Kennen Sie Ihr finanzielles Risikoprofil?

Wer Geld anlegt oder Kredite aufnimmt, dem geht es, wie im Verkehr. Er muss mit jeder Lage klar kommen. Sowohl an den Märkten wie auch in unserem Leben herrscht mal freie Fahrt, mal Stau und mal Chaos.

Wer sich selber richtig einschätzen kann, vermeidet Kurzschlussreaktionen. Es bringt wenig ständig, die Spur zu wechseln. Und es ist äußerst ungesund, in voller Fahrt aus einem fahrenden Auto zu springen.

In Stress-Situationen zeigen wir oft unser wahres Ich. Dafür müssen wir uns nicht schämen. Wer sich selber gut einschätzen kann, der hat ein solides Fundament und kann mit solchen Situationen souverän umgehen.

Risikoprofil

Es ist gut, sein Risikoprofil zu kennen:

 

Die eigene Risikobereitschaft richtig einzuschätzen.

Die Risikowahrnehmung zu steuern

Die eigene Situation richtig einzuschätzen:

Welches Risiko kann ich tragen ohne zu viel auf’s Spiel zu setzen (Risikotragfähigkeit)?

Oder umgekehrt:

Welches Risiko muss ich eingehen, um überhaupt eine Chance zu haben, mein Ziel erreichen zu können (benötigtes Risiko)?

Sich selber gut einschätzen: Finanzielle Risikobereitschaft

 

Stress Level 1

 

Der Umgang mit Risiko löst Emotionen aus. Unsere Risikobereitschaft wird in der Kindheit geprägt. Auch wenn in Familien gilt „Über Geld spricht man nicht.“, so sind Kinder doch hervorragende Beobachter. Vieles, was uns heute prägt im Umgang mit Geld, haben wir uns von unseren Eltern abgeschaut.

Es gelingt uns selten, unsere finanzielle Risikobereitschaft selber gut einzuschätzen. Das hängt damit zusammen, dass wir falsche Schlüsse ziehen: Wer vom Zehnmeter Brett springt kann trotzdem ein sehr vorsichtiger Anleger sein. Und das unsere Einschätzung von unserer Wahrnehmung verzerrt wird. Das Phänomen, Risiken zu über- oder unterschätzen haben wir bereits an anderer Stelle ausgeführt.

 

Angstfrei in der Risiko-Komfortzone

 

Finanzielle Risikobereitschaft – auch Risikotoleranz genannt – zeigt nicht nur Ihre Fähigkeit mit Risiko umzugehen, sondern auch das Ausmaß von Ängsten.

Risikotoleranz lässt sich definieren,
als das Ausmaß in dem Personen bereit sind Risiken einzugehen, in Erwartung eines besseren Ergebnisses.

Finden Sie für sich die richtige Balance. Wir sprechen hier von Ihrer Risiko-Komfortzone.

Zu geringes Risiko bedeutet: Sie lassen Chancen aus.
Zu hohes Risiko bedeutet: Angst, womöglich Panikreaktionen.

Finanzielle Risikobereitschaft messen

 

Unsere finanzielle Risikobereitschaft ist ein relativ konstantes Merkmal Ihrer Persönlichkeit. Gewöhnlich bleibt sie ein Leben lang gleich, mit der Tendenz im Alter etwas zu sinken.

Es lohnt sich für Sie, Ihre finanzielle Risikobereitschaft zu kennen. Sie lässt sich messen. Ihren Wert können Sie mit dem anderer Anleger vergleichen. Dazu dient die Normalverteilungskurve. Mittlere Werte sind relativ häufig, aber auch extreme Werte sind ganz „normal“. Denn es ist „normal“, dass wir Menschen unterschiedlich sind. Es ist klug, dies bei der Anlage zu berücksichtigen.

Risiko-Profil

 

Was bringt Ihnen wissenschaftlich fundiertes Risikoprofiling?

 

Es bedarf fundierter Kenntnisse in Psychometrik, vieler Testergebnisse und großer Erfahrung, um valide und verlässlich zu messen. Weltweit führend ist der australische Anbieter FinaMetrica.

„Wie leicht können Sie sich anpassen, wenn finanziell etwas schief läuft?“

„Wenn Sie an das Wort „Risiko“ denken, welches Wort fällt Ihnen als erstes ein?“

„Um wieviel dürfte der Gesamtwert Ihrer gesamten Investitionen sinken, bis Sie sich unwohl fühlen?“

Die Antworten auf diese und weitere Fragen ergeben ein Gesamtbild. Ihr Finanzberater kann überprüfen, wie realistisch Ihre Erwartungen sind. Die Antworten auf die Fragen sind gute Anknüpfungspunkte für ein vertieftes Gespräch.

