Der 10 Schritte Finanz-Plan für mehr Durchblick und Finanzerfolg

Irgendwann in 2017 habe ich den 10 Schritte Finanz-Plan, für mehr Durchblick und bessere Organisation bei den Finanzen geschrieben. Eigentlich war er für meine Leserinnen gedacht. Doch ich muss sagen, dass ich den Finanz-Plan jetzt selber gerne nutze.  Ich bin mittlerweile ein echter Fan von Checklisten geworden. Vielleicht weil mein Gedächtnis nun langsam älter wird und sich über jede Entlastung freut. 😉

10-schritte-finanzplan
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Die Sache mit den Finanzen ist ja in den vergangenen Jahrzehnten auch immer unübersichtlicher geworden. Deshalb ist gut, einen Finanz-Plan, eine Checkliste und natürlich eine To-Do-Liste zu haben. Ich liebe es, wenn ich auf meiner Liste die Haken setzen kann. 🙂

Geht es Ihnen auch so?

Jedenfalls gibt es denn 10 Schritte Finanz-Plan gleich nebenan  als Download , damit auch Sie ihn für Sich nutzen können. Also ran an die Buletten, wie meine Oma so schön sagte.  🙂

… und nun die Details:

1. Finanz-Plan Schritt: Überblick verschaffen

finanzen

Leider sammelt sich heutzutage im Zeitalter der EDV mehr Papier an als je zuvor.  Für viele Menschen ist es einfach schwierig, ein vernünftiges Ablagesystem zu finden und Ordnung  in die Sache zu bringen. Manchmal ist es einfach nur eine Frage der Überwindung. Dann hilft es, sich mit kleinen Ritualen oder Belohnungen die unangenehmen Aufgaben ein bisschen zu versüßen. 😉

Sortieren, Ablegen und Ausmisten: Das Feng Shui für Ihre Finanzen und Ihre Seele. 😉 Klick um zu Tweeten

Wie Sie mit Ihrem 10 Schritte Finanz-Plan die Papierberge bezwingen

Über das Thema Feng Shui für die Finanzen hatte ich ja schon einmal geschrieben. Doch manchmal sind die Papierberge so hoch gewachsen, das sie unüberwindlich erscheinen. Ich finde es absolut keine Schande, sich Hilfe zu suchen, wenn gar kein Durchkommen mehr ist.   Es gibt ja richtige Aufräum-Coaches dafür. Ich jedenfalls sortierte auch lieber die Ordner meiner Kundinnen, aber meine eigenen … 😉

Bringen Sie Ihre Papierberge in die Vertikale für mehr finanziellen Durchblick. Klick um zu Tweeten

Ab in die Vertikale – zum Vorsortieren oder auch für immer

Als ich diesen Satz vor ungefähr zehn Jahren gelesen habe, hat er mir neue Welten eröffnete.  Also zumindest gefühlt. Alles kommt seitdem in Hängemappen. Egal ob es die Belege für die Finanzbuchhaltung sind, die Kontoauszüge, die Rechnungen, die noch bezahlt werden müssen und natürlich in keinem Papierberg untergehen dürfen. Seitdem herrscht viel Ordnung und Durchblick.

Wenn Sie aus Platzgründen keine Möglichkeit für eine Hängeregistratur haben, dann empfehle ich Ihnen Fächer-Mappen zum Vorsortieren. Damit konnte ich vor einigen Jahren einer Kundin extrem weiter helfen, die nun immer ziemlich gut sortiert ist.

2. Finanz-Plan Schritt: Kassensturz

Der nächste wichtige Schritt besteht dann darin, seine AusgabenKalkulation und Kosten mal zu checken. Manchmal laufen da noch teure Verträge, weil einfach vergessen wurde, sie zu kündigen.

Eine große Hilfe beim Kosten-Check kann die Nutzung eines Online-Banking Programms bringen. Auch darauf komme ich gleich im nächsten Punkt nochmal.

Ein Kassensturz und Kosten-Check sollte mindestens einmal pro Jahr gemacht werden, damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.

3. Finanz-Plan Schritt: Übersicht erstellen

Den finanzielle Überblick behaltenEine Übersicht ist wichtig um seine Kosten ohne viel Aufwand im Blick zu behalten. Am besten eignet sich dafür eine Tabelle. Wer nicht gerne mit Excel-Tabellen arbeitet,  kann das auch handschriftlich machen und zumindest die wichtigsten laufenden Kosten dort monatlich erfassen. Zusätzlich empfiehlt sich auch ein Haushaltsbuch für die Papierliebhaberinnen oder eine Finanz-App. Da bin ich gerade selbst am Testen und werde mich demnächst in einem Blog Artikel dem Thema widmen.

Ich selbst arbeite seit Jahren mit StarMoney und bin damit total zufrieden, weil ich alle meine Konten abrufen kann und immer auf dem Laufenden bin. Und eine App gibt es auch dazu. Egal für welche Methode Sie sich entscheiden, Sie müssen Ihnen gefallen. Sonst wird es nicht gut funktionieren.  Da empfehle ich wirklich, mal verschiedene Wege auszuprobieren, um sich nicht unnötig mit diesem Thema zu quälen, bloß weil die Methode keinen Spaß macht.

4. Finanz-Plan Schritt: Die eigenen Werte definieren und prüfen

Dabei steht die Frage im Vordergrund: Was ist Ihnen wirklich wichtig? Oder mal anders herum gefragt: Ist Ihnen das,  wofür Sie Ihr Geld investiert haben, auch wirklich wichtig?

Kompass mit dem Wort WERTEManchmal stehen die eigenen Werte mit den finanziellen Ausgaben absolut nicht im Einklang. Wer beispielsweise großen Wert auf seine Gesundheit und Vitalität legt, aber ständig hohe Ausgaben für „Auswärts-Essen auf Junkfood-Niveau“ entdeckt, wird bei seinem Kassensturz vielleicht stutzig werden. Das setzt aber voraus, dass Sie sich auch mit Ihren Werten auseinander setzen. Auch für die Wahl Ihrer Anlagestrategie ist das Bewusstsein über die eigenen Wert wichtig. Denn Themen wie Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sollten auch dabei berücksichtigt werden. Sonst tauchen irgendwann Zweifel und führen womöglich zu Kurzschlussreaktionen.

Ich finde es jedenfalls sehr hilfreich und auch sehr wichtig, sich seine Werte von Zeit zu Zeit mal wieder bewusst zu machen. Auch die Rangfolge sollte dabei überprüft werden. Ich habe das gerade heute wieder gemacht und werde nun auch meine Ziele danach ausrichten.

5. Finanz-Plan Schritt: Ziele definieren

Finanzcoaching small 72In vielen Finanz-Ratgebern wird noch immer empfohlen, zehn Prozent von seinem Einkommen zu sparen. Manche Leute sparen auch das, was von Ihrem Gehalt monatlich übrig bleibt. Oder sie nehmen sich das zumindest vor. 😉

Nach mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der FrauenFinanzberatung muss ich sagen, dass das leider bei den wenigsten klappt. Ich glaube, dass viele Menschen diese Vorgehensweise als sinnloses Sparen empfinden, Deshalb kostet sie dieser selbstauferlegte Sparzwang auch viel Überwindung. Dann droht leicht die Esel-Möhrenfalle über die im November geschrieben hatte. 😉

Ich denke, dass es psychologisch sehr viel sinnvoller ist, gezielt für seine Ziele zu sparen und das auch noch möglichst auf getrennten Konten.

Mit Ziel-Sparkonten zum Finanz-Erfolg

Konzept: Finanzplanung und Investition Euro und Europa

So hatte einer meiner Klienten immer wieder Probleme damit, dass sein Konto überzogen war. Er entschloss sich dann im Finanz Coaching verschiedene Tagesgeldkonten einzurichten für seine Ziele.

Dazu gehörten auch ein Haus-Ansparkonto für seine geplanten Renovierungsarbeiten am Haus und ein Reisekonto für seine Urlaube. Er hatte nun seine Ziele konkret vor Augen und konnte dementsprechend auch konkret darauf hinarbeiten. Außerdem hat er seine Reisepläne dann danach ausgerichtet, was sein Budget hergab. Wichtig ist aus meiner Sicht, für sich selbst den richtigen Weg und die richtige Strategie zu finden, damit das Thema Geld und Finanzen wieder oder endlich Spaß macht.

6. Finanz-Plan Schritt: Prioritäten setzen

junge frau stellt finanzplan auf

Problematisch bei der Definition der Ziele ist die Tatsache, dass unser menschliches Gehirn zukünftige Ziele  abzinst. Das heißt, dass Ziele, die in ferner Zukunft liegen deshalb keinen so hohen Stellenwert haben und meistens vernachlässigt werden. Dazu gehört vor allem die Altersvorsorge, für die in jungen oder jüngeren Jahren viel zu wenig zurück gelegt wird. Das rächt sich dann meistens später. Deshalb sollten Sie sich frühzeitig und immer mal wieder mit diesen meist ungeliebten Themen auseinander setzen. Auch wenn es etwas Überwindung kostet.

Wenn Sie Ihre Prioritäten dann klar festgelegt haben, ist es in Zukunft auch erheblich einfacher die entsprechenden Ausgaben zu bewerten und über Ihre Wichtigkeit und Höhe zu entschieden sofern es Entscheidungsspielräume gibt.

7. Finanz-Plan Schritt: Vorsorge-Analyse

Rente Rentenbescheid Einkommen im Ruhestand

In der Finanzberatung erlebe ich ziemlich häufig, dass Kundinnen oder Kunden keine Ahnung habe, wie sie bei bestimmten Ereignissen wie einer schweren längeren Krankheit oder dauernden Berufsunfähigkeit oder nach Unfall abgesichert sind. Oder sie wissen nicht, wie ihre Familie im Todesfall abgesichert ist.

Ich habe sogar schon ein paar Mal erlebten, dass Kundinnen plötzlich aus allen Wolken gefallen sind, weil sie dachten: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe ich ja. Beim Nachschauen habe ich dann festgestellt, dass die Höhe der BU-Rente nur 500 € betrug. Dafür war dann noch eine Lebensversicherung mit im Bunde, die das ganz ziemlich teuer machte und nicht wirklich nötig war.

Das größte Informationsproblem besteht meistens im Hinblick auf die Rente. Kaum jemand versteht den Rentenbescheid und weiß, was nach Abzug von Steuern, Krankenversicherung und Inflation von der Rente übrig bleibt. Durch die vielen Gesetzesänderungen in den letzten Jahren ist die ganze Thematik noch viel unübersichtlicher geworden.

Deshalb ist es absolut wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und eigene Berechnungen anzustellen oder eine Finanz- und Vorsorge-Analyse von einer Expertin oder einem Experten erstellen zu lassen.

8. Finanz-Plan Schritt: Finanz- und Vorsorgeplanung

FinanzlanungGenauso wichtig wie die Analyse ist die Planung, um wirklich Durchblick bei den Finanzen zu bekommen. Dafür gibt für einfache Hochrechnungen der Rente schon ganz gute Rechentools. Die Seite „Zinsen-berechnen“ bietet verschieden Rechner zum Ausprobieren an. Das gibt schon mal einen Eindruck davon, wie viel Geld zum Rentenbeginn benötigt wird oder wie hoch die Sparrate sein sollte.

Was der Rechner natürlich nicht leisten kann, ist eine Antwort auf die Frage, was nach Steuern, Krankenversicherung und Inflation noch von der Rente übrig bleibt. Sinnvoll ist deshalb aus meiner Sicht, sich eine ausführliche Finanzplanung erstellen zu lassen. Denn die Thematik ist doch ziemlich komplex . Dazu finden Sie weitere Informationen auf der Vermögen & Zukunft Seite.

9. Finanz-Plan Schritt: To-do Listen erstellen

Meistens ergibt sich aus den vorigen Schritten eine Menge an Aufgaben und Maßnahmen, die nun anstehen. Deshalb ist es wichtig jetzt auch ins Handeln zu kommen und die anstehenden Aufgaben nicht auf die lange Bank zu schieben. Egal ob auf Papier oder am PC, Hauptsache erfassen und möglichst auch gleich noch Termin oder Fristen setzten. Bis wann wollen Sie den Termin bei der Rentenversicherung oder bei Ihrer Finanzberaterin machen? Bis wann wollen Sie das neue Konto eingerichtet haben? Oder welche Maßnahme stehen bei Ihnen an und bis wann sollen diese durchgeführt werden.

Wer lieber mit dem PC oder Tablett solche Dinge erledigt, kann mit Outlook, dem Google Kalender oder speziellen Programmen wie beispielsweise Everest arbeiten, das ich gerade selbst noch teste. Wichtig ist einfach, die Dinge nicht wieder aus dem Blick zu verlieren.

10. Finanz-Plan Schritte: Jahresbilanz ziehen

Eine Jahresbilanz zu ziehen finde ich absolut wichtig. Zum einen können Sie überprüfen, welche Finanzentscheidungen oder geplanten Maßnahmen, sie wirklich umgesetzt haben. Zum anderen sehen Sie, was jetzt unbedingt in nächster Zukunft noch erledigt werden sollt. Es dient auch dazu, nochmal zu schauen, ob Sie mit Ihren Finanzentscheidung und Vorhaben, wirklich Ihren Werten und Zielen entsprochen haben. Denn manchmal sind ganz andere Dinge wichtig, die vorher noch gar nicht so bewusst waren.

Was beim 10 Schritte Finanz-Plan gegen die Prokastination hilft

Kennen Sie das mit der Prokastination?  Damit ist die Aufschieberitis gemeint. In solchen Fällen kann professionelle Unterstützung hilfreich sein, wie beispielsweise ein Finanz Coaching. Oder melden Sie sich doch zu einem der Geldgeflüster Workshops an. Die Planung ist fast fertig und im März geht es los.

Mehr verrate ich noch nicht, denn die Termine erfahren Sie in den nächsten. Am besten gleich den Newsletter abonnieren.

Bis die Tage!

 

Herzlichst
Ihre

Kornelia Rendigs

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Finanzielle Vorsätze auf dem Prüfstand – 5 Tipps zum Tun und Lassen

Haben Sie auch finanzielle Vorsätze für das Neue Jahr gefasst? Der Jahresanfang  ist ja klassisch die Zeit der guten Vorsätze für das kommende Jahr.

Doch mit der Umsetzung klappt das häufig nicht so optimal. Vieles geht im Tagesgeschäft unter. Manches wird verdrängt. Doch gerade finanzielle Vorsätze sind ja so wichtig.  Was also tun?

Warum die guten Vorsätze bei finanziellen Fragen so schnell verpuffen

Geht es Ihnen auch so, dass sie am Jahresanfang immer voller guter Vorsätze sind? Und ist es dann nicht häufig auch so, dass spätestens im März die neuen Vorsätze irgendwie ganz weit in Vergessenheit geraten sind.

