Archiv der Kategorie: Finanzplanung

Die 5-Schritte-Strategie für Ihre Finanzielle Verantwortung

Finanzielle Verantwortung ist für Frauen ein heikles Thema. Dabei ist sie so wichtig, denn die Risiken für Frauen sind groß, wenn Sie finanzielle Verantwortung meiden.

Heute geht es im Blog darum, wie Sie es schaffen können, mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Wir Frauen tun uns nämlich immer noch sehr schwer damit. Wir haben die finanzielle Verantwortung  auch nicht gelernt. Von wem auch? Unsere Mütter und Großmütter hatten in finanzieller Hinsicht noch nicht viel zu sagen. Die älteren von ihnen wurden im Dritten Reich geboren. Sie haben damals gelernt, dass die Aufgabe einer Frau darin besteht, Kinder zu gebären, um kleine Soldaten zu produzieren. Leider blieb einiges davon nach 1945 sowohl in den Köpfen als auch im Gesetzbuch haften.

Warum es für Frauen so schwierig ist, finanzielle Verantwortung zu übernehmen

So durften bis 1977 verheiratete Frauen ohne Zustimmung ihres Ehemanns nicht mal einen Arbeitsvertrag abschließen. Bis 1958 hätte dieser den Arbeitsvertrag seiner Ehefrau sogar ohne ihre Zustimmung fristlos kündigen können. Hätte dieser Ehemann seiner Ehefrau gestattet, berufstätig zu sein, dann hätte er ihren Lohn verwaltet. Sie hätte nicht mal ein eigenes Konto eröffnen dürfen. Erst 1962 wurde dies geändert.

Das alles ist heute unvorstellbar. Doch im Unterbewusstsein ist es immer noch präsent. Kein Wunder also, dass da in uns Frauen immer noch die Tendenz schlummert, finanzielle Verantwortung lieber zu meiden. Diese Tendenz wird gespeist aus der Angst vor Ablehnung, vor Fehlern, vor Inkompetenz oder Unweiblichkeit. Auch die Angst vor Mathematik und Zahlen spielt eine große Rolle. Die Liste lässt sich wohl unendlich fortsetzen.

Doch wenn Sie keine Verantwortung übernehmen, können Sie auch nicht steuern. So wie ein Schiff mit ausgefallener Ruderanlage im Sturm den Wellen hilflos ausgeliefert ist, sind auch Sie dann ausgeliefert. Deshalb ist es auch in Krisenphasen ganz wichtig, den Zustand der finanziellen Selbstverantwortung schnellst möglich wieder herzustellen.

Aus eigener Erfahrung und aus zwanzig Jahren Beratungspraxis habe ich die 5-Schritte-Strategie zusammengestellt, die ich als hilfreich und nützlich empfinde. Ob das auch für Sie die richtige Strategie ist, ist letztendlich immer eine Einzelfall-Entscheidung. Sie kann in dem einen Fall richtig und in dem anderen Fall vielleicht gerade nicht die optimale Lösung sein. Solche Empfehlungen sind letztendlich immer nur Denkanstöße und Möglichkeiten. Was Sie jetzt gerade brauchen und Ihnen am besten hilft, kann dann im Zweifelsfall nur in einem Einzelgespräch geklärt werden. Dafür stehe ich Ihnen dann gerne telefonisch, persönlich oder über Skype zur Verfügung.

Die 5-Schritte-Strategie für Ihre finanzielle Verantwortung

1. Schritt: Standortanalyse

Mit der Standortanalyse meine ich in erster Hinsicht eine Bedarfsanalyse. Leider erlebe ich im Finanz Coaching immer wieder, dass Klientinnen sich primär mit Ihren Fehlern und scheinbaren Inkompetenzen, mit unangenehmen Erfahrungen und den vermeintlich unlösbaren Problemen befassen. Das ist durchaus nachvollziehbar und auch verständlich. So wurden wir Frauen in aller Regel noch erzogen. Es ist folglich eine absolut normale Reaktion. Doch leider ist sie absolut nicht hilfreich!

Wenn Sie sich primär mit Ihren Problemen, mit der Vergangenheit und Ihren eigenen Fehlern befassen, geraten Sie leicht in eine Art Problem-Trance. Das ist ein bisschen vergleichbar mit dem Versinken im Treibsand. Sie strampeln und rudern. Doch statt sich zu befreien, wühlen Sie sich immer tiefer ein.

Deshalb geht es bei der Standortanalyse immer darum, nach vorne zu blicken. Beim Blick nach vorne geht es dann um die Frage, was oder wer würde Ihnen weiterhelfen? Wie könnte die Lösung Ihres Problems aussehen? Welche Ziele inspirieren Sie, um mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen?

Hilfreiche Fragen:

  • Welchen Nutzen kann ich aus mehr finanzieller Verantwortung ziehen?
  • Wer würde außer mir noch davon profitieren?
  • Wie könnte die Situation aussehen oder sich anfühlen, wenn ich erfolgreich finanzielle Verantwortung übernehme?
  • Wann habe ich schon einmal finanzielle Verantwortung wahrgenommen in meinem Leben und wie habe ich das damals gemacht?

Standpunkt wechseln …

Sehr hilfreich bei Ihrer Standortanalyse kann auch ein Standpunktwechsel sein. Manchmal reicht es, einen Schritt zur Seite zu treten, dreimal tief durchzuatmen und dann die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching bitte ich meine Klientinnen manchmal, mit mir den Platz zu tauschen. Ich ermutige Sie dazu, sich in meine Position zu versetzen und nun aus der Coach-Position die eigenen Probleme zu betrachten. Erstaunlicherweise fällt es dann viel leichter, Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Anschub-Unterstützung oder selber machen?

Zur Standortanalyse gehört natürlich auch eine finanzielle Analyse. Wie hoch sind Ihre Einnahmen und Ausgaben? Wie sieht es mit der Vorsorge und Ruhestandsplanung aus? Wo finden Sie Antworten oder wer kann Ihnen helfen?

Wenn Sie mit finanzieller Verantwortung ohnehin gerade ein Problem haben, ist es fraglich, ob Sie diese Dinge alle selbst und alleine regeln sollten. Vielleicht könnte eine „Anschub-Unterstützung“ in Form von Finanz Coaching oder Ruhestands- und Finanzplanung hilfreich sein. Zum Thema Ruhestandsplanung gibt es demnächst im neuen Vermögen & Zukunft Blog auch noch weitere Informationen.

2. Schritt: Ziele formulieren

Die eigenen Ziele sind sehr maßgeblich und entscheidend für das, was Menschen im Leben erreichen. Das Verrückte an der Sache ist, dass gewisse Ziele nicht bewusst sind. Manchmal sind die wahren Ziele im Unterbewusstsein vergraben . Das kann mit einer verstrickten Geld-Beziehung oder negativen Erfahrungen zusammen hängen. Manchmal sind es negative Glaubenssätze , die unsere wahren Ziele definieren.

Unbewusste Ziele aufdecken

In einem meiner Vorträge meinte mal eine Zuhörerin, Geld sei „ … das Grundübel des Kapitalismus“. Es war nur ein Vortrag und kein Coaching. Deshalb verkniff ich mir die Frage, „Wenn Geld das Grundübel des Kapitalismus ist, wer bist du dann, wenn du Geld hast?“

Sehen Sie das Problem?

Diese Frau hätte als Coach durchaus gerne mehr Geld verdient, aber dann wäre sie sehr schnell in die Nähe des „Grundübels“ gerückt. Davor wollte ihr Verstand sie natürlich schützen. Deshalb ist es wichtig, auch die unterbewussten Ziele aufzudecken.

Viel problematischer finde ich jedoch, dass viele Frauen keine finanziellen Ziele haben. Das höre ich jedenfalls in der Beratung sogar des öfteren. Darin sehe ich eine große Gefahr. Ohne konkrete Ziele können Sie nicht vernünftig für die Zukunft planen. Sie sind viel leichter manipulierbar und damit ein potenzielles Opfer von Finanzbetrügern, wenn Sie nicht wissen, was Sie wollen. Deshalb ist es wirklich wichtig, dass Sie sich mit Ihren Zielen befassen und planen.

Mein 1. Tipp für finanzielle Verantwortung: Schreiben Sie 100 finanzielle Ziele auf. Klick um zu Tweeten

Ich finde das ist eine sehr interessante Übung.  Vor allem ist sie nicht ganz einfach. Ich bin inzwischen bei Ziel Nr. 79 angekommen. Ich will mich aber auch nicht unter Zeitdruck setzen.  🙂 Viel Erfolg dabei!

3.Schritt: Eine Strategie entwickeln

Eine Strategie zu haben, ist immer sinnvoll. Zum einen haben Sie dann einen roten Faden, an dem Sie sich entlang hangeln können. Zum anderen lassen Sie sich nicht so leicht verunsichern.

Mit Gegenwind kalkulieren

Gerade das ist unter Umständen ein wichtiger Aspekt. Es könnte nämlich sein, dass nicht alle Menschen jubeln und „Hurra“ schreien, wenn Sie nun plötzlich Verantwortung übernehmen wollen. Vielleicht war es in der Vergangenheit für andere ganz bequem, dass Sie keine finanzielle Verantwortung übernommen haben. Sie hatten ja in finanzieller Hinsicht keine Ahnung, keine Meinung und vor allem keine Widerworte. Das hat Sie höchst wahrscheinlich zu einer angenehmen und bequemen Zeitgenossin gemacht. Dies würde sich nun ändern. Es könnte also passieren, dass Sie Gegenwind bekommen. Dafür brauchen Sie eine Strategie.

Familien-Finanz-Strategie entwickeln

Andererseits gibt es womöglich auch Menschen, die es sehr begrüßen, wenn Sie nun zukünftig mehr finanzielle Verantwortung übernehmen. Vielleicht ist Ihr Partner oder Ihre Partnerin dankbar, wenn Sie sich endlich ein bisschen mehr interessieren und ein bisschen mehr kümmern. Dann können Sie die Strategie am besten gleich gemeinsam entwickeln. Vereinbaren Sie einen gemeinsamen Termin und lassen Sie sich die Familienbuchhaltung erklären.

2. Tipp für finanzielle Verantwortung: Fragen stellen! Klick um zu Tweeten

Manchmal kann es auch hilfreich sein, mit einer neutralen Person zu reden. Aufschreiben ist ebenfalls hilfreich. Sie können ein Mindmap oder eine To do Liste erstellen. Egal was auch immer Sie tun, Sie sind dann im Prozess. Das ist schon mal ein erster Schritt und vielleicht sogar ein Meilenstein. Weiter so!

4. Schritt: Umsetzung mit der Salami-Technik

Wenn es dann an die Umsetzung geht, kommt die nächste Herausforderung. Ich erlebe oft, dass Klientinnen gerne finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Sie wissen aber einfach nicht, wo sie anfangen sollen. Finanzielle Verantwortung ist ein komplexes Thema, vor allem wenn es neu ist. Dann erscheint der Berg riesengroß und unüberwindbar.

Genau hier kommt nun die Salami-Technik ins Spiel. Versuchen Sie, den großen Haufen an Aufgaben und Herausforderungen in möglichst kleine Teilaufgaben-Scheibchen zu zerkleinern. Je kleiner Ihre Teilaufgaben sind, desto schneller werden Sie bei der Umsetzung Erfolge erzielen.

Mein 3. Tipp für finanzielle Verantwortung: Die Salami-Technik nutzen. Klick um zu Tweeten

Aus meiner Sicht ist es auch immer wieder lohnenswert, ein bisschen herum zu probieren. Sind Sie beispielsweise eher der Haushaltsbuch-Typ und schreiben alles in ein schönes Büchlein oder sind Sie eher der Tabellen-Typ und arbeiten lieber am PC. Ich selbst arbeite seit Jahren mit STARMONEY und habe da viele Regeln und Automatismen installiert, die mir genau diese ungeliebte Arbeit erleichtern. Allerdings erfordert das erst einmal einen relativ hohen Aufwand an Zeit und Arbeit. Doch das lohnt sich aus meiner Sicht.