Aufgabe Ihres Finanzberaters ist es, Ihnen ein Portfolio vorzuschlagen, dass Ihrer finanziellen Risikobereitschaft und Ihren Ertragserwartungen entspricht. Bevor es an die Umsetzung geht, sollten Sie und Ihr Finanzberater einen Blick auf Ihre konkrete Situation werfen.

Risikoprofil

Die Eigene Situation richtig einschätzen

 

Risikotragfähigkeit

Wieviel Risiko kann ich mir leisten?

Im Kontext Ihrer Finanzen: Können Sie sich das Risiko leisten, ohne dass es Sie stark beeinträchtigt:

  • Sie Ihren Lebensstandard einschränken müssten
  • Kredite nicht mehr zurückzahlen könnten
  • Sie auf die Hilfe anderer angewiesen wären

Meist besitzen wir ein gutes Gefühl dafür, was nicht passieren darf.

 

Aber auch die umgekehrte Frage nach dem benötigten Risiko ist zu stellen:

Wieviel Rendite (und damit Risiko) benötigen Sie, um Ihr Ziel zu erreichen?

Dahinter steckt die Erkenntnis, dass je höher die angestrebte Rendite, je höher das Risiko.


Die Vermögensformel:
Vermögen (Ziel) = Kapital x Zeit x Zins


Können Sie nicht mehr Geld zur Seite legen oder länger sparen, bleibt Ihnen ggf. nur noch das Risiko zu erhöhen, wenn Sie Ihr Ziel nicht gleich aufgeben wollen.

So ermitteln Sie Ihr persönliches Risikoprofil:

In vier Schritten zu einer angstfreien Anlage

  1. Schritt

Ermitteln Sie zunächst Ihre finanzielle Risikobereitschaft mit einem wissenschaftlich fundierten Risikoprofiling-Test.

  1. Schritt

Werfen Sie mit Ihrem Finanzberater einen Blick auf Ihre konkrete Situation. Prüfen Sie Ihre Risikotragfähigkeit bzw. Ihr benötigtes Risiko.

  1. Schritt

Wählen Sie ein konkretes Portfolio und ausgehend von 1) und unter Berücksichtigung von 2). Es sollte in Ihrer Komfortzone

4.Schritt

Steuern Sie Ihre Wahrnehmung. Schauen Sie regelmäßig, aber nicht zu oft auf die Kurse. Relevant ist nicht, wie sich jedes einzelne Wertpapier entwickelt, sondern Ihr Vermögen in Summe. Meiden Sie den „Nachrichtenlärm“.

Ihr Risikoprofil hilft Ihnen, sich und andere besser zu verstehen. Gerade, wenn Sie gemeinsam mit einem Partner und/oder einem Finanzberater Finanzentscheidungen treffen, ist Risikoprofiling besonders wertvoll. Hierzu mehr im nächsten Artikel in vierzehn Tagen.

Der Artikel ist Teil unseres gemeinsamen Blog-Projekts „Risiken verstehen und besser entscheiden“ von Kornelia Rendigs “finanzcoaching-bremen.de” und Lothar Schmidt Die private Finanzentscheidung

Herzlichst

Kornelia Rendigs

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

 

Von Angsthasen und Helden

BLOG-Serie: Risiken verstehen und besser entscheiden

Wussten Sie eigentlich, dass die Risikobereitschaft bei unterschiedlichen Menschen auch sehr unterschiedlich ausgeprägt ist?

O.k. das war jetzt eher eine rhetorische Frage.

Hase Kaninchen Vektor von der SeiteJa natürlich kennen wir alle die „Angsthasen„, die sich früher nicht mal trauten, vom Startblock zu springen und die „Tollkühnen„, die gleich auf den Fünfer kletterten. Die  „Mutigen“ waren meist solange die „Helden“ bis sie sich mal wehgetan hatten. Dann waren sie plötzlich nur noch die Leichtsinnigen oder …… – was auch immer.

Schwarz-Weiss Denken

Offensichtlich lieben wir Menschen Schubladen, Kategorien und Extreme. Das macht das Leben einfacher. Und wir neigen ein bisschen zu Schwarz-Weiß-Malerei. Kennen Sie das auch? Ich will mich davon nicht frei sprechen. Das scheint in den Genen zu stecken. Wahrscheinlich war das in der Steinzeit wichtig, um blitzschnell lebenswichtige Entscheidungen treffen zu können.

Angst und Gier

vector illustration of a smiling financial shark and a frightened piggy bank

So ähnlich ist es nun auch bei der Geldanlage.  Auch da gibt es vemeintlich „ängstliche“ und „mutige“ Anlegerinnen. Gewinner sind meistens die Mutigen, weil sie höhere Renditen erzielen. Meistens –  nicht immer. Wenn Sie eine  Bauchlandung machen, dann heißen sie schnell die „Gierigen“.

Denn an der Börse wird zwischen „Angst“ und „Gier“ unterschieden. Obwohl da auch noch ganz andere Faktoren zum Tragen kommen. Das hatte ich in meinem Artikel zum Herdentrieb bereits beschrieben. Menschen laufen mit der Herde, weil sie sich dort sicher fühlen, nicht nur aus Gier.