Ich sollte mich unbedingt um meine Finanzen kümmern in diesem Jahr. 🙁

 

 … um meine Rente muss ich mich auch endlich mal kümmern … 🙁

 

Ich sollte mich wohl mal mich beraten lassen …  🙁

 Die Liste ließe sich noch problemlos weiter fortsetzen.  Aber sind finanzielle Vorsätze inspirierend? Oder gar motivierend?

Warum werden gerade finanzielle Vorsätze so lästig empfunden?

weibliche AltersarmutFinanziellen Vorsätzen sind so lästig und unangenehm, weil sie fast immer mit interessanterenThemen konkurrieren. Sie sind in aller Regel nicht lebensnotwendig, wie Essen, Trinken oder Schlafen. Finanzielle Vorsätze sind vor allem für die meisten Menschen ziemlich unattraktiv.

Es sind unangenehme und langweilige Themen. Dazu kommt häufig bei vielen Frauen auch noch das Problem, dass diese Themen etwas mit Mathematik zu tun haben. Mathe war für viele Menschen ja in der Schule schon ein Horror Thema. Dieses Trauma ist häufig geblieben und macht das Thema Finanzen nicht angenehmer. Deshalb steht es gerade bei vielen Frauen auch ganz unten auf der Liste, wenn überhaupt. 😉

Mit Prokastination zur weiblichen Altersarmut

Aus diesen Gründen werden finanzielle Themen meist auf die Warteliste geschoben. Zumindest unterbewusst greift hier das Prinzip der Prokastination. Das ist die sehr viel angenehmer klingende Bezeichnung für Aufschieberitis. Gerade dies jedoch ist fatal. Denn die meisten Frauen landen irgendwann in der Altersarmut oder sind völlig hilflos und ausgeliefert, wenn Ihnen der Ehepartner mal abhanden kommt.

Doch wie kommen Sie denn nun aus dieser Falle wieder raus? Dazu habe ich Ihnen die folgenden 5 Tipps zusammengestellt:

1. Tipp: Weniger gute Vorsätze und dafür mehr gute Wünsche und Visionen

 

Versuchen Sie es mal mit einer alternativen Vorgehensweise. Hören Sie einfach auf, das Thema von der negativen Seite aufzuziehen und sich ständig selbst unter Druck zu setzen.

 

Finanzielle Wünsche statt VorsätzeStreichen Sie die zwei Worte „ich muss“, wenn es um Ihre finanziellen Ziele geht. Wenn ein Thema so negativ belegt ist, macht es ganz bestimmt keinen Spaß. Vielleicht überlegen Sie sich stattdessen, welchen Vorteil oder Nutzen Sie daraus ziehen können. Dann können Sie sich auf die positiven Aspekte fokussieren.

Versuchen Sie es doch mal  mit den folgenden Fragen:

Hilfreiche Fragen:

Kann ich einen Nutzen daraus ziehen und wenn ja WELCHEN?

Welchen Gewinn an Wissen, Information oder finanzieller Sicherheit kann ich damit bekommen?

Ergeben sich noch Vorteile  dadurch?

Stellen Sie sich vor, wie es sich anfühlt, wenn sie endlich den Durchblick haben. Wünschen sich einfach, dass Sie in diesem Jahr Klarheit darüber bekommen, wie es mit ihren Finanzen aussieht. Wünschen Sie sich beispielsweise, dass Ihnen jemand die Finanzmathematik und die Finanzangelegenheiten so erklärt, dass sie hinterher den absoluten Durchblick haben. Gönnen Sie sich dieses Erfolgserlebnis und einen Menschen, der ihn die Thematik mit Geduld, Empathie und Verständnis erklärt.

Fühlt sich das nicht gleich viel besser an als finanzielle Vorsätze? 😉

Kraft der Suggestion

Solche positiven Suggestionen haben eine große Kraft. Wenn Sie sich die Erledigung ihrer finanziellen Themen als eine große Erleichterung vorstellen, hat das ganze gleich eine andere Wertigkeit. Und wenn Sie mehr der Wettbewerbs- oder der Wissenschaftstyp sind, betrachten Sie es doch als eine Herausforderung oder Projekt, dass Sie in diesem Jahr in Angriff nehmen werden.

2. Tipp: Commitment und Integrität statt Zwang und Selbstgeißelung

Im Finanzcoaching habe ich immer wieder erlebt, dass Kundinnen auch bei unangenehmen Aufgaben plötzlich unglaublich aktiv geworden sind. Wenn ich gefragt habe, was sie nun die Aufgaben erledigen lassen hat, habe ich oft eine erstaunliche Antwort bekommen. „Ich hatte ihnen doch mein Wort gegeben Frau Rendigs.“

Da waren plötzlich eine große Integrität und ein hohes Commitment.

Was führt dazu, dass plötzlich das Commitment so viel größer ist, als es vorher war?

Das Prinzip Integrität, also Wort geben Wort halten, hat offensichtlich eine sehr viel größere Kraft wenn wir anderen unser Wort geben. Das ist einer der großen Erfolgsfaktoren, wenn wir mit anderen gemeinsam arbeiten. Wenn es Ihnen schwer fällt Dinge anzugehen, versuchen Sie es doch einfach mal mit einem Coach oder mit einer Accountability-Partnerin.

Finanzielle Ziele formulierenAuch die schriftliche Formulierung der persönlichen Ziele für das kommende Jahr hat eine ungeheuer starke Kraft in Sachen Commitment. Wenn Sie Ihre Ziele einmal aufgeschrieben oder mit einem anderen Menschen durchgesprochen haben, dann haben sich Ihre Synapsen im Gehirn schon mal ausgerichtet. Das kann sehr viel bewirken und vor allem angenehmer als finanzielle Vorsätze.

3. Tipp: Beratung statt Do-it-Yourself

Die Finanzberatung ist in den letzten Jahren sehr in Verruf gekommen. Sicherlich hat das auch seine Gründe. Oftmals stand in der Vergangenheit der Produktverkauf im Vordergrund. Die Beratung stand dabei hinten an. Das lag aber auch daran, dass FinanzberaterInnen keine Beratungshonorare in Rechnung stellen durften.

Beratung gegen Honorar – eine sinnvolle Alternative

Vermögensaufbau für FrauenDas hat sich inzwischen zum Glück durch die aktuelle Rechtsprechung und Gesetzgebung geändert. Inzwischen bieten immer mehr seriöser BeraterInnen auch Honorarberatung an. Honorarberatung ist eine sinnvolle Investition, damit Sie einen finanziellen Überblick und bestmögliche Information bekommen. Ich selbst biete seit 2009 schon die Ruhestandsplanung als Honorarberatung an, damit meine Kundinnen genau wissen, was sie im Ruhestand erwartet. Dazu gehören die Berechnung der Renteneinkünfte nach Abzug von Steuern, Krankenversicherung und Inflation und die steuerliche Betrachtung der unterschiedlichen Vorsorgemöglichkeiten.

Autodidaktin oder Beratungskundin?

 

Stellen Sie sich doch einfach mal kritisch selber auf die Probe: Sind Sie wirklich die Autodidaktin, die Ihr Wissen aus einem Buch oder einem Onlinekurs ziehen und dann auch wirklich umsetzen kann? Dann können Sie auch die Do-it-yourself-Variante wählen. Auch hier im Finanzcoaching-Blog werden Sie zukünftig Online-Kurse für Autodidaktinnen finden. Wenn das nichts für Sie ist, dann entscheiden Sie sich für das Finanzcoaching oder die Finanzberatung. Denn diese Investition zahlt sich dann mit Sicherheit für Sie aus.

4. Tipp: Machen Sie sich einen Plan

Auch Deadlines und ein fester Zeitplan sind eine große Hilfe bei der Umsetzung Ihrer Vorhaben und Ziele in Sachen Finanzen. Tragen Sie sich die Themen, die sie in diesem Jahr erledigen wollen, doch schon mal im Kalender ein. Machen Sie sich einen Fahrplan, bis wann Sie was erledigt haben wollen. Auch Termine die mit anderen abgeschlossen werden müssen, können sich schon gleich im Januar vereinbaren.

Termine machen, um ins Tun zu kommen

Müssen Sie noch einen Termin bei der Rentenversicherung für die Kontenklärung machen? Dann greifen Sie doch gleich zum Hörer und machen Sie den Termin klar. Bei den Behörden gibt es sowieso immer Wartezeiten. Sie werden noch genug Zeit haben, sich darauf vorzubereiten und alle Unterlagen zusammenzustellen. Sie werden sehen, welche guten Gefühle solche Aktivitäten schon im Januar auslösen und wie Sie damit frühzeitig die Weichen für das kommende Jahr stellen.

5. Tipp: Nutzen Sie den Gruppen-Flow

Bei meinen Geldgeflüster-Workshops bin ich immer wieder überrascht, welche Energien in Gruppen freigesetzt werden. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich die Teilnehmerinnen gegenseitig inspirieren und motivieren. Auch die Erkenntnis, dass die anderen ganz ähnlichen Fragen, Themen und Probleme haben, ist häufig für die Teilnehmerinnen sehr hilfreich. Oftmals ergeben sich auch danach noch Kooperationen und sehr konstruktive Verbindungen.

Workshops und Seminare nutzen

Die Geldgeflüster-Workshops sind immer wieder eine gute Chance, das Thema Geld und Finanzen richtig anzugehen. Vielleicht verknüpfen Sie den Workshop mit einer Städtereise oder einem kleinen Urlaub. Und wenn Sie ganz besonders intensiv an Ihrer Geldbeziehung arbeiten möchten und sich ein solides Grundwissen in Sachen Vorsorge und Investment erarbeiten wollen, dann empfehle ich Ihnen meinen großen Geld-Workshop. Die neuen Termine sind momentan in Arbeit. Ich werde sie in der nächsten Woche bekannt geben.

Ich freue mich, wenn Sie dabei sind und wir uns dann endlich persönlich kennen lernen oder wiedertreffen werden.

Herzlichst

 

Herzlichst
Ihre

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5 Erfolgsschritte für smarte Finanz-Ziele

Smarte Finanz-Ziele sind für smarte Finanz-Entscheiderinnen der nächste wichtige Schritt zum finanziellen Erfolg. Nachdem Sie sich mit Ihren Grundmotiven und Visionen befasst haben, gilt es nun, die inspirierenden Bilder in Zahlen umzusetzen.

Warum Frauen nicht gerne finanzielle Ziele formulieren

Finanzielle Ziele zu definieren und strategisch zu planen, fällt vielen Frauen immer noch sehr schwer. Geht es Ihnen auch so? Die Auseinandersetzung mit Zahlen, speziell mit der Finanzmathematik ist Ihnen ein echter Gräuel? Kommen da vielleicht sogar traumatische Erfahrungen aus der Schulzeit wieder hoch?

Damit stehen Sie nicht alleine da. Es geht vielen Deutschen so. Beim Thema Finanzen hat das leider verheerende Folgen. Aus meiner Sicht liegt darin einer der Gründe für Altersarmut und mangelnde Selbstvorsorge begründet. Vor allem Frauen sind davon betroffen.

Warum gerade der Zeitfaktor finanzielle Ziele so wichtig macht

Gerade junge Frauen finden es äußerst uncool, sich mit dem Thema Vermögensaufbau oder Altersvorsorge zu befassen. Im stressigen Berufsleben bleibt dann keine Zeit mehr dafür. Das rächt sich irgendwann. Kaum dass sie sich versehen, sind wertvolle Jahr verstrichen. Später wird es dann sehr schwierig, noch ausreichend für den Ruhestand vorzusorgen.

Sicherlich gibt es spannendere Themen im Leben, als für den Ruhestand zu planen, doch ohne Planung droht Altersarmut. Deshalb sind Ziele so wichtig.

Mit diesen 5 Erfolgsschritten wird es Ihnen gelingen, Ihre smarten Finanz-Ziele zu planen und später auch umzusetzen.

1. Erfolgsschritt: Suchen Sie sich Unterstützung bei der Planung

Wenn Ihre Mathematik-Schulerfahrungen traumatisch waren, werden Sie das Problem wahrscheinlich nicht alleine lösen  können. Die Ruhestandsplanung ist ohnehin kaum ohne spezielle Software zu lösen, da auch steuerliche Aspekte, wie die Rentenbesteuerung, der Einfluss der Inflation und andere Faktoren eine Rolle spielen.

Deshalb empfehle ich Ihnen eine professionelle Analyse und Ruhestandsplanung in Auftrag zu geben. Diese Investition in Wissen und Information ist dann ihr Fundament für smarte Finanz-Ziele und Entscheidungen.

Wenn Sie in einer Partnerschaft leben oder schon Familie haben, sollten Sie die Planung unbedingt gemeinsam mit Ihrem Partner machen. Es bringt aus meiner Sicht absolut nichts, wenn in einer Partnerschaft nicht beide an einem Strang ziehen, sondern womöglich gegeneinander arbeiten.

2. Erfolgsschritt: Wählen Sie inspirierende Ziele

Mal ganz abgesehen von Ihren Mathe-Erfahrungen gibt es bei den langfristigen Finanz-Zielen auch noch andere Hemmschuhe.  Die konkurrieren nämlich immer mit den kurzfristigen Belohnungen. Die Wissenschaftler Shefrin und Thaler haben dazu das verhaltenswissenschaftliche Lebenszyklusmodell entwickelt. Dabei wird angenommen, dass Menschen grundsätzlich der Versuchung widerstehen müssen, dass sie ihr heutiges und zukünftiges Einkommen nicht sofort verkonsumieren. Das macht es so schwierig.

Finanzielle Ziele ohne Motivation funktionieren sowieso nicht wirklich. Stattdessen landen Sie dann wahrscheinlich in der Esel-Möhren-Falle.  Darüber hatte ich ja schon berichtet. 😉

Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich auch für Ihren Ruhestand noch attraktive Pläne schmieden. Je inspirierender Sie Ihre Ruhestands-Ziele planen, desto weniger schmerzhaft fällt der Konsumverzicht aus. Auch andere wichtige Ziele wie beispielsweise die Ausbildung Ihrer Kinder oder die Erfüllung eines Lebenstraums  sollten ganz konkret in die Planung eingehen. Sonst werden sie wahrscheinlich immer Träume bleiben und keine smarten Finanz-Ziele werden.

3. Erfolgsschritt: Legen Sie sich fest!

Jede Architektin, jeder Regisseurin und jede Künstlerin macht einen Entwurf oder einen Plan, bevor sie mit der Arbeit beginnt. Dann folgt sie mit ihrer Arbeit diesem Bild. Ohne ein solches Leitbild könnten kein Gebäude, kein Film und keine Gemälde entstehen.

Schrecken Sie noch davor zurück, sich einen Plan zu machen für Ihre eigenen smarten Finanz-Ziele? Das kann ich verstehen. Denn nun geht es ans Eingemachte. Sie müssen sich entscheiden und sich auch noch festlegen. Womöglich müssen Sie sich -scheinbar- auch noch vor anderen rechtfertigen.

