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Wenn Hirsche oder Menschen an Grenzen stoßen

Der „Eisene Vorhang“  –   Monetäre Grenzen im Kopf

Unser Verhalten im Umgang mit Geld, unsere häufig unbewussten Einstellungen, Glaubenssätze, Ängste oder Blockaden sind sehr Deer close-upstark beeinflusst von den Erfahrungen, die wir in unserer Kindheit, Jugend und auch im späteren Leben mit Geld gemacht haben. Diese Erfahrungen wirken häufig wie unsichtbare Grenzen im Kopf, an die wir immer wieder stoßen und mit denen wir zwangsläufig auch immer wieder ähnliche Erfahrungen produzieren. Gerade habe ich einen sehr spannenden Bericht  von SpiegelOnline über das Grenz-Verhalten der Hirsche im Böhmerwald gelesen.

Hirsche kehren am früheren Eisernen Vorhang um

Wie Forscher im Nationalpark Böhmerwald herausgefunden haben , stoppen die Hirsche noch immer an der ehemaligen Stacheldrahtgrenze – dem früheren „Eisernen Vorhang“ –  zwischen Portrait of majestic red deer stag in Autumn FallOst und West und verlassen nicht ihr tschechisches Territorium  in Richtung Bayerischer Wald . Die Jungtiere haben diese Grenze nie selbst kennen gelernt und kennen sie nur aus „Überlieferungen“.  Die Forscher vermuten, dass dieses Verhalten über Generationen hinweg weitergeben wird. *

Was das Reisen betrifft, sind wir Menschen in jedem Fall schon weiter, aber was die finanziellen Grenzen im Kopf betrifft, habe ich da so meine Zweifel. Es gibt zu diesem Thema zwar einige Literatur aber kaum empirische Untersuchungen. Doch wenn wir uns die Vermögensverteilung auf unserer Erde genauer betrachten, sind da schon  Muster erkennbar. Die Mittelschicht dünnt aus, die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher.

Und wenn wir uns das Geschehen an den Börsen genauer betrachten, müssen wir auch da feststellen, dass die um den Nachwuchs besorgten Weibchen lieber zu Hause bleiben, während sich die jungen männlichen Hirsche gern mal als Grenzgänger profilieren. Wenn dann – wie im Böhmerwald – mal wieder auf der anderen Seite gejagt wird, kann das böse nach hinten losgehen. Allerdings scheint es, dass bei den jungen männlichen Hirschen der Jagdinstikt doch stärker wirkt als das Gedächtnis. Die letzte Finanzkrise liegt ja nun schon wieder sechs Jahre zurück……

Bei anderen – meist älteren –  Hirschen führen die Erfahrungen dazu, dass sie das Revier verlassen und sich andere Gebiete suchen.  Das alte Jagdrevier wird dann den Junghirschen überlassen, die sich nun ebenso das Geweih abstoßen wie ihre Vorfahren. Was bei den Hirschen ein ganz normaler und natürlicher Vorgang ist, hat bei uns Menschen allerdings mittlerweile ziemlich ungesunde Züge angenommen. Die „Boom and Bust-Zyklen“ sind erwiesenermaßen unförderlich für unsere ökonomischen, sozialen und ökologischen Systeme.

Das Problem an allen Reichtums-, Erfolgs- und Motivationsstragien besteht darin, dass sie uns die Wege in die vermeintliche Freiheit zeigen, aber nicht wir wir die Grenzen im Kopf überwinden. Doch wirkliche Veränderungen können wir nur dann bewirken, wenn wir uns mit unseren eigenen inneren Grenzen befassen . Dazu gehören vor allem auch unsere Projektionen auf Geld. “Geld ist schlecht, Geld ist Macht, Geld ist Sicherheit.“ In einem meiner Workshops hörte ich kürzlich die Projektion: „Geld ist das Grundübel des Kapitalismus!“

Die Frage, die ich daraus ableiten kann, lautet dann: Wenn Geld für mich das Gründübel des Kapitalsmus ist, wer bin ich dann, wenn ich Geld verdiene? Wieviel Geld darf ich noch verdienen, um nicht selbst das Grundübel des Kapitalismus zu sein und wo ist meine Grenze? Und es gibt sie diese Grenze – garantiert! Und sie wird mich mehr oder weniger in finanzieller Knappheit leben lassen. Denn es ist – zumindest moralisch – besser ein Opfer des Kapitalismus zu sein als ein Grundübel.

Wer also andere Erfahrungen mit Geld machen und bessere Ergebnisse mit Geld erzielen will, muss sich zwangsläufig mit seinen inneren Grenzen befassen und seine Projektionen auf Geld auflösen. Dazu gehört auch eine gewisse Risikobereitschaft gebenüber dem Unbekannten und Neuen, ebenso wie die Bereitschaft einen alten liebgewonnenen Standpunkt aufzugeben und tiefe Überzeugungen in Frage zu stellen.

Dazu bietet unser Geldworkshop verschiedenste Möglichkeiten und Gelegenheiten im Austausch mit anderen Menschen, deren Erfahrungen und Grenzen.

Wenn Sie an weiteren Informationen  zum Geldworkshop und zum FinanzCoaching interessiert, klicken Sie einfach einen der beiden Begriffe an.

Hier geht es zum Artikel über die Hirsche.

Altersvorsorge – Planung schützt vor bösen Überraschungen

Altersvorsorge beginnt mit „Alter“ und endet mit „Sorge“

und ist damit – gerade und insbesondere für viele Frauen –  ein äußerst unbeliebtes Thema. Je größer die  Befürchtung ist, dass die Rente nicht reicht, um so stärker wird das Thema  verdrängt oder einfach aufgeschoben. Prokrastination nennen Psychologen die krankhafte Aufschieberitis von unangenehmen oder vermeintlich langweiligen Aufgaben, die gerade bei Studenten sehr verbreitet ist. Finanzcoaching small 72Beim Thema Altersvorsorge betrifft das alle Altersgruppen. Finanz- und Geldanlagethemen sind trocken, langweilig und unerfreulich. Umfragen ergeben immer wieder, dass viele Deutsche sich schlecht informiert fühlen beim Thema Geldanlagen. Und wenn es dann noch um’s Thema Alter geht………

Das Problem mit der Altersvorsorge ist, dass sie sich nicht so einfach aufschieben lässt, denn das Datum für den Rentenbeginn ist mehr oder weniger fix und kann höchstens von den Freiberuflerinnen und Selbstständigen weitestgehend selbst bestimmt werden.  Da ist die Vogelstraußpolitik eine sehr dysfunktionale Strategie. Hilfreicher kann es dagegen sein, das Problem in Teilschritte zu zerlegen und dann einfach mal den ersten Schritt zu tun.

Teilschritte auf dem Weg zur planvollen Altersvorsorge…..
finden Sie deshalb ab morgen in meinem Blog – so quasi als Einstieg.
Es gibt nichts Gutes außer Frau tut es!

Haben Sie hierzu Fragen? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Herzlichst,
Ihre Kornelia Rendigs