Ruhestandsplanung und Salami-Technik

Wenn Sie das Thema Ruhestandsplanung allein angehen wollen, müssen Sie Ihre Salami in ziemlich viele Scheiben schneiden. Ich habe im Frühjahr anlässlich eines Finanzworkshops zum Internationalen Frauentag versucht, die Ruhestandsplanung anhand frei verfügbarer Rechentools im Internet zu erstellen. Das habe ich dann den Teilnehmerinnen im Workshop präsentiert. Leider hatte ich die meisten Teilnehmerinnen dann auch nach fünfzehn Minuten verloren.

Schade, aber nachvollziehbar. Es hat mich schließlich Jahre meines Lebens gekostet, mein Wissen zusammen zu tragen. Trotzdem muss ich ständig am Ball bleiben in Sachen Weiterbildung. Kein Fall ist wie der andere und ständig ändern sich die Gesetze. Deshalb empfehle ich Ihnen, gerade beim ersten Mal die Ruhestandsplanung in Auftrag zu geben.

Zusammenfassend würde ich in Sachen Salami-Taktik sagen: Wenn Sie wirklich dauerhaft finanzielle Verantwortung übernehmen wollen, ist es ungemein wichtig, dass Sie sich selber kennen lernen und herausfinden, was Ihnen liegt und Ihrem Typ am meisten entgegenkommt. Dann stehen Ihre Chancen gut, dass es funktioniert und Sie auch durchhalten.

5.Schritt: Controlling

Auch ein funktionierendes Controlling-System gehört zwingend dazu, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Zum einen ist es wichtig, regelmäßig einen Selbst-Check vorzunehmen, um zu schauen was gut und was weniger gut funktioniert. Zum anderen brauchen Sie ein Controlling-System für Ihre Finanzen.

Natürlich ist das regelmäßige Pflegen der Zahlen bereits die halbe Miete. Dann haben Sie meistens schon einen guten Überblick. Doch häufig reicht es nicht, wenn Sie Ihre Zahlen fein säuberlich in Tabellen eintragen, ohne diese zu hinterfragen oder auszuwerten. Außerdem besteht die Gefahr, in eine Art Betriebsblindheit zu geraten. Auch hier heißt es deshalb: Wachsam sein!

Delegieren oder selber machen?

Um die Ruhestandsplanung im Blick zu behalten, müssen Sie in Sachen Controlling einen ziemlich hohen Aufwand betreiben. Durch die ständigen Gesetzesänderungen kann sich ganz schnell eine Lücke in Ihrer Planung ergeben. So wie die Einführung der Rentenbesteuerung oder die Einführung der Krankenkassen-Beitragspflicht für Betriebsrenten für viele Menschen ein tiefer Einschnitt für die Ruhestandsplanung war.

Die Erfahrungen mit meinem Finanz-Workshop haben mir außerdem gezeigt, dass viele Frauen damit schlichtweg überfordert sind. Es ist schwierig, den Bedarf im Ruhestand einzuschätzen. Dazu kommt, dass von der Rente auch noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Das alles einzeln zu berechnen, ist äußerst mühsam.

An die Inflation gewöhnen

Was unser menschliches Gehirn jedoch völlig überfordert, ist die Sache mit der Inflation. Die Vorstellung, was Inflation für Auswirkungen hat und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, ist für das Gehirn eine absolute Überforderung. Wissenschaftler bezeichnen dieses Phänomen auch als „Geldillusion“. Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder und vor allem früh genug, mit den Zahlen auseinander zu setzen. Sie müssen ja nicht selber rechnen. Ich denke, dass das Delegieren in diesem Fall der bessere Weg ist Geben Sie die Finanzmathematik in die Hände einer Expertin.

Damit Sie nun auch richtig durchstarten können, geht es nächste Woche weiter mit der Standort-Analyse. Welche Fragen dabei wichtig sind  und worauf Sie achten sollten, verrate ich im nächste  Blog.

In diesem Sinne viel Erfolg! Bis nächsten Donnerstag 🙂

 

 

Herzlichst
Ihre

unterschrift_kr_v01

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie doch meinen Newsletter und empfehlen Sie mich weiter.  Ich freue mich sehr über ein Feedback. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

 

Ich will oder ich muss – die bessere Einstellung für Ihr Vermögen

Ich will oder ich muss sind zwei sehr unterschiedliche und sehr entscheidende Herangehensweisen, die Ihren finanziellen Erfolg sehr beeinflussen können. Kennen Sie auch diese inneren Antreiber „ich muss“ oder sogar „ich muss unbedingt noch …“ aus Ihrem inneren Sprachgebrauch? Wir versuchen oftmals, uns mit solchen Formulierungen selber anzutreiben. Leider ist der Erfolg jedoch sehr begrenzt.

Ich muss – der große Motivationskiller

Gerade beim Thema Finanzen, das offensichtlich wenigen Menschen und vor allem Frauen wenig Spaß bereitet, scheint dieser innere Antreiber selten erfolgreich zu sein. Diese Erfolglosigkeit ist kein Wunder und absolut erklärlich. Unser Gehirn ist auf Belohnung programmiert. Allein schon das Wörtchen „muss“ produziert sofort eine innere Abwehrhaltung. Es ist nämlich absolut demotivierend und erzeugt Druck, dem wir uns lieber widersetzen.

Ich will – der erste Schritt

Vielleicht könnte es schon ein wenig helfen, wenn Sie sich in Zukunft sagen: „Ich will mich um meine Finanzen kümmern.“ Das nimmt schon mal den Leidensdruck und entlässt Sie aus der Opferrolle.

Als die Teilnehmerinnen meines Workshops „Erfolg mit Geld“ sich letzten Samstag bei den unterschiedlichen Geldtypen einsortierten, gab es eine totale Übereinstimmung:

Sie wollten niemals der Geldtyp „Opfer“ sein.

Ihr Fazit und ihr Motto lautete:

Kümmere dich um deine Finanzen und du musst kein Opfer sein. Klick um zu Tweeten

Die „ich will oder ich muss“ – Motivationsfalle

Problematisch nur, dass wahrscheinlich immer noch die Motivation fehlt. Zugegeben gibt es in jungen Jahren Dinge, die Sie stärker motivieren, als sich um Ihre Altersvorsorge zu kümmern. Damit sind Sie absolut kein Einzelfall. Bei vielen Menschen dauert diese Phase bis Mitte 40. Dann ist es ziemlich spät, um sich um seine Altersvorsorge zu kümmern, denn dann bleibt nur noch wenig Zeit. Die Sparbeiträge müssen dann schon um ein Vielfaches höher ausfallen. Also sinkt die Motivation noch weiter und irgendwann ist es dann wirklich zu spät.

Inspirierende Ziele setzen

Ziele haben eine starke motivierende Wirkung. Ein Satz wie, „Ich will mich um meine Finanzen kümmern, weil ich im Ruhestand kein Opfer meiner Untätigkeit sein will“, könnte vielleicht schon etwas in Bewegung setzen. Das Problem dabei: Dieses Ziel ist nicht konkret und ob es als Belohnungsfaktor ausreicht, möchte ich mal dahin gestellt sein lassen.

Doch was hilft es dann als motivierendes Ziel? Viele Wünsche bleiben immer Träume, weil Ihrer Realisierbarkeit keinerlei Beachtung oder Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Ruhestandsphase beispielsweise umfasst mittlerweile fast ein Drittel unserer gesamten Lebenszeit. Kein Wunder, wenn viele Menschen zum Rentenbeginn in ein tiefes Loch fallen, weil sie keine Ziele für diese mittlerweile lange Zeitphase haben.

Dabei gibt es tolle Möglichkeiten, wie Sie im Ruhestand Ihre Zeit verbringen können. Egal ob mit einem Hobby oder Ehrenamt, es gibt tolle Gelegenheiten, die Zeit zu verbringen und dabei auch noch etwas Gutes zu tun. Leider scheitert das bei vielen Ruheständlern schon jetzt daran, dass diese auf Ihre Nebenjobs angewiesen sind, um die karge Rente aufzubessern. Viele von Ihnen hatten nicht die Möglichkeit, Rücklagen zu bilden, um die Rente aufzubessern. Doch einige hätten sie gehabt und haben Sie nicht genutzt.

Die richtige Strategie

Wenn Sie heute die Entscheidung treffen, sich um Ihre Finanzen und Ihren Vermögensaufbau zu kümmern und wirklich motivierende Ziele haben, fehlt Ihnen nur noch die richtige Strategie. Das scheitert dann häufig daran, dass es Nebenziele gibt, die eher schaden als nützen. Solche Nebenziele können so aussehen:

  • Ich muss erst meine Kontoauszüge sortieren

  • Ich muss erstmal sechs Monate Haushaltsbuch führen und sehen, was übrig bleibt

  • Ich muss im nächsten Jahr erstmal ein paar Anschaffungen tätigen

  • usw. usw.

Das sind die häufigsten Argumente, die ich von Anruferinnen höre, wenn diese sich mal ganz unverbindlich informieren wollen. Da schließt sich dann wieder der Kreis. Manchmal ist es die Perfektionismusfalle. Manchmal ist es schlicht ein Vorwand für die Aufschieberitis. Manchmal ist es die Sparsamkeit, für eine Beratung kein Geld ausgeben zu wollen. Gründe finden sich immer. Doch gerade dieser Perfektionismus und die übertriebene Sparsamkeit führen häufig in die Verharrung und Untätigkeit. Zeit ist Geld und Nichtstun ist teuer. Leider!

Also versuchen Sie doch einfach mal die Nebenziele und Nebenbedingungen, den Perfektionismus und die Aufschieberitis zu ignorieren. Achten Sie vor allem auf Ihre Wortwahl und treffen Sie möglichst immer bei der Entscheidung „ich will oder ich muss“ für Ihr Vermögen die bessere Entscheidung „ich will“.

„Ich will, das Wort ist mächtig“, stand übrigens schon in meinem Poesiealbum. Leider weiß ich nicht mehr, wie es weiter ging … 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen oder euch eine große Motivation und ein starkes „ich will“ für ein wachsendes finanzielles Vermögen und einen gesicherten Ruhestand.

Am 30. März findet der nächste Geldgeflüster-Workshop statt. Das könnte schon mal ein Anfang sein. 😉

Herzlichst
Ihre

unterschrift_kr_v01

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie doch meinen Newsletter und empfehlen Sie mich weiter.  Ich freue mich sehr über ein Feedback. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Equal Pay Day – 5 Gründe warum Finanzplanung für Frauen so wichtig ist

 

Am 18. März ist wieder Equal Pay Day.  Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren und ich kann Sie nur herzlich ermutigen, an einer der zahlreichen Veranstaltungen teilzunehmen.

Noch immer werden Frauen schlechter bezahlt als Männer. Das ist schlimm. Ungerecht ist es auch.

Doch Rechte allein genügen oft nicht, um Unterschiede auszugleichen. Es gehört auch Verantwortung dazu, um die eigenen Rechte wahrzunehmen. Frauen kümmern sich nicht gerne um ihre Finanzen. Das weiß ich aus 25 Jahren Finanzberatungserfahrung. Doch gerade das hat fatale Folgen und führt unweigerlich in die Altersarmut.

Dies sind die Gründe, warum gerade Frauen eine Finanzplanung brauchen:

Die wichtigsten 5 Gründe, warum Sie als Frau eine Finanzplanung brauchen:

1. Gender Pay Gap – Die ungleiche Bezahlung

Geringere Bezahlung führt auch zu geringeren Rentenansprüchen. Beim Tod des Ehepartners oder im Fall einer Scheidung hat dies verheerende Folgen. Dann bleiben nur noch die sehr viel geringere Witwenrente oder ein paar Rentenpunkte durch den Versorgungsausgleich. Deshalb ist es gerade für Frauen so wichtig, in die eigene Vorsorge zu investieren und dies auch in der Familien-Finanzplanung zu berücksichtigen.

