Was wir mit Geld unseren Kindern antun oder für sie tun können

Geldentscheidungen und Geldbewusstsein

Young businessman.Als liebende Eltern wollen wir natürlich immer nur das Beste für unsere Kinder.  Die Entscheidung darüber, was gut oder gar das Beste ist, war wohl nie so schwierig wie heute. Je größer der Wohlstand, die verfügbaren liquiden Mittel und die Entscheidungsspielräume sind, desto größer wird auch die Unsicherheit, wieviel und wieviel mehr noch vertretbar ist. Grenzen zu setzen und einen vernünftigen Rahmen festzulegen, ist für viele  Eltern ein schwieriges Problem, insbesondere, wenn sie selbst noch alte offene „Geld-Themen“ und ungeklärte Fragen zu Geld haben.

Was Geld bedeutet, wofür Geld in menschlichen Beziehungen steht und wie Kinder einen vernünftigen Umgang mit Geld erlernen können, wird nicht in der Schule gelehrt. Es wird zu Hause bei den Eltern gelernt. Es wird abgeschaut, geschlussfolgert, interpretiert und umgesetzt.

Problematisch dabei ist jedoch, dass Eltern sich häufig nicht bewusst Bank of Mum and Dad Credit Card Family Financessind, was sie da eigentlich tun, wenn es um’s Geld geht. Weder sind die eigenen Bedürfnisse und Motive bewusst noch die Verhaltensweisen, die den Kinder vorgelebt werden. Das führt dazu, dass sich ungesunde Verhaltensweisen quasi weiter vererben und häufig Projektionen bzw. Übertragungen erfolgen sowohl auf Geld als auch auf die eigenen Kinder.

Ein wichtiger Schritt besteht deshalb darin, das eigene Geldverhalten zu reflektieren.

Mein Tipp dazu: Stellen Sie sich selber Fragen, z.B.:

  • Wozu gebe oder verweigere ich meinem Kind jetzt gerade Geld oder einen mit Geld bezahlbaren Wunsch?
  • Was ist meine Absicht dabei?
  • Was habe ich selbst in meiner Kindheit oder Jugend in einer ähnlichen Situation erlebt und erfahren und inwieweit beeinflusst mich das heute?
  • Was sagt das über mich aus, wenn ich jetzt „nein“ sage oder wenn ich zustimme?

Wenn Sie sich unsicher fühlen mit Ihren Entscheidungen, kann es sinnvoll sein, sich eine kompetente Gesprächspartnerin zu suchen. Auch wenn diese vielleicht ganz anderer Meinung ist, kann es  helfen darüber zu reden, um sich die eigenen Beweggründe zu verinnerlichen und sich unter Umständen unbewusste Verhaltensweisen spiegeln zu lassen. Das ist sicherlich kein einfacher Weg, denn Geld gehört immer noch zu den drei großen Tabuthemen, neben Sex und Tod. Doch gerade bei diesen Themen ist es so wichtig, dass wir zu mehr Offenheit und Bewusstheit finden, um unsere Kinder auf das Leben außerhalb der Familie vorzubereiten und sie auf ein glückliches  und selbstbestimmtes Leben vorzubereiten –
mit und ohne Geld!

Weitere Tipps und Beiträge zu diesem Thema…..
….finden Sie ab morgen in meinem Blog .

Haben Sie hierzu Fragen? Interessieren Sie sich für Finanzcoaching oder meinen Geldworkshop? Wollen Sie wissen, wie es in der Praxis und im Detail genau abläuft? Dann rufen Sie mich an
Tel. (0421) 408 99 440 oder schicken mir eine E-Mail: kr@vermoegenundzukunft.de.

Herzlichst,
Ihre Kornelia Rendigs

 

Magerzinsen und Sicherheitsillusion

Die Lage ist dramatisch. Die Zinsen sind im Keller. Der Weltuntergang steht kurz bevor.

rettung der ErsparnisseIn Anbetracht der aktuellen Zinslage gibt es offensichtlich  bei Sparerinnen und Sparern inzwischen ähnliche Panikreaktionen  wie nach dem letzten Börsencrash (oder dem vorletzten oder dem vorvorletzten….).

Trotzdem hält der deutsche Sparer und auch die Sparerin dem Tagesgeld und sogar bisweilen noch dem Sparbuch eisern die Treue. Das erscheint auf den ersten Blick verwunderlich. Obwohl bei realistischer Betrachtung absehbar ist, dass dabei langfristig reale Verluste gemacht werden, scheint dies die meisten wenig zu beeindrucken.

Das hat verschiedene Gründe:

„Alles was zählt, sind die Zahlen auf dem Konto!“

Diesen schlichten Satz habe ich von einem mir  bekannten Herrn früher häufig zu hören bekommen und ich denke, dass er sehr repräsentativ für das Denken vieler Anleger steht. Während sich Kursschwankungen direkt auf den Depot- und Kontoauszügen niederschlagen, werden Verluste durch die schleichende Geldentwertung – auch „Inflation“ genannt – kaum oder gar nicht wahrgenommen.

Was erschwerend hinzukommt, ist die Tatsache, dass „Inflation“ oder „alles wird teurer“ von unterschiedlichen Menschen auch ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Da ist zum einen die  „Inflationsrate“, die wir aus den Medien erfahren. Kaum jemand ohne ökonomische Vorkenntnisse oder großes politisches Interesse weiß so ganz genau, was dahinter steckt und wie sich diese Größe auch (politisch) beeinflussen lässt.

Wer hingegen gerade auf der Suche nach einer Mietwohnung ist oder aktuell eine Nebenkostenabrechnung mit Nachzahlung erhalten hat, spürt deutlich die Preissteigerungen im Energiesektor und bei den Mieten, bringt dies aber auch nicht zwangsläufig mit dem Thema Inflation in Verbindung und schon gar nicht mit seinen oder ihren Ersparnissen.

Das führt dazu, dass das Inflationsrisiko bei den meisten Menschen weitgehend ausgeblendet ist bzw. gar nicht als Risiko wahrgenommen wird.  Demgegenüber wird das Risiko, Verluste zu erleiden, die sich dann auch direkt als Zahlen auf dem Depot oder Konto „materialisieren“,  sehr viel stärker wahrgenommen wird.

Es ist also eine Frage der Wahrnehmung – wie so oft.

Verlustaversion

Hinzu kommt außerdem der Umstand, dass die Möglichkeit Verluste zu erleiden, emotional sehr viel stärker wirkt, als die Aussicht auf Gewinne. Über dieses Phänomen, das als „Verlustaversion“ bezeichnt wird,  und sehr weitreichend unser menschliches Handeln bestimmt, lesen Sie in meinem nächsten Blog-Beitrag.

Wie sie typische Anleger/innen-Fehler vermeiden und bewusster mit Geldthemen, Verlustaversion, finanziellen Existenzängsten umgehen oder selbst andere finanzielle Ergebnisse erzielen können, erfahren Sie im Finanzcoaching, in der Anlageberatung oder in meinem nächsten Geldseminar.

Ein gute Gelegenheit zum Reinschnuppern bieten die Infoabende und Schnuppervorträge.

Ich freue mich auf Sie!