Der blinde Fleck

Von Angst zum Mut als Konzept auf einem Straßenschild

Doch zwischen „schwarz“ und „weiß“ oder“ Angst“ und „Mut“ oder wie auch immer Sie es nennen , liegen viele verschiedene Nuancen. Und genau hier liegt der blinde Fleck. Die Risikobereitschaft – auch die finanzielle – ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Sie ist quasi angeboren, wie die Augen- oder Haarfarbe oder das Temparament.

Deshalb können Sie sich auch eine höhere Risikobereitschaft nicht antrainieren. Das wäre so, als wollten Sie sich eine andere Haarfarbe antrainieren. Das würde bei der Haarfarbe auch niemand von Ihnen erwarten. Bei Geldanlagen sieht das etwas anders aus. Vom Verbraucherschützer über Bank- und Finanzberater bis zu den Medien, erzählen Ihnen alle, was Sie tun müssten und was Sie lassen sollten. Doch ist das auch, was Sie wollen und brauchen?

Der kleine Unterschied

Rope jumping.Dazu kommt noch ein anderer Aspekt. Ob ein Mensch todesmutig von einem Berg springt, sagt überhaupt rein gar nichts darüber aus, ob er auch bei seiner Geldanlage eine hohe Risikobereitschaft besitzt. Das sind zwei Paar ganz verschiedene Schuhe. Also schließen Sie nicht einfach von Ihrer körperlichen Risikobereitschaft auf Ihre finanzielle Risikobereitschaft. Das könnte fatale Folge haben, wenn Sie dann bei der nächstbesten Krise Torschlusspanik bekommen und Fehlentscheidungen treffen.

Es gibt auch noch eine soziale, ethische oder unternehmerische Risikobereitschaft. Auch da kann die Ausprägung jeweils ganz unterschiedlich sein und ganz anders als bei der finanziellen Risikobereitschaft. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

Das Dilemma

Nun fragen Sie sich vielleicht, wozu das alles wichtig ist. Wozu sollten Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft kennen? Eigentlich wollen Sie doch überhaupt gar kein Geld verlieren. Es soll einfach sicher angelegt sein.  Aber was heißt schon sicher?

sinkende ZinsenWenn die Zinsen inzwischen so niedrig sind, dass Sie bei einer vermeintlich sicheren Geldanlage nicht mal mehr den Kaufkraftverlust durch die Inflation ausgleichen können, ist das dann sicher? Es fühlt sich sicher an, weil die Zahlen auf dem Konto die gleichen bleiben. Da steht kein Minus auf dem Kontoauszug. Doch in Kaufkraftverlust sieht das anders aus.

Eigentlich müssten Sie also ein höheres Risiko eingehen, um Ihre finanziellen Ziele für den Ruhestand, die Ausbildung der Kinder oder für andere Ziele erreichen zu können.

Theoretisch wissen Sie ja auch, dass sich die Aktienkurse in der Vergangenheit immer wieder erholt haben und dass die Renditen langfristig höher waren als bei verzinslichen Anlagen. Sie müssen das dann bloß eine Zeit lang aushalten können, wenn es mal nach unten geht.

Die richtige Mischung macht’s

Comfort Zone written on a wooden cube in office deskUnd genau da liegt das Problem. Wenn dieser „gefühlte Verlust“ oder das Minus vor den Zahlen nun so weit außerhalb ihrer Komfortzone liegt, dass Sie jetzt die Panik ergreift und Sie fluchtartig, dass Börsenparkett verlassen bzw. Ihre Aktien oder Fonds verkaufen, dann machen Sie wirklich Verluste. Denn dann geben Sie den Aktien nicht mehr die Chance, sich wieder zu erholen.

Das Problem der Messbarkeit: Wieviel Risikoanteil ertrage ich überhaupt

Deshalb ist es ganz wichtig, dass Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft kennen, damit Sie genau wissen innerhalb welcher Grenzen Ihre Komfortzone liegt und Sie ein Minus auf dem Konto auch mal vorübergehend aushalten können. Auch Ihr Berater oder Ihre Beraterin sollte diese Komfortzone kennen, um Ihnen den geeigneten Anlagevorschlag anbieten zu können.

Doch wie ermitteln Sie Ihre eigene finanzielle Risikobereitschaft? Dafür gibt es ja keine Messlatte und kein Thermometer.

Auch dafür gibt es eine Lösung. Diese verrät Ihnen mein Kollege Lothar Schmidt nächste Woche in der nächsten Ausgabe unseres gemeinsamen Blog-Projekts „Risiken verstehen und besser entscheiden“ von Kornelia Rendigs “finanzcoaching-bremen.de” und Lothar Schmidt Die private Finanzentscheidung

Herzlichst

Kornelia Rendigs

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Wie Sie Risiko vermeiden ohne sich aller Chancen zu berauben

BLOG-Serie: Risiken verstehen und besser entscheiden

Gastblog von Lothar Schmidt „ls-finanzcoaching.de“

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Ist es nicht erschreckend, wie viele Risiken bei Finanzentscheidungen lauern? Lähmt Sie der Gedanke? Haben Sie Angst, etwas falsch zu machen?