Genau davor schrecken Frauen oft zurück. Denn diese Entscheidung kann bedeuten, dass Sie sich von Ihrer Herde trennen müssen. Ihre Freundinnen werden Sie vielleicht als Nerd oder als Exotin betrachten, wenn Sie sich plötzlich mit „Männer-Themen“ befassen. Das kann einsam machen. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede.

Warum Sie für smarte Finanz-Ziele Ihre Komfortzone verlassen müssen

Doch im Vertrauen gesagt: Auch ohne Wahl gehen Sie immer nur einen Weg. Doch keinen, den Sie sich ausgesucht haben. Ich habe oft erlebt, dass Frauen nach einer Scheidung oder nach dem Tod des Partners bitter bereut haben, dass sie sich um Finanzthemen nie gekümmert hatten. Deshalb sein Sie mutig und verlassen Sie die Komfortzone. Legen sich Sie fest bei Ihren smarten Finanz-Zielen. So schwierig ist es auch wieder nicht. Wenn Sie einen Urlaub oder eine Städtereise machen wollen, gehen Sie doch genauso vor.

Gehen Sie Ihren eigenen finanziellen Weg und laufen Sie nicht mit der Herde! Klick um zu Tweeten

4. Erfolgsschritt: SMART Formel

Ein weiterer guter Ansatz für die Zielfindung ist die SMART Formel, weil sie die Umsetzung deutlich erleichtern kann. Zugegeben, sie ist schon ein wenig abgegriffen. Aber das tut der Sache ja keinen Abbruch.

Ein gutes Ziel sollte also SMART sein. SMART ist ein Akronym aus dem Englischen und bedeutet Specific – Measurable –  Accepted – Realistic  -Timely.

Übersetzen kann man es mit

Spezifisch

Messbar

Akzeptiert

Realistisch

Terminierbar.

 

Spezifisch:

Definieren Sie ihr Ziel so eindeutig und konkret wie möglich. Formulieren also nicht nur „Geld sparen“ sondern ganz konkret: „ Am 31.12.2018 beträgt meine Rücklage auf dem Tagesgeldkonto drei Monatsgehälter. Außerdem habe ich meinen Dispo-Kredit auf dem Girokonto ausgeglichen.“

Messbar:

Wie Sie am obigen Beispiel sehen können, sollte das Ziel also auch in Zahlen genau definiert sein. Statt drei Monatsgehälter, sollten Sie die Zahl am besten vorher auch noch ausrechnen und ebenso wie den Zeitpunkt mit Datum festlegen.

Akzeptiert:

Das Ziel muss von allen Betroffenen akzeptiert werden. Deshalb sollten Sie in jedem Fall Ihren Partner mit ins Boot holen. Finanzplanung muss immer gemeinsam erfolgen.

Realistisch:

Sie dürfen Ihre Ziele ruhig etwas höher hängen, als Ihnen erstmal lieb ist. Nur wenn Sie den Mut haben, Ihre Komfortzone zu verlassen, können Sie wirklich etwas bewegen. Doch sollten Ihre Ziele ganz realistisch betrachtet auch noch erreichbar sein. Sonst landen Sie unweigerlich in der Frustfalle und geben sehr schnell wieder auf.

Terminierbar:

Deadlines sind ungemein wichtig. Trotzdem gelingt manchmal nicht, weil die eigenen Deadlines allzu leicht wieder über den Haufen geworfen werden. Das merke ich immer wieder im Finanz Coaching. Eine Klientin sagte mal sehr treffend: „Ich habe die Aufgabe nur pünktlich erledigt, weil ich Ihnen mein Wort gegeben hatte, Frau Rendigs.“ Es ist eben einfacher, sich anderen gegenüber zu comitten als sich selbst gegenüber, sein Wort zu halten. Suchen Sie sich einfach eine passende Person für Ihr Commitment. Ich habe meine Accountability-Partnerin gefunden und bin dafür sehr dankbar.

5. Erfolgsschritt: Teilziele setzen mit der Salami-Taktik

Teilziele sind wichtig, damit Sie sich auf dem Weg zu Ihren ganz großen Zielen nicht verirren. Dabei hilft wieder mal die Salami-Taktik. Teilen Sie das ganz große Ziel einfach in kleine Scheibchen oder Teilziele auf und setzen Sie sich auch dafür wieder Deadlines.

Für Ihr Ziel-Ruhestands-Einkommen, beispielsweise müssten Sie sich überlegen, wieviel Zeit Ihnen noch übrig bleibt und wieviel Sie pro Jahr in dieser Zeit ansparen müssten. Genau diese Planung mache ich regelmäßig für meine Kundinnen. Manchmal ist das Ergebnis erst einmal ziemlich ernüchternd. Doch dann geht es darum, Lösungen zu finden. Gegebenenfalls muss das ganz große Ziel auch noch einmal angepasst werden, wenn das verfügbare Budget dafür nicht zur Verfügung steht. Doch ohne diese Planung wartet sonst irgendwann die böse Überraschung auf Sie. Deshalb sind finanzielle Ziele so wichtig.

Haben Sie mit Ihrer Zielplanung für 2018 schon begonnen? Der Jahreswechsel ist ja traditionell die Zeit der Ziele und guten Vorsätze.

Welche Erfahrungen haben mit finanziellen Zielen gemacht? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Wenn Sie bei Ihren bei Ihren smarten Finanz-Ziele Unterstützung brauchen, buchen Sie einfach ein telefonisches Finanz Coaching.

Ich freue mich auf Ihren Anruf!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Planung Ihrer smarten Finanz-Ziele!

Herzlichst
Ihre

unterschrift_kr_v01

 

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10 Tipps für finanziell erfolgreiche Visionen

Visionen und Lebensziele spielen eine bedeutende Rolle im Leben. Doch reicht das auch, um finanziell erfolgreich zu sein? Sind Visionen quasi Selbstläufer oder sind sie eher Träumereien, die Sie letztendlich arm machen? Genau hier scheiden sich wie immer die Geister.

Laut Erich Fromm sind Menschen ohne Visionen kaum bereit sich anzustrengen und auch Goethe war ja der Meinung, dass Ihnen mit der richtigen Fokussierung das Ziel schon von selbst entgegen kommt.

Ganz anders dagegen äußerte sich der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt mit seinen bekannten Worten:

„Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen.“

Was ist also dran an den Visionen? Sind Sie wirklich immer hilfreich? Diese Frage muss geklärt werden. Deshalb hatt ich in der „5-Schritte-Strategie für Finanz-Erfolg“ die Überprüfung der Visionen und Lebensziele auf die Agenda gesetzt.

Was also bewirken Visionen?

Wenn Sie eine Lebensvision haben, sehen Sie viele Dinge klarer. Sie kommen ins Tun und agieren statt zu reagieren. Mit einer Lebensvision fällt es Ihnen wahrscheinlich leichter, Entscheidungen zu treffen. Sie haben eine größere Motivation und einen stärkeren Antrieb. Demzufolge können Sie dann auch besser Ihre finanziellen Ziele planen.

Voraussetzungen für motivierende Visionen

Psychologinnen der technischen Universität München fanden in ihren Forschungen heraus, dass Visionen eine starke motivierende Kraft erfüllen, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Die Vision sollte bildlich gut vorstellbar sein
  2. Die Vision sollte mit den unbewussten Motiven eines Menschen übereinstimmen.

Was Visionen nicht leisten können

Wenn Sie also mit Ihren bewusst entwickelten Visionen gegen Ihre (unbewussten) Motive handeln, kann das zu inneren Konflikten führen.  Vielleicht erinnern Sie sich noch.  Dazu ein Beispiel:

Nehmen wir mal an, Sie sind sehr sportlich. Sie sind eine ziemlich gute Tennisspielerin. Allerdings ist das Motiv Leistung bei Ihnen eher gering ausgeprägt. Deshalb sind Sie absolut kein Wettkampf-Typ. Sie mögen lieber gemütliche Punktspiele mit den Freundinnen aus der Mannschaft .

Eine Karriere als Profi-Tennisspielerin würde Sie unter diesen Voraussetzungen wahrscheinlich nicht glücklich machen. Vielleicht könnten Sie trotzdem sportlich und auch finanziell erfolgreich werden. Doch wahrscheinlich wäre der Preis hoch. Er könnte innere Unzufriedenheit bis hin zur Depression bedeuten.

Eine Karriere als Solopreneurin  wäre auch nicht die beste Entscheidung, wenn Sie ein starkes Anschluss-Motiv haben. Sitzen Sie die meiste Zeit allein in Ihrem  Homeoffice, besteht nämlich die Gefahr, dass Sie dort allmählich vereinsamen. Das kann dann auch der finanzielle Erfolg auf Dauer nicht kompensieren.

Gelingen kann es aber dann wiederum, wenn Sie auch noch Familienmanagerin sind und sich beim Arbeiten mitten im Gewusel Ihrer Lieben so richtig wohl fühlen. 😉

Visionen können also viel bewirken. Wunder dauern etwas länger. 😉 Klick um zu Tweeten

Wann Visionen auch demotivieren können

Visionen können auch das Gegenteil bewirken. Sie sind total demotivierend, wenn sie sehr unrealistisch ausgestaltet werden.

Wozu sollte Ihnen Ihr Verstand bei unerreichbaren Visionen den Auftrag „Mühe geben  und anstrengen“ erteilen? Das wäre doch nur Energieverschwendung.

 

 

So haben jüngst Studien zum Thema Abnehmen gezeigt, dass diejenigen Teilnehmer viel früher aufgegeben hatten, die vorher die höchsten und vor allem unrealistischen Erwartungen an ihren Traum-Körper hatten. Die Realistischen hatten mehr Durchhaltevermögen und damit auch mehr Erfolg.

Wer Visionen wahr machen will, muss auch beharrlich und diszipliniert sein. Vor allem bei Misserfolgen oder in Krisenphasen, immer wieder aufstehen zu können, gehört ebenfalls dazu.

Genau deshalb können Sie sich meines Erachtens diese Tschakka-Erfolgs- und Motivations-Großveranstaltungen nach amerikanischem Modell sparen. Was nützt es Ihnen, viel Geld zu investieren, um in einer aufgeheizten Masse auf den eigenen Stuhl zu steigen und die Arme in die Luft zu reißen?

Zu Hause wird ihr Verstand sich melden und Sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Nur wenn Ihr Verstand, nicht an Ihre Fähigkeiten und Talente glaubt und zu der Sorte Miesmacher und Nörgler gehört, dann sollten Sie Maßnahmen ergreifen. 😉

Die eigene Vision finden Sie wahrscheinlich eher in einer ruhigen Stunde, wenn Sie ganz bei sich selbst sind. Und zum Erfolg gehören dann auch Diziplin, Selbstreflektion und Beharrlichkeit.

10 Tipps für Ihre finanziell erfolgreichen Visionen

1. Tipp: Vision Board – Wie Sie innere Bilder für Ihre Visionen entwickeln

Gerade für Frauen ist es meiner Erfahrung nach sehr hilfreich, mit inneren Bildern zu arbeiten. Mit diesen Bildern im Gepäck können Sie dann sehr inspiriert Ihre finanziellen Ziele definieren. Sie können sich vor allem mit Ihren Zielen dann auch identifizieren.

In meinen Workshops und im Finanz Coaching ermutige ich die Teilnehmerinnen häufig, Visionsbilder zu malen oder Vision Boards zu erstellen. Dazu möchte ich Sie auch ermutigen. Im Internet finden Sie zahlreiche Anleitungen und Tipps für die Erstellung.

Ich muss gestehen, dass ich in Sachen Vision Board immer noch zur analogen Fraktion gehöre. Ganz Old School mit Zeichenblock, Schere, Stiften, Pinseln, bunten Farben und bunt bebilderten Zeitschriften bewaffnet, habe ich schon beim Erstellen meines Vision Boards wahre Glücksmomente. 😉

Trotzdem finde ich die elektronische Erstellung mit Online-Software oder App auch total spannend. Ich denke, das werde ich demnächst auch noch mal ausprobieren. 😉

2. Tipp:  Wie Sie schriftliche Bilder Ihrer Visionen erzeugen

Wenn Basteln und Malen nicht so Ihr Ding ist, können Sie auch eine schriftliche Visionen verfassen. Stellen Sie sich vor, anlässlich Ihres 70. Geburtstages wird in der Lokalpresse oder in einer überregionalen Zeitung ;-), je nachdem wie Ihre Vision aussieht, ein Interview mit Ihnen abgedruckt. Was würden Sie rückblickend berichten? Welche großen oder kleinen Erfolge hatten Sie? Wie hat sich all das finanzielle ausgewirkt?

Überlegen Sie sich auch einmal, welche Menschen heute Ihre Vorbilder sind. Was bewundern Sie an diesen Menschen? Welche Fähigkeiten hätten Sie auch gerne? Welches Verhalten macht diese Menschen so anziehend? Wo können Sie Gemeinsamkeiten mit sich selbst, Ihren Werten und Überzeugungen finden? Mit wem würden Sie gerne tauschen? Welche Gründe gibt es dafür?

3. Tipp: Umsetzbarkeit prüfen

Wie ich schon oben geschrieben habe, hängt das Gelingen Ihrer Vision sehr stark davon ab, ob sie auch realistisch umsetzbar ist. Oft sind die Grenzen in der ersten Euphorie nicht gleich sichtbar. Aber meist tauchen die ersten Zweifel schon nach ein paar Tagen oder Wochen auf. Dann zeigt sich auch, wie kraftvoll Ihre Vision wirklich wahr oder ob Sie nur der Vision eines anderen Menschen gefolgt sind.

4. Tipp: Prüfen, ob die Vision zu Ihrem Grundmotiv passt oder zumindest damit vereinbar ist

Zum Thema Grundmotiv hatte ich bereits im letzten Blog ausführlich geschrieben. Es ist wichtig für Ihren finanziellen Erfolg, dass hier die Passung stimmt. Wahrscheinlich würden Sie mit eisernem Willen und Disziplin sogar Ihre finanziellen Ziele noch umsetzen können. Doch glücklich würden Sie damit sicherlich nicht werden. Schlimmstenfalls können solche inneren Konflikte, Sie auf Dauer sogar krank machen.

5. Tipp: Visionen schnellstmöglich in Ziele umsetzen

Visionen versinken oft im Tagesgeschäft, wenn sie nicht gepflegt werden. Manchmal ist schon wundersam, wie sie sich doch erfüllen, ohne dass etwas dazu beigetragen wird. . Trotzdem sollten Sie schon die Tür einen Spalt öffnen, wenn der Bote mit der Bestellung vom Universum kommt. Manche Visionen werden auch nicht eintreten – zumindest nicht in diesem Leben, wenn Sie nicht ein bisschen mithelfen. 😉

6. Tipp: konkrete Maßnahmen planen

Beim Thema Mithelfen sind wir dann auch schon bei den konkreten Maßnahmen. Eine Olympia-Goldmedaille ist sicherlich auch schon für viele Sportler eine große Vision gewesen. Doch keine oder keiner von diesen Sportlern hätte je eine Goldmedaille ohne Training, Fleiß, Ausdauer, Beharrlichkeit und Disziplin erreichen können.