2. Sorge und Betreuung für die Familie

Vermögensaufbau für FrauenFrauen stellen noch immer viel häufiger die eigene Berufstätigkeit zurück, um Kinder oder pflegebedürftige Eltern zu betreuen. Dies beeinflusst nicht nur das verfügbare Familieneinkommen sondern auch die Altersvorsorge.

Wenn Frauen in der Kindererziehungsphase die eigene Berufstätigkeit einschränken oder sogar vorübergehend aufgeben, dann schränken sie häufig ihre Sparverträge und Rentenverträge für die Ruhestandsplanung ein. Ihre Partner arbeiten in aller Regel weiterhin Vollzeit. Sie zahlen volle Beiträge in die Rentenversicherung ein und bedienen auch die Verträge zur privaten Absicherung weiter.

3. Trennung und Scheidung

Trotz der hohen und immer noch steigenden Scheidungsraten, wird dieses Risiko in der Lebens- und Finanzplanung von Frauen kaum berücksichtigt? Gerade aber Frauen sind von Scheidungen viel härter betroffen, wenn sie Ihre Karriere zugunsten der Kinder zurück gestellt haben und wenn dann die minderjährigen Kinder nach der Scheidung bei Ihnen leben. Im Scheidungsrecht ist ein finanzieller Ausgleich für solche Probleme nicht mehr vorgesehen. Frauen haben keinen Anspruch mehr für Unterhalt nach der Scheidung, wenn ihre Kinder schon älter als drei Jahre sind. Ihnen kann dann zugemutet werden, den Lebensunterhalt für sich und teilweise auch für die Kinder zu erwirtschaften.

Der „Was-wäre-Wenn-Fall“ wird selten zu Beginn einer Familien- und Finanzplanung berücksichtigt. Gerade hier ist ein Umdenken erforderlich und gute Beratung nötig. Die Finanzplanung einer Familie sollte auch dieses Risiko berücksichtigen und bestenfalls schriftlich festgelegt werden.

4. Höhere Lebenshaltungskosten

Untersuchungen in den USA haben aufgezeigt, dass Frauen nicht nur höhere Kosten für Kosmetik, Kleidung und anderen persönlichen Lebensbedarf haben. Sie zahlen auch häufig beim Immobilien- oder Autokauf höhere Preise als Männer. Frauen lieben das Feilschen und Verhandeln nicht besonders und sind häufig auch schlechter informiert als Männer.

Sicherlich ist es leider nicht möglich,  diese höheren Kosten generell zu vermeiden oder die Unterschiede zu beseitigen. Welche von uns hat schon den Mut und die passende Kopfform für einen Herrenhaarschnitt? Doch viele Kaufentscheidungen können im Rahmen einer soliden Finanzplanung, die auch langfristige Ziele wie den Ruhestand berücksichtigt, anders getroffen werden.

Die Einstellung, „ich lebe doch heute und nicht später“, ist eben auch eine sehr kurzfristige Haltung, die dann später zur Ruhestandsarmut führen kann.

5. Gender Investment Gap – schlechtere Finanzanlagen und Renditen

Untersuchungen in den USA zeigen, dass Frauen häufig viel mehr sparen als Männer. Jedoch kommt weit weniger dabei für sie heraus. Auch wenn es in Deutschland keine wirklich zuverlässigen Studien dazu gibt, sieht es aus meiner Erfahrung als Finanzberaterin hier keineswegs besser aus. Noch immer sparen Frauen viel mehr auf schlecht verzinsten Tagesgeldkonten und Bausparverträgen oder sogar Sparbüchern. Auch wenn die Zinsen dort allmählich gegen Null gehen und die Inflation bereits die Substanz aufzehrt, verändert sich nur wenig und vor allem langsam. Frauen investieren viel seltener in langfristig profitablere Investmentfonds und wenn dann nur mit sehr geringem Aktienanteil.

Da Frauen sich im Hinblick auf die eigene Risikobereitschaft, das Wissen über Finanzanlagen und auch den Bedarf im Ruhestand sehr unsicher sind, fällt es ihnen auch sehr viel schwerer als Männer, daran etwas zu ändern.

Umso dringender benötigen Frauen eine Finanzplanung, die Ihnen vor Augen führt, wie hoch der Kapitalbedarf im Ruhestand ist, wie hoch die erforderlichen Rücklagen sein müssen und welchen Einfluss die Höhe der Rendite dabei hat.

So könnten Ihre ersten Schritte in Sachen Finanzplanung aussehen Klick um zu Tweeten

1. Lassen Sie sich eine Ruhestands- und Finanzplanung erstellen, die Ihre bisherige Vorsorge analysiert und den Bedarf errechnet, um die Lücke zu schließen.
2.  Informieren Sie sich über Risiken und deren  finanzielle Auswirkungen, wie Krankheit, Berufsunfähigkeit, Tod des Partners oder Trennung und Scheidung und lassen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner beraten
3. Legen Sie für ihr persönliches Risikobudget fest.
4. Erstellen Sie Ihre persönliche Finanzstrategie für den Ruhestand und für alle anderen Ziele. Ihre Finanzberaterin wird Sie gerne bei der Planung und Umsetzung unterstützen.
5. Befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren Ausgaben und Einnahmen und streichen Sie entbehrliche Ausgaben. Gerade dieser Punkt ist extrem wichtig, denn immer wieder sammeln sich Ausgaben an, die durchaus verzichtbar sind. Kostenüberprüfung und -reduzierung ist und bleibt ein Thema. Zwischen Geiz und Verschwendung ist eine Menge Interpretationsspielraum. 😉

Sicherlich gibt es interessantere Themen als die Finanzen. Doch wenn Sie Ihre Finanzen dauerhaft vernachlässigen, werden sich Ihre Finanzen so entwickeln, wie auch Ihr Kind, Ihr Hund oder Ehemann sich entwickeln würde, wenn Sie es oder ihn vernachlässigen würden.

Kümmern Sie sich um Ihre Finanzen

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Finanzplanung und einen erfolgreichen Equal Pay Day.

Investition oder Spekulation? – Meine 5 Kriterien für diese wichtige Unterscheidung

Investition oder Spekulation ? – Diese Frage hat sich für mich als ungemein wichtige Entscheidungsgrundlage und Hilfe heraus gestellt.

Warum ist das so wichtig und mit welchen 5 Kriterien entscheide ich das?

Die Mehrzahl der Entscheidungen, die Sie tagtäglich treffen, sind gleichzeitig auch finanzielle Entscheidungen. Oft sind diese Entscheidungen mit einem scheinbaren Nutzen verbunden, der im ersten Moment gar nicht bewusst ist. Manchmal geht es darum, geliebt oder  gemocht zu werden oder um Anerkennung oder einfach nur um Aufmerksamkeit zu bekommen. Das ist finanziell meistens nicht sehr vorteilhaft. Danach kommen häufig Ärger und Frust.

Deshalb ist es wichtig, einen Unterschied zu machen. Dann kann Geld  sogar richtig glücklich machen.

Dazu hatte ich ja im letzten Blog  „Hat Geld Sie schon einmal glücklich gemacht?“ schon geschrieben.

Das wacklige Fundament der Spekulationen

Ich denke, dass Spekulationen sehr verbreitet sind. Gerade Frauen investieren häufig viel Zeit, Arbeit und Energie in Dinge, von denen Sie hoffen, dass andere Menschen Sie zu schätzen wissen.  Häufig sind diese Spekulationen oder Hoffnungen nicht mal bewusst.

Der teure Friseurbesuch in der Hoffnung, ein Kompliment zu erhaschen oder das neue Kleid, das „er“ dann leider nicht einmal bemerkt. Davon lebt die gesamte Kosmetikindustrie.

Auch Fortbildungen werden häufig unter spekulativen Erwägungen gemacht. Es wird darauf spekuliert, dass der Abschluss die Karriere-Chancen verbessert. Doch was passiert, wenn sich die Erwartungen nicht erfüllen? Oft geht die Arbeit nach einer Ausbildung weiter oder dann erst richtig los. Wie geht es Ihnen damit? Sind Sie dann enttäuscht oder ärgerlich? Geben Sie den anderen die Verantwortung oder gar die Schuld dafür? Werfen Sie dann die Flinte ins Korn, weil Sie eine vermeintliche Fehlinvestition getätigt haben?

Genau hier liegt das Problem. Spekulationen werden meist nicht lange durchgehalten, weil dafür die Geduld und der lange Atem fehlen. Bei Spekulationen fehlt in aller Regel eine starke Motivation und vor allem fehlt die Geduld. Deshalb:

Investition oder Spekulation - eine ganz entscheidende Frage Klick um zu Tweeten

Woran erkennen Sie eine Investionen?

Eine wahre Investition wird meistens anders gesehen und betrieben. Es gibt eine starke Motivation und ein starkes Ziel. Dementsprechend ist auch das Durchhaltevermögen größer. Selbstverständlich verläuft das Leben nicht immer geradlinig. Auch wenn Sie aus einer starken Motivation heraus, in sich selbst oder Ihre Zukunft investieren, können Ihnen Rückschläge widerfahren. Doch trotzdem werden Sie sich wahrscheinlich nicht so leicht von diesem Weg abbringen lassen.

So wie Sie eine Ausbildung oder ein Studium als Investition in Ihre Zukunft und in sich selbst sehen sollten, sollten Sie auch eine Finanzentscheidung als Investition betrachten. Ein guter Anfang dabei wäre, dass Sie sich Fragen überlegen:

  • Welches Ziel will ich verfolgen?
  • Wozu soll die Entscheidung mir dienen?
  • Welchen Traum will ich mir erfüllen oder welche Werte will ich dabei verfolgen?

Leider werden jedoch gerade Finanzentscheidungen in der Praxis eher spekulativ betrieben. Es wird darauf spekuliert, dass ein gewisser Ertrag dabei herauskommt und eine bestimmte Rendite erzielt wird. Möglichst sollte auch kein Risiko eingegangen werden. Deshalb erscheint ein garantierter Zins erheblich sicherer als eine Aktieninvestition, denn Aktienkurse können schwanken. Selbst wenn die Zinsen unterhalb der Inflation liegen und das Vermögen ständig an Wert verliert, erscheinen die versprochenen Zinsen sicherer.

Langfristigkeit und Geduld

Egal, ob Sie in eine Ausbildung oder in eine Geldanlage investieren, sollten Sie sich gut überlegen, ob diese Investition zu Ihnen passt. Spiegelt diese Investition Ihre persönlichen Werte wieder? Haben Sie das Durchhaltevermögen, Ihre Zeit, Ihre Arbeitskraft und Energie zu investieren? Wie sieht es mit Ihrer Geduld aus? Inspiriert Sie das Ziel so sehr, dass Sie auch abwarten können, bis sich der Erfolg einstellt?

Eine wahre Investition wird meistens anders gesehen und betrieben als eine Spekulation. Es gibt eine starke Motivation und ein starkes Ziel. Genau deshalb ist auch das Durchhaltevermögen größer.

Es ist schwierig,  gute Finanzentscheidungen zu treffen, wenn Sie nur eine spekulative Absicht dabei verfolgen. Auch wenn Geld Ihre Bedürfnisse befriedigen soll, wie Ihr Bedürfnis nach Sicherheit, Anerkennung oder Unabhängigkeit verfolgen Sie spekulative Absichten. Sie spekulieren darauf, dass Sie sich irgendwann sicher fühlen, wenn Sie genug Geld haben oder wenn Sie kein Geld verlieren. Dabei kann Geld Ihnen die Entscheidungen nicht abnehmen, ob oder wann Sie sich sicher fühlen. Diese Entscheidungen können Sie nur selber treffen. Geld ist dabei nur das Werkzeug.

Meine 5 Kriterien, wie ich Investitionen von Spekulationen trenne

Für mich war es wichtig, mir klare strukturierte Regeln und Grundsätze zu überlegen, wonach ich Investitionen und Spekulationen trennen kann. Egal, ob das eine Investition am Finanzmarkt, eine Fortbildung oder eine Werbemaßnahme ist.

