Equal Pay Day und die Frauen-Geld-Fallen

4. Teil:  Die Harmoniefalle

 

EQUAL PAY

Wie kommt es  dazu, dass die Angleichung der Gehaltsunterschiede noch immer schleppend vor sich geht und was tragen wir Frauen selbst dazu bei?

Heute folgt nun Teil 4 der typischen Frauen-Geld-Fallen,  mit denen sich Frauen selbst das Leben schwer machen:

Die Harmoniefalle

Beim Thema Geld, Gehalt, Lohn und Bezahlung gehen die Ansichten über Höhe, Zeitpunkt und Angemessenheit häufig ziemlich auseinander. Gerade Frauen, die früh die Erfahrung machen mussten, dass es beim Thema „Geld“ immer wieder Streit gibt, weil vielleicht die Eltern oder andere nahe stehende Personen in ihrer Kinder und Jugend um Geld gestritten haben, meiden häufig Diskussionen und Verhandlungen um Geld, um diese negativen Gefühle nicht noch einmal erleben zu müssen.

Mädchen schaut auf GeldtürmeErschwerend hinzu kommt, dass heute noch immer Mädchen nicht nur in Gelddingen anders erzogen werden als Jungen. Wünsche oder gar Forderungen zu stellen ist für Mädchen noch immer in vielen Familien gerade zu verpönt. Noch immer wird vielerorts die weibliche Bescheidenheit ganz hoch gehalten und junge Frauen werden selten darin geschult im Berufsleben auf ihre finanziellen Vorteile zu achten. Vor allem aber wird Mädchen viel häufiger die angemessene Wertschätzung vorenthalten, die Jungen viel stärker erfahren. Young businessman.

Vor dem Hintergrund ist es absolut kein Wunder, wenn Frauen immer wieder in die Harmoniefalle geraten.

Im Finanzcoaching und auch in der Finanzberatung erlebe ich häufig, dass Frauen aufgrund von Teilzeitjobs viel weniger verdienen als ihre Ehemänner, aber genauso viel zum Haushalt beitragen. Dementsprechend haben Frauen auch viel geringere Rentenansprüche und natürlich schlechtere Karrierechanchen aufgrund der Teilzeitbeschäftigung.

Auch am Arbeitsplatz sitzen Frauen häufig in der Harmoniefalle oder leben in Hoffnung, dass sich irgendwann mal alles auszahlen wird. Das rächt sich häufig im Rentenalter oder nach einer Scheidung, wenn Frauen plötzlich auf sich allein gestellt sind.

kreditDeshalb kann ich Frauen nur immer wieder empfehlen, sich mit den „ungenehmen“ Geld- und Finanzthemen, dem Partner oder den Vorgesetzen auseinander zu setzen, Verhandlungen zu führen und Vorbereitungen zu treffen. Zur Vorbereitung reichen manchmal schon ein paar wenige Coaching-Sitzungen und wer nicht allein mit dem Partner verhandeln mag, kann auch gemeinsam zum Coaching oder zur Mediation gehen.

In diesem Sinne wünsche ich erfolgreiche Verhandlungen zu  finanziellen, beruflichen und privaten Themen und sonnige Frühlingstage!

Herzlichst,

Kornelia Rendigs

 

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

 

Equal Pay Day und die Frauen-Geld-Fallen

3. Teil:  Die Selbstentwertungsfalle

 

EQUAL PAYGerade war wieder Equal Pay Day (EPD) und das Thema ungleiche Bezahlung war überall in den Medien präsent.

Wie kommt es nun dazu, dass diese Angleichung der Gehaltsunterschiede noch immer schleppend vor sich geht und was tragen wir Frauen selbst dazu bei?

