10 Tipps für finanziell erfolgreiche Visionen

Visionen und Lebensziele spielen eine bedeutende Rolle im Leben. Doch reicht das auch, um finanziell erfolgreich zu sein? Sind Visionen quasi Selbstläufer oder sind sie eher Träumereien, die Sie letztendlich arm machen? Genau hier scheiden sich wie immer die Geister.

Laut Erich Fromm sind Menschen ohne Visionen kaum bereit sich anzustrengen und auch Goethe war ja der Meinung, dass Ihnen mit der richtigen Fokussierung das Ziel schon von selbst entgegen kommt.

Ganz anders dagegen äußerte sich der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt mit seinen bekannten Worten:

„Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen.“

Was ist also dran an den Visionen? Sind Sie wirklich immer hilfreich? Diese Frage muss geklärt werden. Deshalb hatt ich in der „5-Schritte-Strategie für Finanz-Erfolg“ die Überprüfung der Visionen und Lebensziele auf die Agenda gesetzt.

Was also bewirken Visionen?

Wenn Sie eine Lebensvision haben, sehen Sie viele Dinge klarer. Sie kommen ins Tun und agieren statt zu reagieren. Mit einer Lebensvision fällt es Ihnen wahrscheinlich leichter, Entscheidungen zu treffen. Sie haben eine größere Motivation und einen stärkeren Antrieb. Demzufolge können Sie dann auch besser Ihre finanziellen Ziele planen.

Voraussetzungen für motivierende Visionen

Psychologinnen der technischen Universität München fanden in ihren Forschungen heraus, dass Visionen eine starke motivierende Kraft erfüllen, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Die Vision sollte bildlich gut vorstellbar sein
  2. Die Vision sollte mit den unbewussten Motiven eines Menschen übereinstimmen.

Was Visionen nicht leisten können

Wenn Sie also mit Ihren bewusst entwickelten Visionen gegen Ihre (unbewussten) Motive handeln, kann das zu inneren Konflikten führen.  Vielleicht erinnern Sie sich noch.  Dazu ein Beispiel:

Nehmen wir mal an, Sie sind sehr sportlich. Sie sind eine ziemlich gute Tennisspielerin. Allerdings ist das Motiv Leistung bei Ihnen eher gering ausgeprägt. Deshalb sind Sie absolut kein Wettkampf-Typ. Sie mögen lieber gemütliche Punktspiele mit den Freundinnen aus der Mannschaft .

Eine Karriere als Profi-Tennisspielerin würde Sie unter diesen Voraussetzungen wahrscheinlich nicht glücklich machen. Vielleicht könnten Sie trotzdem sportlich und auch finanziell erfolgreich werden. Doch wahrscheinlich wäre der Preis hoch. Er könnte innere Unzufriedenheit bis hin zur Depression bedeuten.

Eine Karriere als Solopreneurin  wäre auch nicht die beste Entscheidung, wenn Sie ein starkes Anschluss-Motiv haben. Sitzen Sie die meiste Zeit allein in Ihrem  Homeoffice, besteht nämlich die Gefahr, dass Sie dort allmählich vereinsamen. Das kann dann auch der finanzielle Erfolg auf Dauer nicht kompensieren.

Gelingen kann es aber dann wiederum, wenn Sie auch noch Familienmanagerin sind und sich beim Arbeiten mitten im Gewusel Ihrer Lieben so richtig wohl fühlen. 😉

Visionen können also viel bewirken. Wunder dauern etwas länger. 😉 Klick um zu Tweeten

Wann Visionen auch demotivieren können

Visionen können auch das Gegenteil bewirken. Sie sind total demotivierend, wenn sie sehr unrealistisch ausgestaltet werden.

Wozu sollte Ihnen Ihr Verstand bei unerreichbaren Visionen den Auftrag „Mühe geben  und anstrengen“ erteilen? Das wäre doch nur Energieverschwendung.

 

 

So haben jüngst Studien zum Thema Abnehmen gezeigt, dass diejenigen Teilnehmer viel früher aufgegeben hatten, die vorher die höchsten und vor allem unrealistischen Erwartungen an ihren Traum-Körper hatten. Die Realistischen hatten mehr Durchhaltevermögen und damit auch mehr Erfolg.