Bei Spekulationen geht es eher um Wetten und Vorhersagen. Wie wird sich der DAX oder der Dow Jones entwickeln? Wann ist der günstigste Einstiegs- und wann der günstigste Ausstiegszeitpunkt? Viele Finanzprodukte funktionieren nach solchen oder ähnlichen Prinzipien. Die Auswahl vieler Finanzprodukte wird häufig ähnlich getroffen, wie Wetten bei Pferderennen. Man schaut sich eine Zeit lang die Pferde und Ihre Erfolge in der Vergangenheit an. Dann setzt man auf sie.

Nun sind Pferderennen zumindest bei uns doch etwas aus der Mode gekommen. Doch bei der Auswahl von Investmentfonds funktioniert es leider häufig noch ganz ähnlich. Fondsmanager werden häufig wie hoch gekürte Rennpferde gefeiert. Leider sind die Erfolge der Vergangen keine Garantie für die Zukunft. Auch Spitzengäule können irgendwann einmal straucheln. In 25 Jahren Anlageberatungspraxis habe ich das schon einige Male erlebt. Deshalb  sind für mich klare Auswahlregeln und Kriterien so ungemein gemein wichtig. Dazu gehören:

1. Eigene Ziele formulieren

Ziele zu haben, ist eine wichtige Voraussetzung, um Investitionen von Spekulationen zu unterscheiden. Wenn Sie sich nur etwas erhoffen, ohne genau zu wissen, wie Sie es erreichen können, handelt es sich meist um eine Spekulation. Es ist manchmal schwierig, sich über die eigenen Ziel klar zu werden. Dabei kann ein Coaching sehr hilfreich sein.

2. Eine Strategie haben

Die Begriff Strategie stammte ursprünglich mal aus Griechen und aus dem militärischen Bereich. Er bedeutete so viel wie Feldherrenkunst.

Vielleicht ist der Begriff Strategie gerade bei Frauen deshalb nicht besonders beliebt. Doch häufig verfolgen auch Frauen klare Strategien, nur sind sie sich über deren Konsequenzen nicht immer bewusst. Viele Strategie werden unterbewusst verfolgt und äußern sich in Selbstsabotage und beim Thema Finanzen in Altersarmut. Wenn Sie unterbewusst die Strategie verfolgen, von anderen geliebt zu werden und deshalb Ihre Ziele vernachlässigen, kann so etwas leicht passieren. Deshalb ist es wichtig, die eigene Strategie zu kennen und zu überdenken.

Um meine Kundinnen im Coaching oder bei der Geldanlage richtig und gut zu beraten, mache ich mir auch über meine eigene Strategie immer wieder Gedanken und überdenke sie immer wieder neu. Gerne unterstütze ich auch Sie dabei.

3. Langfristigkeit

Investitionen sind für mich Anlagen und Engagements jeglicher Art, von denen ich langfristig einen Nutzen, einen Vorteil oder eine gute Rendite erwarte. Haben Sie bei Ihren Entscheidungen auch den Nutzen im Blick, wenn Sie Zeit, Arbeit oder Geld investieren?

Für mich ist diese Frage sehr wichtig, damit ich weiß, ob ich auch das Durchhaltevermögen habe.

4. Werthaltigkeit statt Gewinnchancen

Für mich war Werthaltigkeit schon immer ein wichtiger Aspekt. Werthaltigkeit hat natürlich etwas mit Werten zu tun. Ich schaue mir sehr genau an, was angeboten wird. Egal ob es sich um eine Fortbildung, einen Online-Kurs oder eine Finanzmarktinvestition handelt. Ich schaue auch sehr genau hin, ob dieses Angebot mit meinen Werten überstimmt und ob es mich überzeugt.

Wie sieht es mit Ihren Werten aus und was sind Sie selbst sich wert?

5. Verständlichkeit

Dazu gehören Angebote und  Produkte, die ich selbst verstehe und meinen Kundinnen erklären kann. Das setzt natürlich auch voraus, Dinge überhaupt verstehen zu wollen. Sonst wird der Satz, „Ich verstehe das alles nicht“, zum Vorwand und zum Killerargument.

Gerade Frauen lassen sich bei Finanzentscheidungen leicht mit Scheinargumenten abspeisen, weil sie nicht den Mut haben, kritisch nachzufragen. Trauen Sie sich Fragen zu stellen, wenn Sie ein Angebot nicht verstehen, egal ob es ein Online-Kurs oder eine Finanzanlage ist.  Deshalb: Trauen Sie sich zu fragen oder trauen Sie sich, sich Fragen stellen zu lassen für Ihre  glückliche Geld-Beziehung!

Es ist manchmal schwierig, sich von alten Zöpfen zu verabschieden, wenn die alten Muster und Überzeugungen noch wirken.

Dazu bietet der nächste Geldgeflüster-Workshop in Bremen eine super Gelegenheit.

Ich freue mich, wenn Sie dabei“

In diesem Sinne viel Erfolg bei Ihren Investitionen!

Herzlichst
Ihre

unterschrift_kr_v01

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie doch meinen Newsletter und empfehlen Sie mich weiter.  Ich freue mich sehr über ein Feedback. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

Weitere Informationen zu Kornelia Rendigs und Kontakt:
Tel. 0421-408 99 440
www.finanzcoaching-bremen.de
www.vermoegenundzukunft.de

 

 

 

Hat Geld Sie schon einmal glücklich gemacht? – Wie mir diese Frage die Augen geöffnet hat

„Geld macht nicht glücklich“

oder

„Geld allein macht nicht glücklich“,

das sind nicht nur geläufige Redewendungen. Bei vielen Menschen sind es auch tief verwurzelte Glaubenssätze. Ich kann das gut nachvollziehen, denn es gibt Situationen oder Phasen im Leben, da drängen sich diese Glaubenssätze gerade zu auf.

Nach der Finanzkrise 2008, hatte auch ich so meine Zweifel.

Wie konnte es soweit kommen, dass Menschen nur für Geld und noch mehr Geld, das Schicksal anderer Menschen aufs Spiel setzten?

In den USA hatten viele Menschen ihren Job und ihr Zuhause verloren. Die Krise schlug weltweit große Wellen und auch Europa geriet schnell mit in den Sog. Wem konnte ich noch trauen und womit konnte ich selbst noch einen Beitrag leisten? Aus der Finanzkrise wurde eine Sinnkrise und dann eine lange Suche. Heute bin ich angekommen und habe die Antwort gefunden. Doch davon später.

Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?

Ich bin ein großer Fan von Fragen.

Fragen helfen, das Leben und die Menschen besser zu verstehen. Klick um zu Tweeten

Deshalb poste ich auch regelmäßig Fragen zu Geld auf meiner Facebook Fanpage. Letzte Woche kam mir dann diese Frage in den Sinn:


Hat Geld  m i c h  schon mal glücklich gemacht? Ist das nicht eine interessante Frage? Wir wissen doch immer ganz genau, wann und wie Geld uns unglücklich gemacht hat. Und natürlich war dann das böse Geld schuld. 😉 Na ja, oder die anderen.

Aber anders herum gefragt …? Die Frage wird selten gestellt finde ich. Fast so, als ob es unanständig wäre, mit Geld oder wegen Geld glücklich zu sein. Oder sehen wir das Glück nicht so wie das Unglück? Vergessen wir es schneller wieder? Wie geht es Ihnen damit?

Mir fiel jedenfalls sofort die Antwort ein: Ja!

Ich habe während meines Studiums jahrelang mein Kindergeld in einen Investmentfonds eingespart. Da ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnte und mein Studium mit BaföG und Nebenjobs finanzierte, bekam ich von Ihnen das Kindergeld überwiesen. Ich ließ es direkt per Bankeinzug in einen Fonds einfließen. Mein großes Ziel war, irgendwann im Studium ein Auslandspraktikum „ganz weit weg“ zu machen.

Am 4. Oktober 1992 war es soweit. Ich lieferte meine Diplomarbeit ab und sprang in den Zug nach München. Damit begann das größte Abenteuer meines Lebens. Ich untersuchte und recherchierte eine Woche lang, wie deutsche Autos, bis in die kleinste Schraube zerlegt, in riesige Kisten und Container verpackt wurden. Dann verfolgte ich Ihre Reise bis nach Südafrika in die Nähe von Johannesburg. Dort untersuchte und recherchierte ich sechs Monate lang, die Wege von Schrauben, Kotflügeln, Windschutzscheiben, Scheibenwischern, Rädern und Radios. Ich befragte an die 100 Menschen und recherchierte auf dem Werksgelände auf der Suche nach Fehlerquellen, Schwächen und Mängeln.

Glücklich mit Geld – ein großes Abenteuer

Es war eine unglaublich spannende Zeit, denn ein Jahr später wurde Nelson Mandela zum Präsident gewählt. Wir deutschen Praktikantinnen und Praktikanten führten heiße Diskussion mit unseren farbigen und weißen Kollegen über die Zukunft Südafrikas. Einige der farbigen Kollegen waren politisch aktive ANC Mitglieder und wir diskutierten über die Vor-und Nachteile föderalistisch oder zentralistisch organisierter Staaten. Ich lernte viele Menschen und viele Meinungen kennen und erfuhr wie die Jahrzehnte lange Trennung und Unterdrückung der Apartheit ihre Wahrnehmung und ihr Denken geprägt hatte.

Auch wenn dieses Abenteuer letztendlich für meine Karriere nicht entscheidend war, möchte ich die Zeit nie missen. Sie hat meinen Horizont deutlich erweitert und vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Dies alles zu erleben, war für mich wie ein kleines Wunder. Es war allein dem Umstand zu verdanken, dass ich die benötigte Summe Geld für den Flug und die Reise zusammen gespart hatte und dass ich ein klares Ziel vor Augen hatte.

Dieses Geld hat mich sehr glücklich gemacht.

Es gab sicherlich auch noch andere Momente in meinem Leben, in denen Geld mich glücklich gemacht hat. Doch dieser war wohl mit Abstand der herausragendste.

Was hat mich wirklich glücklich gemacht?

Letztendlich war es aber nicht das Geld, das mich glücklich gemacht hat. Es war vielmehr das, was ich mit Geld erreicht hatte. Geld war letztendlich nur das Werkzeug und es war mir sehr dienlich.

Bei negativen Erfahrungen mit Geld sieht die Sache meist anders aus. Wenn wir negative Erfahrungen mit Geld machen, beurteilen wir diese meist auch negativ. Geht es Ihnen nicht auch so? Dann ist es eher unangenehm oder peinlich, darüber zu reden. Dann meldet sich prompt die innere Stimme und sagt: „Wie konntest du nur?“ Meist melden sich danach auch unverzüglich die Stimmen im Außen und fragen: „Wie konntest du nur?“

Wenn wir uns mit Schuld- und Schamgefühlen belasten oder belastet werden, ist es äußerst schwierig die Urheberrolle der finanziellen Ergebnisse zu vertreten. Es ist einfacher, die eigenen Schuld- und Schamgefühle und die Ursachen auf Geld zu projizieren.

Schuld- und Schamgefühle sind finanzielle Erfolgskiller Klick um zu Tweeten

Auch die Familie, der Partner oder die Gesellschaft sind beliebte Projektionsflächen. Es einfacher anderen die Schuld und die Verantwortung zu geben, als bei sich selbst nach Erkenntnissen zu suchen. Das hängt sehr stark mit unserer negativen Fehlerkultur zusammen.

Dabei lernen wir Menschen noch immer am meisten aus unseren Fehlern. Auch die negativen Erfahrungen haben meistens einen Sinn oder eine Aufgabe im Leben. Doch diese erkennen wir Menschen häufig erst viel später und auch nur, wenn wir denn bereit dazu sind.

Der Wert unserer Entscheidungen und unserer Fragen

In meinem Fall hat mir Geld unendlich wertvolle Erfahrungen beschert, die ich nie in meinem Leben missen möchte.