Nach den ersten beiden typischen Frauen-Geld-Fallen gibt es heute eine weitere typische Falle, mit der wir Frauen uns gerne selbst das leben schwer machen:

Die Selbstentwertungsfalle

Kennt ihr das oder kennen Sie das, wenn ihr selbst oder eine eurer Freundinnen etwas Tolles geleistet hat und nach einem Kompliment oder ein paar anerkennenden Worten antwortet: „Ach das war doch gar nicht so schwer…..“?

Frauen neigen dazu, sich zu entwerten! Ob es an der anerzogenen Bescheidenheit ist oder wir in Wirklichkeit und unterbewusst Widerspruch erwarten und dass noch mal ein paar Anerkennungen und Komplimente oben drauf gesetzt werden, ich vermag es nicht zu sagen. Vielleicht ist es einfach auch nur eine blöde Angewohnheit, wer weiß.

Auf alle Fälle ist diese Angewohnheit höchst dysfunktional, wenn es um eine angemessene Bezahlung oder berufliche Anerkennung geht. Am Schlimmsten dann, wenn sie noch mit der „Erwartungsfalle“ kombiniert wird. Wer sein Licht immer wieder so unter den Scheffel, kann nicht unbedingt erwarten, dass die oder der Vorgesetzte das dann hinterfragt und wirklich noch eine Privatdetektivin engagiert um auch die wahre Leistung sehen und wertschätzen zu können.

Frau mit blonden Haaren hat gewonnenDie wenisten von uns haben -ganz anders als unsere männlichen Mitmenschen- in ihrer Kindheit und Jugend gelernt PR in eigener Sache zu betreiben. Oft empfinden wir die „Protzerei“ unserer männlichen Kollegen, Vorgesetzten oder womöglich sogar Partner als peinlich wenn nicht sogar als ekelerregend……

Das rächt sich! Zu merken ist es auf dem Konto, auf dem Gehaltszettel, auf den Rechnungen an unsere Kunden, unseren Abschlüssen und vor allem auch auf dem Rentenbescheid.

Es ist sicherlich „fast“ unmöglich, sich das männliche „Imponiergehabe“ anzueigen (alles eine Frage der Bewertung meine Damen – auch Männer träumen von Lob und Anerkennung!), doch diese ständigen Selbstentwertungen sollten wir unbedingt lassen!

  • Wir dürfen lernen, Anerkennung , Lob und Komplimente anzunehmen!
  • Wir dürfen auch andere für ihre Anerkennung oder ihr Lob anerkennen nach dem Motto: “ Danke, dass du das siehst oder dass du das sagst.“
  • Und wenn es denn wirklich ein bisschen Solidarität unter Frauen gibt, dann dürfen wir uns auf unsere „Selbstentwertungen“ aufmerksam machen und wachsam sein, dass sie weniger werden bis sie schließlich ganz ausbleiben.

Wollen wir wetten, dass sich solche Verhaltensänderungen auch finanziell bemerkbar machen?Money, Money, Money

In diesem Sinne wünsche ich euch oder Ihnen ganz viel Erfolg finanziell, beruflich und privat und sonnige Frühlingstage!

Herzlichst,
eure oder Ihre

Kornelia Rendigs

 

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Equal Pay Day und die Frauen-Geld-Fallen

 2. Teil: Die Erwartungsfalle

Die Aktionen zum  Equal Pay Day (EPD) laufen wie jedes Jahr im März auf Hochtouren.

 

EQUAL PAYWie kommt es nun dazu, dass diese Angleichung der Gehaltsunterschiede noch immer schleppend vor sich geht und was tragen wir Frauen selbst dazu bei?

 

Gestern habe ich euch bzw. Ihnen dazu die erste der typischen Frauen-Geld-Fallen vorgestellt, die Macht der Armut. Heute schreibe ich über eine weitere typische Falle, mit der wir uns gerne selbst das leben schwer machen:

Die Erwartungsfalle

Im Finanzcoaching erlebe ich immer wieder, dass Frauen richtig gehend Angst vor Gehaltsgesprächen haben. Egal ob es die Gehaltserhöhung oder der finanzielle Ausgleich im Rahmen einer Scheidung ist, Frauen sträuben sich Forderungen zu stellen, zu verhandeln oder zu diskutieren.