Das muss nicht sein. Sie haben es in der Hand, Risiken zu reduzieren oder gar zu vermeiden.

Risiken gibt es in allen Lebensbereichen. Sie halten uns nicht davon ab,

  • am Straßenverkehr teilzunehmen, trotz Lebensgefahr – ZIEL: von A nach B kommen
  • Wohnungen zu beziehen, trotz Einbruchsgefahr – ZIEL: eigenes zu Hause
  • Sport zu treiben, trotz Verletzungsgefahr – ZIEL: Fitness

Ist das Ziel attraktiv genug, relativieren sich Risiken. Wo ein Risiko ist, ist eine Chance.

Jeder Anfang ist schwer. Doch mit zunehmender Erfahrung weicht Komplexität der Routine. Wir lernen, mit Risiken intuitiv umzugehen. Wir fürchten uns nicht länger, sollten aber aufmerksam bleiben.

Nehmen Sie sich Zeit

Erinnern Sie sich, wie Sie Ihr letztes Handy, den letzten Urlaub oder Ihr Auto ausgesucht haben? Wie viel Prospekte haben Sie gewälzt, wie viele Geschäfte besucht, wie viele Zeitschriften gelesen?

Und wann haben Sie zuletzt mit Ihrem Finanzberater gesprochen? Haben Sie sich da auch so viel Zeit genommen? – Nein? Warum nicht?

War es nicht wichtig?

Oder hat es einfach nicht so viel Spaß bereitet wie Handy, Urlaub oder Autokauf?

War es gar zu wichtig und damit zu überwältigend?

War es zu abstrakt und wenig greifbar?

Portrait Of A Couple Sitting On Couch Enjoying Success

Der Sinn von guten Finanzentscheidungen ist es, Ihnen mehr Zeit und Geld für die Dinge im Leben zu verschaffen, die Ihnen wirklich wichtig sind.

Nehmen Sie sich Zeit. Investieren Sie diese Zeit in Ihren Entscheidungsprozess.

  • Fragen Sie sich, was Sie konkret brauchen, um entscheiden zu können.
  • Definieren Sie erst Ihr konkretes Ziel bevor Sie eine Lösung suchen.

Vermeiden Sie Unklarheiten

 

Sind Sie sicher, dass Ihr Gesprächspartner das Gleiche unter „Risiko“ versteht wie Sie?

Halb leer - halb voll - Alles Ansichtssache

Ist Ihnen bewusst, was Sie selber unter „Risiko“ verstehen?

Ist Ihnen bekannt, was Ihr Gesprächspartner unter „Risiko“ versteht?

Was, wenn Ihr Partner oder Finanzberater mit dem gleichen Wort „Risiko“ etwas ganz anderes meinen: Gefahr – Chance – Ungewissheit – Ereignis – Gefühl …?

Gleichen Sie im Gespräch Ihre Sichtweisen ab. Suchen Sie eine Lösung mit der alle Seiten leben können. Nutzen Sie wissenschaftlich fundiertes Risikoprofiling als Basis für Ihr Gespräch.

Bedenken Sie die Folgen

Spekulieren Sie nicht, wie wahrscheinlich ein Ereignis eintritt. Oftmals sind Sie ohnehin befangen. Ein Drittel aller Ehen wird geschieden, doch die wenigsten Menschen glauben, dass es ihnen passieren wird.

Konzentrieren Sie sich auf die Auswirkungen.

Was bedeutet eine Scheidung für Ihr Familienwohnheim und den Kredit? Verlieren Sie Ihr Haus, nur, weil Sie sich nicht einig sind? Kann ein Ehevertrag das verhindern?

Welche Erbschaftssteuer löst Ihr Tod aus und sind Ihre Erben in der Lage diese zu bezahlen?

Woher beziehen Sie Ihr Einkommen, wenn Sie nicht mehr arbeiten? Woraus können Sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten? Sind Sie bereit sich einzuschränken?

Halten Sie die Auswirkungen klein

Die Dosis macht das Gift. Zuviel auf eine Karte setzen kann „tödlich“ sein.

Streuen Sie Ihr Risiko indem Sie breit streuen. Bevorzugen Sie Fonds statt Einzelwerte.

Meiden Sie Klumpen-Risiken. Wer bei BASF arbeitet, von BASF eine Betriebsrente bezieht, BASF-Aktien besitzt und BASF-Anleihen und dazu noch ein oder mehrere Immobilien am BASF-Standort, der hat ein Klumpen-Risiko. – Wie anfällig auch Weltkonzerne sind ,erleben gerade die Mitarbeiter bei VW.