Das Leben ist eine lange Suche. Dazu gehören auch (negative) Erfahrungen mit Geld. Klick um zu Tweeten

Wenn wir diese Suche aufgeben, aus Angst Fehler zu machen oder uns auf etwas Neues einzulassen, dann sind wir vom Leben abgetrennt. Wir sind abgetrennt von der Möglichkeit Erfahrungen zu machen und zu lernen. Es sind die Fragen, die wir uns selbst und anderen stellen, die uns Lebendkeit schenken. Die scheinbaren Antworten, die Überzeugungen, Glaubenssätze und Ideologien dagegen lassen uns abgetrennt erstarren. Es sind vielmehr die Fragen, die uns weiterbringen.

„ Hat Geld mich schon einmal glücklich gemacht?“, hat mir wichtige Erkenntnisse beschert. Klick um zu Tweeten

Diese Frage hat mich hinter den Spiegel schauen lassen und meine Erfolge, Erfahrungen und glücklichen Momente wieder zum Leben erweckt. „Was war es wirklich, was mich im Zusammenhang mit Geld glücklich gemacht?“, war dann die nächste logisch konsequente Frage. Haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt? Wann waren Sie schon einmal glücklich mit Geld? Wie kam es dazu? Was konnten Sie daraus lernen?

Das Ende einer Suche

Auch das Ende meiner Sinnkrise und Suche nach der Finanzkrise 2008 war letztendlich eine Frage. Es ist die Frage, die mich heute bewegt, wenn ich Entscheidungen finanzieller und jedweder Art treffe. Es ist auch die Frage, wenn ich meinen Kunden Empfehlungen bezüglich einer Geldanlage oder einer Vorsorge gebe. Es ist außerdem auch die Frage, die mich immer weiter suchen lässt, ähnlich wie ein Wissenschaftlicher ständig auf der Suche ist nach Antworten und Fragen ist.

Für mich lautet die Frage:

Investition oder Spekulation?

Für mich war die Reise nach Südafrika eine Investition in mich und mein Leben. Hätte ich diesen Traum aufgegeben, um schneller, besser oder überhaupt Karriere zu machen, wäre das nur eine Spekulation gewesen. Ich hätte darauf gehofft, einen finanziellen Vorteil aus dem Verzicht auf meinen Traum zu ziehen. So war es eine Investition, für die ich noch heute dankbar bin.

Häufig werden Investitionen getätigt, die eigentlich Spekulationen sind.

Wenn ich von anderen höre, wozu Sie eine Ausbildung oder Fortbildung machen, geht es oft darum, einen Schein zu haben. Wir brauchen Scheine, Abschlüsse und Zertifikate, um bessere Karrierechancen zu haben oder bessere Umsätze zu machen.

Selten geht es dabei um die eigene Weiterentwicklung oder die Suche nach einer Antwort. Als ich meine ersten Coachings, Trainings und die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® machte, ging es mir vor allem um meine Fragen. Nur so konnte ich herausfinden, was mir wirklich für meine Kundinnen und Kunden wichtig erscheint und was mir vor allem für meine Dienstleistung wichtig erscheint. Dazu gehört vor allem die Unterscheidung zwischen Investition und Spekulation.

Wozu Investition?

Investitionen sind für mich Anlagen und Engagements jeglicher Art, die langfristig einen Nutzen haben werden und langfristig eine gute Rendite einbringen. Dazu gehören Produkte, die ich verstehe und meinen Kundinnen erklären kann. Die Empfehlungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die unabhängig von Stories und Verkaufsgeschichten gewonnen wurden und auf langfristigen Untersuchungen basieren. Bei Investitionen gehört immer auch eine gewisse Portion Geduld, Risikobereitschaft und Zuversicht dazu.

So wie Sie eine Ausbildung, Weiterbildung oder ein Coaching als Investition in Ihre Zukunft und ich sich selbst sehen sollten, sollten Sie auch eine Finanzentscheidung als Investition betrachten. Ein guter Anfang dabei wäre, dass Sie sich Fragen überlegen:

Welches Ziel will ich verfolgen? Wozu soll die Entscheidung mir dienen? Welchen Traum will ich mir erfüllen oder welche Werte will ich dabei verfolgen?

Es ist schwierig gute Finanzentscheidungen treffen, wenn Sie nur eine spekulative Absicht dabei verfolgen. Auch wenn Geld Ihre Bedürfnisse befriedigen soll, wie Ihr Bedürfnis nach Sicherheit, Anerkennung oder Unabhängigkeit verfolgen Sie spekulative Absichten.

Sie spekulieren darauf, dass Sie sich irgendwann sicher fühlen, wenn Sie genug Geld haben oder wenn Sie kein Geld verlieren. Dabei kann Geld Ihnen die Entscheidungen nicht abnehmen, ob oder wann Sie sich sicher fühlen. Diese Entscheidungen können Sie nur selber treffen. Geld ist dabei nur das Werkzeug.

Deshalb denke ich heute, dass Geld sehr wohl glücklich machen kann, wenn wir es sinnvoll einsetzen und dabei unsere Werte und Bedürfnisse im Blick haben und natürlich auch ein Ziel. Vielleicht ist dieses Ziel am Anfang nur ein Traum. Manchmal verfolgen wir Menschen unterbewusst aber auch andere Ziele, die nicht darauf abzielen, uns glücklich zu machen. Dann ist es zuerst wichtig, diese unterbewussten Ziele zu ergründen, um neue Ziele zu definieren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine sehr erfolgreiche Suche, damit Geld Sie glücklich macht, so wie Sie es nutzen und wie es Ihnen dienlich ist.

Was eine Investion von einer Spekulation unterscheidet und was dies für Ihre Geldanlagen und Finanzentscheidungen bedeutet lesen Sie im nächsten Blog.

Und gegen die lästigen Glaubenssätze und negativen Überzeugungen empfehle ich den nächsten

Geldgeflüster-Workshop – Die inneren Geld-Saboteure überlisten

 

Herzlichst
Ihre

unterschrift_kr_v01

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie doch meinen Newsletter und empfehlen Sie mich weiter.  Ich freue mich sehr über ein Feedback. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

Weitere Informationen zu Kornelia Rendigs und Kontakt:
Tel. 0421-408 99 440
www.finanzcoaching-bremen.de
www.vermoegenundzukunft.de

Altersvorsorge und Unsicherheit – Vorsicht vor Schlagzeilen

Beim Thema Altersvorsorge gibt es momentan offenkundig eine große Unsicherheit in Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklung. Vor allem der BREXIT und der neue US Präsident Donald Trump spielen dabei eine Rolle. Wenn die Medien dieses Thema aufgreifen, würde ich jedenfalls davon ausgehen.

„Ist die Verunsicherung aufgrund der politischen Entwicklungen berechtigt?“

Dies war vor zwei Woche die erste Frage einer Journalistin, die zu den Themen Altersvorsorge, Geldanlage und Vermögensaufbau schreibt. Sie bat mich als Expertin um meine Meinung und hatte dazu einen kleinen Fragenkatalog vorbereitet.

Eine interessante Frage dachte ich.

Wie kommt es zu einer solchen Frage?

Eine solche Frage impliziert bereits, dass es eine Verunsicherung gibt. Doch wer ist hier verunsichert? Stellen Medien solche Fragen wirklich nur deshalb, weil sich mit negativen Schlagzeilen gutes Geld verdienen lässt? Gibt es bereits repräsentative Umfragen dazu? Oder liegt hier vielleicht eine Projektion seitens der Berichterstatterin vor?

Die eigene Verunsicherung und die allgemeine Verunsicherung – schwierig zu trennen

Es ist sicherlich schwierig das eine vom anderen zu trennen, die eigene Verunsicherung und die der anderen. Wer über Verunsicherung in Anbetracht der aktuellen Entwicklung schreibt, geht dabei unter Umständen von der eigenen Verunsicherung aus. Mit verallgemeinernden Fragen wird dann die eigene Unsicherheit auf andere Menschen projiziert und selbstverständlich angenommen, dass es nun allen anderen genauso geht.

Menschen neigen häufig zu solchen unbewussten Projektionen. Das gilt selbstverständlich auch für Finanzberaterinnen. Doch daran liegt auch eine große Gefahr, denn die eigene Überzeugung muss nicht zwangsläufig auch die der anderen sein.

Gefährliche Schlagzeilen – Vorsicht Ansteckungsgefahr

Wenn solche Projektionen im Rahmen der Berichterstattung erfolgen, können sie in der Tat eine große Verunsicherung auslösen. Ein Phänomen, das wir inzwischen tagtäglich erleben. Wenn plötzlich das Thema Verunsicherung verstärkt in den Schlagzeilen auftaucht, kann das eine gewisse Ansteckungsgefahr mit sich bringen. Wer bisher noch nicht verunsichert war, wird es nun sicherlich bald sein. Denn wenn plötzlich die Verunsicherung in allen Schlagzeilen auftaucht, dann muss wohl etwas dran sein. Das ist die Macht der Worte und natürlich die Macht der Medien.

Doch ist das hilfreich? Ich denke eher nicht, denn diese Verunsicherung führt vielfach dazu, dass einige Menschen nun gar nichts mehr für Ihre Altersvorsorge tun. Andere reagieren mit Kurzschluss- und Panikreaktionen. Verunsicherung ist leider keine gute Basis für vernünftige Finanzentscheidungen. Es ist wichtig, mit den veränderten Bedingungen umgehen zu lernen und wieder zu akzeptieren, dass diese Welt nicht berechenbar ist. Nicht jede Entwicklung ist vorhersehbar.

Börsenprognosen und andere gefährliche Schlagzeilen

Wir wissen nicht, wie sich die Präsidentenwahl oder der BREXIT auf unsere Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau auswirken werden. Jede Prognose ist nichts weiter als Spekulation. Auch wenn sich Wirtschafts- und Kapitalmarkt-Experten nun vielleicht auf den Schlips getreten fühlen, sind ihre „Börsenprognosen“ letztendlich nicht viel mehr wert als ein Blick in die Glaskugel. Die Wettervorhersagen für die kommenden drei Tage sind inzwischen sehr viel zuverlässiger als die Börsen-Prognosen. Trotzdem würde niemand einen Wetterbericht für die kommenden 365 Tage erwarten.

Bei Aktienkursen sieht das anders aus. Obwohl die wenigsten Prognosen letztendlich zutreffen, werden Finanzexperten immer noch wie Götter gehandelt. Das ist ziemlich absurd. Es ist viel wichtiger, dass Menschen lernen, Börsenbewegungen zu akzeptieren und eine gewisse Robustheit gegenüber den Auf- und Ab-Bewegungen zu entwickeln. Wer seinen Sommerurlaub an der Nordsee verbringt, erwartet auch nicht jeden Tag schönes Wetter. Viel wichtiger ist doch, dass die richtige wetterfeste Kleidung im Koffer ist, damit der Strandspaziergang auch bei Regen und Wind stattfinden kann.

Das Universum der Möglichkeiten erschließen

Wir wissen heute auch noch gar nicht wie sich die Präsidentenwahl in den USA auswirken wird. Vielleicht ist da jemand angetreten um die Grundwerte der größten Wirtschaftsnation der Welt auf den Prüfstand zu stellen. Unter Umständen könnte aber irgendwann eine in ihren Grundwerten gestärkte Nation daraus hervorgehen, die sich auch nicht scheut der Finanzindustrie Grenzen zu setzen. Das könnte dann auch für uns in Deutschland oder für die ganze Welt eine neue demokratisch tolerante Basis ermöglichen. Wer weiß? All das ist im Moment nicht vorhersehbar. Ebenso wenig ist die Entwicklung der Aktienmärkte absehbar. Wichtig ist vor allem, dass wir alle unseren Anteil dazu beitragen, damit es in eine gute Richtung geht, die für alle Menschen von Vorteil ist.

Verunsicherung, Risiko und Chance

Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen verunsichert sind. Allerdings erlebe ich diese Verunsicherung schon seit einigen Jahren. Da kommen viele Gründe zusammen, wie Sorgen um den Arbeitsplatz oder vor der Altersarmut. Der expandierende Niedriglohnsektor oder das ständig sinkende Rentenniveau fördern natürlich die Verunsicherung.