Wer Visionen wahr machen will, muss auch beharrlich und diszipliniert sein. Vor allem bei Misserfolgen oder in Krisenphasen, immer wieder aufstehen zu können, gehört ebenfalls dazu.

Genau deshalb können Sie sich meines Erachtens diese Tschakka-Erfolgs- und Motivations-Großveranstaltungen nach amerikanischem Modell sparen. Was nützt es Ihnen, viel Geld zu investieren, um in einer aufgeheizten Masse auf den eigenen Stuhl zu steigen und die Arme in die Luft zu reißen?

Zu Hause wird ihr Verstand sich melden und Sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Nur wenn Ihr Verstand, nicht an Ihre Fähigkeiten und Talente glaubt und zu der Sorte Miesmacher und Nörgler gehört, dann sollten Sie Maßnahmen ergreifen. 😉

Die eigene Vision finden Sie wahrscheinlich eher in einer ruhigen Stunde, wenn Sie ganz bei sich selbst sind. Und zum Erfolg gehören dann auch Diziplin, Selbstreflektion und Beharrlichkeit.

10 Tipps für Ihre finanziell erfolgreichen Visionen

1. Tipp: Vision Board – Wie Sie innere Bilder für Ihre Visionen entwickeln

Gerade für Frauen ist es meiner Erfahrung nach sehr hilfreich, mit inneren Bildern zu arbeiten. Mit diesen Bildern im Gepäck können Sie dann sehr inspiriert Ihre finanziellen Ziele definieren. Sie können sich vor allem mit Ihren Zielen dann auch identifizieren.

In meinen Workshops und im Finanz Coaching ermutige ich die Teilnehmerinnen häufig, Visionsbilder zu malen oder Vision Boards zu erstellen. Dazu möchte ich Sie auch ermutigen. Im Internet finden Sie zahlreiche Anleitungen und Tipps für die Erstellung.

Ich muss gestehen, dass ich in Sachen Vision Board immer noch zur analogen Fraktion gehöre. Ganz Old School mit Zeichenblock, Schere, Stiften, Pinseln, bunten Farben und bunt bebilderten Zeitschriften bewaffnet, habe ich schon beim Erstellen meines Vision Boards wahre Glücksmomente. 😉

Trotzdem finde ich die elektronische Erstellung mit Online-Software oder App auch total spannend. Ich denke, das werde ich demnächst auch noch mal ausprobieren. 😉

2. Tipp:  Wie Sie schriftliche Bilder Ihrer Visionen erzeugen

Wenn Basteln und Malen nicht so Ihr Ding ist, können Sie auch eine schriftliche Visionen verfassen. Stellen Sie sich vor, anlässlich Ihres 70. Geburtstages wird in der Lokalpresse oder in einer überregionalen Zeitung ;-), je nachdem wie Ihre Vision aussieht, ein Interview mit Ihnen abgedruckt. Was würden Sie rückblickend berichten? Welche großen oder kleinen Erfolge hatten Sie? Wie hat sich all das finanzielle ausgewirkt?

Überlegen Sie sich auch einmal, welche Menschen heute Ihre Vorbilder sind. Was bewundern Sie an diesen Menschen? Welche Fähigkeiten hätten Sie auch gerne? Welches Verhalten macht diese Menschen so anziehend? Wo können Sie Gemeinsamkeiten mit sich selbst, Ihren Werten und Überzeugungen finden? Mit wem würden Sie gerne tauschen? Welche Gründe gibt es dafür?

3. Tipp: Umsetzbarkeit prüfen

Wie ich schon oben geschrieben habe, hängt das Gelingen Ihrer Vision sehr stark davon ab, ob sie auch realistisch umsetzbar ist. Oft sind die Grenzen in der ersten Euphorie nicht gleich sichtbar. Aber meist tauchen die ersten Zweifel schon nach ein paar Tagen oder Wochen auf. Dann zeigt sich auch, wie kraftvoll Ihre Vision wirklich wahr oder ob Sie nur der Vision eines anderen Menschen gefolgt sind.