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Finanzierung auf Kredit erhöht das Risiko.

Wer nicht liquide ist, hat keine Handlungs-Optionen mehr.

 

Schätzen Sie Ihre Möglichkeiten realistisch ein

Es ist gesunder Menschenverstand gefragt:

Nur was Sie verstehen, können Sie kontrollieren.

Sie sind nicht Warren Buffet oder ein Hedgefonds. Viele Vorbilder haben ganz andere Ressourcen (Geld, Beziehungen, Informationen, Erfahrungen …).

Nehmen Sie sich nichts vor, was Sie nicht leisten können: Regelmäßige Transaktionen, richtiges Timing, permanente Überwachung.

Kalender gute Vorstze

Nur was Sie durchhalten hat die Chance, nachhaltig erfolgreich zu sein. Wie wichtig sind Ihnen Ihre Finanzen? Haben Sie eine Strategie, die Sie motiviert?

Schwankungen und Verluste dürfen nicht dazu führen, dass Sie Ihre angstfreie Zone verlassen. Geraten Sie erst einmal in Panik, besteht die Gefahr aus dem fahrenden Zug zu springen. Das geht selten gut. Testen Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft und stellen Sie Ihre Anlage darauf ab.

Holen Sie sich Unterstützung

 

Immer wenn viel auf dem Spiel steht ist es sinnvoll einen Spezialisten einzuschalten:

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  • Fehlende Übersicht

Ein Finanzplaner zur Standortbestimmung und um Szenarien zu rechnen

  • Ihr gesamtes Vermögen

Ein Notar oder Fachanwalt für Erbrecht hilft Testament, Ehevertrag, Vollmachten aufzusetzen.

  • Ihr künftiges Lebenseinkommen

Eine Maklerin hilft die richtige Berufsunfähigkeits-Versicherung zu finden.

  • Auslandsinvestments

spezialisierte Steuerberater / Anwälte kennen ausländisches Recht (Ferienimmobilie, Beteiligung)

  • Ihre Strategie und Ihr Seelenfrieden

Ein Finanzcoach hilft Ziele zu finden, Risikobereitschaft zu klären, Tun zu reflektieren

 

Weniger ist mehr

 

Perfektionismus ist fehl am Platz

Wir neigen dazu, immer das Beste haben zu wollen. Nicht wenige Menschen zögern, Finanzentscheidungen zu treffen aus Angst, es später zu bereuen. Was, wenn es doch noch eine bessere Möglichkeit gegeben hätte?

Bezüglich der Zukunft herrscht Ungewissheit. Keiner weiß heute mit Gewissheit, welche Anlageform auf Sicht von zehn Jahren die bessere ist. Erst in zehn Jahren werden wir das rückwirkend feststellen. Das ist der Grund warum ich Sie nicht zu einer Anlageform missionieren will, wie so viele Finanzberater. Meine Maxime lautet stattdessen. Tun Sie das, was Sie am meisten motiviert zu sparen. Dann werden Sie in zehn Jahren mehr haben, als der Perfektionist, der sich nicht entscheiden kann oder zwischendurch aus Unsicherheit die Pferde wechselt.

Gras wächst nicht schneller, wenn Sie daran zupfen

Schauen Sie regelmäßig, aber weniger oft hin. Ihr Lohn wird mehr Ruhe und Gelassenheit sein.

 

Sie haben wichtige Eventualitäten durchdacht. Haben ein robustes Portfolio und die gröbsten Fehler vermieden. Machen Sie sich nicht selber nervös. Je öfter Sie nachschauen, je mehr Schwankungen werden Sie sehen, je eher die Gefahr die Ruhe zu verlieren.

Das gleiche gilt für Nachrichten. Wer alle Nachrichten aufnimmt, der verliert leicht die Orientierung. Schalten Sie den Nachrichtenlärm runter, nur dann hören Sie die wichtigen Signale.

So erreichen Sie Ihre Ziele und vermeiden die größten Risiken auf dem Weg dorthin.

Der Artikel ist Teil unseres gemeinsamen Blog-Projekts „Risiken verstehen und besser entscheiden“ von Kornelia Rendigs “finanzcoaching-bremen.de” und Lothar Schmidt Die private Finanzentscheidung

Nächste Woche geht es weiter mit dem Thema Risikobereitschaft und wozu es wichtig ist, die eigene Risikobereitschaft zu kennen.

Herzlichst

Kornelia Rendigs

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
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„Hilfe die Welt geht unter“: Wie Wahrnehmungs-Risiken den Blick verstellen

BLOG-Serie: Risiken verstehen und besser entscheiden

So wie es unterschätzte Risiken gibt, so gibt es auch überschätzte Risiken.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die Aktien für etwas sehr „Gefährliches“ halten und in der ersten Jahreshälfte 2015 fürchteten, der EURO würde untergehen und mit ihm der Rest der Welt?