Vor allem Frauen sind betroffen. Da meine Kundinnen überwiegend weiblich sind, kenne ich diese Sorgen und Ängste. Viele Frauen mussten in der Familienphase die Berufstätigkeit zurückstellen, weil Kinderbetreuungsmöglichkeiten fehlten. Seitens der Kommunen und Gemeinden wurde die Notwendigkeit einer Frauen-Erwerbstätigkeit nicht gesehen und nicht befürwortet. Nach der Änderung des Unterhaltsrechts 2008 hatte das für viele Frauen schlimme Auswirkungen. Das Thema Altersarmut wird nun immer präsenter. Die vielen Niedriglohnjobs und Teilzeitstellen geben Menschen zudem gar nicht mehr die Möglichkeit, Rücklagen für das Alter zu bilden und für den Ruhestand vorzusorgen. Die Lebensbedingungen haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert und die meisten Menschen vor allem auch die Politiker haben noch nicht gelernt, damit umzugehen.

Neue Chancen für neue und alte Werte

Die allein auf den Werten der Freiheit des Individuums und vor allem der wirtschaftlichen Freiheit der Unternehmen beruhenden politischen Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte zeigt uns nun deutlich die Grenzen auf. Wenn durch Technik und Digitalisierung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen, ist nicht mehr jedes einzelne Individuum finanziell in der Lage, mit Arbeit seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Selbstverständlich sorgen dann solche Vorkommnisse wie aktuell in den USA oder wie der BREXIT zusätzlich für Verunsicherung und Besorgnis. Vor allem die immer stärker werdenden rechtpopulistischen und nationalistischen politischen Tendenzen sind ein berechtigter Anlass zur Sorgen.

Doch gerade dies ist vielleicht auch eine große Chance. Nur dadurch dass die Sorgen und die Verunsicherung deutlich spürbar sind, merken auch Politiker, dass es allerhöchste Zeit wird, einen Richtungswechsel vorzunehmen. Auch Menschen, die sich schon lange Zeit nicht mehr für Politik interessiert hatten, werden plötzlich wieder wachgerüttelt und merken, wie wichtig Ihnen demokratische Rechte und die unantastbare Menschenwürde sind. Vielleicht kann das die oft beklagte Demokratiemüdigkeit wiederbelegen und ungeahnte Kräfte freilegen zum Wohl aller und dann vielleicht sogar zum Wohl unserer Altersvorsorge. Es liegt an uns!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Kraft für eine gute Entwicklung

 

Herzlichst
Ihre

unterschrift_kr_v01

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie doch meinen Newsletter und empfehlen Sie mich weiter.  Ich freue mich sehr über ein Feedback. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

Weitere Informationen zu Kornelia Rendigs und Kontakt:
Tel. 0421-408 99 440
www.finanzcoaching-bremen.de
www.vermoegenundzukunft.de

Ziele, Zahlen oder gute Vorsätze?- Warum Sie 2017 die Wunschfee einladen sollten

Der Jahresbeginn ist traditionell die Zeit der guten Wünsche für andere und der guten Vorsätze für uns selbst. Geht es Ihnen auch so?

Vorsätze, Ziele, Zahlen, Planungen, To Do-Listen und viel Arbeit

Eine Buchhalterin bei der Arbeit im Büro mit Taschenrechner

Beginnen Sie selbst das Jahr auch wie viele andere Menschen mit guten Vorsätzen, Zielen und Planungen? Gerade die Selbstständigen kennen es zur Genüge. Am Jahresanfang wird gebrütet, kalkuliert und gerechnet.  Kaum eine Zeitschrift oder ein Blog, die sich nicht mit dem Thema befassen. Es ist irgendwie zur Routine geworden, das Jahr mit guten Vorsätzen zu beginnen und hohe Ziele zu setzen. Zumindest höher müssen sie sein, als die vom letzten Jahr es waren. Oft sind die Zielvorgaben für das neue Jahr lineare Fortschreibungen der Zahlen des alten Jahres. Sie sind in aller Regel ein Ausdruck des Schneller, Höher, Weiter und des allgegenwärtigen Wachstumsgedanken, der allem zugrunde liegt.

10 % Umsatzsteigerung, 10 % mehr Kunden, 10 % Prozent Fettabbau, 10 % Muskelbaufbau, dreimal pro Tag Gemüse……

Ist das nicht ziemlich demotivierend?

Gute Wünsche nur für die anderen

Grukarte - Neujahr 2017Die guten Wünsche zum neuen Jahr bekommen immer die Anderen. Aber auch die guten Wünsche an die Lieben, an Freunde, Verwandte und Kollegen sind meist knapp und auf die ersten drei Tage beschränkt. Wer ab Mitte Januar noch gute Wünsche zum neuen Jahr ausspricht oder versendet, wird manchmal schon schief angesehen. Zumindest empfinde ich das so. Doch was ist eigentlich danach mit den Wünschen?

Was ist aus Ihren Wünschen geworden?

Im Kindesalter haben die meisten kleinen Menschen noch viele Wünsche. Oft sind diese Wünsche phantasievoll und manchmal sogar magisch. Meistens haben diese Wünsche auch noch gar nicht so viel mit Geld zu tun. Manche Wünsche sind mit Geld zu realisieren und viele eben nicht. Kinder wünschen sich oft ganz wundervolle Dinge, wie Frieden für alle Menschen oder Zeit mit ihren Eltern und glückliche Momente. Leider lehrt das Leben sie dann häufig, dass die Erfüllung solcher Wünsche oft an Wunder grenzen und welche große Rolle das Thema Geld im Leben der großen Menschen spielt. Manche Eltern haben wenig Geld und deshalb wenig Zeit für Ihre Kinder. Manche Eltern haben viel Geld und können viele Wünsche ihrer Kinder erfüllen, aber sie haben trotzdem wenig Zeit.

Child relaxing on the beach against sea and sky background. Summer vacation and travel concept

So lernen Kinder dann mit der Zeit, ihre Wünsche einzuschränken. Vielleicht haben Sie als Erwachsene dann das Wünschen ganz verlernt. Es ist, als ob sie dann als Erwachsene einen Deckel auf dem Kopf und ein Zwangskorsett tragen. Doch sind Wünsche wirklich nur Kinderkrankheiten?

Magie der Wünsche als Keimzellen der Visionen

Viele Menschen, die im Leben etwas Großartiges vollbracht haben und glücklich und erfolgreich waren, haben sich ihre Wünsche bis ins Erwachsenenalter erhalten. Wünsche sind oft die Keimzellen großer Innovationen. Nicht selten steckten hinter wegweisenden Erfindungen ziemlich phantastische Wünsche, wie beispielsweise der Wunsch fliegen zu können oder zum Mond zu reisen. Auch in finanzieller Hinsicht ist der Erfolg bei vielen Menschen von einem Wunsch oder einem Traum beseelt, den sie sich im Leben erfüllen möchten.

Wiederbelebungsversuche für Ihre Wünsche

Gerade nach längeren schwierigen Phasen oder wiederholten finanziellen Rückschlägen ist es sehr schwierig, sich die Fähigkeit zum Wünschen erhalten zu können. Viele Wünsche werden aufgegeben, weil der bekannte Weg auch der vermeintlich sichere Weg ist. Wer würde heutzutage schon einen sicheren Arbeitsplatz aufgeben, um sich in das Abenteuer einer beruflichen Selbstständigkeit zu stürzen, wenn dieses Abenteuer allzu ungewiss ist? Wer würde Wünsche oder Träume hegen, die mit einem recht bescheidenen Einkommen nicht realisierbar sind?

Doch manchmal kann es durchaus lohnend sein, dass Sie Ihre Wünsche ein wenig wiederbeleben. Oft ist es nur der Deckel auf dem Kopf oder die scheinbare Sicherheit, die Ihre Wünsche wie hinter Gardinen verschwinden lassen haben. Solche Gardinen können Wünsche leicht als Spinnereien erscheinen lassen. Warum schreiben Sie im Rahmen Ihrer Jahresplanung nicht auch einfach mal wieder eine Wunschliste. Was spricht dagegen?

Von der Wunschfee lernen

Im Finanz Coaching frage ich meine Kundinnen und Kunden oft, ob ich Ihnen eine ungewöhnliche Frage stellen darf. Wenn Sie bejahen, bitte ich Sie, sich vorzustellen, dass in der folgenden Nacht eine gute Fee im Traum erscheint und Ihnen einen sehnlichen Wunsch erfüllt. Dann frage ich sie, was am nächsten Morgen anders ist und woran sie dies bemerken würden.

lost tooth child dressed as tooth fairy with gifts and money

Es ist immer wieder beeindruckend und spannend, welche Schilderungen und Beschreibungen dann kommen. Es ist auch eindrucksvoll, wie sich plötzlich die private oder berufliche Situation verändert hat oder welche Problemlösungen plötzlich auftauchen.

Gerade letzte Woche sagte eine Kundin am Ende des Coaching Gesprächs lachend: „Na da bin ich ja gespannt, wann die gute Fee jetzt kommt.“ Sie hatte gerade zuvor innerhalb von 45 Minuten ein sehr umfassende Konzept präsentiert, eine umfangreiche Liste mit Aktivitäten entwickelt und außerdem auch für sich selbst noch einige Vorsorgemaßnahmen formuliert, um in stressigen Zeiten gut für sich zu sorgen. Ich war mal wieder fasziniert und tief beeindruckt, welches Potential allein die Vorstellung von der guten Fee freigesetzt hatte.

Egal ob die gute Fee nun erscheint oder nicht, sie hat in jedem Fall schon einiges bewirkt. Vieles, was vorher noch unmöglich oder sehr diffus erschien, war hinterher plötzlich sehr viel klarer und strukturierter.

Laden Sie für 2017 die gute Wunschfee ein

Vielleicht kann auch bei Ihnen die gute Wunschfee Ihre schlummernden Potentiale oder Talente wecken. Laden Sie doch die gute Fee einfach mal ein und machen Sie vorher eine Wunschliste. Sie sollten aber vorher einen Wunschtest machen. Denn nur, wenn Ihnen Ihre Wünsche wirklich am Herzen liegen und Sie auch bereit sind, selbst etwas dafür zu tun, macht die Sache wirklich Sinn. Stellen Sie sich vor, wie es wäre, wenn der gewünschte Zielzustand bereits eingetreten wäre. Woran würde Sie es bemerken? Was wäre anders als jetzt? Welche Vorboten der Wunscherfüllung gab es schon mal früher in Ihrem Leben? Was können Sie davon jetzt noch nutzen oder wieder aktivieren?

Es ist wirklich manchmal fasziniert, was solche Gedankenspiele und Fantasiereisen freisetzen können und welche Tatkraft aus Ihnen erwächst.

Was die Wunschfee gar nicht mag

Es gibt auch Wünsche, die die gute Wunschfee nicht erhört. Das sind Wünsche, die Ihnen nicht wirklich am Herzen liegen und bei denen Sie selbst nichts zur Erfüllung beitragen. Manche Menschen leben in der Hoffnung, es wird schon irgendwie alles gut gehen. Wenn ich diese Menschen beobachte, habe ich den Eindruck, dass Sie mit ihrem Verhalten der Wunschfee eher entgegenarbeiten. Das, was diese Menschen tun und das, was sie sagen, spricht dann nicht dieselbe Sprache. So etwas mag die Wunschfee leider gar nicht. Dann weiß sie nicht, woran sie ist. Also prüfen Sie Ihre Wünsche gut.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wundervolle Wünsche für 2017
und ein wundervolles Abenteuer mit der guten Wunschfee

 

Herzlichst
Ihre

unterschrift_kr_v01

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie doch meinen Newsletter und empfehlen Sie mich weiter.  Ich freue mich sehr über ein Feedback. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Kornelia Rendigs ist Diplom-Ökonomin und arbeitet seit 23 Jahren als freie Anlageberaterin hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – für und mit Frauen. Seit Januar 2016 ist sie die erste zertifizierte FCM Finanz Coach®. Als Finanz Coach unterstützt sie Menschen bei allen finanziellen Fragen und Problemen und ist darauf spezialisiert, dysfunktionale Glaubenssätze und Projektionen zum Thema Geld aufzudecken und aufzulösen.