Deshalb ist es auch für Ihre Visionen wichtig, dass Sie diese jetzt in eine Strategie umsetzen und konkrete Maßnahmen ergreifen.

7. Tipp: Unterstützung suchen

Es ist immer wieder unglaublich, wie hilfreich und ermutigend Austausch und Unterstützung ist. Ich sitze regelmäßig mit meiner Accountability-Partnerin zusammen. Einen tollen Beitrag zu diesem Thema hat Claudia Kauscheder verfasst.

Es lohnt sich den Artikel zu lesen. Übrigens habe ich erst in ihrem Podcast erfahren, dass ich eine Accountability-Partnerin habe. Den Ausdruck kannte ich vorher nicht. 😀

8.Tipp: Freundschaft mit den Zahlen schließen

Ich weiß, dass Mathe für viele Frauen ein echtes Alptraumthema ist. Ich erinnere mich noch gut an meine Abi-Mathe-Lerngruppe und meine verzweifelten Versuche, drei Mathe-Totalverweigerinnen die Kurvendiskussion zu erklären. Leider läuft da heutzutage noch mindestens genauso viel falsch in den Schulen, wenn nicht noch schlimmer. Doch finanzieller Erfolg hat auch immer etwas mit Zahlen zu tun. Egal ob es die Ruhestandsplanung oder die finanzielle Planung Ihrer Weltreise ist, ..

… finanziell erfolgreich planen, heißt Malen nach Zahlen. 😉 Klick um zu Tweeten

Deshalb suchen Sie sich Unterstützung. Lassen Sie sich beim Planen coachen oder lassen Sie andere rechnen. Der goldene Mittelweg ist aus meiner Sicht immer die optimal Mischung. Im Zeitalter der Computer und Exceltabellen, lässt sich vieles einrichten und dann langfristig nutzen. Sie müssen ja die Software nicht selber programmieren. 😉

9. Tipp: die eigene (finanzielle) Risikobereitschaft

Die Risikobereitschaft spielt bei allen Unternehmungen eine große Rolle. Bei der Umsetzung Ihrer Vision ist vor allem Ihre finanzielle Risikobereitschaft wichtig. Das Problem dabei: Menschen verschätzen fast immer mit ihrer finanziellen Risikobereitschaft. Gerade Frauen unterschätzen ihre Risikobereitschaft häufig. Diese Unkenntnis über die eigene Risikobereitschaft und die Verunsicherung bei Finanzthemen und Zahlen lässt so manche Visionen in Schubladen und in der Versenkung verschwinden. Schade eigentlich. 😉

Aus diesen Gründen arbeite ich seit Jahren schon mit dem FinanMetrica Risikoprofiler und habe damit sowohl im Coaching als auch in der Ruhestands- und Finanzplanung super gemacht.

10. Tipp: Controlling und Kurskorrekturen

Controlling ist – ganz ehrlich- auch nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Höchstens, wenn es darum geht, die Fehler anderer zu suchen. 😉 Aber mal Scherz beiseite, ohne Controlling geht es nicht. Gerade bei den finanziellen Angelegenheiten, ist es unumgänglich, die Entscheidungen der Vergangenheit regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. In der aktuellen Niedrigzinsphase müssen viele Entscheidungen überdacht werden

Kurskorrekturen sind in den seltensten Fällen ganz vermeidbar. Das Leben hält sich nun mal nicht immer an den Plan. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig einzugreifen und wenn möglich umzulenken oder gegen zu steuern. Manchmal hilft auch nur Abwettern und Aussitzen. Oder wie es so schön heißt: Aufstehen, schütteln, weiter machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Inspiration, Kreativität und Commitment für Ihre finanziell erfolgreichen Visionen und Lebensziele.

Herzlichst
Ihre

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Das Esel-Möhren Prinzip – Oder warum finanzielle Ziele ohne Motivation nicht funktionieren

Kennen Sie schon das Esel-Möhren Prinzip oder können Sie sich vorstellen, warum finanzielle Ziele ohne Motivation nicht (gut)  funktionieren?

Egal wie Sie diese Frage jetzt beantworten, es lohnt sich dieses Thema  genauer unter die Lupe zu nehmen.

Deshalb geht es im heutigen Blog nicht nur um Ihre finanzielle Ziele, sondern um das, was Sie wirklich motiviert und Ihre Ziele beeinflusst.

Reichen finanzielle Ziele als Motivation?

Viele erfolgreiche Menschen hatten ein großes Ziel vor Augen. Das elektrische Licht oder die Mobilität durch Eisenbahn und Auto sind Beispiele dafür.  Oft waren die  finanziellen Beweggründe dabei sogar nebensächlich. Der finanzielle Erfolg war quasi ein Nebeneffekt.

Andererseits ist es ganz ohne finanzielle Motivation auch unmöglich, finanziell erfolgreich zu sein. Viele Künstler waren erst nach ihrem Tod erfolgreich. Davon profitierten dann die Erben.

In der Praxis habe ich häufig erlebt, dass Menschen auf der Suche nach finanziellem Erfolg, immer wieder finanzielle Ziele formulierten. Doch fehlt Ihnen dabei die Motivation, war es schwierig, am Ball zu bleiben . Oft wurden die Ziele dann auch nicht umgesetzt.

Warum innere Konflikte Ihre finanziellen Ziele gefährden

Nicht alle Menschen sind gleichermaßen durch finanzielle Anreize zu motivieren. Wenn Ihre finanziellen Ziele gegen Ihre Motive oder gegen andere persönliche Ziele verstoßen, löst das auf Dauer sogar innere Konflikte aus. Solche inneren Konflikte können dazu führen, dass Sie sich trotz Erreichen Ihrer finanziellen Ziele, irgendwann unzufrieden oder sogar erschöpft und ausgebrannt fühlen.

Eine besondere Rolle dabei spielt die Wirkung, die Geld auf das menschliche Gehirn ausübt. Bevor wir uns also Ihren Motiven zuwenden, schauen wir uns erst einmal diesen Wirkungsmechanismus und seine Gefahren an.

Was Geld in Ihrem Gehirn auslösen kann

Je nachdem, welche Funktion Geld im Rahmen Ihrer Motive spielt, kann es durchaus eine stimulierende Wirkung auf Ihr Belohnungszentrum im Gehirn haben. Zumindest haben Hirnscans das bewiesen.

Das Gehirn reagiert beim Erhalt von Geld ähnlich, wie bei der Einnahme von Drogen. Klick um zu Tweeten

Die Konsequenzen sind verheerend, denn Geld beeinträchtigt das Urteilsvermögen ganz gravierend. Entscheidungen werden weniger rational getroffen und die Risikobereitschaft wächst.

Wie Geld zur Droge wird und Sucht erzeugt

Das Fatale dabei ist außerdem, dass der Belohnungseffekt sehr schnell wieder verpufft. Mit der Zeit gewöhnt sich das Gehirn an den mit dem Geldeingang verbundenen Belohnungseffekt. Es schreit nach mehr. Für den nächsten Rausch braucht es dann noch mehr “Stoff”. Nach und nach entsteht eine regelrechte Sucht.

Solche Erfahrungen werden immer wieder in Vertriebsstrukturen und Organisationsformen gemacht, in denen umsatzabhängige Vergütungsmodelle praktiziert werden. Deshalb können finanzielle Anreize alleine kaum dauerhaft motivieren, da sie sich immer wieder in kürzester Zeit abnutzen. Die Wirkung verpufft immer schneller. Es entstehen ein Gewöhnungseffekt und das Bedürfnis nach einer höheren Dosis.

Warum ohne Motivation die Esel-Möhren Falle droht

Dieses Phänomen für die künstlich geschaffene Motivation mit quasi unerreichbaren Belohnungen wird auch Möhren-Prinzip genannt. Es steht für die Metapher vom faulen und dummen Esel, dem zur Motivation eine Möhre deutlich sichtbar, aber für ihn auch unerreichbar, vor die Nase gebunden wird. Das Ziel dabei ist, dass der Esel immer schön hinter der Möhre herläuft und in Bewegung bleibt. Schlussendlich wird er irgendwann vor Erschöpfung zusammen brechen.

Genau das, soll Ihnen natürlich erspart bleiben!

Sein Sie keine Eselin und lassen Sie Geld nicht zu Ihrer Möhre werden! Klick um zu Tweeten

Genau dieses Esel-Möhren Prinzip passiert nämlich, wenn Sie sich ganz bewusst finanzielle Ziele setzen, ohne sich über Ihre Motive bewusst zu sein. Oder wenn Sie sogar ganz bewusst gegen Ihre Motive verstoßen und Zielkonflikte in Kauf nehmen.

Fazit:

Vermeiden Sie das Möhren-Prinzip bei der Formulierung Ihrer finanziellen Zielen. Klick um zu Tweeten

Welche Grundmotive Sie kennen sollten, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen

  1. Wenn Sie also nicht irgendwann in der Esel-Möhren Falle landen wollen, wäre eine Tätigkeit, die Ihrer  intrinsischen Motivation entspricht, der Idealzustand. Das ist diese natürlich Motivation, die von innen kommt. Vielleicht kennen Sie das von Tätigkeiten, bei denen Sie wirklich alles um sich herum vergessen.

Sie arbeiten dann in höchster Konzentration und sind im Flow. Äußere Motivation brauchen Sie gar nicht mehr. Denn diese Tätigkeit ist für Sie selbstbelohnend. 

Sicherlich ist dieser Idealzustand nicht immer umsetzbar. Doch es ist wichtig, nicht völlig gegen die eigenen Motive zu handeln. Deshalb empfiehlt es sich, diese Motive anzuschauen.

Zu den grundlegenden menschlichen Motiven zählen in der Motivationspsychologie nach Maslow die folgenden drei

  Grundmotive:

I. Anschluss

II. Macht

III. Leistung

Anschluss ist das Streben nach sozialer Nähe, Geborgenheit, Freundschaft und Zuneigung. Das Macht-Motiv ist gekennzeichnet durch Eigenschaften, wie Status, Einfluss, Kontrolle und Dominanz. Beim Motiv Leistung geht es um persönliche Erfolge, um Wettbewerb und um hohen Ehrgeiz bei der Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen. Auch die Steigerung von Status und Bekanntheit können eine Rolle spielen.

Um Ihre finanziellen Ziele erfolgreich umsetzen zu können, ist es also wichtig, dass Sie Ihr Grundmotiv kennen. Nur dann können Sie vermeiden, dass die Tätigkeit Ihnen eigentlich widerstrebt und die Erfolgschancen gering sind.

Zur Erforschung der eigenen Grundmotive finden Sie  hilfreiche Informationen und einen  Selbsttest im Blog von  Businness-Coach Jürgen Zirbik.

Warum Ihre finanziellen Ziele und Motive zusammen passen sollten

Hirnforscher und Psychologen unterscheiden zwischen unbewussten und bewussten Motiven. Die unbewussten Motive entwickeln sich meist in der frühen Kindheit und sind deshalb nicht erinnerungsfähig.

Bewusste Motive dagegen sind von Ihnen ganz klar gewählte oder von außen gesetzte Ziele. Wenn diese unbewussten und bewussten Ziele nicht vereinbar sind, sprechen Wissenschaftler von Inkongruenz. Dann kann es passieren, dass Sie auf Dauer vielleicht Ihre– ganz bewusst gesetzten –finanziellen Ziele zwar erreichen. Sie werden aber damit nicht glücklich.

Die finanziellen Belohnungen können die Unzufriedenheit nicht ausgleichen. Sie werden womöglich depressiv und krank dabei. Deshalb ist die Vereinbarkeit von Zielen und Motiven für dauerhaften finanziellen Erfolg eine wichtige Voraussetzung.

Viele Menschen leiden unter genau diesem Problem. Vor allem wenn die finanziellen Zielen von „oben“ diktiert werden, wird das als Druck empfunden. Das kann die Bonus-Zahlung im Dezember dann auch nicht kompensieren. Denn im Januar schon fängt der Druck von vorne an.

Die Vereinbarkeit oder Kongruenz Ihrer finanziellen Ziele und Motive ist auch noch aus einem anderen Grund bedeutsam. Sie ist nach Albert Banduras Konzept der Selbstwirksamkeit die Voraussetzung für Ihren Erfolg.

Selbstwirksamkeit und Realitätsorientierung als Erfolgsfaktoren

Selbstwirksame Menschen zeichnen sich durch ihre sogenannte Persistenz aus. Das ist die Hartnäckigkeit, mit der sie Ziele verfolgen, deren Erreichung eine hohe Belohnung versprechen. Dabei ist die Belohnung aber nicht unbedingt im Erreichen des gesetzten finanziellen Ziels zu sehen. Menschen die eine hohe Leistungsorientierung haben, empfinden die Belohnung vielmehr dadurch, dass sie eine große Herausforderung gemeistert haben.

Im Gegensatz zu selbstwirksamen Menschen sehen sogenannte Vermeider in den Herausforderungen eher eine Bedrohung oder Gefahr, die sie lieber vermeiden. Vermeider gehen vermeintlichen Gefahren lieber aus dem Weg.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Selbstwirksamkeit ist die Realitätsorientierung. Sie können nämlich sehr hartnäckig Ihre finanziellen oder andere Ziele verfolgen. Sie merken dabei aber gar nicht, dass diese Ziele quasi unerreichbar sind oder dass die Ziele gar nicht lohnenswert sind.

Die Esel-Möhren Vermeidungsstrategie

Wenn Sie in Zukunft also  finanziell erfolgreich sein und trotzdem nicht in der Esel-Möhren-Falle enden wollen, brauchen Sie die richtige Strategie. Wichtig ist, dass Sie Ziele und Tätigkeiten finden, die Ihren Grundmotiven wenigstens nicht völlig entgegenstehen.

Optimal ist natürlich eine Arbeit, die Sie mit Leidenschaft und Motivation ausüben. Das wird nicht immer hundertprozentig umsetzbar sein. Doch wenn es völlig in die falsche Richtung läuft, wird Sie das irgendwann krank machen.

Umgekehrt funktioniert es allerdings auch nicht. Wenn Ihre Leidenschaft wenig Chancen zum Geld verdienen bietet, dann wird es mit den finanziellen Ziele wiederum nicht klappen.

Deshalb gilt es die richtige Balance zu finden und womöglich einen Kompromiss zu schließen. Diese 3 Schritte können dabei helfen:

Wie Sie mit diesen 3 Schritten  die Esel-Möhren-Falle vermeiden

  1. Schritt:

    Machen Sie sich Ihre Grundmotive bewusst und schauen Sie, was Sie antreibt und motiviert.

  2. Schritt:

    Suchen Sie nach Zielen und Tätigkeiten, mit denen Sie sowohl Ihre Grundmotive befriedigen und finanziell erfolgreich sein können.

  3. Schritt:

    Definieren Sie Ihre persönlichen und finanziellen Ziele.