Das ist nicht weiter verwunderlich. Es ist immer eine Frage der Wahrnehmung, wie Sie ein Risiko bewerten und wie stark Geschäftsmann steht vor leuchtendem Euro-Portal in einer Griechenland-Wandes Ihnen Angst macht und Unbehagen verursacht. Wenn ein Thema so präsent ist in den Medien, dann ist es kein Wunder, dass es Ihre volle Aufmerksamkeit hat. Dazu kommt noch die Macht der Worte. Die Berichterstattung über die Griechenland- und EURO-Krise war ja nicht gerade sachlich. Mit der Angst lässt sich nun mal gutes Geschäft machen. Das wissen auch die Menschen, die ihre Geschichten verkaufen müssen.

Besonders Großereignisse, von denen viele Menschen betroffen sind, erregen besonders unsere Aufmerksamkeit. Obwohl jedes Jahr viel mehr Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr tödlich verunglücken als bei Flugzeugunglücken, wird ein einziger Flugzeugabsturz viel stärker und beängstigender wahrgenommen. Das liegt daran, dass es so viele Opfer auf einmal gibt und dass dies unserer Betroffenheit viel stärker weckt als die über das Jahr verteilten Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang.

Bei den Kursschwankungen an den Aktienbörsen ist es ähnlich. Viele Menschen sind betroffen und die Kursverluste werden dazu noch viel stärker wahr genommen als die Kursgewinne. Alle Medien auf allen Kanälen berichten, als hätte der Weltuntergang bereits begonnen. Kein Wunder also, wenn Sie Aktien für gefährlich halten.

Verlustaversion – loss aversion

collapseBei den Kursschwankungen an den Börsen kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Jeder Verlust wird viel stärker wahrgenommen als ein Gewinn. Wahrscheinlich geht es Ihnen auch so, dass Sie sich über Verluste viel mehr ärgern, als Sie sich über Gewinne freuen. Beispielsweise ärgert man sich über den Verlust von 100 € mehr, als man sich über den Gewinn von 100 € freut.

Herausgefunden haben dies der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann und sein Kollege Amos Tversky und als Verlustaversion (englisch: loss aversion) bezeichnet.

Das führt dazu, dass Kursschwankungen an den Börsen gegenüber anderen Verlustrisiken sehr stark überbewertet werden. Obwohl sich die Aktienkurse erfahrungsgemäß wieder erholen, nehmen viele Menschen lieber den inflationsbedingten permanenten Wertverlust in Kauf.

Soziale Risiken

Haben Sie auch schon mal erlebt,  dass Ihnen jemand sehr überzeugend einen Sachverhalt erklärt hat. Und obwohl Sie nichts als „Bahnhof“ verstanden haben,  trauten Sie sich nicht nachzufragen? Sie hatten Angst, „blöde Fragen“ zu stellen, weil Sie befürchteten, dass Sie dann inkompent wirken könnten? Oder Sie hatten Schamgefühle, fühlten sich vielleicht begriffsstutzig?  Gerade bei komplexen Finanzmarktprodukten haben sich in der Vergangenheit viele Anleger nicht getraut, kritisch nachzufragen. Dabei waren die Banker häufig selbst nicht in Lage, diese Produkte richtig zu verstehen, geschweige denn zu erklären.

SchafherdeAuch wenn der Herdentrieb einsetzt wird es häufig problematisch. Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen, als bei einer Geburtstagsfeier in der Nachbarschaft sämtliche Gespräche nur noch um Aktien und Neuemmissionen kreisten. Wer da noch nicht mal ein Aktiendepot besaß und nie eine Emission gezeichnet hatte, stand doch ziemlich blöd dar.  Wie langweilig und von gestern war da  meine Investmentfonds-Philosophie. Ein Jahr später bei der nächsten Geburtstagsparty sprach niemand mehr darüber. Zu groß waren nun die Schamgefühle.

Die Angst, ein soziales Risiko einzugehen, mal nein zu sagen, wenn die anderen wie eine Hammelherde dem Trend nachlaufen oder oder auf einer Party mal die Außenseiterin zu sein, weil die eigene Investment-Philosophie anders aussieht, wird häufig überschätzt. Da funktioniert unser Gehirn häufig noch wie in der Steinzeit, als es den sicheren Tod bedeutet hätte, aus der Horde außengestoßen zu werden. Wenn Sie  Angst haben, Ihren Finanzberater als Freund zu verlieren, wenn Sie mal kritisch nachfragen oder sogar nein sagen, dann könnte es gut sein, dass Sie dieses sozial Risiko in Relation zu möglichen Verlust weit überschätzen. Auch „Nein-Sagen“ ist lernbar und verringert dauerhaft die Angst vor dem sozialen Risiko.