Frauen erwarten häufig, dass der Chef, der Ehemann oder der Lebenspartner doch sehen müssten, wie sie sich anstrengen oder kümmern, wie sie schuften und was sie leisten. Natürlich bedeutet das auch für die Gehaltserhöhung, dass diese quasi von alleine kommt.

Das ist eine hohe Erwartungshaltung!

Und fairerweise fragen wir uns eher selten, ob andere diese Erwartung(en) überhaupt erfüllen können.

Erfüllen wir sie denn selbst überhaupt ?

Sehen wir immer, was unser Partner, Kind, Chef oder eine andere Person so alles leistet? Ist unsere Wahrnehmung authentischer, realistischer oder richtiger?

Ist es dann nicht auch manchmal ein bisschen falscher Stolz, wenn wir erwarten, dass andere immer sehen müssten, wie fleißig, tüchtig und erfolgreich wir sind? Und ist es vielleicht nicht auch ein bisschen bequemer und harmonischer mit dem Vorwurf zu leben, als für die eigenen Interessen einzutreten und unangenehme Verhandlungen zu führen?

Ich selbst hatte es in jungen Jahren  einer älteren und erfahrenen Kollegin zu verdanken, dass ich die Hürde „Gehaltsverhandlung“ in Vermögensaufbau für FrauenAngriff nehmen durfte. Frisch nach der Ausbildung und Probezeiten standen wie jedes Jahr im Herbst die allgemeinen Beurteilungsgespräche und Gehaltsverhandlungen an. Meine Kollegin Gabi nahm mich tüchtig ins Gebet bevor ich zum Chef rein durfte. Sie führte mir in unerbittlicher Empathie und Hartnäckigkeit vor Augen, dass die Forderung nach einer Gehaltserhöhung eine absolute Selbstverständlichkeit ist- auch unter sozialen Aspekten den Kollegen gegenüber.

Leider hat sich seitdem vieles verändert in der Arbeitswelt und doch wird der Gehaltspoker immer eine wichtige Selbstverständlichkeit bleiben – gerade und vor allem auch für Frauen in der Arbeitswelt!

Tipps für die Gehaltsverhandlung:
  • Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor und erarbeiten Sie sich vorher am besten schriftlich ein Konzept.
  • Üben Sie das Gespräch in einem Ihrer Business Netzwerke wie beispielsweise Business and Professional Women (BPW) oder gönnen Sie sich ein Coaching als Investition, die sich bald wieder auszahlt.
  • Recherchieren Sie vorher die in Ihrer Branche und Ihrem Arbeitsbereich üblichen Gehälter,  z.B. im Frauenlohnspiegel oder in anderen einschlägigen Ratgebern.

Frau mit blonden Haaren hat gewonnenGehaltsverhandlungen oder bei den Selbstständigen die Preisverhandlungen sind  beim Thema Geld und Lohn aber nur ein Aspekt. Dieses Thema hat nämlich viele Facetten. Deshalb befassen wir uns morgen mit der nächsten Falle. Das ist die

„Selbstentwertungsfalle“.

Ich freue mich sehr über Kommentare, Diskussionen oder konstruktive Kritik ebenso wie über Tipps und Anregungen zum Thema Gehalts- oder Preisverhandlung.

In diesem Sinne wünsche ich euch oder Ihnen ganz viel Erfolg für die Verhandlungen und sonnige Frühlingstage!

Herzlichst,

Kornelia Rendigs

 

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Equal Pay Day und die Frauen-Geld-Fallen

1. Teil:  Macht der Armut

EQUAL PAYDie Vorbereitungen für den Equal Pay Day (EPD) laufen wie jedes Jahr im März auf Hochtouren.