Wie Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen formulieren und diese auch erfolgreich umsetzen können, lesen Sie im nächsten Blog. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Motiv-Forschung und kreative Momente für Ihre Zielplanung.

 

Haben Sie konkrete Fragen zur finanziellen Zielplanung?
Welche Schwierigkeiten und Hürden gibt es für Sie?
Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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Finanzielle Ziele für Ihren finanziellen Erfolg – Die 5-Schritte-Strategie

Befassen Sie sich regelmäßig mit Ihren finanziellen Zielen? Oder finden Sie das überflüssig und viel zu anstrengend?

Erfahrungen zeigen, dass Menschen erfolgreicher sind, wenn Sie klare finanzielle Ziele vor Augen haben.

Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.
Johann Wolfgang von Goethe

Warum sind finanzielle Ziele so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Städtereise in die Stadt Ihrer Träume machen. Würden Sie sich ohne Vorbereitung ins Auto oder in den Flieger setzen?

Würden Sie in der Stadt Ihrer Träume ohne Reiseführer, Stadtplan oder App und vor allem ohne konkrete Ziele so einfach losmarschieren?

Genau das passiert bei finanziellen Angelegenheiten leider häufig. Bei vielen Menschen reicht der finanzielle Planungshorizont gerade noch für die nächste Urlaubsreise. Bei der Ruhestandsplanung und beim langfristigen Vermögensaufbau versagt dann aber das System. Das liegt daran, dass Ihr Autopilot namens Mr.  Unterbewusstsein schlichtweg überfordert ist. Denn darauf hat die Evolution ihn nicht vorbereitet.

Bei der Ruhestandsplanung ist Ihr Autopilot Mr. Unterbewusstsein leider völlig überfordert. Klick um zu Tweeten

Leider gilt das für Frauen sehr viel stärker als für Männer. Die Gender Investment Gap die weibliche Investment-Lücke – und die Gender-Retirement-Gap – die weibliche Rentenlücke – sind vor allem deshalb Frauen-Themen, weil Frauen sich nicht genug kümmern. 

Warum für Frauen der finanzielle Weg ohne Ziel  in die Altersarmut führt

Sich nicht zu kümmern, rächt sich dann im Alter. Noch nie seit 1949 waren so viele Frauen von Altersarmut betroffen wie heute. Viele Frauen erkennen erst zu spät, dass die Ehe längst kein Versorgungskonzept mehr ist. Nach der Scheidung offenbart sich dann, wie sehr sie ihre eigene Selbstvorsorge vernachlässigt haben.

Auch wenn Sie heute noch glücklich verheiratet sind, ist es sinnvoll den Plan B in der Tasche zu haben und seine Zahlen zu kennen. Auch dazu werden wir in den nächsten Wochen noch kommen.

Deshalb lade ich Sie herzlich ein, mich in den kommenden Wochen bei der finanziellen Zielplanung zu begleiten.

Die folgende 5-Schritte-Strategie wird Ihnen dabei als Leitfaden den Weg aufzeigen, wie Sie sinnvoll strategisch das Thema angehen können.

Ich freue mich über Ihre Anregungen und Kommentare, um diese Strategie zukünftig noch weiter verbessern zu können.

Laden Sie doch einfach Ihre beste Freundin oder Ihre Kollegin auch noch ein. Dann haben Sie in den nächsten Wochen eine Gesprächs- und Motivationspartnerin.

Los geht’s!

 

1. Schritt: Machen Sie sich Ihre Motive bewusst, bevor Sie Ihre finanziellen Ziele planen.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie bei der Planung  Ihrer finanziellen Ziele Ihre Grundmotive nicht mit im Boot haben, kann die Umsetzung später ziemlich anstrengend werden.

„Geld motiviert mich nicht.“ Diesen Satz habe ich von Frauen schon so häufig gehört. Meistens kam dann schon bald im nächsten Satz. „Ach wenn ich doch nur ein bisschen mehr Geld hätte …“

Solche Sätze decken innere Widersprüche auf. Für Ihren  finanziellen Erfolg bleibt da leider nicht viel  Raum. Sicherlich ist finanzieller Erfolg nicht für alle Menschen gleichermaßen motivierend. Dann muss geschaut werden, wie beides irgendwie miteinander vereinbart werden kann.

Deshalb  sollten Sie wissen, was Sie wirklich motiviert. Dann können Sie Ihre finanziellen Ziele und Motive aufeinander abstimmen. Sonst wird die Umsetzung Ihrer finanziellen Ziel leicht zum inneren Kampf ausarten.

Holen Sie für die finanzielle Ziel-Planung Ihre Motive mit ins Boot! Klick um zu Tweeten

Da Motive bei der finanziellen Zielplanung eine so wichtige Rolle spielen, werden wir uns noch intensiv damit befassen.  Wir schauen, wie Sie Klarheit über Ihre Motive finden und wie Sie diese nutzen können.

2. Schritt: Identifizieren Sie Ihre Geldsaboteure und Zielkonflikte

Auch wenn wir es oft nicht wahr haben wollen: Nicht alle tollen Ziele sind wirklich so toll, wenn wir sie erstmal erreicht haben. Vieles, was auf den ersten Blick erstrebenswert wirkt, ist es dann unter Umständen doch nicht. Wenn Sie sich aus einem rein finanziellen Antrieb für einen Beruf entschieden haben, der Ihnen wenig Freude bereitet, kann das auf Dauer sehr anstrengend sein.

Gute Ziele, schlechte Ziele - Untersuchen Sie zuerst Ihre inneren Zielkonflikte. Klick um zu Tweeten

Das gilt besonders, wenn Ihre finanziellen und sonstigen Ziele gar nicht Ihre eigenen sind. Oftmals handelt es sich um fremdbestimmte Ziele. Diese wurden von dritter Seite, also von den Eltern der Familie oder dem sozialen Umfeld geprägt.

Oftmals existieren solche fremdbestimmten Ziele in Ihrem Unterbewusstsein, ohne dass Sie dies merken. Es ist oft erschreckend, wie solche fremdbestimmten Ziele bei manchen Menschen bis ins Hohe Alter unbewusst verankert sind. Der Neurowissenschaftler Allen Snyder hat einmal den Satz geprägt:

Das Bewusstsein ist nur eine PR-Aktion Ihres Gehirns, damit Sie glauben, Sie hätten auch noch was zu sagen.

Allan Snyder

Bevor Sie also in die Ziel-Planungsphase starten, empfehle ich Ihnen deshalb, erst eine kleine Ziel-Expedition zu unternehmen.  Dazu bekommen Sie von mir Tipps, wie Sie mit hilfreichen Fragen wertvolle Erkenntnisse erzielen und Ihren Sabotage-Zielen auf die Schliche kommen können.

3. Schritt: Stellen Sie sicher, dass Ihre finanziellen Ziele mit Ihren Werten vereinbar sind

Manche Werte sind mit finanziellem Erfolg scheinbar nicht vereinbar. Zumindest schlussfolgert das Unterbewusstsein dies möglicherweise. Oft sind wir uns darüber nicht im Klaren. Wir merken nicht, wie wichtig uns bestimmte Werte sind und wie wir unseren finanziellen Erfolg damit verhindern.

Was hat Ihr Gerechtigkeitssinn womöglich mit Ihrer Geldbeziehung zu tun?

An dieser Stelle könnten Sie bereits auf die ersten Unstimmigkeiten treffen. Ist Gerechtigkeit ein hoher Wert für Sie? Was sagt es dann über Sie aus, wenn Sie mehr Einkommen erzielen als Ihre beste Freundin oder Ihre eigenen Eltern? Ließe sich das mit Ihrer Moralvorstellung noch vereinbaren?

Gerechtigkeit ist ein wichtiges aber auch schwieriges Thema. Es hat viele verschiedene Facetten. Deshalb ist es notwendig, die Vielfältigkeit dieser Idee von Gerechtigkeit im Blick zu haben . Vor allem ist wichtig, welche Konsequenzen Ihr Gerechtigkeitssinn für Ihre Geldbeziehung hat. Könnten Sie mit einer Stiftung oder regelmäßigen Spenden für mehr Gerechtigkeit sorgen? Wie sieht es mit anderen Werten aus? Sind Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft ebenfalls hohe Werte für Sie? Was könnten Sie tun, um eine Vereinbarkeit herzustellen, ohne gegen Ihre Werte zu verstoßen?

Warum es für Frauen schwierig ist,  finanzielle Ziele mit den eigenen Werten zu vereinbaren

Gerade Frauen fällt es im Hinblick auf ihre Werte immer noch schwer, finanzielle Ziele zu formulieren. Die weiblichen Tugenden waren traditionell Bescheidenheit, Sittsamkeit, Fleiß und Tugendhaftigkeit. Frauen hatten vorrangig für die Werte und Ziele Ihrer Männer zu sorgen, aber nicht für ihre eigenen – schon gar nicht finanziell. Das steckt noch immer in den Hinterköpfen. Deshalb gehört auch eine gewisse soziale Risikobereitschaft dazu, eigene finanzielle Ziele zu realisieren.

4. Schritt: Überprüfen Sie Ihre Visionen und Lebensziele bevor Sie finanzielle Ziele formulieren

WENN DAS LEBEN KEINE VISION HAT, NACH DER MAN STREBT, NACH DER MAN SICH SEHNT, DIE MAN VERWIRKLICHEN MÖCHTE, DANN GIBT ES AUCH KEIN MOTIV, SICH ANZUSTRENGEN.

(Erich Fromm)

Um wirklich nachhaltig an seinen Zielen arbeiten zu können und motiviert zu bleiben, ist es wichtig, das große Ganze im Leben zu sehen.

Wer keine Träume hat und sein Big Picture nicht kennt, wird wahrscheinlich auch nicht sehr motiviert sein, die selbst gesetzten finanziellen Ziele zu verwirklichen. Dabei geht es absolut nicht nur um Geld. Ich meine „Erfolg“ im ganzheitlichen Sinne. Arbeit und Geld sind dabei nur ein Bestandteile.

Gerade für Frauen ist es schwierig, solche Visionen zu entwickeln. Das stelle ich immer wieder in meinen Workshops fest. Traditionell waren Frauen in die passive Rolle als Hausfrau und Mutter gedrängt. Die Realität hat sich jedoch gravierend verändert. Nur das Unterbewusst hat dies noch längst nicht verinnerlicht.

Also warten Sie nicht auf Ihr Unterbewusstsein und nehmen Sie die Sache selber in die Hand. Dafür gibt es in diesem Blog noch einige Anregungen zur Entwicklung Ihrer Lebensvisionen.

 

5. Schritt: Formulieren Sie finanzielle Ziele mit hohen Erfolgschancen

Damit auch die Umsetzung Ihrer Ziele eine realistische Chance hat, gibt es auch dabei einige Aspekt zu beachten. Wie schon erwähnt können Ihre finanziellen Ziele mit anderen Lebenszielen konkurrieren. Das können sowohl Ziele sein, die Ihnen bisher nicht bewusst waren. Das können aber durchaus auch Ziele sein, die Ihnen sehr wohl bewusst sind.

Wenn Sie sich ein hohes Umsatzziel setzen, das nur mit mehr Arbeit und größerem Zeitaufwand zu realisieren ist, kann das unweigerlich mit anderen Zielen im Lebensbereich Familie und Partnerschaft oder sogar im Bereich Vitalität und Gesundheit kollidieren. Deshalb ist es unerlässlich die finanziellen Ziele im Gesamtkontext zu sehen.

Ein anderer Aspekt ist die Verbindlichkeit oder das Commitment, das Sie Ihren Zielen entgegenbringen. Beschränken Sie sich nicht auf vage Formulierungen ohne Zahlen oder Zeitvorgaben. Dann kann sich Ihr Unterbewusstsein sehr bequem ein kleines Hintertürchen offen halten. Damit das Formulieren Ihrer finanziellen Ziel auch von Erfolg gekrönt wird, gibt es auch dazu noch einen Extra-Beitrag im Blog.

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Welche Schwierigkeiten und Hürden gibt es für Sie?
Wäre eine geschlossene Facebook-Gruppe als geschützter Ort für einen intensiven Austausch für Sie interessant?
Ich freue mich auf alle Fragen, Anregungen und natürlich auch über konstruktive Kritik. 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihren finanziellen Zielen.

Herzlichst
Ihre

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Finanzielle Standortanalyse: Wie Ihnen diese 23 Fragen bei der finanziellen Verantwortung helfen

Die finanzielle Standortanalyse ist der erste und wichtigste Schritt, um finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Finanzielle Verantwortung klingt ja erst einmal nicht so prickelnd. Doch es lohnt sich. Sowie Sie mehr finanzielle Verantwortung übernehmen, ändert sich plötzlich ganz viel.

Sie können Einfluss nehmen auf Ihr finanzielles Geschick und Ihrer finanziellen Zukunft eine Richtung geben. Sie haben ab jetzt selbst das Steuer in der Hand. Auch in stürmischen Zeiten können Sie aktiv eingreifen und müssen nicht wie eine Matrosin passiv unter Deck sitzen bleiben. Ich bin immer wieder total begeistert, wenn ich sehe, welche Veränderungen bei meinen Kundinnen passieren, wenn Sie plötzlich finanzielle Verantwortung übernehmen.

Wollen Sie wirklich ran an das Thema? Mit allem was dazu gehört?

Dann möchte ich Sie zu diesem Schritt wirklich beglückwünschen. Super!

Was Ihnen finanzielle Verantwortung bringt

Es lohnt sich, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen.  Wenn Sie Single sind, dann haben Sie sowieso nicht die Wahl. Da funktioniert das Delegieren nur sehr eingeschränkt. 😉

In der Partnerschaft sieht es anders aus. Viele Frauen schrecken immer noch sehr vor finanzieller Verantwortung zurück. Sie delegieren diese lieber an den Partner oder an die Partnerin. Dabei zahlt es sich für beide Partner aus, wenn auch beide finanzielle Verantwortung übernehmen. Sie können dann auf Augenhöhe über das Thema Geld verhandeln. Mit partnerschaftlichen Vereinbarungen und Verträgen können Sie Ihr Commitment zum Ausdruck bringen. Solche Vereinbarungen geben Ihnen weit mehr Sicherheit als nur die Hoffnung: „Es wird schon alles gut gehen.“

Um welche Bereiche geht es bei der finanziellen Verantwortung?

Es geht bei der finanziellen Verantwortung nicht nur darum, höhere Einnahmen zu erzielen. Das ist eigentlich nur der erste Schritt. Es dreht sich um alle sechs wichtigen Bereiche:

  • Ihr Finanzielles Mindset
  • Ihre Einnahmen
  • Ihre Ausgaben
  • Sparen
  • Investieren
  • Kontrollieren

Wie sieht der erste Schritt aus?

Die finanzielle Standortanalyse ist der erste und wohl wichtigste Schritt. Bei der finanziellen Standortanalyse geht es darum, überall mal nachzuschauen – also auch wieder in allen sechs Bereichen. Das ist wichtig, denn ohne diese Analyse können Sie nicht herausfinden, was sich in der Vergangenheit bewährt hat oder eben nicht.