 Das Fehlentscheidungsrisiko

Eine Frau mit offenen Rechnungen hat viele Schulden. Arbeitslosigkeit und Privatkonkurs

Die Angst vor einer Entscheidung, die sich im Nachhinein als falsch erweisen könnte, lässt Menschen häufig so lange abwarten und verharren, dass sie nicht mehr rechtzeitig reagieren können und  zum Opfer der Ereignisse werden. Nicht nur im Finanzdienstleistungssektor wird heutzutage lieber einem mathematischen Modell oder einem Algorithmus das Entscheiden und Handeln überlassen, als selbst eine Entscheidung zu treffen. Dann liegt die Verantwortung bei anderen, wenn es schief geht. Oder der Fehler lag eben im System. Viele Menschen treffen lieber erst gar keine Anlageentscheidung aus Angst vor einem Fehler. Obwohl auch keine Entscheidung zu treffen, ja eine Entscheidung ist, nämlich die Entscheidung dafür, sich zu entscheiden. Deshalb ist das Risiko eine Fehlentscheidung zu treffen in aller Regel völlig überbewertet.

Also treffen Sie ruhig Entscheidungen, lieber viele kleine als gleich die ganz Große, denn wir Menschen lernen hauptsächlich aus unseren Fehlern. Wer viele Fehler macht, lernt auch viel und wer häufig Entscheidungen, gewinnt Entscheidungssicherheit. Nur Mut!

Der Artikel ist Teil unseres gemeinsamen Blog-Projekts „Risiken verstehen und besser entscheiden“ von Kornelia Rendigs “finanzcoaching-bremen.de” und Lothar Schmidt Die private Finanzentscheidung

Herzlichst

Kornelia Rendigs

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Achtung: Unterschätzte Risiken bei Finanzen

Unterschätzte Risiken sind besonders heimtückisch. Sie kommen im vertrauten Gewand daher, wie der Wolf im Rotkäppchen.

Lupo Cattivo e Cappuccetto Rosso: l'ombra mostra il pericolo

„Wenn Risiken schleichend daher kommen, sind wir Menschen von der Evolution her außerordentlich schlecht darauf vorbereitet, sie wahrzunehmen und entsprechend zu bewerten. Da sind wir eigentlich immer noch wie Savannenmenschen, für die es lebensnotwendig war, sich schnell und wirksam auf plötzliche Gefahren einzustellen.“

Quelle: Ortwin Renn, “Das Risikoparadox. Warum wir uns vor dem Falschen fürchten”

 

Unsere Wahrnehmung spielt uns manchmal einen Streich. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf einen Aspekt und übersehen den anderen:

 

Wahrscheinlichkeits-Fixierung

 

Wo ist der Unterschied zwischen einer Versicherung gegen Berufsunfähigkeit und einer Versicherung gegen Brillenverlust. Viele Menschen verlieren ihre Brille und viele Menschen werden berufsunfähig. Beides hat eine signifikante Wahrscheinlichkeit.

Der entscheidende Unterschied ist: Wenn Ihre Brille verloren geht, ärgern Sie sich und kaufen sich eine Neue. Wenn Sie berufsunfähig werden, stehen Ihre Karriere und das gesamte künftige Arbeitseinkommen auf dem Spiel. Der Betrag ist nicht selten höher als eine Million Euro. Die Formel lautet: Jahresgehalt x Jahre bis zur Rente. Rechnen Sie das mal für sich.

Das können Sie selber nicht ersetzen. Die Auswirkung: Ihr Leben wäre massiv beeinträchtigt.

Hand-drawn Vector illustration of an Happy Christmas Elf  with big green glasses

 

Nachdenken hilft klar zu sehen.

Ich kenne Menschen, die Ihr Auto für 50.000 Euro Vollkasko versichern, Ihre Arbeitskraft im Wert von 1 Mio. Euro aber nicht.

 

Stabilitäts-Falle

 

Als Gesellschaft sehen wir uns nach Stabilität. Doch unter der Oberfläche brodelt es weiter. Statt der Ursachen bekämpfen wir Symptome.

Es ist üblich starker Schwankung (Volatilität) mit Risiko gleichzusetzen. Ökonomen bestimmen anhand der Volatilität der Vergangenheit das Risiko in der Zukunft. Dabei kennt jeder Seefahrer die Ruhe vor dem Sturm.

Wer auf einem brodelnden Kessel den Deckel drauf hält, um sich und anderen zu suggerieren, alles sei ruhig, der erhöht den Druck im Kessel. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann er ihm um die Ohren fliegt.

Illustration of the angry tea kettle on white background

 

Gewöhnungs-Falle

Geht etwas lange gut, werden wir unvorsichtig. Ob Alkohol am Steuer, steigende Kurse oder Deckel auf dem brodelnden Topf. Fragen Sie den Truthahn. Er war sich ganz sicher, dass der Mensch sein bester Freund ist. Er hat ihn schließlich Tag für Tag verwöhnt. Doch dann kam Thanksgiving.