4. Tipp: Prüfen, ob die Vision zu Ihrem Grundmotiv passt oder zumindest damit vereinbar ist

Zum Thema Grundmotiv hatte ich bereits im letzten Blog ausführlich geschrieben. Es ist wichtig für Ihren finanziellen Erfolg, dass hier die Passung stimmt. Wahrscheinlich würden Sie mit eisernem Willen und Disziplin sogar Ihre finanziellen Ziele noch umsetzen können. Doch glücklich würden Sie damit sicherlich nicht werden. Schlimmstenfalls können solche inneren Konflikte, Sie auf Dauer sogar krank machen.

5. Tipp: Visionen schnellstmöglich in Ziele umsetzen

Visionen versinken oft im Tagesgeschäft, wenn sie nicht gepflegt werden. Manchmal ist schon wundersam, wie sie sich doch erfüllen, ohne dass etwas dazu beigetragen wird. . Trotzdem sollten Sie schon die Tür einen Spalt öffnen, wenn der Bote mit der Bestellung vom Universum kommt. Manche Visionen werden auch nicht eintreten – zumindest nicht in diesem Leben, wenn Sie nicht ein bisschen mithelfen. 😉

6. Tipp: konkrete Maßnahmen planen

Beim Thema Mithelfen sind wir dann auch schon bei den konkreten Maßnahmen. Eine Olympia-Goldmedaille ist sicherlich auch schon für viele Sportler eine große Vision gewesen. Doch keine oder keiner von diesen Sportlern hätte je eine Goldmedaille ohne Training, Fleiß, Ausdauer, Beharrlichkeit und Disziplin erreichen können.

Deshalb ist es auch für Ihre Visionen wichtig, dass Sie diese jetzt in eine Strategie umsetzen und konkrete Maßnahmen ergreifen.

7. Tipp: Unterstützung suchen

Es ist immer wieder unglaublich, wie hilfreich und ermutigend Austausch und Unterstützung ist. Ich sitze regelmäßig mit meiner Accountability-Partnerin zusammen. Einen tollen Beitrag zu diesem Thema hat Claudia Kauscheder verfasst.

Es lohnt sich den Artikel zu lesen. Übrigens habe ich erst in ihrem Podcast erfahren, dass ich eine Accountability-Partnerin habe. Den Ausdruck kannte ich vorher nicht. 😀

8.Tipp: Freundschaft mit den Zahlen schließen

Ich weiß, dass Mathe für viele Frauen ein echtes Alptraumthema ist. Ich erinnere mich noch gut an meine Abi-Mathe-Lerngruppe und meine verzweifelten Versuche, drei Mathe-Totalverweigerinnen die Kurvendiskussion zu erklären. Leider läuft da heutzutage noch mindestens genauso viel falsch in den Schulen, wenn nicht noch schlimmer. Doch finanzieller Erfolg hat auch immer etwas mit Zahlen zu tun. Egal ob es die Ruhestandsplanung oder die finanzielle Planung Ihrer Weltreise ist, ..

… finanziell erfolgreich planen, heißt Malen nach Zahlen. 😉 Klick um zu Tweeten

Deshalb suchen Sie sich Unterstützung. Lassen Sie sich beim Planen coachen oder lassen Sie andere rechnen. Der goldene Mittelweg ist aus meiner Sicht immer die optimal Mischung. Im Zeitalter der Computer und Exceltabellen, lässt sich vieles einrichten und dann langfristig nutzen. Sie müssen ja die Software nicht selber programmieren. 😉

9. Tipp: die eigene (finanzielle) Risikobereitschaft

Die Risikobereitschaft spielt bei allen Unternehmungen eine große Rolle. Bei der Umsetzung Ihrer Vision ist vor allem Ihre finanzielle Risikobereitschaft wichtig. Das Problem dabei: Menschen verschätzen fast immer mit ihrer finanziellen Risikobereitschaft. Gerade Frauen unterschätzen ihre Risikobereitschaft häufig. Diese Unkenntnis über die eigene Risikobereitschaft und die Verunsicherung bei Finanzthemen und Zahlen lässt so manche Visionen in Schubladen und in der Versenkung verschwinden. Schade eigentlich. 😉

Aus diesen Gründen arbeite ich seit Jahren schon mit dem FinanMetrica Risikoprofiler und habe damit sowohl im Coaching als auch in der Ruhestands- und Finanzplanung super gemacht.