Jetzt kommt neben Kassensturz und Vermögensanalyse auch das finanzielle Mindset wieder ins Spiel. Denn bessere finanzielle Ergebnisse sind häufig ohne Verhaltensänderungen und neue Denkweisen kaum möglich.

Dazu möchte ich mir einen ersten Tipp erlauben:

1. Tipp zur finanziellen Standortanalyse: Seien Sie gnädig mit sich selbst! Klick um zu Tweeten

Im Finanz Coaching erlebe ich immer wieder wie streng meine Kundinnen mit sich selber sind. Natürlich kenne ich das von mir selbst auch. 😉 Schließlich bin ja auch in ein Frau. 😉

Doch gerade diese Strenge, die Selbstvorwürfe und Verurteilungen werfen Sie meilenweit zurück. Sie hemmen Ihr Potenzial und blockieren Ihre Kreativität.

Warum positive Fragen für die finanzielle Standortanalyse hilfreich sind

Stattdessen ist es hilfreicher, positive Fragen zu stellen oder sich stellen zu lassen. Statt zu fragen: „Warum habe ich das wieder nicht geschafft?“, könnten Sie fragen. „Wann habe ich es schon mal geschafft?“ und „Wie habe ich es damals hinbekommen“. „Was hat mir damals geholfen?“

2. Tipp : Positiv fragen: „ Wann ist es mir schon mal gelungen?“ Klick um zu Tweeten

In dem Moment ist Ihre Kreativität in Sachen Problemlösung erwacht und entfacht. Genau deshalb geht es bei der finanziellen Standortanalyse auch hauptsächlich um Fragen. Fragen regen zum Nachdenken an. Sie können viel Kreativität und Potenzial freisetzen. Vor allem können Fragen festgefahrene Denkstrukturen auflockern und das konstruktive Denken wieder in den Fluss bringen.

Als Anregung für Ihre finanzielle und mentale Standortanalyse habe ich beispielhaft die folgenden 23 Fragen zusammengestellt:

23 hilfreiche Fragen für die finanzielle Standortanalyse

1. Frage: Was motiviert Sie noch im Leben außer Geld?

Für Frauen ist Geld eher selten eine echte Antriebskraft aus meiner Erfahrung. Für Frauen zählen häufig andere Motivationen, wie Hilfsbereitschaft oder Gemeinschaft. In diesen Fällen stellt sich eher die Frage, wie Sie Ihre wahre Motivation zu Geld machen können. Wie lässt sich das eine mit dem anderen sinnvoll verbinden.

Es gibt einige hilfreiche Instrumente, um die eigene Motivation und die inneren Antriebskräfte zu ergründen. Manchmal reicht es auch schon aus, mit Menschen zu sprechen, die Sie wirklich gut kennen. So ein ehrlich gemeinter Spiegel kann das Selbstbild manchmal gerade rücken und äußerst erkenntnisreich sein.

2. Frage: Welche Werte sind Ihnen wirklich wichtig im Leben?

Manchmal sind die eigenen Werte nicht wirklich bewusst und können in finanzieller Hinsicht eher hinderlich sein. Wenn Ihnen „Gerechtigkeit“ ein hoher Wert ist, finden Sie es vielleicht unterbewusst sogar verwerflich, mehr Geld als andere Menschen einzunehmen. Sie haben möglicherweise ein schlechtes Gewissen dabei und einen inneren Zielkonflikt.

Dann ist es ganz wichtig noch mal darüber nachzudenken, wie Sie Gerechtigkeit definieren. Wie könnten Sie mit einem höheren Einkommen vielleicht sogar einen wichtigen Beitrag für mehr Gerechtigkeit leisten?

3. Frage: Welche Ziele haben Sie in der Vergangenheit verfolgt?

Auch für Ziele gilt, dass Sie nicht immer bewusst sind. Manche Menschen sabotieren ihren eigenen finanziellen Erfolg, um sich an ihren Eltern zu rächen. Klingt schräg, kommt aber gar nicht so selten vor. Manche Frauen wollen ihren Müttern beweisen, dass sie als „Nur-Hausfrauen“ die besseren Mütter und die besseren Ehefrauen sind. Da gibt es wirklich die unglaublichsten unterbewussten Ziele. Darum lohnt es sich wirklich immer mal wieder hinzuschauen.

4. Frage: Wie sieht es mit Ihrem Durchhaltevermögen und Ihrer Selbstkontrolle aus?

Wer hat bei Ihnen die Vorherrschaft, die „innere Macherin“ oder die „innere Planerin“?  Handeln Sie eher spontan oder überlegen Sie bei finanziellen Themen ganz in Ruhe? Wie sieht es mit Spontankäufen aus? Lassen Sie sich leicht verführen?

5. Frage: Wie sieht es mit Ihrem Sparverhalten aus?

Sparen Sie regelmäßig oder nur, wenn am Monatsende etwas übrig bleibt? Setzen Sie sich Ziele beim Sparen und planen sie für den Ruhestand?

6. Frage: Was könnten inspirierende Ziele für Sie sein?

Was inspiriert Sie und würde finanziellen Erfolg für Sie lohnenswert machen? Wie würden Sie Ihren Ruhestand verbringen, wenn Sie sich das finanziell leisten könnten?

7. Frage: Was könnte Ihnen helfen, diese Ziele umzusetzen?

Ziele spielen eine wichtige Rolle bei der finanziellen Standortanalyse. Deshalb werde ich im Blog demnächst noch ausführlich dazu schreiben.

8. Frage: Wann ist es Ihnen schon einmal gelungen, erfolgreich finanzielle Ziele zu erreichen und was hat Sie dabei inspiriert oder angetrieben?

Welche Erkenntnisse und Erfahrungen haben Sie in Ihrer Gedächtnis-Schatzkiste und wie können Sie diese nutzen? Wie können Sie Ihre Erinnerungen an Erfolge der Vergangenheit wieder aktivieren, um sich zu motivieren?

9. Frage: Wie sieht Ihre Einnahmen-Ausgaben-Bilanz aus?

Das ist für viele ein leidiges Thema. Wie sieht es bei Ihnen aus? Was könnte Sie motivieren, um sich damit auseinander zu setzen? Wie könnten Ihnen Zahlen wieder Spaß machen? Ein wichtiges Thema zu dem es im nächsten Blog weitere Infos gibt.

10. Frage: Welche Änderungen wünschen Sie sich in Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz?

Wenn Sie sich mit Ihrer Einnahmen- Ausgaben-Bilanz befassen, kann es passieren, dass Ihnen die Ergebnisse nicht besonders gefallen. Leicht stellen sich dann unangenehme Gefühle ein und Selbstvorwürfe. Um nicht in den Frust-Modus zu geraten, ist es jetzt wichtig ganz schnell wieder nach vorne zu schauen.  Auch wenn es im Moment vielleicht absurd klingt, wie wünschen Sie sich den Zielzustand? Schreiben Sie am besten alle Änderungswünsche auf. Wenn sich dann der innere Kritiker meldet und verkündet, „Das schafft du doch sowieso nicht.“, dann antworten Sie ihm doch einfach mal ganz entscheiden: „Deine Meinung ist jetzt nicht gefragt.“

11. Frage: Was möchten Sie an Ihrer Einnahmen-Ausgaben-Bilanz verändern?

Jetzt wird es etwas konkreter als bei der Frage 10. Es geht um Maßnahmen, also darum ins Handeln zu kommen.  Welche ersten Schritte wollen Sie unternehmen? Wo wollen Sie Prioritäten  setzen? Welche Ausgaben wollen Sie reduzieren? Wie wollen Sie das Thema Sparen oder Investieren angehen? Wie könne Sie größere Projekte mit Hilfe der Salamitechnik in kleine Scheibchen-Aufgaben verwandeln?  Frei zitiert nach Erich Kästner heißt es nun: Es gibt nichts Gutes außer frau tut es … 😉

12. Frage: Wie sieht es mit Ihrer Ruhestandsplanung aus?

Das ist inzwischen bei der finanziellen Standortanalyse ein wichtiges Thema geworden. Haben Sie sich mit dem Thema schon auseinander gesetzt ? Haben Sie schon einen Überblick? Bis wann wollen Sie sich einen Überblick verschaffen oder wen wollen Sie damit beauftragen?

13. Frage: Wer kann Ihnen bei der finanziellen Standortanalyse Ihre Fragen beantworten oder Sie beraten?

Gibt es Menschen im Freundes- oder Familienkreis, die Ihnen weiterhelfen oder Ihnen eine Expertin empfehlen können? Haben Sie im Internet recherchiert oder schon Kontakt aufgenommen? Was ist Ihnen der Rat einer Expertin wert? Wie viel Zeit und Arbeit wollen Sie investieren, um sich zu informieren?

14. Frage: Was hindert Sie konkret, sich mit dem Thema Finanzen zu befassen?

Wenn Sie die Situation oder Ihr Verhalten ändern möchten, ist die finanzielle Standortanalyse eine gute Gelegenheit. Sie können Ihre inneren Geldsaboteure entlarven. Das sind negative Glaubenssätze und Überzeugungen über Geld oder sich selbst.

15. Frage:  Wie könnten Sie diese „Hinderungsgründe“ ändern?

Manchmal hilft es bereits, die Hinderungsgründe aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching tausche ich manchmal die Stühle mit meinen Klientinnen. Um Lösungen zu suchen und Veränderungen einzuleiten, ist es wichtig nach vorne zu schauen. So können Sie gedanklich die vermeintlichen Hindernisse schon mal aus dem Weg zu räumen.

16. Frage:  Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an das Thema Geld denken?

Nehmen Sie Ihre Gefühle ernst oder verdrängen Sie diese? Jetzt ist der richtige Moment, um bei der finanziellen Standortanalyse noch einmal in sich zu gehen. Wenn Ihre Erfahrungen mit Geld immer wieder negative Gefühle auslösen, empfiehlt es sich, Unterstützung zu suchen. Manchmal reichen schon zwei oder drei Finanz Coaching Sitzungen, um die Geld-Beziehung nachhaltig zu verbessern. Manchmal reicht sogar schon, sich darüber bewusst zu werden.

17. Frage: Wie möchten Sie sich in Zukunft fühlen, wenn Sie an das Thema Geld denken?

Gefühle haben großen Einfluss auf unser Verhalten. Die Vorstellung positiver Gefühle hat starke motivierende Kraft und wird beim Coaching gerne angewendet, um in einen positiven Lösungsmodus hinein zu gelangen.  Probieren Sie es doch mal aus!

18. Frage: Was könnte Ihnen helfen, sich beim Thema Finanzen sicherer zu fühlen?

Gerade Frauen fühlen sich beim Thema Finanzen oft unsicher. Nutzen Sie die finanzielle Standortanalyse, um sich ein Gefühl der Sicherheit zu verschaffen. Was braucht es, damit Sie sich sicher fühlen? Wie könnte Ihnen das auch beim Thema Finanzen gelingen?

19. Frage: Wann haben Sie sich schon einmal sicher gefühlt

Wann gab es schon Situationen, in denen Sie sich sicher gefühlt haben und wie haben Sie das damals gemacht? Was können Sie jetzt bei Ihrer finanziellen Standortanalyse davon anwenden? Was können Sie zukünftig nutzen für gute Finanzentscheidungen?

20. Frage:  Welche Rolle hat Geld dabei gespielt, als Sie sich schon einmal sicher gefühlt haben?

Falls Sie sich gerade in einer Phase der Unsicherheit befinden, ist es wichtig die Erinnerung an eine sichere Zeit zu vergegenwärtigen. Das hilft Ihnen, wieder einen kühlen Kopf und einen klaren Durchblick zu bekommen.

21. Frage: Wie sieht Ihr Wunschtraum-Zielzustand am 31.12.2017 aus, wenn Sie ab heute finanzielle Verantwortung übernehmen?

Was könnte Sie so sehr inspirieren, dass Sie in Sachen Verantwortung Ihr Kommitment geben und sich auch noch auf einen festen Termin festlegen würden? Ist Ihnen das Thema finanzielle Verantwortung inzwischen so wichtig, dass Sie es wagen?

22. Frage: Wie sieht ihr finanzieller Zielzustand am 31.12.2022 aus?

Für die langfristige Entwicklung ist es gut, wenn Sie auch langfristige Ziele vor Augen haben. Trauen Sie sich und verlassen Sie die Komfortzone. Am Anfang kostet es Überwindung. Später belohnt sie der Erfolg.

23. Frage: Wie und womit haben Sie rückblickend am 31.12.2022 diesen Zielzustand erreicht?

Können Sie sich vorstellen, Sie hätten gerade eine Zeitreise gemacht und würden jetzt zurück blicken? Wie haben Sie es hingekriegt, Ihre Ziele zu erreichen? Was hat Ihnen geholfen? Was wollen Sie davon in nächster Zeit nutzen?

 

Die Liste mit Fragen für die finanzielle Standortanalyse ließe sich unendlich fortsetzen. Wichtig ist, dass Sie sich die relevanten Fragen aussuchen, die für Sie persönlich wichtig sind. Genauso gehe ich im Finanz Coaching vor.

Auch hier gilt: Gehen Sie dabei bitte rücksichtsvoll mit sich selber um! Überfordern Sie sich nicht gleich mit 100 Fragen. Vorsicht auch vor der Perfektionismus-Falle. Stattdessen könnten Sie es wieder mal mit der Salamitechnik probieren. Immer schön scheibchenweise!

Das Wichtigste bei Ihrer finanziellen Standortanalyse ist, dass Sie Spaß dabei haben. Wenn ein solches Unterfangen den Charakter einer Strafarbeit hat, wird es schwer gelingen.

Im nächsten Blog-Beitrag geht es um die finanziellen Ziele. Lesen Sie, wozu Ziele wichtig sind, wie Sie Ziele erfolgreich definieren und worauf es ankommt bei der Festlegung Ihrer Ziele. Ich freue mich,  wenn Sie wieder dabei sind. Auch über Ihre Erfahrungen, Anregungen oder Kritik im Kommentar, würde ich mich wirklich freuen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erfolgreich finanzielle Standortanalyse und Spaß bei der finanziellen Verantwortung.

Herzlichst
Ihre

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Die 5-Schritte-Strategie für Ihre Finanzielle Verantwortung

Finanzielle Verantwortung ist für Frauen ein heikles Thema. Dabei ist sie so wichtig, denn die Risiken für Frauen sind groß, wenn Sie finanzielle Verantwortung meiden.

Heute geht es im Blog darum, wie Sie es schaffen können, mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Wir Frauen tun uns nämlich immer noch sehr schwer damit. Wir haben die finanzielle Verantwortung  auch nicht gelernt. Von wem auch? Unsere Mütter und Großmütter hatten in finanzieller Hinsicht noch nicht viel zu sagen. Die älteren von ihnen wurden im Dritten Reich geboren. Sie haben damals gelernt, dass die Aufgabe einer Frau darin besteht, Kinder zu gebären, um kleine Soldaten zu produzieren. Leider blieb einiges davon nach 1945 sowohl in den Köpfen als auch im Gesetzbuch haften.