Turkey in the saucepan

 

Übersteigertes Selbstvertrauen

 

Erste Erfolge machen euphorisch und, umso länger es gut geht, blind für Gefahren. Eine ähnliche Wirkung hat Zuspruch von Dritten.

Junge Männer und Börsenprofis neigen zu übersteigertem Selbstvertrauen (Overconfidence). Sie erhalten nicht nur Bestätigung von Anderen, sondern auch von sich selber. Unser Verstand ist darauf programmiert, kausale Zusammenhänge zu erkennen. So sehen wir Muster und Zusammenhänge, wo keine sind. Wir erklären uns die Welt im Nachhinein so logisch, dass wir das Gefühl haben, es immer schon gewusst zu haben.

Glückliches Kind vor Tafel mit Muskeln aus Kreide dahinter

Aktivismus

 

Aktivismus verstärkt das Gefühl von Kontrolle. Wer seit Auflegung 1988 in den Dax investiert hat, hat seinen Einsatz verzehnfacht. Vorausgesetzt, er hat nicht eingegriffen. Bei starken Einbrüchen schwer auszuhalten. Deshalb neigen wir zu Aktivismus, verkaufen und kaufen. Schließlich wollen wir das Optimum raus holen. Oftmals verschlechtert sich dadurch das Ergebnis massiv (Kosten, Fehlentscheidungen) und dennoch gibt uns zu handeln ein besseres Gefühl als zuzuwarten.

Das ist ähnlich in der Medizin. Gehen Sie zum Arzt, erwarten Sie, dass er etwas unternimmt. Schickt er Sie nach Hause unter Hinweis auf die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers, sind Sie enttäuscht. Dabei haben die Arzneien oft üble Nebenwirkungen und unser Körper ein eingebautes Reparatursystem.

Pharmacist chemist man in pharmacy. Sale of vitamins and medications. Funny cartoon vector simple illustration.

 

Isolierte Betrachtung

 

Betrachten Sie Risiken nicht isoliert. Risiken addieren sich nicht einfach, sie verstärken sich auch gegenseitig. So ist es besonders gravierend, wenn mehrere Risikofaktoren zusammen kommen. Auch das kennen Sie von der Medizin:

  • Rauchen
  • Stress
  • Kein Sport
  • Ungesunde Ernährung

Jeder dieser Risikofaktoren erhöht das Risiko zu erkranken – exponentiell.

  • Aktivismus
  • Übersteigertes Selbstvertrauen
  • Finanzprodukte, die Sie nicht verstehen
  • Keine Übersicht

Jeder dieser Risikofaktoren erhöht das Risiko, Geld zu verlieren – exponentiell.

Bis hin zum:

trauer

 

Schach Matt

 

Zwei Faktoren sorgen dafür, Sie als Finanzentscheider Schach matt zu setzen:

Illiquidität

Nicht liquide zu sein, sein Vermögen nicht oder nur unter großen Verlusten flüssig machen zu können, führt zur Insolvenz.

In jedem Fall führt es in die Sackgasse, keine Optionen mehr zu besitzen. Achten Sie auf Liquidität.

 

Totalverlust

„Totalverlust-Risiko“ finden Sie als Warnung auf Produktinformationsblättern. Doch wie der Hinweis „Rauchen kann tödlich sein“, schreckt es nicht alle vom Kauf ab.

Wer nur einen kleinen Einsatz im Spiel hat, der kann einen Totalverlust verschmerzen. Doch wehe dem, der alles auf eine Karte setzt. Umso mehr erstaunt es, dass es immer wieder Anleger gibt, die wie bei „Lehmann-Zertifikaten“ oder „Prokon-Anteilen“ ihre gesamte Altersvorsorge darauf gesetzt haben.

Rattlesnake cartoon

 

Lassen Sie sich nicht ablenken

 

Unterschätzte Risiken haben viel mit fehlender Aufmerksamkeit zu tun. Alles Neue, plötzliche Bewegungen und mediale Berichterstattung fordern unsere Aufmerksamkeit. So entstehen blinde Flecken, Dinge die wir nicht ausreichend wahrnehmen.

Es ist nicht leicht Risiken richtig wahrzunehmen. Wir unterschätzen einige Risiken, aber wir überschätzen auch manche Risiken. Mit Ihnen beschäftigt sich Kornelia Rendigs von finanzcoaching-bremen.de nächste Woche.

Sie zu erkennen und Ihnen weniger Aufmerksamkeit zu widmen, ist der erste Schritt zur Prävention gegen unterschätzte Risiken.

 

 

Der Artikel ist Teil unseres gemeinsamen Blog-Projekts „Risiken verstehen und besser entscheiden“ von Kornelia Rendigs “finanzcoaching-bremen.de” und Lothar Schmidt Die private Finanzentscheidung.

 

Welche Erfahrung haben Sie mit unterschätzten Risiken gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Fragen.

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.