Stunden müssen Sie dafür nebenbei arbeiten? Welches Einkommen können Sie dabei erzielen? Und lässt sich das überhaupt mit dem Lernen vereinbaren?

Sicherlich können Sie nicht alles im Vorfeld bis ins letzte Detail klären, doch es kann hilfreich sein, wenn Sie diese Fragen schon mal im Geist alle durchgegangen sind. Wenn Sie jetzt schon Antworten auf die wichtigsten Fragen haben und wenn Ihre Ziele klar sind, dann werden Ihnen auch leichter Antworten einfallen, falls mal nicht alles so läuft wie geplant.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg!

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann freue ich mich auf Ihre Weiterempfehlung. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

„Finanzielle Freiheit“

1. Teil der Geldillusionen: Die „Finanzielle Freiheit“

In den nächsten des Ausgaben des Geld-Blogs und Newsletters möchte ich Sie auf ein paar Phänomene aufmerksam machen, die ich  unter der Rubrik „Geldillusionen“ als beachtenswert identifiziert habe.

Seitdem ich mich sehr intensiv mit der Frage befasse, „Was ist Geld überhaupt?“ läuft mir ständig die Wortkreation Finanzielle Freiheit“ über den Weg.

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Besonders häufig findet sie Verwendung in Büchern und Vorträgen, die ich  unter dem Motto „Wie werde ich reich?“ subsumieren würde. Vor allem Multi-Level-Marketing Unternehmen und Strukturvertriebe scheinen diesen Begriff gerade zu vergöttern.

„Schaffen Sie sich ein passives Einkommen. Erschaffen Sie sich finanzielle Freiheit!“

 

Klingt ja wirklich zu schön um wahr zu sein. Kann das funktionieren? Wie denken Sie darüber? Und wenn ja:

  1.  Was lässt Sie glauben, dass Geld oder genug Geld oder noch mehr Geld Sie frei sein lässt?
  2. Wie steht es wirklich um Ihre „finanzielle Freiheit“? Kann das funktionieren?

Bei meinen intensiven Recherchen bin auf Felix Martins Buch: „Geld, die wahre Geschichte/Über den blinden Fleck des Kapitalismus“ gestoßen und habe fasziniert seine wirklich spannenden Ausführungen zur Geschichte des  Geldes verfolgt. Seiner Meinung nach diente Geld dazu, die traditionelle Klassengesellschaft zu überwinden. Bei den Griechen konnten plötzlich arme Bauern mit Hilfe des Geldes zu Status und Ansehen gelangen.

War das wirklich so?

Oder interpretieren wir das vielleicht nur so?

Werden vielleicht Historiker in 1000 Jahren sagen, die sexuelle Befreiung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts verdanken wir den langen Haaren?

Hippie middle-aged peaceful man wearing red headband, sunglasses and blue denim shirt while making the victory sign and holding a white handmade heart shape, portrait on spiral colorful background

Da wir heute nicht wissen, wie die später ticken, können wir auch nicht ahnen, was die später für Schlussfolgerungen ziehen. Aber werden die dann noch wissen, wie wir heute ticken?

Heute heißt „Finanzielle Freiheit“, dass Menschen nicht arbeiten müssen. Sie können von Ihren Zinsen leben.

Wobei das auch immer schwieriger wird bei Zinsen, die gegen Null tendieren.Es könnte auch heißen, dass Menschen nicht mehr angestellt arbeiten müssen. Die Frage ist nur: Was fangen diese Menschen dann mit Ihrer Zeit an?

Viele Menschen die arbeitslos sind, vermissen doch gerade Ihre Arbeit, Ihren Job, die Kollegen und vor allem auch

das geregelte Leben.

Hamster rusoDas Problem an der Sache ist, dass Geld uns keine „Finanzielle Freiheit“ schenken kann. Die Sache mit der „Finanziellen Freiheit“ ist nur eine Projektion. Wer sich nicht frei fühlt, wird sich auch mit 5 Milliarden Dollar auf dem Konto noch immer unfrei fühlen wie ein Hamster im Rad.

Wann immer eine Summe X erreicht worden ist, wird wieder eine „Gap“ , eine Lücke da sein. Der Verstand versucht immer, die Lücke zu schließen und deshalb muss weiter gerackert werden  auf dem niemals enden wollenden Weg zur

„Finanziellen Freiheit“

Es ist das selbst erschaffene innere Gefängnis, das Menschen auf dem Weg zur „Finanzielle Freiheit“ in die selbst gewählte Sklaverei führt und sie nicht mehr ruhen und rasten lässt.

Deshalb seien Sie wachsam!

Schauen Sie erst einmal was Sie „unfrei“ sein lässt und wie Sie sich gedanklich oder materiell aus diesem Gefängnis befreien können. Wenn Sie dann wieder frei sind, haben Sie die aller besten Chancen finanziell erfolgreich zu sein.

In diesem Sinne: Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Nächste Woche geht es dann weiter mit der „Finanziellen Sicherheit“. In diesem Sinne

Herzlichst

Ihre

Kornelia Rendigs

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