Warum es für Frauen so schwierig ist, finanzielle Verantwortung zu übernehmen

So durften bis 1977 verheiratete Frauen ohne Zustimmung ihres Ehemanns nicht mal einen Arbeitsvertrag abschließen. Bis 1958 hätte dieser den Arbeitsvertrag seiner Ehefrau sogar ohne ihre Zustimmung fristlos kündigen können. Hätte dieser Ehemann seiner Ehefrau gestattet, berufstätig zu sein, dann hätte er ihren Lohn verwaltet. Sie hätte nicht mal ein eigenes Konto eröffnen dürfen. Erst 1962 wurde dies geändert.

Das alles ist heute unvorstellbar. Doch im Unterbewusstsein ist es immer noch präsent. Kein Wunder also, dass da in uns Frauen immer noch die Tendenz schlummert, finanzielle Verantwortung lieber zu meiden. Diese Tendenz wird gespeist aus der Angst vor Ablehnung, vor Fehlern, vor Inkompetenz oder Unweiblichkeit. Auch die Angst vor Mathematik und Zahlen spielt eine große Rolle. Die Liste lässt sich wohl unendlich fortsetzen.

Doch wenn Sie keine Verantwortung übernehmen, können Sie auch nicht steuern. So wie ein Schiff mit ausgefallener Ruderanlage im Sturm den Wellen hilflos ausgeliefert ist, sind auch Sie dann ausgeliefert. Deshalb ist es auch in Krisenphasen ganz wichtig, den Zustand der finanziellen Selbstverantwortung schnellst möglich wieder herzustellen.

Aus eigener Erfahrung und aus zwanzig Jahren Beratungspraxis habe ich die 5-Schritte-Strategie zusammengestellt, die ich als hilfreich und nützlich empfinde. Ob das auch für Sie die richtige Strategie ist, ist letztendlich immer eine Einzelfall-Entscheidung. Sie kann in dem einen Fall richtig und in dem anderen Fall vielleicht gerade nicht die optimale Lösung sein. Solche Empfehlungen sind letztendlich immer nur Denkanstöße und Möglichkeiten. Was Sie jetzt gerade brauchen und Ihnen am besten hilft, kann dann im Zweifelsfall nur in einem Einzelgespräch geklärt werden. Dafür stehe ich Ihnen dann gerne telefonisch, persönlich oder über Skype zur Verfügung.

Die 5-Schritte-Strategie für Ihre finanzielle Verantwortung

1. Schritt: Standortanalyse

Mit der Standortanalyse meine ich in erster Hinsicht eine Bedarfsanalyse. Leider erlebe ich im Finanz Coaching immer wieder, dass Klientinnen sich primär mit Ihren Fehlern und scheinbaren Inkompetenzen, mit unangenehmen Erfahrungen und den vermeintlich unlösbaren Problemen befassen. Das ist durchaus nachvollziehbar und auch verständlich. So wurden wir Frauen in aller Regel noch erzogen. Es ist folglich eine absolut normale Reaktion. Doch leider ist sie absolut nicht hilfreich!

Wenn Sie sich primär mit Ihren Problemen, mit der Vergangenheit und Ihren eigenen Fehlern befassen, geraten Sie leicht in eine Art Problem-Trance. Das ist ein bisschen vergleichbar mit dem Versinken im Treibsand. Sie strampeln und rudern. Doch statt sich zu befreien, wühlen Sie sich immer tiefer ein.

Deshalb geht es bei der Standortanalyse immer darum, nach vorne zu blicken. Beim Blick nach vorne geht es dann um die Frage, was oder wer würde Ihnen weiterhelfen? Wie könnte die Lösung Ihres Problems aussehen? Welche Ziele inspirieren Sie, um mehr finanzielle Verantwortung zu übernehmen?

Hilfreiche Fragen:

  • Welchen Nutzen kann ich aus mehr finanzieller Verantwortung ziehen?
  • Wer würde außer mir noch davon profitieren?
  • Wie könnte die Situation aussehen oder sich anfühlen, wenn ich erfolgreich finanzielle Verantwortung übernehme?
  • Wann habe ich schon einmal finanzielle Verantwortung wahrgenommen in meinem Leben und wie habe ich das damals gemacht?

Standpunkt wechseln …

Sehr hilfreich bei Ihrer Standortanalyse kann auch ein Standpunktwechsel sein. Manchmal reicht es, einen Schritt zur Seite zu treten, dreimal tief durchzuatmen und dann die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Finanz Coaching bitte ich meine Klientinnen manchmal, mit mir den Platz zu tauschen. Ich ermutige Sie dazu, sich in meine Position zu versetzen und nun aus der Coach-Position die eigenen Probleme zu betrachten. Erstaunlicherweise fällt es dann viel leichter, Ideen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Anschub-Unterstützung oder selber machen?

Zur Standortanalyse gehört natürlich auch eine finanzielle Analyse. Wie hoch sind Ihre Einnahmen und Ausgaben? Wie sieht es mit der Vorsorge und Ruhestandsplanung aus? Wo finden Sie Antworten oder wer kann Ihnen helfen?

Wenn Sie mit finanzieller Verantwortung ohnehin gerade ein Problem haben, ist es fraglich, ob Sie diese Dinge alle selbst und alleine regeln sollten. Vielleicht könnte eine „Anschub-Unterstützung“ in Form von Finanz Coaching oder Ruhestands- und Finanzplanung hilfreich sein. Zum Thema Ruhestandsplanung gibt es demnächst im neuen Vermögen & Zukunft Blog auch noch weitere Informationen.

2. Schritt: Ziele formulieren

Die eigenen Ziele sind sehr maßgeblich und entscheidend für das, was Menschen im Leben erreichen. Das Verrückte an der Sache ist, dass gewisse Ziele nicht bewusst sind. Manchmal sind die wahren Ziele im Unterbewusstsein vergraben . Das kann mit einer verstrickten Geld-Beziehung oder negativen Erfahrungen zusammen hängen. Manchmal sind es negative Glaubenssätze , die unsere wahren Ziele definieren.

Unbewusste Ziele aufdecken

In einem meiner Vorträge meinte mal eine Zuhörerin, Geld sei „ … das Grundübel des Kapitalismus“. Es war nur ein Vortrag und kein Coaching. Deshalb verkniff ich mir die Frage, „Wenn Geld das Grundübel des Kapitalismus ist, wer bist du dann, wenn du Geld hast?“

Sehen Sie das Problem?

Diese Frau hätte als Coach durchaus gerne mehr Geld verdient, aber dann wäre sie sehr schnell in die Nähe des „Grundübels“ gerückt. Davor wollte ihr Verstand sie natürlich schützen. Deshalb ist es wichtig, auch die unterbewussten Ziele aufzudecken.

Viel problematischer finde ich jedoch, dass viele Frauen keine finanziellen Ziele haben. Das höre ich jedenfalls in der Beratung sogar des öfteren. Darin sehe ich eine große Gefahr. Ohne konkrete Ziele können Sie nicht vernünftig für die Zukunft planen. Sie sind viel leichter manipulierbar und damit ein potenzielles Opfer von Finanzbetrügern, wenn Sie nicht wissen, was Sie wollen. Deshalb ist es wirklich wichtig, dass Sie sich mit Ihren Zielen befassen und planen.

Mein 1. Tipp für finanzielle Verantwortung: Schreiben Sie 100 finanzielle Ziele auf. Klick um zu Tweeten

Ich finde das ist eine sehr interessante Übung.  Vor allem ist sie nicht ganz einfach. Ich bin inzwischen bei Ziel Nr. 79 angekommen. Ich will mich aber auch nicht unter Zeitdruck setzen.  🙂 Viel Erfolg dabei!

3.Schritt: Eine Strategie entwickeln

Eine Strategie zu haben, ist immer sinnvoll. Zum einen haben Sie dann einen roten Faden, an dem Sie sich entlang hangeln können. Zum anderen lassen Sie sich nicht so leicht verunsichern.

Mit Gegenwind kalkulieren

Gerade das ist unter Umständen ein wichtiger Aspekt. Es könnte nämlich sein, dass nicht alle Menschen jubeln und „Hurra“ schreien, wenn Sie nun plötzlich Verantwortung übernehmen wollen. Vielleicht war es in der Vergangenheit für andere ganz bequem, dass Sie keine finanzielle Verantwortung übernommen haben. Sie hatten ja in finanzieller Hinsicht keine Ahnung, keine Meinung und vor allem keine Widerworte. Das hat Sie höchst wahrscheinlich zu einer angenehmen und bequemen Zeitgenossin gemacht. Dies würde sich nun ändern. Es könnte also passieren, dass Sie Gegenwind bekommen. Dafür brauchen Sie eine Strategie.

Familien-Finanz-Strategie entwickeln

Andererseits gibt es womöglich auch Menschen, die es sehr begrüßen, wenn Sie nun zukünftig mehr finanzielle Verantwortung übernehmen. Vielleicht ist Ihr Partner oder Ihre Partnerin dankbar, wenn Sie sich endlich ein bisschen mehr interessieren und ein bisschen mehr kümmern. Dann können Sie die Strategie am besten gleich gemeinsam entwickeln. Vereinbaren Sie einen gemeinsamen Termin und lassen Sie sich die Familienbuchhaltung erklären.

2. Tipp für finanzielle Verantwortung: Fragen stellen! Klick um zu Tweeten

Manchmal kann es auch hilfreich sein, mit einer neutralen Person zu reden. Aufschreiben ist ebenfalls hilfreich. Sie können ein Mindmap oder eine To do Liste erstellen. Egal was auch immer Sie tun, Sie sind dann im Prozess. Das ist schon mal ein erster Schritt und vielleicht sogar ein Meilenstein. Weiter so!

4. Schritt: Umsetzung mit der Salami-Technik

Wenn es dann an die Umsetzung geht, kommt die nächste Herausforderung. Ich erlebe oft, dass Klientinnen gerne finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Sie wissen aber einfach nicht, wo sie anfangen sollen. Finanzielle Verantwortung ist ein komplexes Thema, vor allem wenn es neu ist. Dann erscheint der Berg riesengroß und unüberwindbar.

Genau hier kommt nun die Salami-Technik ins Spiel. Versuchen Sie, den großen Haufen an Aufgaben und Herausforderungen in möglichst kleine Teilaufgaben-Scheibchen zu zerkleinern. Je kleiner Ihre Teilaufgaben sind, desto schneller werden Sie bei der Umsetzung Erfolge erzielen.

Mein 3. Tipp für finanzielle Verantwortung: Die Salami-Technik nutzen. Klick um zu Tweeten

Aus meiner Sicht ist es auch immer wieder lohnenswert, ein bisschen herum zu probieren. Sind Sie beispielsweise eher der Haushaltsbuch-Typ und schreiben alles in ein schönes Büchlein oder sind Sie eher der Tabellen-Typ und arbeiten lieber am PC. Ich selbst arbeite seit Jahren mit STARMONEY und habe da viele Regeln und Automatismen installiert, die mir genau diese ungeliebte Arbeit erleichtern. Allerdings erfordert das erst einmal einen relativ hohen Aufwand an Zeit und Arbeit. Doch das lohnt sich aus meiner Sicht.

Ruhestandsplanung und Salami-Technik

Wenn Sie das Thema Ruhestandsplanung allein angehen wollen, müssen Sie Ihre Salami in ziemlich viele Scheiben schneiden. Ich habe im Frühjahr anlässlich eines Finanzworkshops zum Internationalen Frauentag versucht, die Ruhestandsplanung anhand frei verfügbarer Rechentools im Internet zu erstellen. Das habe ich dann den Teilnehmerinnen im Workshop präsentiert. Leider hatte ich die meisten Teilnehmerinnen dann auch nach fünfzehn Minuten verloren.

Schade, aber nachvollziehbar. Es hat mich schließlich Jahre meines Lebens gekostet, mein Wissen zusammen zu tragen. Trotzdem muss ich ständig am Ball bleiben in Sachen Weiterbildung. Kein Fall ist wie der andere und ständig ändern sich die Gesetze. Deshalb empfehle ich Ihnen, gerade beim ersten Mal die Ruhestandsplanung in Auftrag zu geben.

Zusammenfassend würde ich in Sachen Salami-Taktik sagen: Wenn Sie wirklich dauerhaft finanzielle Verantwortung übernehmen wollen, ist es ungemein wichtig, dass Sie sich selber kennen lernen und herausfinden, was Ihnen liegt und Ihrem Typ am meisten entgegenkommt. Dann stehen Ihre Chancen gut, dass es funktioniert und Sie auch durchhalten.

5.Schritt: Controlling

Auch ein funktionierendes Controlling-System gehört zwingend dazu, wenn Sie finanzielle Verantwortung übernehmen wollen. Zum einen ist es wichtig, regelmäßig einen Selbst-Check vorzunehmen, um zu schauen was gut und was weniger gut funktioniert. Zum anderen brauchen Sie ein Controlling-System für Ihre Finanzen.

Natürlich ist das regelmäßige Pflegen der Zahlen bereits die halbe Miete. Dann haben Sie meistens schon einen guten Überblick. Doch häufig reicht es nicht, wenn Sie Ihre Zahlen fein säuberlich in Tabellen eintragen, ohne diese zu hinterfragen oder auszuwerten. Außerdem besteht die Gefahr, in eine Art Betriebsblindheit zu geraten. Auch hier heißt es deshalb: Wachsam sein!

Delegieren oder selber machen?

Um die Ruhestandsplanung im Blick zu behalten, müssen Sie in Sachen Controlling einen ziemlich hohen Aufwand betreiben. Durch die ständigen Gesetzesänderungen kann sich ganz schnell eine Lücke in Ihrer Planung ergeben. So wie die Einführung der Rentenbesteuerung oder die Einführung der Krankenkassen-Beitragspflicht für Betriebsrenten für viele Menschen ein tiefer Einschnitt für die Ruhestandsplanung war.

Die Erfahrungen mit meinem Finanz-Workshop haben mir außerdem gezeigt, dass viele Frauen damit schlichtweg überfordert sind. Es ist schwierig, den Bedarf im Ruhestand einzuschätzen. Dazu kommt, dass von der Rente auch noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen. Das alles einzeln zu berechnen, ist äußerst mühsam.

An die Inflation gewöhnen

Was unser menschliches Gehirn jedoch völlig überfordert, ist die Sache mit der Inflation. Die Vorstellung, was Inflation für Auswirkungen hat und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, ist für das Gehirn eine absolute Überforderung. Wissenschaftler bezeichnen dieses Phänomen auch als „Geldillusion“. Deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder und vor allem früh genug, mit den Zahlen auseinander zu setzen. Sie müssen ja nicht selber rechnen. Ich denke, dass das Delegieren in diesem Fall der bessere Weg ist Geben Sie die Finanzmathematik in die Hände einer Expertin.