Weitere Informationen zu Kornelia Rendigs und Kontakt:
Tel. 0421-408 99 440
www.finanzcoaching-bremen.de
www.vermoegenundzukunft.de

Wie einfache Regeln helfen, wenn Ihr innerer Macher die Altersvorsorge sabotiert

Kennen Sie diese Frage auch? Ganz ehrlich: Es ist nicht vernünftig und doch unglaublich menschlich. Außerdem möchte ich behaupten, dass diese Frage in uns allen schlummert.

Renten BerechnungDie Rentenkassen leer sind und es haben bereits einige Nullrunden in Sachen Rentenerhöhung stattgefunden. Trotzdem fällt es immer noch vielen Menschen schwer,  für das Alter Vorsorge zu treffen. In meinen Beratungsgesprächen fällt mir immer wieder auf, dass gerade jüngere Frauen unter 40 das Thema Altersvorsorge noch gar nicht auf dem Schirm haben. Deshalb machen sich Ökonomen und Verhaltenswissenschaftler seit längerem Gedanken über die Ursachen und forschen nach Lösungen.

Die Theorie vom Homo-Oeconomicus

Die Ökonomen gingen lange Zeit davon aus, dass Menschen rational denkende und handelnde Wesen sind. Sie prägten dann das Bild vom „Homo Oeconomicus“. Das wurde in mathematischen Modellen wie dem Lebenszyklus-Modell der Konsum- und Sparentscheidungen zum Ausdruck gebracht. Dafür erhielt Franco Modigliani 1954 den Nobelpreis . Man ging davon aus, dass Menschen ihre Konsum- und Sparentscheidungen langfristig treffen und dass sie während ihres Arbeitslebens entsprechend Vermögen aufbauen. Um später im Alter den Konsum wie gewohnt beibehalten zu können, wird das Vermögen dann entsprechend abgebaut. Ökonomen lieben mathematische Modelle. Doch offensichtlich passte diese Theorie nicht so ganz.

Theorie und Realität: Arme Rentner in der US-Wirklichkeit

Mann hlt sich Mund und Augen zuEmpirische Ergebnisse zeigen, dass Menschen sich längst nicht so ökonomisch und im mathematischen Sinn optimal verhalten, wie es erforderlich wäre. In den USA sind die Menschen für Ihre Rente selbstverantwortlich. Die Realität zeigt, dass viele Rentner ihren Konsum ganz drastisch einschränken müssen, weil sie nicht genug gespart haben als Arbeitnehmer. Viele Rentner müssen sogar bis ins hohe Alter arbeiten. Deshalb setzen sich die Verhaltenswissenschaftler inzwischen, verstärkt mit der Frage auseinander, wie es dazu kommt.

Die Wissenschaftler Shefrin und Thaler haben nun das verhaltenswissenschaftliche Lebenszyklusmodell entwickelt. Dabei wird angenommen, dass Menschen grundsätzlich der Versuchung widerstehen müssen, dass sie ihr heutiges und zukünftiges Einkommen nicht sofort verkonsumieren.

Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust….

…wusste schon Goethe den inneren Zwiespalt zu beschreiben, der bei Entscheidungskonflikten auftritt, wenn die vernünftige und die leichtsinnige innere Stimme im Konflikt miteinander streiten. Genauso wird in dem neuen Modell von Shefrin und Thaler die Entscheidung über den heutigen und den zukünftigen Konsum auch als ein „intrapersonales Entscheidungsproblem“ definiert. Dabei wird nun die Annahme getroffen, dass jeder Mensch quasi zwei unterschiedliche Egos in sich hat.

Wie der innere Planer und der innere Macher Ihre Entscheidungen beeinflussen

Innerer Planer und innerer Macher im KonfliktDas gute Ich ist der „Planer„. Er denkt planvoll, zukunftsorientiert und vorsorgend. Seine Stimme flüstert Ihnen leise ein: „Solltest du nicht lieber…..später tut es dir leid.“ oder „Denk lieber an deine Rente, bevor du das jetzt wieder kaufst“.

Das schlechte Ich ist der „Macher„. Er flüstert Sätze wie „Ich will aber heute leben“ oder „Wer weiß, was später ist und ob ich dann noch lebe.“ Manchmal sagt er sogar Sätze wie „Ich werde nicht alt. In meiner Familie ist keiner alt geworden.“

Kennen Sie diese Stimmen? 

Das ist alles völlig menschlich. Doch was tun, damit im Ruhestand die Rente reicht?

Drei Regeln die Ihnen helfen, Ihre Finanzplanung zu verwirklichen

Wenn Sie im Alter also nicht unter einer Brücke schlafen oder zumindest Ihren Konsum massiv einschränken möchten, müssen Sie den Planer unterstützen. Dazu gibt es ein paar Tricks.

Aus der Psychologie ist bekannt, dass einfache interne Regeln die Selbstdisziplin unterstützen. Diese Regeln müssen neben Einfachheit auch noch die Eigenschaften dynamische Stabilität und wohl definierte Ausnahmen aufweisen.

Regel 1: Überprüfen Sie Ihr mentales Kontensystem

Mentales Kontensystem prüfenMenschen tendieren dazu, für bestimmte Ausgaben und Einnahmen im Kopf mentale Konten zu bilden. Deshalb werden unterschiedliche Einnahmen auch unterschiedlich bewertet. Das gleiche gilt für Ausgaben. Es macht beispielsweise einen großen Unterschied, ob Sie eine bestimmte Summe im Kasino oder im Lotto gewonnen haben oder ob Sie das Geld als Steuerrückerstattung erhalten. Dementsprechend variiert dann auch die Neigung, dieses Geld zu konsumieren oder zu sparen.

Bei den Ausgaben führt das dazu, dass Menschen bei Konsumausgaben eher auf das laufende Einkommen auf dem Girokonto zugreifen, als auf die langfristigen Ersparnisse auf dem Investmentdepot oder gar auf die Altersvorsorgeverträge.

In der Praxis erlebe ich sogar, dass Kundinnen selbst dann nicht auf die Ersparnisse auf dem Investmentdepot zugreifen, wenn das Girokonto massiv überzogen ist. Das macht natürlich keinen Sinn, denn die Überziehungszinsen sind noch immer hoch.

Wichtig also:

Bilden Sie so früh es irgendwie geht, verschiedene Konten für verschiedene Ziele und Zweck. Dazu kann ein Urlaubs- und/ oder Konsum-Konto, ein Eigenheim-Ansparkonto und eine Ruhestandskonto gehören. Gerade das letzte muss sehr früh eingerichtet werden, damit es im mentalen Kontensystem verankert wird. Sonst wird es später schwierig, Veränderungen vorzunehmen. Das zeigt sich gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase. Viele Menschen, die immer nur auf kurzfristige Verfügbarkeit und Sicherheit im Sinne der Vorhersagbarkeit Ihrer Zinserträge orientiert waren, haben große Schwierigkeiten, sich umzustellen.

Behalten Sie aber trotzdem Ihr Gesamtvermögen im Blick. Es macht ökonomisch keinen Sinn, wenn Sie auf fünf verschiedenen Tagesgeldkonten den größten Teil Ihres Vermögens für diverse Eventualitäten horten. Die Verzinsung liegt momentan durchschnittlich bei 0,1 %. Wenn die Inflation bei ca. 2 % liegt wird ihr Geld real immer weniger. Deshalb empfehle ich dazu unbedingt eine solide Finanzplanung.

Regel 2: Die Ausnahme und die Regel: Definieren Sie klare Ausnahmen

finanzen

Kennen Sie Ihre kleinen und Ihre etwas größeren Schwächen? Der größte Unsicherheitsfaktor bei der Finanzstrategie ist leider der Faktor Mensch. Deshalb sollten Sie unbedingt klare Ausnahmeregeln für Notfälle oder andere Ereignisse definieren und diese auch strikt einhalten.

Gerade bei den Selbstständigen ist das wirklich manchmal schwer umzusetzen. Wenn gerade die Umsätze einbrechen oder etwas Unvorhergesehenes passiert, wird gerne mal die Altersvorsorge geplündert. Deshalb schätze ich persönlich die Basisrente. Da ist die Altersvorsorge auch vor mir selber sicher. Unter Kostenaspekten ist ein Direktbank-Online-Depot vielleicht günstiger, aber unter verhaltenswissenschaftlichen Aspekten hat eine Basisrente deutliche Vorteile für die Selbstdisziplin.  Außerdem ist das Thema keine Entweder-oder-Betrachtung, denn schließlich sollte man niemals alle Eier in einen Korb legen.

Regel 3: Dynamische Stabilität: Bauen Sie Kontroll-Routinen ein

Kontroll-Routine

In meiner Beratung erlebe ich häufig, dass Kundinnen und Kunden sich oft seit Jahren nicht mit Ihren Finanzen befasst haben. Vieles hat sich seitdem verändert. Doch Sie haben es nicht mitbekommen. Vielleicht wollten Sie es auch gar nicht wissen. Die Welt ist ständig im Wandel und die Dynamik wird immer stärker. Vor allem in der Finanzwelt ist das ganz stark spürbar.

Häufig sind die vor Jahren getroffenen Entscheidungen nicht mehr angemessen für die aktuelle Lebenssituation. Deshalb befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren Finanzen. Vereinbaren Sie Termine mit Ihrer Finanz- und Steuerberaterin oder ganz einfach mit sich selbst. Lassen Sie sich ausrechnen, was von Ihrer Rente nach Steuern, Krankenversicherung und Inflation übrig bleibt und setzen Sie sich mit der Thematik auseinander. Es ist wesentlich einfacher, wenn Sie für diese Fragen Routinen entwickeln und im Thema bleiben, um sich damit sicher zu fühlen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Finanzstrategie!

Herzlichst
Ihre

unterschrift_kr_v01

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie doch meinen Newsletter und empfehlen Sie mich weiter.  Ich freue mich sehr über ein Feedback. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

5 Tipps, damit es nicht „so schwer sein muss“ mit den Finanzen

Die 10 wichtigsten Schritte um Durchblick bei Ihren Finanzen zu bekommen

Das Thema Finanzen erzeugt bei vielen Menschen nicht gerade gute Stimmung. Kennen Sie das auch?

10-schritte-finanzplanViele finden das Thema schwierig und vor allem unübersichtlich. In 23 Jahren Beratungspraxis habe ich da allerlei Einblicke erhalten und weiß, wie hoch die Hemmschwelle werden kann. Gute Finanzentscheidungen zu treffen, hängt von vielen verschieden Faktoren ab und ist längst nicht nur ein mathematisches Problem sondern eher ein emotionales.

Dieses emotionale Problem wird aber leider nicht besser, wenn Sie es vor sich her schieben. Ganz im Gegenteil.

Also ran an die Buletten, wie meine Oma so schön sagte. Als kleine Orientierungshilfe habe ich für Sie diesen Leitfaden entwickelt.

  1. Schritt: Überblick verschaffen

finanzen

Leider sammelt sich heutzutage im Zeitalter der EDV mehr Papier an denn je. Für viele Menschen ist es einfach schwierig, ein vernünftiges Ablagesystem zu finden und Ordnung und Überblick in die Sache zu bringen. Manchmal ist es einfach nur eine Frage der Überwindung. Dann hilft es, sich mit kleinen Ritualen oder Belohnungen die unangenehmen Aufgaben ein bisschen zu versüßen.