10. Tipp: Controlling und Kurskorrekturen

Controlling ist – ganz ehrlich- auch nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Höchstens, wenn es darum geht, die Fehler anderer zu suchen. 😉 Aber mal Scherz beiseite, ohne Controlling geht es nicht. Gerade bei den finanziellen Angelegenheiten, ist es unumgänglich, die Entscheidungen der Vergangenheit regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. In der aktuellen Niedrigzinsphase müssen viele Entscheidungen überdacht werden

Kurskorrekturen sind in den seltensten Fällen ganz vermeidbar. Das Leben hält sich nun mal nicht immer an den Plan. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig einzugreifen und wenn möglich umzulenken oder gegen zu steuern. Manchmal hilft auch nur Abwettern und Aussitzen. Oder wie es so schön heißt: Aufstehen, schütteln, weiter machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Inspiration, Kreativität und Commitment für Ihre finanziell erfolgreichen Visionen und Lebensziele.

Herzlichst
Ihre

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Das Esel-Möhren Prinzip – Oder warum finanzielle Ziele ohne Motivation nicht funktionieren

Kennen Sie schon das Esel-Möhren Prinzip oder können Sie sich vorstellen, warum finanzielle Ziele ohne Motivation nicht (gut)  funktionieren?

Egal wie Sie diese Frage jetzt beantworten, es lohnt sich dieses Thema  genauer unter die Lupe zu nehmen.

Deshalb geht es im heutigen Blog nicht nur um Ihre finanzielle Ziele, sondern um das, was Sie wirklich motiviert und Ihre Ziele beeinflusst.

Reichen finanzielle Ziele als Motivation?

Viele erfolgreiche Menschen hatten ein großes Ziel vor Augen. Das elektrische Licht oder die Mobilität durch Eisenbahn und Auto sind Beispiele dafür.  Oft waren die  finanziellen Beweggründe dabei sogar nebensächlich. Der finanzielle Erfolg war quasi ein Nebeneffekt.

Andererseits ist es ganz ohne finanzielle Motivation auch unmöglich, finanziell erfolgreich zu sein. Viele Künstler waren erst nach ihrem Tod erfolgreich. Davon profitierten dann die Erben.

In der Praxis habe ich häufig erlebt, dass Menschen auf der Suche nach finanziellem Erfolg, immer wieder finanzielle Ziele formulierten. Doch fehlt Ihnen dabei die Motivation, war es schwierig, am Ball zu bleiben . Oft wurden die Ziele dann auch nicht umgesetzt.

Warum innere Konflikte Ihre finanziellen Ziele gefährden

Nicht alle Menschen sind gleichermaßen durch finanzielle Anreize zu motivieren. Wenn Ihre finanziellen Ziele gegen Ihre Motive oder gegen andere persönliche Ziele verstoßen, löst das auf Dauer sogar innere Konflikte aus. Solche inneren Konflikte können dazu führen, dass Sie sich trotz Erreichen Ihrer finanziellen Ziele, irgendwann unzufrieden oder sogar erschöpft und ausgebrannt fühlen.

Eine besondere Rolle dabei spielt die Wirkung, die Geld auf das menschliche Gehirn ausübt. Bevor wir uns also Ihren Motiven zuwenden, schauen wir uns erst einmal diesen Wirkungsmechanismus und seine Gefahren an.

Was Geld in Ihrem Gehirn auslösen kann

Je nachdem, welche Funktion Geld im Rahmen Ihrer Motive spielt, kann es durchaus eine stimulierende Wirkung auf Ihr Belohnungszentrum im Gehirn haben. Zumindest haben Hirnscans das bewiesen.

Das Gehirn reagiert beim Erhalt von Geld ähnlich, wie bei der Einnahme von Drogen. Klick um zu Tweeten

Die Konsequenzen sind verheerend, denn Geld beeinträchtigt das Urteilsvermögen ganz gravierend. Entscheidungen werden weniger rational getroffen und die Risikobereitschaft wächst.

Wie Geld zur Droge wird und Sucht erzeugt

Das Fatale dabei ist außerdem, dass der Belohnungseffekt sehr schnell wieder verpufft. Mit der Zeit gewöhnt sich das Gehirn an den mit dem Geldeingang verbundenen Belohnungseffekt. Es schreit nach mehr. Für den nächsten Rausch braucht es dann noch mehr “Stoff”. Nach und nach entsteht eine regelrechte Sucht.