Frauen müssen 79 Tage im Jahr umsonst arbeiten. Das bedeutet, dass sie durchschnittlich 22 % niedrigere Entgelte als ihre männlichen Kollegen erhalten.

Laut Grundgesetz sind Männer und Frauen gleichberechtigt. Also eigentlich dürfte es diese Gehaltsunterschiede gar nicht mehr geben….

Wie kommt es nun dazu, dass diese Angleichung noch immer schleppend vor sich geht und was tragen wir Frauen selbst dazu bei?

Wie kommt es überhaupt, dass die finanzielle Wertschätzung bei uns Frauen so unterwickelt ist?

Welche Fallen lauern da? Und welche Vorteile oder welchen Nutzen könnten solche Fallen für uns haben?

Begleitend zum Equal Pay Day stelle ich euch in den nächsten Tagen einige typische Frauen-Geld-Fallen vor und auch den Nutzen den wir Frauen daraus ziehen (auch wenn wir das lieber gar nicht hören geschweige denn lesen wollen…….)

Falle Nr. 1 – Die Macht der Armut

Geld ist Macht! – Das ist eine der beliebtesten Projektionen über die ich mich schon an anderer Stelle ausgelassen habe.

Doch auch Armut ist Macht!

Armut, Versagen und Erfolglosigkeit im Beruf und im Leben sind eine wundervolle Möglichkeit, sich an den eigenen Eltern zu rächen.

Wie kann eine Jugendliche oder junge Erwachsene, die ihren Eltern grollt, diesen am meisten weh tun? In dem sie sich selbst weh tut und im Leben versagt.

Versager-Kinder sind lebende Beweise für das elterliche Versagen. Wer im Leben versagt, hatte garantiert eine schreckliche Kindheit.

Zudem garantiert die Armut, dass die Verbindung aufrecht erhalten bleibt. Denn kaum etwas verbindet stärker als Vorwürfe, Schuldgefühle und Bedürftigkeit.

Mädchen schaut auf GeldtürmeFrauen haben häufig ein besonderes Talent solche Strategien zu erweitern, zu verfeinern oder zu generalisieren. Da sind dann nicht nur die Eltern – meist die Väter- sondern auch die Vorgesetzten, Chefs, Lehrer oder Ausbilder und vor allem natürlich der Partner oder auch gar nicht selten das Patriarchalische Geldsystem Schuld an allem Übel und aller Ungerechtigkeit.

Solange wir in der Opferrolle leben und den moralischen Vorwurf vor uns hertragen, müssen wir weniger Verantwortung für unser eigenes Verhalten übernehmen. Solches Verhalten hat viel mit unbewussten Schuldgefühlen zu tun, die viele von uns lieber auf andere projezieren, weil es einfacher zu ertragen ist, als sich selbst die Schuld zu geben.

Schuldgefühle sind absolut nicht hilfreich ebenso wenig wie eine moralische Vorwurfshaltung. Leider ist das Schuldprinzip in unserem Kulturkreis sehr beliebt und sehr verbreitet und wird deshalb kaum mehr in Frage gestellt. Wer unterbewusst auf der Basis von Vorwürfen und Schuldgefühlen  seine Armutshaltung lebt, hat wenig Aussicht, damit glücklich zu werden – geschweige denn finanziell erfolgreich nach seiner Definition.

Lebensfreude: Steine der Kraft, Liebe, Glück, FreudeNur wenn wir akzeptieren können, was ist und was war, Frieden schließen  und uns vom Schuldprinzip lösen, können wir auch – finanziell- bessere Ergebnisse erzielen und vor allem dann auch unseren finanziellen Erfolg genießen.

In diesem Sinne wünsche ich euch oder Ihnen ganz viel Erfolg finanziell, beruflich und privat und sonnige Frühlingstage!

Herzlichst,

Kornelia Rendigs

 

Haben Sie Fragen zum Finanzcoaching oder zur Finanzplanung? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder (0160) 28 48 646 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.