Damit Sie nun auch richtig durchstarten können, geht es nächste Woche weiter mit der Standort-Analyse. Welche Fragen dabei wichtig sind  und worauf Sie achten sollten, verrate ich im nächste  Blog.

In diesem Sinne viel Erfolg! Bis nächsten Donnerstag 🙂

 

 

Herzlichst
Ihre

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3 strategische Tipps für kluge Finanzentscheidungen

Kluge Finanzentscheidungen zu treffen, ist eine große Kunst. Wir alle treffen tagtäglich und ständig Finanzentscheidungen. Viele von diesen Entscheidungen werden oft sehr schnell getroffen. Bei manchen Finanzentscheidungen lassen wir uns länger Zeit.

Zu den schnellen Finanzentscheidungen gehören häufig Konsumentscheidungen wie  neue Schuhe, Kleidung  oder Fast Food im Supermarkt.

Kennen Sie dieses Gefühl von Reue oder Schuldgefühlen nach einer schnellen und vielleicht falschen Kaufentscheidung?

Bei kleineren Summen ist es noch zu verschmerzen, aber bei größeren kann es richtig weh tun. Bei einer Geldanlage, die zu großen Verlusten oder sogar einem Totalverlust geführt hat, tut es dann richtig weh.

Wie kommen solche Entscheidungen zustande?

Schnelles und langsames Denken – das Dilemma

Der Nobelpreisträger Daniel Kahneman hat bei seinen Forschungen die These vom schnellen und langsamen Denken entwickelt. Das schnelle Denken erfolgt intuitiv, automatisch, emotional und unbewusst. Das langsame Denken dagegen erfolgt anstrengend, logisch, berechnend und bewusst.

Die Gefahr von übereilten Kaufentscheidungen und schlechten Gefühlen, kann deutlich verringert werden, wenn Sie vom schnellen in den langsamen Modus wechseln. Aber das funktioniert nicht wirklich gut, wenn Sie gerade unter Stress stehen und Zeitdruck haben.

Gerade wenn Sie bei Frustkäufen in Stressphasen Wiederholungstäterin sind, kann langsames Denken in solchen Situationen sehr schwierig umsetzbar sein. Es hilft, wenn Sie sich mit den Ursachen befassen und erforschen, wie es immer wieder dazu kommt.

Ist langsames Denken immer der bessere Weg?

Auch langsames Denken ist nicht immer der Königsweg. Die Finanzkrise 2008 war ein drastisches Beispiel dafür. Auch langsam gedachte finanzmathematische Modelle können ins Leere laufen, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Die Welt und insbesondere die Welt der Finanzmärkte ist viel zu komplex, um alle möglichen Entwicklungen vorausberechnen zu können. Ähnlich wie bei der Wettervorhersage, lässt sich eine Entwicklung an den Aktienmärkten oder sogar an den Immobilienmärkten kaum mehr als ein paar Tage vorhersagen.

Wie lösen Sie das Dilemma, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen?

Das Dilemma aufzulösen, ist nicht ganz einfach. Auch Rückfälle sind wahrscheinlich vorprogrammiert. Gerade wenn es um emotionale Entscheidungen und automatisierte Verhaltensmuster geht, wird es ohne langsames Denken und ein bisschen Arbeit auch nicht funktionieren. Wollen Sie sich in Zukunft mit Ihren Finanzentscheidungen behaglicher fühlen und bessere Ergebnisse erzielen? Dann wird sich das langsame Denken nicht vermeiden lassen.

Dazu habe ich ein drei Tipps für Sie:

Tipp 1: Selbstreflexion als Basis für kluge Finanzentscheidungen

Bevor Sie sich mit vielen Informationen und Ratschlägen zum Thema Geld und Finanzen befassen, beschäftigen Sie sich erst einmal mit sich selbst.

  • Was ist   I H N E N   wirklich wichtig in Ihrem Leben und welche Rolle spielt Geld dabei?
  • Was denken Sie über sich – ganz allgemein und speziell in bezug auf Geld?
  • Welche Bedürfnisse befriedigt Geld kurzfristig und welche Funktion erfüllt es bei typischen Verhaltensweisen?
  • Welche Werte sind Ihnen wichtig im Leben und wie stehen diese mit Ihren Finanzen und mit Geld im Einklang?
  • Wie sahen Ihre Erfahrungen mit Geld aus? Wie waren dann Ihre Schlussfolgerungen? Welche positiven oder negativen Vorbilder haben Sie, wenn es um das Thema Finanzen und Geld geht?
  • Wie sehen andere Sie, wenn es um das Thema Geld geht?

Solche Überlegen können sehr hilfreich sein, um sich selbst auf die Schliche zu kommen. Decken Sie Ihre typischen Verhaltensmuster auf und forschen Sie nach den Ursachen.

Auch wenn es manchmal weh tut, kann eine schmerzhafte Erkenntnis oft eine sehr wertvolle Information sein. Fast jeder Mensch hat den ein oder anderen Fleck. Wichtig ist aber, dass Sie sich nicht dafür geißeln oder rechtfertigen, sondern das Optimierungspotential darin sehen. Nur so können Sie alte Verhaltensmuster ändern und kluge Finanzentscheidungen treffen.

Tipp 2: Ziele formulieren und visualisieren

Wie ich in meinem Beitrag über die guten Vorsätze zum Neuen Jahr berichtet habe, sind Ziele sehr wichtig. Sie sollten positiv formuliert, realistisch und vor allem motivierend sein. Je nachdem, was Sie wirklich motiviert und was dann am Ende als Ergebnis stehen kann, stellen Sie Ihrem Gehirn eine Belohnung in Aussicht.

Nach Meinung der Gehirnforscher streben Menschen nach Belohnungen, in dem Sie Ereignisse herbeiführen, die mit positiven Gefühlszuständen verbunden sind. Lösen positive Zahlen auf Ihrem Kontoauszug auch positive Gefühle aus? Wenn nicht, ist es wichtig, Ihre Motive und Bedürfnisse zu erforschen. Was motiviert Sie wirklich? Was macht Sie glücklich und zufrieden?

Sonst besteht die große Gefahr, dass Sie aufgrund des emotionalen „schnellen“ Denkens immer wieder Belohnungskäufe tätigen oder andere emotionale Finanzentscheidungen treffen. Danach ärgern Sie sich und brauchen quasi zum Trost die nächste Belohnung.

Was auch immer Sie als Zielsetzung formulieren, überfordern Sie sich nicht. Planen sie realistische Ziele und planen Sie Teilziele auf dem Weg dorthin, um gegebenenfalls nachjustieren zu können. Bei allem, was Ihr Verstand per se für unerreichbar hält, wird er sonst wahrscheinlich die Vermeidungshaltung einnehmen oder Sie verschwenden viel Zeit für hoffnungslose Unterfangen.

Tipp 3 : Die richtige Strategie

Eine gute Strategie ist eine sehr wertvolle Basis, um kluge Finanzentscheidungen zu treffen. Ihre Strategie sollte aus möglichst einfachen Regeln bestehen, die einfach, logisch und nachvollziehbar sind. Nur wenn Sie selbst von Ihren Regeln und Ihrer Strategie überzeugt sind, wird es Ihnen auch gelingen, diese umzusetzen.

Zu dieser Strategie kann auch ein passender äußerer Rahmen gehören. Wenn Sie sich nicht gerne um Ihre Finanzen kümmern, kann eine angenehme Atmosphäre hilfreich sein, um das Belohnungszentrum zu aktivieren. Zünden Sie sich doch einfach mal eine Kerze an und kochen Sie sich einen leckeren Tee, bevor Sie den Rechner einschalten oder sich vor die Kontoauszüge und Unterlagen setzen. Das kann manchmal schon Wunder bewirken.

Überlegen Sie sich Alternativen, bevor Sie der nächste Frustkauf befällt. Was könnte sonst noch Ihre Stimmungslage bessern? Was ist realistisch umsetzbar?

Auch bei Ihren Geldanlagen sollten Sie kluge Finanzentscheidungen treffen und sich eine passende Strategie überlegen. Wie sehen Ihre finanziellen Ziele aus und mit welcher Strategie lassen diese sich umsetzen? Mit welcher Verteilung zwischen sicheren und risikoreicheren Anlagen fühlen Sie sich gut? Was schützt Sie für spekulativen Transaktionen oder Panikverkäufen?

Schreiben Sie Ihre Strategie auf und setzen Sie Ihre Unterschrift darunter. Eine Unterschrift steht für Verbindlichkeit und Commitment. Ziel ist es, dass Sie sich selbst und Ihrer Strategie  treu bleiben, auch wenn der Wind mal aus einer anderen Richtung weht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Strategie und kluge Finanzentscheidungen.

Herzlichst
Ihre

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Ich will oder ich muss – die bessere Einstellung für Ihr Vermögen

Ich will oder ich muss sind zwei sehr unterschiedliche und sehr entscheidende Herangehensweisen, die Ihren finanziellen Erfolg sehr beeinflussen können. Kennen Sie auch diese inneren Antreiber „ich muss“ oder sogar „ich muss unbedingt noch …“ aus Ihrem inneren Sprachgebrauch? Wir versuchen oftmals, uns mit solchen Formulierungen selber anzutreiben. Leider ist der Erfolg jedoch sehr begrenzt.

Ich muss – der große Motivationskiller

Gerade beim Thema Finanzen, das offensichtlich wenigen Menschen und vor allem Frauen wenig Spaß bereitet, scheint dieser innere Antreiber selten erfolgreich zu sein. Diese Erfolglosigkeit ist kein Wunder und absolut erklärlich. Unser Gehirn ist auf Belohnung programmiert. Allein schon das Wörtchen „muss“ produziert sofort eine innere Abwehrhaltung. Es ist nämlich absolut demotivierend und erzeugt Druck, dem wir uns lieber widersetzen.

Ich will – der erste Schritt

Vielleicht könnte es schon ein wenig helfen, wenn Sie sich in Zukunft sagen: „Ich will mich um meine Finanzen kümmern.“ Das nimmt schon mal den Leidensdruck und entlässt Sie aus der Opferrolle.

Als die Teilnehmerinnen meines Workshops „Erfolg mit Geld“ sich letzten Samstag bei den unterschiedlichen Geldtypen einsortierten, gab es eine totale Übereinstimmung:

Sie wollten niemals der Geldtyp „Opfer“ sein.

Ihr Fazit und ihr Motto lautete:

Kümmere dich um deine Finanzen und du musst kein Opfer sein. Klick um zu Tweeten

Die „ich will oder ich muss“ – Motivationsfalle

Problematisch nur, dass wahrscheinlich immer noch die Motivation fehlt. Zugegeben gibt es in jungen Jahren Dinge, die Sie stärker motivieren, als sich um Ihre Altersvorsorge zu kümmern. Damit sind Sie absolut kein Einzelfall. Bei vielen Menschen dauert diese Phase bis Mitte 40. Dann ist es ziemlich spät, um sich um seine Altersvorsorge zu kümmern, denn dann bleibt nur noch wenig Zeit. Die Sparbeiträge müssen dann schon um ein Vielfaches höher ausfallen. Also sinkt die Motivation noch weiter und irgendwann ist es dann wirklich zu spät.

Inspirierende Ziele setzen

Ziele haben eine starke motivierende Wirkung. Ein Satz wie, „Ich will mich um meine Finanzen kümmern, weil ich im Ruhestand kein Opfer meiner Untätigkeit sein will“, könnte vielleicht schon etwas in Bewegung setzen. Das Problem dabei: Dieses Ziel ist nicht konkret und ob es als Belohnungsfaktor ausreicht, möchte ich mal dahin gestellt sein lassen.

Doch was hilft es dann als motivierendes Ziel? Viele Wünsche bleiben immer Träume, weil Ihrer Realisierbarkeit keinerlei Beachtung oder Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Ruhestandsphase beispielsweise umfasst mittlerweile fast ein Drittel unserer gesamten Lebenszeit. Kein Wunder, wenn viele Menschen zum Rentenbeginn in ein tiefes Loch fallen, weil sie keine Ziele für diese mittlerweile lange Zeitphase haben.

Dabei gibt es tolle Möglichkeiten, wie Sie im Ruhestand Ihre Zeit verbringen können. Egal ob mit einem Hobby oder Ehrenamt, es gibt tolle Gelegenheiten, die Zeit zu verbringen und dabei auch noch etwas Gutes zu tun. Leider scheitert das bei vielen Ruheständlern schon jetzt daran, dass diese auf Ihre Nebenjobs angewiesen sind, um die karge Rente aufzubessern. Viele von Ihnen hatten nicht die Möglichkeit, Rücklagen zu bilden, um die Rente aufzubessern. Doch einige hätten sie gehabt und haben Sie nicht genutzt.

Die richtige Strategie

Wenn Sie heute die Entscheidung treffen, sich um Ihre Finanzen und Ihren Vermögensaufbau zu kümmern und wirklich motivierende Ziele haben, fehlt Ihnen nur noch die richtige Strategie. Das scheitert dann häufig daran, dass es Nebenziele gibt, die eher schaden als nützen. Solche Nebenziele können so aussehen:

  • Ich muss erst meine Kontoauszüge sortieren

  • Ich muss erstmal sechs Monate Haushaltsbuch führen und sehen, was übrig bleibt

  • Ich muss im nächsten Jahr erstmal ein paar Anschaffungen tätigen

  • usw. usw.

Das sind die häufigsten Argumente, die ich von Anruferinnen höre, wenn diese sich mal ganz unverbindlich informieren wollen. Da schließt sich dann wieder der Kreis. Manchmal ist es die Perfektionismusfalle. Manchmal ist es schlicht ein Vorwand für die Aufschieberitis. Manchmal ist es die Sparsamkeit, für eine Beratung kein Geld ausgeben zu wollen. Gründe finden sich immer. Doch gerade dieser Perfektionismus und die übertriebene Sparsamkeit führen häufig in die Verharrung und Untätigkeit. Zeit ist Geld und Nichtstun ist teuer. Leider!

Also versuchen Sie doch einfach mal die Nebenziele und Nebenbedingungen, den Perfektionismus und die Aufschieberitis zu ignorieren. Achten Sie vor allem auf Ihre Wortwahl und treffen Sie möglichst immer bei der Entscheidung „ich will oder ich muss“ für Ihr Vermögen die bessere Entscheidung „ich will“.

„Ich will, das Wort ist mächtig“, stand übrigens schon in meinem Poesiealbum. Leider weiß ich nicht mehr, wie es weiter ging … 😉

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen oder euch eine große Motivation und ein starkes „ich will“ für ein wachsendes finanzielles Vermögen und einen gesicherten Ruhestand.

Am 30. März findet der nächste Geldgeflüster-Workshop statt. Das könnte schon mal ein Anfang sein. 😉

Herzlichst
Ihre

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KORNELIA RENDIGS Finanzberatung und Coaching