Solche Erfahrungen werden immer wieder in Vertriebsstrukturen und Organisationsformen gemacht, in denen umsatzabhängige Vergütungsmodelle praktiziert werden. Deshalb können finanzielle Anreize alleine kaum dauerhaft motivieren, da sie sich immer wieder in kürzester Zeit abnutzen. Die Wirkung verpufft immer schneller. Es entstehen ein Gewöhnungseffekt und das Bedürfnis nach einer höheren Dosis.

Warum ohne Motivation die Esel-Möhren Falle droht

Dieses Phänomen für die künstlich geschaffene Motivation mit quasi unerreichbaren Belohnungen wird auch Möhren-Prinzip genannt. Es steht für die Metapher vom faulen und dummen Esel, dem zur Motivation eine Möhre deutlich sichtbar, aber für ihn auch unerreichbar, vor die Nase gebunden wird. Das Ziel dabei ist, dass der Esel immer schön hinter der Möhre herläuft und in Bewegung bleibt. Schlussendlich wird er irgendwann vor Erschöpfung zusammen brechen.

Genau das, soll Ihnen natürlich erspart bleiben!

Sein Sie keine Eselin und lassen Sie Geld nicht zu Ihrer Möhre werden! Klick um zu Tweeten

Genau dieses Esel-Möhren Prinzip passiert nämlich, wenn Sie sich ganz bewusst finanzielle Ziele setzen, ohne sich über Ihre Motive bewusst zu sein. Oder wenn Sie sogar ganz bewusst gegen Ihre Motive verstoßen und Zielkonflikte in Kauf nehmen.

Fazit:

Vermeiden Sie das Möhren-Prinzip bei der Formulierung Ihrer finanziellen Zielen. Klick um zu Tweeten

Welche Grundmotive Sie kennen sollten, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen

  1. Wenn Sie also nicht irgendwann in der Esel-Möhren Falle landen wollen, wäre eine Tätigkeit, die Ihrer  intrinsischen Motivation entspricht, der Idealzustand. Das ist diese natürlich Motivation, die von innen kommt. Vielleicht kennen Sie das von Tätigkeiten, bei denen Sie wirklich alles um sich herum vergessen.

Sie arbeiten dann in höchster Konzentration und sind im Flow. Äußere Motivation brauchen Sie gar nicht mehr. Denn diese Tätigkeit ist für Sie selbstbelohnend. 

Sicherlich ist dieser Idealzustand nicht immer umsetzbar. Doch es ist wichtig, nicht völlig gegen die eigenen Motive zu handeln. Deshalb empfiehlt es sich, diese Motive anzuschauen.

Zu den grundlegenden menschlichen Motiven zählen in der Motivationspsychologie nach Maslow die folgenden drei

  Grundmotive:

I. Anschluss

II. Macht

III. Leistung

Anschluss ist das Streben nach sozialer Nähe, Geborgenheit, Freundschaft und Zuneigung. Das Macht-Motiv ist gekennzeichnet durch Eigenschaften, wie Status, Einfluss, Kontrolle und Dominanz. Beim Motiv Leistung geht es um persönliche Erfolge, um Wettbewerb und um hohen Ehrgeiz bei der Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen. Auch die Steigerung von Status und Bekanntheit können eine Rolle spielen.

Um Ihre finanziellen Ziele erfolgreich umsetzen zu können, ist es also wichtig, dass Sie Ihr Grundmotiv kennen. Nur dann können Sie vermeiden, dass die Tätigkeit Ihnen eigentlich widerstrebt und die Erfolgschancen gering sind.

Zur Erforschung der eigenen Grundmotive finden Sie  hilfreiche Informationen und einen  Selbsttest im Blog von  Businness-Coach Jürgen Zirbik.

Warum Ihre finanziellen Ziele und Motive zusammen passen sollten

Hirnforscher und Psychologen unterscheiden zwischen unbewussten und bewussten Motiven. Die unbewussten Motive entwickeln sich meist in der frühen Kindheit und sind deshalb nicht erinnerungsfähig.