Manchmal sind die Papierberge aber auch schon so hoch gewachsen, das sie unüberwindlich erscheinen. Ich finde es absolut keine Schande, sich Hilfe zu suchen, wenn gar kein Durchkommen mehr ist.   Leider ist das Thema häufig mit Schamgefühlen besetzt, aber mal ehrlich: Haben wir nicht alle unsere kleinen Schwächen? Und ist es nicht manchmal einfacher solche unangenehmen Aufgaben für andere zu machen als für sich selbst? Ich jedenfalls sortierte liebend gerne die Ordner meiner Kundinnen, aber meine eigenen………

Da ich weiß, dass gerade dieses Thema immer wieder der ganz große Hemmschuh ist, werde ich speziell dazu noch ein paar Tipps im Finanz Coaching Blog nächste Woche geben

2. Schritt: Kassensturz

Der nächste wichtige Schritt besteht dann darin, seine AusgabenKalkulation und Kosten mal zu checken. Manchmal laufen da noch teure Verträge, weil einfach vergessen wurde, sie zu kündigen. Oder bei ehrlicher Betrachtung ist das teure Abo für das Fitness-Studio dann vielleicht doch nicht mehr die richtige Entscheidung, weil Sie schon seit Monaten nicht mehr hingegangen sind. Auf diesen Punkt komme ich gleich noch einmal bei der Frage nach den Werten.

Eine große Hilfe beim Kosten-Check kann die Nutzung eines Online-Banking Programms bringen. Auch darauf komme ich gleich im nächsten Punkt nochmal.

Ein Kassensturz und Kosten-Check sollte mindestens einmal pro Jahr gemacht werden, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.

3. Schritt: Übersicht erstellen

Den finanzielle Überblick behaltenEine Übersicht ist wichtig um seine Kosten ohne viel Aufwand im Blick zu behalten. Am besten eignet sich dafür eine Tabelle. Wer nicht gerne mit Excel-Tabellen arbeitet,  kann das auch handschriftlich machen und zumindest die wichtigsten laufenden Kosten dort monatlich erfassen. Zusätzlich empfiehlt sich auch ein Haushaltsbuch für die Papierliebhaberinnen oder eine Finanz-App. Da bin ich gerade selbst am Testen und werde mich demnächst in einem Blog Artikel dem Thema widmen.

Ich selbst arbeite seit Jahren mit StarMoney und bin damit total zufrieden, weil ich damit alle meine Konten abrufen kann und immer auf dem Laufenden bin. Und eine App gibt es auch dazu. Ich empfehle dringend, mal verschiedene Wege auszuprobieren, um sich nicht unnötig mit diesem Thema rumzuquälen, bloß weil die Methode keinen Spaß macht.

4. Schritt: Die eigenen Werte definieren und prüfen

Dabei steht die Frage im Vordergrund: Was ist Ihnen wirklich wichtig? Oder mal anders herum gefragt: Ist Ihnen das  wofür Sie Ihr Geld investiert haben auch wirklich wichtig?

Kompass mit dem Wort WERTEManchmal stehen die eigenen Werte mit den finanziellen Ausgaben absolut nicht im Einklang. Wer beispielsweise großen Wert auf seine Gesundheit und Vitalität legt, aber ständig hohe Ausgaben für „Auswärts-Essen auf Junkfood-Niveau“ entdeckt, wird bei seinem Kassensturz vielleicht stutzig werden. Das setzt aber voraus, dass Sie sich auch mit Ihren Werten auseinander setzen. Auch für die Wahl Ihrer Anlagestrategie ist das Bewusstsein über die eigenen Wert wichtig. Denn Themen wie Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sollten auch dabei berücksichtigt werden. Sonst tauchen irgendwann Zweifel und führen womöglich zu Kurzschlussreaktionen.

Ich finde es jedenfalls sehr hilfreich und auch sehr wichtig, sich seine Werte von Zeit zu Zeit mal wieder bewusst zu machen. Auch die Rangfolge sollte dabei überprüft werden. Ich habe das gerade heute wieder gemacht und werde nun auch meine Ziele danach ausrichten.

5. Schritt: Ziele definieren

Finanzcoaching small 72In vielen Finanzratgebern wird noch immer empfohlen, zehn Prozent von seinem Einkommen zu sparen. Manche Leute sparen auch das, was von Ihrem Gehalt monatlich übrig bleibt. Oder sie nehmen sich es zumindest vor. Nach mehr als zwanzig Jahren Finanzberatungserfahrung muss ich sagen, dass das leider bei den wenigsten klappt. Ich glaube, dass viele Menschen das als sinnloses Sparen empfinden und sie dieser selbstauferlegte Sparzwang deshalb viel Überwindung kostet.

Ich denke, dass es psychologisch sehr viel sinnvoller ist, gezielt für seine Ziele zu sparen und das auch noch möglichst auf getrennten Konten.

Konzept: Finanzplanung und Investition Euro und Europa

So hatte einer meiner Klienten immer wieder Probleme damit, dass sein Konto überzogen war. Er entschloss sich dann im Finanz Coaching verschiedene Tagesgeldkonten einzurichten für seine Ziele. Dazu gehörten auch ein Haus-Ansparkonto für seine geplanten Renovierungsarbeiten am Haus und ein Reisekonto für seine Urlaube. Er hatte nun seine Ziele konkret vor Augen und konnte dementsprechend auch konkret darauf hinarbeiten. Außerdem hat er seine Reisepläne dann danach ausgerichtet, was sein Budget hergab. Wichtig ist aus meiner Sicht, für sich selbst den richtigen Weg und die richtige Strategie zu finden, damit das Thema Geld und Finanzen wieder oder endlich Spaß macht.

6. Schritt: Prioritäten setzen

junge frau stellt finanzplan auf

Problematisch bei der Definition der Ziele ist die Tatsache, dass unser menschliches Gehirn zukünftige Ziele  abzinst. Das heißt, dass Ziele, die in ferner Zukunft liegen deshalb keinen so hohen Stellenwert haben und meistens vernachlässigt werden. Dazu gehört vor allem die Altersvorsorge, für die in jungen oder jüngeren Jahren viel zu wenig zurück gelegt wird. Das rächt sich dann meistens später. Deshalb sollten Sie sich frühzeitig und immer mal wieder mit diesen meist ungeliebten Themen auseinander setzen. Auch wenn es etwas Überwindung kostet.

Wenn Sie Ihre Prioritäten dann klar festgelegt haben, ist es in Zukunft auch erheblich einfacher die entsprechenden Ausgaben zu bewerten und über Ihre Wichtigkeit und Höhe zu entschieden sofern es Entscheidungsspielräume gibt.

7. Schritt: Vorsorge-Analyse

Rente Rentenbescheid Einkommen im Ruhestand

In der Finanzberatung erlebe ich ziemlich häufig, dass Kundinnen oder Kunden keine Ahnung habe, wie sie bei bestimmten Ereignissen wie einer schweren längeren Krankheit oder dauernden Berufsunfähigkeit oder nach Unfall abgesichert sind. Oder sie wissen nicht, wie ihre Familie im Todesfall abgesichert ist.

Ich habe sogar schon ein paar Mal erlebten, dass Kundinnen plötzlich aus allen Wolken gefallen sind, weil sie dachten: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe ich ja. Beim Nachschauen habe ich dann festgestellt, dass die Höhe der BU-Rente nur 500 € betrug. Dafür war dann noch eine Lebensversicherung mit im Bunde, die das ganz ziemlich teuer machte und nicht wirklich nötig war.

Das größte Informationsproblem besteht meistens im Hinblick auf die Rente. Kaum jemand versteht den Rentenbescheid und weiß, was nach Abzug von Steuern, Krankenversicherung und Inflation von der Rente übrig bleibt. Durch die vielen Gesetzesänderungen in den letzten Jahren ist die ganze Thematik noch viel unübersichtlicher geworden.

Deshalb ist es absolut wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und eigene Berechnungen anzustellen oder eine Finanz- und Vorsorge-Analyse von einer Expertin oder einem Experten erstellen zu lassen.

8. Schritt: Finanz- und Vorsorgeplanung

FinanzlanungGenauso wichtig wie die Analyse ist die Planung, um wirklich Durchblick bei den Finanzen zu bekommen. Dafür gibt für einfache Hochrechnungen der Rente schon ganz gute Rechentools. Die Seite „Zinsen-berechnen“ bietet verschieden Rechner zum Ausprobieren an. Das gibt schon mal einen Eindruck davon, wie viel Geld zum Rentenbeginn benötigt wird oder wie hoch die Sparrate sein sollte.

Was der Rechner natürlich nicht leisten kann, ist eine Antwort auf die Frage, was nach Steuern, Krankenversicherung und Inflation noch von der Rente übrig bleibt. Sinnvoll ist deshalb aus meiner Sicht, sich eine ausführliche Finanzplanung erstellen zu lassen. Denn die Thematik ist doch ziemlich komplex . Dazu gibt es weitere Informationen auf meiner Homepage.

9. Schritt: To-do Listen erstellen

Meistens ergibt sich aus den vorigen Schritten eine Menge an Aufgaben und Maßnahmen, die nun anstehen. Deshalb ist es wichtig jetzt auch ins Handeln zu kommen und die anstehenden Aufgaben nicht auf die lange Bank zu schieben. Egal ob auf Papier oder am PC, Hauptsache erfassen und möglichst auch gleich noch Termin oder Fristen setzten. Bis wann wollen Sie den Termin bei der Rentenversicherung oder bei Ihrer Finanzberaterin machen? Bis wann wollen Sie das neue Konto eingerichtet haben? Oder welche Maßnahme stehen bei Ihnen an und bis wann sollen diese durchgeführt werden.

Wer lieber mit dem PC oder Tablett solche Dinge erledigt, kann mit Outlook, dem Google Kalender oder speziellen Programmen wie beispielsweise Everest arbeiten, das ich gerade selbst noch teste. Wichtig ist einfach, die Dinge nicht wieder aus dem Blick zu verlieren.

10. Schritte: Jahresbilanz ziehen

Eine Jahresbilanz zu ziehen finde ich absolut wichtig. Zum einen können Sie überprüfen, welche Finanzentscheidungen oder geplanten Maßnahmen, sie wirklich umgesetzt haben. Zum anderen sehen Sie, was jetzt unbedingt in nächster Zukunft noch erledigt werden sollt. Es dient auch dazu, nochmal zu schauen, ob Sie mit Ihren Finanzentscheidung und Vorhaben, wirklich Ihren Werten und Zielen entsprochen haben. Denn manchmal sind ganz andere Dinge wichtig, die vorher noch gar nicht so bewusst waren.

Oder es gibt ein Problem mit der „Prokastination“, wie das jetzt so schön auf Neudeutsch heißt. Damit ist die Aufschieberitis gemeint, also dass Phänomen, dass Menschen wichtige Dinge immer wieder vor sich schieben und dann viel zu spät oder unter Umständen gar nicht erledigen. In solchen Fällen kann professionelle Unterstützung hilfreich sein, wie beispielsweise ein Coaching. Manchen Menschen hilft auch bei schwierigen Themen ein Kurs, der vielleicht in der Volkshochschule angeboten wird oder eine Selbsthilfegruppe. In jedem Fall ist es wichtig, das Problem anzugehen. Manchmal reichen schon wichtige Impulse.

Frau mit blonden Haaren hat gewonnenDoch wenn Sie schon beim 10. Schritt angekommen sind, dann sollte dem eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Vielleicht hilft jetzt einfach mal ein bisschen Selbstwertschätzung und Anerkennung für das bisher Geleistete, damit es wieder weiter geht. Auch wenn Sie bisher nur ein oder zwei Schritte angegangen sind, empfehle ich Ihnen ganz dringend, sich auch dafür anzuerkennen, denn aller Anfang ist bekanntlich schwer. Auch hier lohnt es aus meiner Sicht unbedingt,  über die eigenen Erfolge Buch zu führen, damit dieses ungemein wichtige Thema nicht untergeht. Ich nutze am liebsten ein schönes gebundenes Büchlein in dem fast regelmäßig notiere, wofür ich mich anerkenne. Das ist eine schöne Motivation.

Ich freue mich sehr auf Ihr Feedback. Vor allem, wenn dieser Beitrag ein kleiner Impuls war, der etwas in Rollen gebracht hat.

Herzlichst
Ihre

Kornelia Rendigs

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann abonnieren Sie doch meinen Newsletter und empfehlen Sie mich weiter. Vielen Dank!

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.