Bewusste Motive dagegen sind von Ihnen ganz klar gewählte oder von außen gesetzte Ziele. Wenn diese unbewussten und bewussten Ziele nicht vereinbar sind, sprechen Wissenschaftler von Inkongruenz. Dann kann es passieren, dass Sie auf Dauer vielleicht Ihre– ganz bewusst gesetzten –finanziellen Ziele zwar erreichen. Sie werden aber damit nicht glücklich.

Die finanziellen Belohnungen können die Unzufriedenheit nicht ausgleichen. Sie werden womöglich depressiv und krank dabei. Deshalb ist die Vereinbarkeit von Zielen und Motiven für dauerhaften finanziellen Erfolg eine wichtige Voraussetzung.

Viele Menschen leiden unter genau diesem Problem. Vor allem wenn die finanziellen Zielen von „oben“ diktiert werden, wird das als Druck empfunden. Das kann die Bonus-Zahlung im Dezember dann auch nicht kompensieren. Denn im Januar schon fängt der Druck von vorne an.

Die Vereinbarkeit oder Kongruenz Ihrer finanziellen Ziele und Motive ist auch noch aus einem anderen Grund bedeutsam. Sie ist nach Albert Banduras Konzept der Selbstwirksamkeit die Voraussetzung für Ihren Erfolg.

Selbstwirksamkeit und Realitätsorientierung als Erfolgsfaktoren

Selbstwirksame Menschen zeichnen sich durch ihre sogenannte Persistenz aus. Das ist die Hartnäckigkeit, mit der sie Ziele verfolgen, deren Erreichung eine hohe Belohnung versprechen. Dabei ist die Belohnung aber nicht unbedingt im Erreichen des gesetzten finanziellen Ziels zu sehen. Menschen die eine hohe Leistungsorientierung haben, empfinden die Belohnung vielmehr dadurch, dass sie eine große Herausforderung gemeistert haben.

Im Gegensatz zu selbstwirksamen Menschen sehen sogenannte Vermeider in den Herausforderungen eher eine Bedrohung oder Gefahr, die sie lieber vermeiden. Vermeider gehen vermeintlichen Gefahren lieber aus dem Weg.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Selbstwirksamkeit ist die Realitätsorientierung. Sie können nämlich sehr hartnäckig Ihre finanziellen oder andere Ziele verfolgen. Sie merken dabei aber gar nicht, dass diese Ziele quasi unerreichbar sind oder dass die Ziele gar nicht lohnenswert sind.

Die Esel-Möhren Vermeidungsstrategie

Wenn Sie in Zukunft also  finanziell erfolgreich sein und trotzdem nicht in der Esel-Möhren-Falle enden wollen, brauchen Sie die richtige Strategie. Wichtig ist, dass Sie Ziele und Tätigkeiten finden, die Ihren Grundmotiven wenigstens nicht völlig entgegenstehen.

Optimal ist natürlich eine Arbeit, die Sie mit Leidenschaft und Motivation ausüben. Das wird nicht immer hundertprozentig umsetzbar sein. Doch wenn es völlig in die falsche Richtung läuft, wird Sie das irgendwann krank machen.

Umgekehrt funktioniert es allerdings auch nicht. Wenn Ihre Leidenschaft wenig Chancen zum Geld verdienen bietet, dann wird es mit den finanziellen Ziele wiederum nicht klappen.

Deshalb gilt es die richtige Balance zu finden und womöglich einen Kompromiss zu schließen. Diese 3 Schritte können dabei helfen:

Wie Sie mit diesen 3 Schritten  die Esel-Möhren-Falle vermeiden

  1. Schritt:

    Machen Sie sich Ihre Grundmotive bewusst und schauen Sie, was Sie antreibt und motiviert.

  2. Schritt:

    Suchen Sie nach Zielen und Tätigkeiten, mit denen Sie sowohl Ihre Grundmotive befriedigen und finanziell erfolgreich sein können.

  3. Schritt:

    Definieren Sie Ihre persönlichen und finanziellen Ziele.

Wie Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen formulieren und diese auch erfolgreich umsetzen können, lesen Sie im nächsten Blog. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Motiv-Forschung und kreative Momente für Ihre Zielplanung.

 

Haben Sie konkrete Fragen zur finanziellen Zielplanung?
Welche Schwierigkeiten und Hürden gibt es für Sie?
Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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